RoSa geht auf die Straße und demonstriert für Clubkultur

Die RoSa WG verlässt ihr Wohnzimmer und geht morgen Nachmittag gemeinsam mit ihren Stammgästen auf die Straße, um dort auf die vorzeitige und überraschende Schließung des erst im April eröffneten Elektro-Clubs aufmerksam zu machen.

DIE LETZTE AFTERHOUR HAT GESCHLAGEN 

Plakatausschnitt zur Demo von RoSa in GreifswaldDie RoSa WG, ein Amüsierbetrieb, der sich bestens auf elektronische Musik versteht, fand im früheren Wittcall-Gebäude in der Bahnhofstraße ein temporäres Domizil. Ende Mai wurde dem Betreiber, der im Vertrauen auf eine bis zum Gebäudeabriss beschränkte Zwischennutzung in den Club investierte, überraschend gekündigt. Womöglich ist der blutjunge Elektroclub zwischen die Fronten geraten, die seit Anfang Juni zwischen dem Vermieter, der auf diesem Areal gerne ein Einkaufszentrum errichtet sähe und einer Bürgerinitiative, die den Plänen des Investors kritisch gegenübersteht, verlaufen. Auf jeden Fall ist erstmal vorläufig Schluss mit Techno — die letzte Afterhour hat geschlagen!

Am Sonnabend wird nun endlich etwas Bewegung auf den Floor kommen, denn um 16 Uhr beginnt am Karl-Marx-Platz eine Demonstration, die gegen die Missstände der Raumlosigkeit, der kulturellen Verkargung, der immerfort drohenden Provinzialisierung dieser Stadt protestieren möchte. Im Tanzschritt marsch wird der von den Greifswalder DJs Verschnibbt & Zugenäht, Paul Zehner und Schaule befeuerte Demonstrationszug durch die Stadt ziehen, bis schließlich — auf dem Festgelände am Museumshafen — die Abschlusskundgebung eingezählt wird.
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Der Demonstrationsaufruf wird unter anderem von der Greifswalder Sektion der Hedonistischen Internationalen unterstützt. Die Lustprinzipler beklagen, dass um jeden Freiraum gekämpft und gestritten werden müsse und das diese Auseinandersetzungen symptomatisch für einen gesellschaftlichen Missstand seien, in dem nahezu alles, was nicht auf direktem Wege zu Wertschöpfung und Wachstum betrüge, umfassend legitimiert werden müsse. Die Hedonistinnen rufen darum dazu auf, gemeinsam zu zeigen, wie wichtig Freiräume sind und zu unterstreichen, dass auch Clubkultur dazu beiträgt, aus Greifswald eine lebenswerte Stadt zu machen.

Nach der Abschlusskundgebung am Hafen geht es um 23 Uhr im Klex weiter, wo GrIStuF und RoSa gemeinsame Sache machen und der Nacht und ihren Liedern eine volle Packung Elektrobumms mit auf den Weg geben!

Fakten: 12.07. | 16 Uhr | Karl-Marx-Platz

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8 Gedanken zu „RoSa geht auf die Straße und demonstriert für Clubkultur

  1. Die Hedonistinnen rufen darum dazu auf, gemeinsam zu zeigen, wie wichtig Freiräume sind —–hatte immer gedacht die Hedonistinnen verstehen sich als antikommerzielle Party Gruppe. Die Rosa Wg ist ein rein kommerzieller Laden, den jetzt alle unbedingt ünterstützen sollen. Ist das jetzt so, bei den Hedonistinnen ?

    1. good point 🙂

      trotzdem kann auch ein raum mit dem jmnd geld verdient, mmn ein freiraum für individuelle bedürfnisse sein. schaumparties wirst du zur umsatzmehrung in der rosa eher nicht finden – gute musik und ein entspanntes, respektvolles miteinander schon. dies sind in der greifswalder club“kultur“ imho alleinstellungsmerkmale, die diesen raum „frei“ erscheinen lassen…

  2. Boah, sorry, aber wer echt so laute Musik bzw. nur Bässe spielend durch die Stadt zieht, dass die Gläser aus dem Schrank fallen (mein Hundi hat sich unterm Schreibtisch verkrochen), der kann mich mal. Sorry, aber diese Lärmverschmumtzung nimt in letzter Zeit total zu in Greifswald, zum K*****.

    1. wer tiere in der stadt hält, kann mich mal. sorry, aber diese hundekackeverschmutzung nimt in letzter Zeit total zu in Greifswald, zum K*****.

      – subjektivität zu erkennen
      – pluralität akzeptieren
      – toleranz für einmalige meinungsäußerung üben
      – pauschalisierungen vermeiden.

      schnapp dir dein hundi und ab in den elisenhain für die 2h. is doch alles nicht so schwer. wenn man will…

      1. Raik,
        Dein Text ist absolut grenzwertig. Die Demo war sch.. laut, das war definitiv Körperverletzung und so was ist nicht gedeckt vom Demonstrationsrecht noch vom Recht auf freie Meinungsäußerung. Wer hingesehen hat, hat viele Menschen, auch viele mit kleinen Kindern panisch fliehen sehen.
        Meinungsäußerung schön und gut, so aber nicht.
        Egoismus pur und das noch im Rudel. Gruselige Leute….
        Aber es ging doch wohl eher um ein letztes gnatziges und bockiges Aufheulen. Das muß dann wohl so klingen ;((((
        So haben nun alle leichtes Spiel, die mit dem Argument der Lärmbelästigung jede Neuansiedlung des Clubs verhindern wollen und werden.

        1. Mit Verlaub… dein Text ist auch ziemlich grenzwertig.
          Körperverletzung? Definitiv? Dann frag ich mich, wieso die begleitende Polizei nicht eingeschritten ist, um diesen Verstoß gegen das Demonstrationsrecht zu ahnden.

        2. körperverletzung, panisch fkiehende menschen, die armen kinder, rudel, gruselige leute, gnatzig, bockig, aufheulen…

          alter, du bist so toy 🙂 geh ma rasenmähen.

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