Brisantes Video dokumentiert NPD-Übergriff auf dem Greifswalder Markt

Auf ihrer „Asyltour“ hält die NPD in Greifswald. Nachdem aus den Reihen einer spontanen Gegendemo vereinzelt Lebensmittel geworfen werden, stürmen die um den Marktplatz verteilten Neonazis auf die Protestierenden zu und werden gewalttätig. Ein nun aufgetauchtes Video dokumentiert den Tumult und nährt Zweifel an den Darstellungen des Neonazis Marcus G.

Es ist Montag, der 29. Juli. Ein grauer und regnerischer Tag, dessen Tristesse plötzlich von einer Eilmeldung, die durch die sozialen Netzwerke rauscht, jäh unterbrochen wird: „Die NPD baut auf dem Markt auf, nichts wie hin!“. Die rechtsextreme Partei ist auf „Asyltour“, als sie in der historischen Altstadt Greifswalds hält, um vor dem Rathaus gegen Flüchtlinge Stimmung zu machen. Hier sollte es besser laufen als am Freitag zuvor in Rostock, wo ein Regen aus Obst und Eiern auf die Neonazis niederging und sie zum frühzeitigen Abbruch ihrer Veranstaltung zwang. Deswegen wurde der NPD-Stand an diesem Vormittag von knapp 20 Neonazis bewacht, die sich weiträumig auf dem Markt verteilten und dem verregneten Trauerspiel eine bedrohliche Kulisse verliehen.

„NEONAZIS STÜRMTEN IM MOB AUF EINEN TEIL DER PROTESTIERENDEN LOS UND GINGEN GEWALTTÄTIG GEGEN SIE VOR“ (BÜNDNIS GREIFSWALD NAZIFREI)

Marcus G. NPD Greifswald
Neonazi Marcus G. im Schlepptau der Polizei

Trotz des schlechten Wetters und der kurzfristigen Mobilisierung fanden sich etwa 100 Menschen auf dem Markt ein, um spontan gegen die NPD zu demonstrieren. Abgesehen von einigen Tomatenwürfen verlief die Veranstaltung weitestgehend friedlich, doch als die Polizei einen mutmaßlichen Gemüsewerfer festnehmen wollte, stürmten plötzlich mehrere Neonazis in die Reihen der Protestierenden und wurden gewalttätig.

Unter ihnen befand sich auch Marcus G., ein Neonazi, der seit einigen Jahren in Greifswald studiert und in der Vergangenheit unter anderem als Anti-Antifa-Fotograf und rechter Provokateur aufgefallen ist. Er wird dem Umfeld der rechtsextremen Gruppierung Nationale Sozialisten Greifswald (NSG) zugeordnet. Marcus G. soll bei der Hatz auf dem Markt einen Gegendemonstranten mit einem Fußtritt verletzt haben. Die anwesende Polizei habe daraufhin die Personalien des rechten Aktivisten aufgenommen; die Erstattung einer Anzeige vor Ort habe sie jedoch verweigert und später mitgeteilt, von dem Angriff nichts mitbekommen zu haben. In etwa dieser Art lässt sich die Sicht des Bündnisses Greifswald Nazifrei auf die Ereignisse des 29. Juli zusammenfassen.

“DIE LINKSKRIMINELLEN WISSEN NICHT, WIE MAN MIT EINEM GEBILDETEN, NICHT VORBESTRAFTEN NATIONALISTEN UMGEHEN SOLL” (NSG)

Kurz nach dem Vorfall wurde auch auf der Internetseite der NSG über die Ereignisse auf dem Marktplatz geschrieben. Schenkt man den Schilderungen dort Glauben, so hätten Angehörige der NPD an diesem Montagvormittag allenfalls der Polizei dabei geholfen, Personen „dingfest zu machen“, die aus dem Mob heraus Gegenstände geworfen hätten. Im gleichen Beitrag wird ein Dementi von Marcus G. verbreitet, der den Vorwurf, einen Antifaschisten angegriffen zu haben, von sich weist. Seiten wie der Fleischervorstadt-Blog oder der Blog der Grünen würden „absoluten Schwachsinn schreiben und alles zu Ungunsten der NPD verfälschen“ (NSG).

NPD-Anhänger haben sich drohgebärdend auf dem Markt verteilt...

Der beschuldigte Marcus G. stünde bei „Linkskriminellen“ immer wieder im Fokus, da diese nicht wüssten, „wie man mit einem gebildeten, nicht vorbestraften und einem in gutem Umfeld lebenden Nationalisten, welcher sich auf das Rechtsstaatsprinzip beruft, umgehen“ solle. In diesem Zusammenhang verweist G. auf eine Erklärung, die er — nachdem er im November 2011 während einer Lehrveranstaltung im Hörsaal als Neonazis geoutet wurde — vom webMoritz veröffentlichen ließ. Darin distanziert sich der aus Berlin stammende Student von „jeglicher physischen Gewalt — mit Ausnahme des Notwehrparagraphen“. Doch wie glaubhaft sind diese Beteuerungen wirklich?

ANONYM ZUGESPIELTES VIDEO DOKUMENTIERT DIE JAGDSZENEN AUF DEM MARKT

Ein Video, das vor wenigen Tagen anonym dem Fleischervorstadt-Blog zugespielt wurde, dokumentiert die umstrittene Szene und stellt die Darstellungen von Marcus G. — der im Frühjahr 2013 gerne Schöffe am Greifswalder Amtsgericht geworden wäre, dann aber aufgrund „erheblicher Zweifel” an der notwendigen “Unvoreingenommenheit und Neutralität gegenüber allen Bevölkerungsschichten” abgelehnt wurde — in Frage.

Die Aufnahmen zeigen, wie sich mehrere Neonazis, darunter auch die Lebenspartnerin von G., in die Menge bewegen und gezielt auf einen Antifaschisten zusteuern. Dieser kann jedoch rechtzeitig weglaufen und ist auch durch Alexander Wendt (Landesvorstand NPD), der dem Fliehenden einen Regenschirm hinterherschleudert, nicht mehr zu stoppen. Mehrere NPD-Anhänger nehmen die Verfolgung auf und auch einige Antifaschisten laufen in Richtung Knopfstraße — womöglich, um einen zu befürchtenden, gewaltsamen Übergriff zu verhindern. Wie das Video dokumentiert, bricht Marcus G. relativ schnell die Verfolgung ab und wendet sich wieder der Marktmitte zu, wo er einen nacheilenden Demonstranten zu Fall bringt und sich anschließend schnell entfernt — wohlgemerkt ohne den Versuch zu unternehmen, jemanden „dingfest zu machen“.

Um diese Szene nachvollziehbar zu gestalten, wurde das Video, in dem sowohl Marcus G. mit dem gelben Rucksack als auch das Opfer mit der markanten blau-grünen Jacke deutlich zu erkennen sind, dahingehend bearbeitet, dass die beschriebene Szene vergrößert wurde und deutlich langsamer abläuft.

„WAS DIE ANZEIGE BRINGEN WIRD, BLEIBT ABZUWARTEN“ (NSG)

Ist es notwendig, die beschriebene mutmaßliche Körperverletzung so ausführlich zu behandeln? Die Antwort auf diese Frage lautet: Ja, unbedingt, denn das Verhalten der NPD-Anhänger und -Funktionäre ist exemplarisch für die Gewaltbereitschaft und das Selbstbewusstsein, mit dem die rechte Szene derzeit in Mecklenburg-Vorpommern öffentlich auftritt. Was auf dem Greifswalder Marktplatz geschehen ist, fügt sich nahtlos in das Muster des diesjährigen NPD-Wahlkampfs ein. So ist es kaum zwei Wochen her, dass sich ein zum Teil vermummter und bewaffneter Neonazi-Mob vor einem Haus in der Grimmer Straße in Greifswald versammelte und die Bewohner bedrohte. Unter ihnen sollen sich vier Mandatsträger der NPD befunden haben, zum Beispiel der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Landtag, Tino Müller, gegen den jetzt wegen Landfriedensbruch vorermittelt wird — die Staatsanwaltschaft beantragte bereits die Aufhebung seiner Immunität.

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Die dokumentierten Ereignisse auf dem Greifswalder Marktplatz werfen allerdings auch auf den Rechtsextremisten Marcus G. ein schlechtes Licht. Die kolportierten Dementis und Erklärungen des Neonazis lassen angesichts der aufgenommenen Bilder an seiner Glaubwürdigkeit zweifeln — nicht nur in diesem Fall. Gegen G. wurde eine Anzeige erstattet und es ist nun Sache des Gerichts, darüber zu befinden, ob eine Körperverletzung vorliegt oder nicht. Ein Schuldspruch brächte G. zudem auch in Konflikt mit der Immatrikulationsordnung der Universität Greifswald, die in §24 die Möglichkeit benennt, Studierende zu exmatrikulieren, wenn sie „gegenüber Mitgliedern und Angehörigen der Hochschule strafbare Handlungen begehen.“ Dem geschädigten Studierenden ist zu wünschen, dass er von G. mit einem saftigen Schmerzensgeld entschädigt wird und von dem mutmaßlichen Angriff keine bleibenden Schäden davonträgt. Ein großes Kompliment muss an dieser Stelle auch nochmal der Stadtverwaltung dafür ausgesprochen werden, G. nicht zur Schöffenwahl zugelassen zu haben — angesichts des vorliegenden Videos scheinen sich die vorgebrachten Einwände zu bestätigen.

  • NPD-Landtagsabgeordneter erstattet Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung (PM Polizei, 13.08.2013)
  • Auf dem rechten Auge blind – Bündnis Greifswald Nazifrei kritisiert Umgang der Landespolizei mit rechtsextremer Gewalt (PM Bündnis Greifswald nazifrei, 17.08.2013)

44 Gedanken zu „Brisantes Video dokumentiert NPD-Übergriff auf dem Greifswalder Markt

  1. „Die anwesende Polizei habe daraufhin die Personalien des rechten Aktivisten aufgenommen, verweigerte jedoch die Erstattung einer Anzeige vor Ort und teilt später mit, von dem Angriff nichts mitbekommen zu haben.“

    Ist auch ein ziemlicher Hammer.

    1. Ein Anwalt, mit dem ich darüber sprach, hatte Verständnis dafür, dass die Anzeige nicht vor Ort, sondern auf dem Revier aufgenommen werden sollte. Die Situation war unübersichtlich und ich kann mir vorstellen, dass mehrere Beamte nichts mitbekommen haben. Jedoch finde ich die Pressemitteilung der Polizei, die ja etwa 2 Wochen später kam, sehr einseitig.

  2. Sehr gut, dass diese Tat auf Video aufgenommen wurde und super, dass das hier veröffentlicht wird!
    Das sollte der Staatsanwaltschaft bei den Ermittlungen gegen Marcus G., diesem erbärmlichen Feigling, nützlich sein. Ich wünsche dabei viel Erfolg und dem/der Betroffenen gute Genesung.

  3. Pingback: Störungsmelder
  4. Brisant, aber auch etwas belustigend finde ich die Tatsache, wie Personen, die wissentlich genehmigte Kundgebungen und Demonstrationen stören -u.a. mit Wurfgeschossen wie Eiern, Steinen oder sogar Glasflaschen-, politische Gegner öffentlich diskreditieren und im Mob auch ganz gerne mal handgreiflich werden (wie man in letzter Zeit sehen konnte, sogar gegen Mitglieder der AfD), auch noch die Frechheit besitzen, sich öffentlich darüber zu echauffieren und auszuheulen, wie ihr Recht auf Körperliche Unversehrtheit verletzt wird. Wenn man sich die offene Militanz und Rechtsstaatsfeindlichkeit der Klientelen von Rot, Grün und sonstigen Rohrkrepierern anschaut, da ist es natürlich eine Ungeheuerlichkeit, das G. einem achso harmlosen Gegendemonstranten einen kleinen Fußtritt versetzt haben soll. Vielleicht sollten einige Vertreterinneinnenin dieses Gutmenschenmolochs des öfteren mal auf ihren Schädel fallen, um mal wieder einen klaren Gedanken fassen zu können. Oder Schmidti?

    1. Gibt es im Internet eigentlich sowas wie einen „Nazi-Phrasen-Generator“?
      Oder warum klingt euer verlogenes Geseier immer ähnlich?
      Meine Vorschläge für das Fascho-Bullshit-Bingo:

      -Gutmenschen
      -rot/grün
      -Linksextremisten
      -Linkskriminelle
      -Lügen
      -Systemmedien
      -mimimi
      -überall ist Antifa
      -…

      Bitte gern durch mehr gehirngewaschene Gülle erweitern.

      1. Nicht das ich wüsste, aber hey! Das wäre doch mal ein Vorschlag 😉 Bestimmt kann ich dir bei der Ausgestaltung des Inhalts ein wenig behilflich sein. Aber Spaß bei Seite eine Bitte hätte ich im Gegenzug: Du musst mir unbedingt mal dein Gutmenschenhandbuch ausborgen.. Auf welchem Platz war da noch gleich die sogenannte „Nazikeulen Methode“? Sprich gar nicht erst auf „Nazi „Meinungen““ einzugehen, sondern sie gleich durch hohl äh hochintelligente Adjektive wie dumm, nazistisch, naiv, etc. pp. zu diskreditieren, um so einer inhaltlichen Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen..

        Würde mich mal interessieren, denn damit scheinen einige ja gut zu fahren^^ Soviel also zur „Ähnlichkeit“ :O

        1. jetzt kommste dir bestimmt richtig schlau vor…aber du siehst ja selbst, dass dein selbst ausgedachter unsinn erstmal erklärt werden muss bevor leute überhaupt in der lage wären mit dir zu reden…und ich denke die meisten leute haben wirklich besseres zu tun als sich von verstrahlten faschos die welt erklären zu lassen.

            1. und weiter geht’s:

              -Nazikeule
              -Nazikeule-Methode
              -(Achtung: diese Begriffe kommen gern auch gemantelt in Phrasen wie „man wird ja wohl noch sagen dürfen“, „es herrscht immer noch Meinungsfreiheit“, „das Diktat der Gutmenschen verbietet uns den Mund“, „mimimi“ usw.)

              Welches von den zahlreichen Gutmenschenhandüchern aus meiner Gutmenschenbibliothek hättest du denn gern? Da hast du ordentlich zu schmökern, jedoch würd ich unter Berücksichtigung deines etwas zurückgebildeten Verständnisses für Zusammenhänge empfehlen, dass du mit dem hier beginnst: http://amzn.to/19bYJJE

              *offtopic ende*

        2. Inhaltliche Auseinadersetzung? Mit euch? Wieso? Wieso sollte ich mit Menschen, die andere Menschen aufgrund von sexueller Orientierung, religiöser Überzeugung, dunklerer Hautfarbe, oder einfachem ‚Anderssein‘ (grade in Rostock gesehen, Nazisticker mit der Aufschrift: ‚Todesstrafe für Abartige‘) als weniger ‚Wert‘ betrachten, diskutieren?
          Alle ARgumente sind ausgetauscht. Eure Vorstellungen führen im besten Fall zu Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen, die als ‚undeutsch‘ engeordnet werden um im schlechtesten Fall zum industriellen Massenmord.

          Da gib es keine Diskussionsgrundlage. Entfernt euch von eurem Rassismus, von eurem Antisemitismus und von euren irren Vorstellungen von Konstrukten wie ‚Volk‘, ‚Rasse‘ & Nation.
          Begreift, dass die Welt und die Menscheit nicht starr sondern hochdymanisch sind. Eure Ideen kommen aus einer Zeit, als man noch dachte, dass Arten unveränderlich, da Gottes Schöpfung, sind. Trotz modernem Gewand seid ihr da einfach mal völlig (!) hängengbelieben.

          Ach, und zu Gucci:
          Bin auf deine Stellungnahme gespannt! 😀

          1. Ich sollte mir wirklich abgewöhnen, mit Vertretern eurer Kaste sachlich diskutieren zu wollen, da gebe ich dir Recht. Wenn du der Ansicht bist, dass alle Menschen eine graue Masse abgeben und sich nur durch ihre Bekleidung unterscheiden und ich die „No name“ Klamottenträger gerne in die Altkleidervernichtungsanstalt bringen würde, kann ich euren Hass natürlich verstehen. Bei solch abstrusen Vorstellungen könnte ich auch nicht einschlafen

          2. „Wieso sollte ich mit Menschen, die andere Menschen aufgrund von […] als weniger ‘Wert’ betrachten, diskutieren?“

            Wieso sollte ich mit [Gegner] diskutieren, dem [Schandtat]von Dritten vorgeworfen wird? Was habe ich von einer eigenen Meinung und einem eigenen Bild? Kann mir mein Weltbild doch auf Indymedia zusammenbasteln!

    2. Nun, hanspeter scheint mir doch viel Übereinstimmung mit klauspeterlast, dem MV Finanzer der AFD zu haben. Das würde auch seinen Rochus auf Rot grün erklären, die ihm offensichtlich nicht genug recht&ordnung geschaffen haben.
      villeicht ist er ja traurig, diesen blöden studentenpack, daß sich gegen rechts engagiert nicht selbst in den hintern getreten zu haben.

      1. …andererseits kann man darauf hinweisen, dass die Eliten im Dritten Reich durchweg höchst intelligente Männer waren. Man kann sich die Statistiken immer drehen wie man möchte.

  5. tjoa, viel eindeutiger gehts ja nich. ich würd mir ja wünschen das g. erst verknackt wird und dann noch zivilrechtlich sein konto geplündert 😀

  6. Ach Hans Peter, langsam wird die Luft wohl etwas dünn? Wenn Selbst die NSG meine Kommentare nicht mehr veröffentlicht? 😀
    „…auch noch die Frechheit besitzen, sich öffentlich darüber zu echauffieren und auszuheulen, wie ihr Recht auf Körperliche Unversehrtheit verletzt wird.“ Wen meinst du damit? Ich gebe dir Recht! Frauenschläger Köster sollte sich nicht wegen eines Eierwurfes so aufregen!
    Warum lassen sich die braunen Prügelknaben eigentlich immer dabei filmen? Gut. Wir wissen ja alle, dass der Verfassungsschutz und die Lügenpresse der BRD GMBH die Videos gefälscht haben und die ganzen dummen Systemlinge auch noch drauf reinfallen. Liebe Leute: Ihr dürft niemanden außer den Hanseln der NPD glauben! Denn die Partei hat bekanntermaßen immer Recht! 😀

  7. Ach katsching, ich habe mich schon gewundert, wo deine Antwort abgeblieben ist, ich habe schon befürchtet, dass du mich nicht magst und deshalb nicht mehr mit mir spielen wolltest 😉
    Na da sollte eigentlich jeder selbst wissen, ob er sich angesprochen fühlen sollte oder nicht. Hat zwar nichts mit dem zu tun, was ich gesagt habe, aber natürlich gilt das auch für einen Herrn Köster, ich möchte ja für keinen den Big Brother spielen, dafür sind schließlich andere zuständig.

    Ich nehme deine Aussagen mal mit Humor, bestimmt wird sich Marcus über deinen Stellenvorschlag freuen. Jedenfalls bist du schlagfertiger als manch anderer Schreiberling auf diesem Blog, siehe IchEsseNaziFleisch 😉

  8. Klarer Fall von Notwehr. Der „Gestürtze“ flüchtete nicht, sondern verfolgte Andersdenkende und so wird auch der Anwalt des Nazis argumentieren.

  9. Geil: “Nazi-Phrasen-Generator” YMMD

    Das Gesockse von rechtsaussen beruft sich hier auf § 127 Stpo, auch wenn der NICHT einschlägig ist, denn „die Festnahmeberechtigung setzt voraus, das keine Polizeibeamten zugegen sind“ (Meyer-Goßner, §127 Stpo Rn. 7), der ein oder andere Beamte war aber vor Ort, oder?

    1. Oh, da bist du wie ich leider einem Irrtum aufgesessen. Es sieht zwar verdammt danach aus, als ob sie ihren Regenschirm schmeißen würde, aber wenn man sich die Szene sehr sehr langsam und sehr sehr stark vergrößert ansieht, erkennt man, dass es das NPD-Landesvorstandsmitglied Alexander Wendt war, der seinen Schirm schleuderte.

      Und vielen Dank für den Hinweis auf §127 Stpo!

      1. Selbst wenn sich Spatzenhirn-Marcus auf das Festnahme-/Festhalterecht berufen wollen würde… was hat er denn die Person in der blau-grünen Jacke festzunehmen? Aus dem Video geht nicht hervor, dass diese Person in irgendeiner Art und Weise von der Polizei verfolgt wurde, sich einer Straftat schuldig gemacht hat oder sonst irgendwie der Polizei übergeben werden sollte.
        Dieser Tritt ist einfach Ausdruck einer verachtenden Haltung gegenüber der Unversehrtheit anderer Menschen, Artikulation von Frust über sein armseliges Leben in der ideologischen Streichholzschachtel und die Ausreden feige, dämlich und unschlüssig.

        1. „Dieser Tritt ist einfach Ausdruck einer verachtenden Haltung gegenüber der Unversehrtheit anderer Menschen“

          glückwunsch, das ist die mit abstand naivste scheiße, die ich je gelesen hab. mit deiner vermeintlich unterdurchschnittlichen emotionalen intelligenz solltest du andere nicht als spatzenhirn bezeichnen, mein idealistischer freund! die eigene beschränktheit kaschieren, indem man sich einer elaborierten sprachform bedient: da scheint der linke mann (jockel spricht ja auch gerne vom kleinen mann) absoluter marktführer zu sein!

          1. „vermeintlich unterdurchschnittlichen emotionalen Intelligenz“ bedeutet in diesem Satzzusammenhang nicht, was du dir denkst (Stichwort doppelte Verneinung). Da du aber diese Wortwahl von „sowas“ schon als elaboriert bezeichnest, kann man von deinen deutschen Sprachkenntnissen ohnehin nicht allzu beeindruckt sein.
            Was an der Aussage von „sowas“ naiv war, ist mir auch nicht klar. Da solltest du dich vielleicht noch rückversichern, ob naiv wirklich das Wort ist, das du gesucht hast. Da das aber ja „die naivste Scheisse“ ist, die du je gelesen hast, schätze ich, dass du insgesamt nicht so gerne liest.
            Vielleicht bist du auch einfach kein Muttersprachler, dann tut mir die Kritik an deinen Sprachkenntnissen natürlich leid.
            Interessant ist auch, dass du sofort davon ausgehst mit einem Mann / linken Mann / kleinen Mann zu sprechen. Du bist also nicht nur sprachbeschränkt sondern auch ein Sexist. Herzlichen Glückwunsch!

            1. “vermeintlich unterdurchschnittlich…” scheint wirklich sinnlos zu sein. ohne dich wär ich darauf nicht gekommen.
              anzunehmen, das gestellte bein des guten marcus sei in der konkreten situation unmittelbarer ausdruck seiner verachtung gegenüber der unversehrtheit anderer menschen, ist wiederum ausdruck idealistischer indoktrination und nichts außerdem. es mag sein, dass der gute marcus das recht auf unversehrtheit nicht allzu ernst nimmt, aber es v e r a c h t e n ? das kann doch nicht euer ernst sein? die logik scheint folgende zu sein: stellt ein nazi einem politischen gegner ein bein, kann es nur ausdruck seiner verachtung der unversehrtheit sein. ein linker hingegen hätte im rollenvertauschten fall ausschließlich noble absichten verfolgt und vernünftige gründe gehabt (er ist ja bekanntlich der gute). in einer angeheizten, unübersichtlichen, emotional aufgeladenen, vielleicht sogar bedrohlich wirkenden situation im affekt handeln? undenkbar. jeder nazi ist zu jeder zeit nur eines: marionette seines allmächtigen weltbildes.

              1. Und wo liegt jetzt der für dich so gravierende Unterschied zwischen „Ich nehme es nicht so genau damit, ob ich jemanden durch meine Handlung gesundheitlich schädige“ und „Verachtung gegenüber der Unversehrtheit anderer“? Die Erklärung interessiert mich, ernsthaft.
                Der Rechtsstaat sichert ja zum Glück juristische Behandlung unabhängig von der politischen Einstellung zu. Dass eine Minderheit von gehirngewaschenen Leuten nicht an die Unabhängigkeit der Gerichte glaubt, dafür können ja Richter und Staatsanwälte nichts. Somit ist dein „rollenvertauschtes“ Gedankenexperiment nur lauwarme Luft. Der Übeltreter kommt wegen Körperverletzung vor Gericht, nicht, weil er Nazi ist.
                Mit deinem letzten Satz hast du – meiner Meinung nach – den Nagel auf den Kopf getroffen.

          2. Ja, würde mich auch interessieren, was an eben dieser Aussage naiv und sprachlich unsauber war.
            Auf Glückwünsche vom Dummtroll persönlich möchte ich dann aber doch nicht verzichten.
            Und selbstverfreilich bezeichne ich Nazis als Spatzenhirne. Vor allem, wenn sie sich zu juristischen Kniffen aufschwingen wollen, aber nicht mal wissen, was das Jedermannsrecht ist.
            Nochmal nachlesen, ganz eläböriert förmüliert bei wiki!?

            Jedermannsrecht – http://de.wikipedia.org/wiki/Jedermannsrecht

            Jedermann-Festnahmerecht – http://de.wikipedia.org/wiki/Jedermann-Festnahmerecht#Jedermann-Festnahme

            Aber so genau nimmstes mit der Sprache dann auch nicht, stimmt’s?! Inhaltlich ändert das desweiteren nichts an meiner Aussage, aber darum geht’s dir doch gar nicht. Wer andere als beschränkt bezeichnet, sollte nicht im Glashaus sitzen.

            (Und bezeichne mich bitte nicht als Freund, das beschmutzt! Danke.)

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