Just in dieser Minute beginnt die Auftaktveranstaltung des Baltic Brett Battle 2010. Hinter diesem kombativen Titel verbirgt sich ein Skateboard-Wettbewerb, der eine Woche später in Rostock und am 31. Juli in Sellin weiter ausgefochten wird.
Eine Jury bewertet die jeweils in einem sehr kurzen Zeitfenster vorgeführten Kunststückchen der Teilnehmer, die in einer Art K.O.-System gegeneinander antreten. Hier noch ein eigens für die Veranstaltung produzierter Trailer.
Beim folgenden Beitrag handelt es sich um einen Produktest, mit dem ich hier nicht nerven würde, käme die patentierte Innovation nicht tatsächlich aus Greifswald und wäre sie nicht so unheimlich nützlich. Als Gegenleistung für diesen Testbericht habe ich den vorgestellten Gegenstand erhalten, Geld wurde hierfür nicht bezahlt.
Was für ein Gefühl mich überkam, als ich das Paket öffnete und den Inhalt in meiner Hand hielt. Ein Hybrid aus Damenrasierer und elektrischer Zahnbürste. Made in Greifswald – das sehe ich nicht jeden Tag und es lässt mein lokalpatriotisches Herz natürlich höher schlagen.
Der Absender ist die Riemser Arzneimittel AG, die so freundlich war, mir eines ihrer Produkte zu schicken, um es einem gründlichen Test zu unterziehen. Das Testobjekt hört auf den Namen bite away und verspricht, die Lösung gegen durch Insektenstiche verursachten Juckreiz zu sein.
Die Geschichte des bite away begann 1999, als Prof. Dr. Enderlein und die Ingenieure Schuldzig und Kruppa ein Patent anmeldeten. Sie hatten herausgefunden, dass Bestandteile des Insektengiftes hitzeempfindlich sind und sie bei Temperaturen über 48°C zersetzt werden. Außerdem werde durch die punktuelle Erwärmung die Ausschüttung von Histamin gehemmt. Nach mehrjähriger Entwicklung lag schließlich der bite away vor, der in zwei Varianten daherkommt: lang und schmal wie der beschriebene Damenrasierer-Elektrozahnbürsten-Hybrid namens Cobra sowie rundlich-kompakt und auf den Namen Maus hörend.
Der heutige Tag wird ganz gewiss wieder von einer beispiellosen Bierseligkeit geprägt werden, denn erstens ist frei und zweitens hat das Trinken an diesem Datum Tradition.
An kaum einem anderen Tag ist öffentlicher Alkoholkonsum so akzeptiert wie an Christi Himmelfahrt aka Herrentag aka Männertag. Es ist daher mit einem erhöhten Aufkommen Vagabundierender zu rechnen. Je später die Stunde, desto berauschter die Passanten. Soviel ist klar.
Wer abends noch Kraft hat oder wer des Exzesses überdrüssig ist, sollte pünktlich ins IKUWO zum Square-Konzert pilgern.
Einen lebensnahen Eindruck der Degeneration nach Stechuhr kann diese Video eines Herrentagsumzugs in der Greifswalder Innenstadt aus dem Vorjahr vermitteln. Rette sich, wer kann!
Heute vermeldete die Ostsee-Zeitung, dass ein Boot im Museumshafen gesunken ist. Wie man auf dem Foto erkennen kann, lag es unmittelbar neben der Schwalbe II. Im kurzen Artikel wird erklärt:
Die Holzplanken des Kahns seien oberhalb der Wasseroberfläche von Kälte und Wind völlig ausgetrocknet gewesen. Der viele Schnee abe dann das trockene Holz unter Wasser gedrückt. Um das Schiff in dieser Woche bergen zu können, wurde es vom größten Schnee befreit. Eine Umweltgefahr geht vom Schiff nicht aus.
WASSEREINBRUCH BEi DER TS ATLANTIC
In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages traf es mit einem Wassereinbruch nun auch das Tradtionsschiff Atlantic. Seitdem ist das THW vor Ort und pumpt gegen die einbrechenden Wassermassen an. Hier einige Bilder der Bergungs- bzw. Rettungsarbeiten.
In Greifswald wurde, wie allerorten, zum Beispiel im weatherlog, vermeldet wurde, mit über 60cm mittlerer Schneehöhe ein neuer Rekord aufgestellt und der legendäre Winter 1978/79 überboten. Die Folgen des Dauerschneefalls waren natürlich nicht so verheerend wie vor 31 Jahren, sorgen aber auch jetzt noch für helle Aufregung.
Das Wetter wurde durch die zuständigen Winterdienste zum Wetterchaos, auch noch nach sechs Wochen Dauerschnee ist die Greifswalder Straßensituation miserabel. Die öffentliche Kritik wird in Leserbriefen und Online-Kommentaren genauso wie in Ampelgesprächen artikuliert.
Als schließlich mit der Räumung der großen Straßen begonnen wurde, verstummten die Kritiker nicht. Manche Menschen beschweren sich über die Lärmbelastung des nächtlichen Räumens und verfluchen tagsüber dann die miserable Passierbarkeit einiger Straßen.
Über die rücksichtsvoll wie verantwortungsbewusst durchgeführten Arbeiten freute sich ganz bestimmt und kurz vor Fahrtantritt die Besitzerin des auf dem nebenstehendem Bild nicht mehr wirklich erkennbaren Velos. Das Fahrrad ist Opfer einer überengagierten und betriebsblinden Schneeräumung geworden.
Eindrücklicher kann man die Empfehlung, besser zu Fuß zu gehen, wirklich nicht formulieren. Werbung
Angesichts der Wetterlage ist es naheliegend, sich zu einer großen Schneeballschlacht zu versammeln und genau das wird derzeit angebahnt. Via Twitter wird wie wild verbreitet, dass es heute Nacht um 24 Uhr auf dem Marktplatz winterlich-sportiv zugehen wird. Die Schneemassen geben es schließlich her. Der Lustgewinn solcher Veranstaltungen korreliert direkt mit der Anzahl der Teilnehmer.
Wirklich lustig könnte es aber am morgigen Sonntag werden. Denn mit dem schneereichen Siegeszug der kalten Jahreszeit wurde auch M.u.S.i.K. (M.atsch u.nd S.chnee i.nnen K.opp), eine neue Sektion der Hedonistischen Internationalen gegründet. Ziel der Gruppe ist es, die erschlaffende Arndt-Debatte wieder in Fahrt zu bringen und auf heitere Art auszutragen.
SCHNEEBALLSCHLACHT BIS EINER HEULT
Da sich Flashmobs scheinbar auch bei Pro-Arndtler_innen einer gewissen eliebtheit erfreuen und sich die Arndt-Debatte im Kreis dreht, da alle Argumente schon lange ausgetauscht sind, schlägt die Sektion M.atsch u.nd S.chnee i.nnen K.opp (M.u.S.i.K.) von H.edonismus i.nna G.reifswalder H.ochschule (H.i.G.H) eine
BIS-EINE_R-HEULT-SCHNEEBALLSCHLACHT zwischen den Teams PRO-ARNDT vs. SCHÖNER-LEBEN-OHNE-ARNDT als neue Form der Auseinandersetzung vor.
Da M.atsch u.nd S.chnee i.nnen K.opp für das Team SCHÖNER-LEBEN-OHNE-ARNDT schon die Waffen gewählt hat, ist es nun an Team PRO-ARNDT Ort und Zeit der Auseinandersetzung zu bestimmen.
Wir warten und sind breit.
Man munkelt, diese Schlacht wird am Sonntag um 16 Uhr auf dem Rubenowplatz geschlagen. Vor den Augen des Namenspatrons wollen die Aktivisten von SCHÖNER-LEBEN-OHNE-ARNDT die Befürworter des Namens demütigen. Angeblich soll sich sogar der überall gescholtene Sebastian Jabbusch angekündigt haben. Das dürfte doch für eine entsprechende Mobilisierung sorgen! Werbung