Straze: Jubel über 600.000 Euro Förderung als Nationales Projekt des Städtebaus

Die Straze wird Nationales Projekt des Städtebaus und erhält eine weitere wichtige Förderung. Die Expertenjury des Bundesprogramms hat heute ihre Gewinnerliste öffentlich gemacht: Das frühere Gesellschaftshaus steht als einziges Projekt aus Mecklenburg-Vorpommern auf dieser Liste. Für die Straze bedeutet das eine Wiederaufbauhilfe in Höhe von 600.000 Euro.

„Heute Abend steigt sicher noch eine große Party.“ mutmaßt Saskia Schniete von der Straze und freut sich, dass die Bemühungen um die Förderung als Nationales Projekt des Städtebaus dieses Mal erfolgreich war. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt für die Initiative einen Förderantrag eingereicht. „Wir sind sehr dankbar für das Vertrauen in unsere Arbeit und freuen uns, dass wir diesmal berücksichtigt werden“, erklärt Schniete in einer Stellungnahme der Gruppe.

Blick auf die Stralsunder Straße 10

Baustelle an der Straze im vergangenen Jahr (Foto: Fleischervorstadt-Blog, 2016)

Viel Unterstützung aus der Stadt

Die Bürgerschaft hatte die Straze im November 2016 mit großer Mehrheit — es gab nur fünf Gegenstimmen und eine Enthaltung —  in die Bewerbung als Nationales Projekt des Städtebaus geschickt. Nachdem Stralsund, Rostock und Wismar bereits Projekte des Nationalen Städtebaus haben, ist die Entscheidung auch eine wichtige Anerkennung für die Hansestadt Greifswald. „Besonders dankbar sind wir der Bürgerschaft, dem Oberbürgermeister und der Verwaltung der Stadt. Ohne deren engagierte Unterstützung wäre das nicht möglich gewesen.“ 

Zuletzt erhielt die Straze-Initiative eine Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie eine Unterstützung aus Denkmalmitteln des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege und der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien. Mit der neuerlichen Förderzusage liegen damit die außerhalb Greifswalds für den Aufbau eingeworbenen öffentlichen Gelder bei 1,422 Millionen Euro. Die kalkulierten Gesamtkosten der Straze sollen sich auf über 5 Millionen Euro belaufen. „Wir freuen uns, dass unser Plan, ein Mix aus verschiedenen Finanzbausteinen, Stück für Stück aufgeht“, erklärt Saskia Schniete, betont jedoch zugleich die Notwendigkeit ehrenamtlichen Engagements: „Wichtig und bedeutsam ist dabei jede kleine Spende oder Mitarbeit. So überwältigend die finanzielle Unterstützung im großen Stil ist — wir sind nach wie vor darauf angewiesen, dass uns Leute auch durch Leih- und Schenkgemeinschaften und ihre Arbeitsleistung unterstützen. Und auch sehr dankbar, dass das so gut funktioniert!“

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Inzwischen ist das Dach zur Straßenseite des früheren Gesellschaftshauses bereits zur Hälfte neu gedeckt. In der übernächsten Woche soll das Fundament fertiggestellt werden. „Nicht nur die Gesellen haben im Sommer ganze Arbeit geleistet, auch die seither am Bau beteiligten Firmen und die Baukollektive haben hier wahnsinnig viel zu einem ungewöhnlichen Projekt beigetragen. Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr mit der Sanierung des öffentlichen Hausteils beginnen und vermutlich 2019 abschließen können“, erklärt Saskia Schniete abschließend. 

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