Sanierung Gützkower Straße: Zweiter Bauabschnitt übergeben

Der zweite Bauabschnitt in der Gützkower Straße ist so gut wie fertiggestellt und kann seit Freitag wieder bis zur Burgstraße befahren werden.

Die Sanierung der Gützkower Straße nimmt allmählich Form an. Seit vergangenem Freitag ist nun auch der zweite Abschnitt zwischen Wiesenstraße und Burgstraße wieder für den Verkehr geöffnet und kann bis zur Kreuzung befahren werden. Ganz komplett abgeschlossen sind die Umgestaltungsmaßnahmen auf diesem Teilstück noch nicht — für den Herbst werden noch Baumpflanzungen angekündigt.

burgstraße greifswald baustelle (Foto: Fleischervorstadt-Blog)

Die Umgestaltung der Gützkower Straße begann im Februar 2014 auf dem ersten Abschnitt zwischen Bahnhofstraße und Wiesenstraße. Das rund 3,6 Millionen Euro teure Bauvorhaben soll Ende 2015 abgeschlossen sein.

10 Gedanken zu „Sanierung Gützkower Straße: Zweiter Bauabschnitt übergeben

  1. Bin schon gespannt, wann die autofreundliche Beschilderung westlich der Gützkower Straße aufgehoben wird. Im Prinzip können die Schilder jetzt weg.

  2. Gähn, mitlerweile sehen die Straßen in Deutschland alle gleich aus – Fußgängerweg, Parkbuchten für Autos dann Fahrradstreifen auf der Straße, gibt es seit neuestem auch im Westend der Altstadt. Langweilig!!!

  3. Wenn man Fahrbahn und Parkbuchten zusammenrechnet, hat sich durch die Umgestaltung der Platzanteil für Fußgänger und Fahrradfahrer zugunsten der Autos verkleinert. Die Fahrradwege sind verschwunden, der breite Fußweg in der Wiesenstraße auch.

  4. Ich finde, die Straße hat gewonnen. Villeicht postet Jockel mal vorher/nachher Bilder.
    „Radweg vorher“ gabs ja nur pro Forma und am Ende war der eh nicht mehr zulässig, abschnittsweise sogar lebensgefährlich. Im jetzt freigegeben Bereich war der eh stets so zugeparkt, daß er unbenutzbar war.
    Von einer überörtlichen Durchgangsstraße, die die Gützkower mal war, hat sie sich jetzt zu ner Anwohnerstraße verwandelt. Jetzt müssen bloß noch die Kiezbewohner ihre Autos auch stehen lassen, dann kehrt auch Ruhe ein. Wenn aber alle täglich mehrfach ihr Auto bewegen, dann bleibt die Verkehrsdichte hoch, was ja schon die Parkraumübernutzung im gesamten Viertel androht.

    1. In Kurzform und ohne Rückgriff auf mein Archiv:

      http://blog.17vier.de/wp-content/uploads/2012/04/neunmorgen4.jpg
      http://blog.17vier.de/wp-content/uploads/2012/09/guetzkower-strasse-greifswald-im-dunkeln.jpg
      http://blog.17vier.de/wp-content/uploads/2014/04/G%C3%BCtzkower-Stra%C3%9Fe-Greifswald.jpg

      Verrückterweise jammern auch viele Autofahrende, dass sie nun weniger Platz haben. Ich finde die Umgestaltung erstmal ganz gelungen, größter Wehmutstropfen sind die Laternen in der Gützkower, deren Farbtemperatur sich von denen in der Wiesenstraße unterscheidet. Es sieht nun nachts in der Straße so gut ausgeleuchtet aus wie in einem Schlachthaus, in den ersten Etagen der anliegenden Wohnungen sicher auch. Da müsste man irgendwie noch was an der Farbe drehen, notfalls manuell einen Filter befestigen, was bei Wiederholungstaten durchaus einen visuellen Reiz hätte.

  5. Für die Gützkower Straße trifft das sicher zu, die Radfahrstreifen verengen die Fahrbahn wenigstens optisch. Die Wiesenstraße entwickelt sich dagegen zu einer Rennstrecke für den Verkehr, der die Ampelkreuzung Bahnhofstraße/Gützkower Straße umfährt, vor allem abends. Das ist eine saubere Asphaltpiste ohne Verkehrsberuhigung (die Gützkower Straße hat immerhin einen Zebrastreifen) geworden, die zum Schnellfahren einlädt. Tempo 30 und Rechts vor Links werden weitgehend ignoriert, wegen der vielen Einbahnstraßen funktioniert Rechts vor Links eh nicht als Verkehrsberuhigung, wenn von rechts maximal Radfahrer „drohen“. Der weitere Verkehr auf der Bahnhofstraße durch das Einkaufszentrum wird diesen Trend zusätzlich verstärken.

      1. Aber was hat sich denn verändert? Die Wiesenstraße war doch früher auch schon gut befahrbar..nur damals noch mit 50 und als Vorfahrtsstraße. Weil der Asphalt jetzt etwas glatter ist, werden doch nicht plötzlich alle rasen.

        1. Zum Beispiel gab es auf dem Abschnitt zwischen Gützkower Straße und Lange Reihe früher auf einer Seite der Wiesenstraße einen Fahrradweg, der nun Parkplätzen und Bäumen gewichen ist. Jedoch werden die Radelnden auf der Straße kaum zum Rasen animieren…

        2. Naja, Vorfahrtsstraße, die Baustraße Richtung Bahnhofstraße war damals noch keine Einbahnstraße, also langsamer und der Kindergartenverkehr konnte wenden und in die Bahnhofstraße zurückfahren. Ansonsten ist die Wirkung einer glatten Asphaltpiste nicht zu unterschätzen. Zudem war die Wiesenstraße damals schmaler, da auf beiden Seiten geparkt wurde. Was das 30-Schild angeht: Wenn nie kontrolliert wird, hält sich da auch niemand dran. Das Schild wurde nur aufgestellt, damit die Lärmwerte auf dem Papier eingehalten sind. Das war die Auskunft, als die Planungen für den Umbau vorgestellt wurden. Die Planungen sahen übrigens noch eine Verkehrsberuhigung in den Kreuzungsbereichen vor, die dann aus Kostengründen nicht gebaut wurden.

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