Festgehalten: Butterfail

In Güstrow-Dettmannsdorf soll ein neues Flüchtlingsheim entstehen. Diese Entscheidung ist noch nicht endgültig, doch schon jetzt wird in dem mecklenburgischen Ort Stimmung gegen die Flüchtlinge gemacht. Am Dienstag wurde der für das Heim in Betracht gezogene Standort mit Buttersäure angegriffen. Die Ostsee-Zeitung berichtet in ihrer Online-Ausgabe darüber und zeigt sich von ihrer kontextsensitiven Seite. Autsch!

oz werbung butter fail(Bild: anonym)

  • Hetze gegen Asylbewerber erreicht neuen Höhepunkt: Buttersäureanschlag auf geplantes Wohnheim in Güstrow (Endstation Rechts, 03.10.2012)

11 Gedanken zu „Festgehalten: Butterfail

  1. Ein Bericht über den Buttersäureanschlag wäre mir lieber gewesen als ein Bericht über Butterwerbung, die wohl eher zufällig dort zu sehen ist?

    1. Ja, das ist die Krux der Hyperlokalität. Güstrow rutscht noch stärker durch diesen Greifswald-Filter als es zum Beispiel Wolgast tut (was streng genommen hier ja auch off-topic ist). Deswegen wurde drunter Endstation Rechts verlinkt, die den lieber gesehenen Bericht veröffentlichten.

  2. Interwebz Kram muss auch sein! Nur lokale Themen gehen doch in MV nicht, dafür is das doch alles ein bisschen lütt hier. Und wenn der Rest auch vorkommt, kann man auch mal was auf den großen Haufen des halbernsten Internetselbstbezüglichkeitscontents drauf schaufeln. 😉

    1. Ich halte es da ganz mit Jeff Jarvis: „Do what you do best and link to the rest“ und frage mich, wieso Kombinat Fortschritt mit ihrem landesweiten Horizont bislang dazu schweigen.

  3. Ich finde es verwirrend, wenn man ein leerstehendes Haus als Asylbewerberheim bezeichnet nur um Empörung zu schüren. Noch steht ja nicht mal fest ob das geplante Asylbewerberheim in diesem Haus auch umgesetzt wird. Kann man diese Manipulation in den Medien wirklich gut finden? Wie viele lesen diese Schlagzeile, die falscher nicht sein kann.

    Das nützt doch nur den Berufsbetroffenen…

  4. Das ist auch sehr verzerrt wiedergegeben. Viel wichtiger dabei ist die Fallhöhe. Immer bedeutet für mich 100%. Also noch schlimmer. Es fällt nämlich nicht immer.

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