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Archive for the ‘Medien’ Category

Greifswald ist in MV Hauptstadt der “Kreativen Klasse”

Monday, August 30th, 2010

Die Ostsee-Zeitung ließ heute einmal wieder eine dpa-Durchhalteparole im Netz verlauten, die sicher auch Eingang in die morgige Printausgabe finden wird. Der abschwungs- und wirtschaftskrisengebeutelten Seele ist es Balsam – wir sind jetzt nämlich nicht nur Fahrradhauptstadt sondern außerdem die kreativste (kreisfreie) Stadt Mecklenburg-Vorpommerns!

GREIFSWALD KREATIVSTE STADT IN MV

Gewonnen hat diese bahnbrechende Erkenntnis das rheinländische Beratungsunternehmen agiplan. Genau genommen wird die Stadt Greifswald weder in der Pressemitteilung des Unternehmens noch in der veröffentlichten Studie auch nur erwähnt. Kein Wunder, denn unter die besten Zwanzig kam die Hansestadt in keiner der durch die drei Indizes Technologie, Talente und Toleranz bestimmten Disziplinen.

Aufbauend auf den Arbeiten des US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Richard Florida sind demnach die wesentlichen Elemente der Wettbewerbsfähigkeit einer Region Technologiekompetenz und die Ausstattung mit Talenten, aber

“erst ein tolerantes Milieu, das dem Einzelnen ermöglicht, seine Individualität mitunter abseits des Mainstreams auszuleben, sowie ein internationales Flair, führen dazu, dass eine Stadt ein urbanes Klima entwickelt, das kreative Menschen anzieht.”

Ein lebendiger Eindruck dieser toleranten Atmosphäre ist wahlweise und in regelmäßigen Abständen in den Leserbriefen der Lokalzeitung und in den Pressemitteilungen der Greifswalder CDU-Fraktion erhaschbar.

(Bild: Shutterstock)

WIR ALLE SIND KREATIVE, IRGENDWIE

Die von Florida sogenannte Kreative Klasse umfasst dabei nicht allein die kultur- und kreativwirtschaftlichen Erwerbstätigen, sondern alle kreativen Tätigkeiten im weitesten Sinn, also zum Beispiel auch Zahn- und Vermessungstechniker, Krankenversicherungsfachleute, Unternehmensberater, Rechtsvollstrecker, Polizeibedienstete, Krankengymnasten und Diätassistenten. Langsam wird die Schwemme der Kreativen nachvollziehbar.

Technologie und Talente ausblendend, soll an dieser Stelle insbesondere auf den Toleranz-Index etwas ausführlicher eingegangen werden. Er setzt sich gleichgewichtet aus dem – mit Daten der Künstlersozialkasse errechneten -  Bohemian-Index (KSKler/Erwerbstätige) und einem Integrationsindex, welcher aus dem Ausländeranteil der Bevölkerung und den Wahlerfolgen rechtsextremer Parteien bei der Europawahl 2009 abgeleitet wurde, zusammen.

In den kreisfreien Städten wurde der Toleranzindex unter Einbezug eines Gay Index erneut berechnet. Dieser fließt zwar gleichberechtigt in die Rechnung ein, hat aber jenseits der geographischen Verteilung männlicher Homosexueller, die im sozialen Netzwerk GayRomeo angemeldet sind, keinerlei Aussagekraft.

HOMOHÖLLE STATT GAY-COMMUNITY

All die Dinge, die nach Ansicht Floridas die Kreative Klasse zum Herzug beziehungsweise zum Hierbleiben bewegen könnten, sind in Greifswald mehr recht als schlecht – und dabei doch eher verkümmert als kümmerlich -  ausgebildet. Die Kreativen wählen laut Florida ihren Wohnort: (more…)

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Modezar Krafczyk und der schlechte Journalismus

Monday, July 12th, 2010

Jens Krafczyk, Inhaber des gleichnamigen Herrenausstatters, sah sich in den vergangenen Wochen zweimal heftiger Kritik bezüglich seiner Werbeaktivitäten ausgesetzt – sowohl hier auf dem Fleischervorstadt-Blog als auch in einem OZ-Artikel Anke Lübberts.

DER VERLEGER VERTEIDIGT SEINEN WERBEKUNDEN

Auf den Artikel in der Lokalzeitung musste er gar nicht selber reagieren, denn einer seiner Werbepartner sprang in die Bresche. Rainer Mutke (SPD), gescheiterter Oberbürgermeisterkandidat bei der Wahl 2008 – er konnte damals lediglich 5,7% der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen – und Herausgeber des Vorpommern Magazins, dessen Internetpräsenz bis heute nicht über das hier entsteht bald… hinausgekommen ist, schrieb am 15. Juni einen Leserbrief und erklärte der Öffentlichkeit, wie Werbung funktioniere:

Die zentrale Funktion von Werbung ist es, Aufmerksamkeit für Produkte, Marken, Dienstleistungen zu erregen. Das scheint Jens Krafczyk mit seiner Anzeigen-Kampagne „Männerträume“ für sein Herren-Modegeschäft gelungen zu sein — siehe den umfänglichen Beitrag in der OZ. Dass Werbung häufig polarisiert und provoziert, liegt in ihrer Intention.

mutke Darüber hinaus ist sie, wie vieles andere, schlicht Geschmackssache. Zu den Kritikpunkten „Sexismus/ Chauvinismus“ mit Bezug auf die Darstellung des weiblichen Geschlechts: auch der männliche Körper, z.B. von Sportlern oder Schauspielern, spielt heutzutage in Campagnen zunehmend eine stärkere Rolle — durchaus im Sinne einer zunehmenden Gleichbehandlung. Schlussendlich gilt die deutsche Werbung im internationalen Maßstab als recht konservativ sowie eher langweilig und eine subjektiv-kritische Auseinandersetzung mit der Darstellung von Nacktheit im Jahr 2010 erinnert buchstäblich an „viel Lärm um nichts“ oder — wie Friedrich der Große sagte — „jeder soll nach seiner Façon selig werden“.

(Foto: Vorpommern Magazin)

Wirklich transparent hätte Mutke gehandelt, wenn er in seinem Leserbrief eingeräumt hätte, dass er als Herausgeber an den von Krafczyk selbstgestalteten Anzeigen verdiene. Und als Verleger wäre es von ihm ehrenwert gewesen, den Modefachmann auf die urheberrechtlichen Unwägbarkeiten der bisherigen Anzeigenmotive aufmerksam zu machen.

KRAFCZYK AMÜSIERT SICH ÜBER DIE OZ

krafczyk-ozVielleicht hat Mutke Krafczyk diesen Hinweis gegeben, denn die Männerträume 58 des aktuellen Vorpommern Magazins bedienen sich nicht urheberrechtlich geschützten Materials, vielleicht zum ersten Mal in der Geschichte der Kampagne.

Krafczyk beantwortet den OZ-Artikel auf seine Weise, kein Leserbrief, keine Einsicht, stattdessen eine Werbeanzeige, die ihn höchstpersönlich bei der Lektüre des Lokalblattes zeigt. In einer Montage hievte Krafczyk das Thema und eine seiner Anzeigen – übrigens eine andere als im von ihm zitierten Artikel – auf die so neugestaltete Titelseite des Mantels und ätzt:

Dinge, die ein Mann unbedingt tun sollte: sich einmal mit schlechtem Journalismus auseinandersetzen…

krafczyk-fussballHumor und Bissbereitschaft lassen sich Krafczyk wohl nur schwer absprechen, so tumb die tausendfach und allerorten anzutreffende Gedankenkette auch ist, die  Artikel mit anderer Meinung zuerst als schlechten Journalismus abstempelt, um sie schließlich als auf Bild-Niveau oder sogar noch darunter zu brandmarken.

Zumindest reagiert er auf den Artikel, diskriminiert niemanden mit seiner aktuellen Werbeanzeige und ist obendrein noch Eigentümer des verwendeten Fotos. Auch der Seitenhieb an die Ostsee-Zeitung kann erheitern. Mann darf also auf die Träume N°59 gespannt sein und hoffen, dass der Modezar nicht wieder blind um sich polarisiert.

(Bild: dsn)

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Abstimmung über die neue webMoritz-Chefredaktion *update*

Wednesday, June 16th, 2010

Heute Abend wird ab 20 Uhr wieder das Studierendenparlament debattieren. Auf der Tagesordnung stehen neben der Wahl einiger Referentinnen auch ein Votum über die Besetzung der Chefredaktion des webMoritz.

Seit Mitte Mai 2009 führten Carsten Schönebeck und Gabriel Kords Kommando über das einst von Sebastian Jabbusch ins Leben gerufene Online-Portal. Die beiden Herren werden sich jetzt wieder ihrem Studium widmen und die jeweils mit 240 Euro entlohnten Stellen werden nun mit ihren Nachfolgern besetzt. Auf die Ausschreibung bewarben sich allerdings nur zwei Studierende, was der Spannung der zu erwartenden Abstimmung nicht unbedingt zuträglich ist.

ARNDT-BEFÜRWORTER BALD CHEFREDAKTEUR?

marcowagnerBeide Kandidaten sind keine unbeschriebenen Blätter. Neuer Chefredakteur möchte Marco Wagner werden. Der Geschichts- und Germanistikstudent ist seit langem rege in den Kommentarspalten des webMoritz aktiv und engagiert sich dort seit Ende April auch als Redakteur.

Wagner war Mitglied der Arndt AG , die sich im Streit für die Beibehaltung des Namenspatrons einsetzte und gestaltete gemeinsam mit der Initiative Uni ohne Arndt die Zeitung zur Urabstimmung, die hier als pdf-Dokument abrufbar ist.

(Foto: Patrice Wangen / webMoritz)

KARRIEREBEWUSSTES CDU-MITGLIED ALS STELLVERTRETER?

Für die Position des stellvertretenden Chefredakteurs bewarb sich Torsten Heil. Der Greifswalder studiert Politikwissenschaften und Jura, ist Mitglied der Jungen Union und war 2008 Wahlkampfmanager des Landratskandidaten Jörg Hasselmann (CDU). Bereits 2004 unterstützte er den Europawahlkampf von Alfred Gomolka (CDU) und absolvierte ein Praktikum beim früheren Greifswalder Bundestagsmitglied und Schelsky-Spendenskandalstolperer Ulrich Adam.

torstenheilHeil war Mitglied im Senat der Universität Greifswald und Referent für Hochschulpolitik, seit gut eineinhalb Jahren sitzt er im Vorstand der KPV MV (Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU Mecklenburg-Vorpommern).

Er schreibt für den webMoritz erst seit Ende Mai und veröffentlichte dort bislang drei Artikel, in denen es zweimal um die Kündigung der Theatergeschäftsführung und einmal um das Millionengrab Technisches Rathaus ging. Zuvor arbeitete er bereits beim Printmoritz.

(Foto: JU OVP)

ROSIGE AUSSICHTEN?

Die Sitzung wird – wie auch in der Vergangenheit – via Liveticker der nichtanwesenden Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Sollen die Stupisten für die beiden Bewerber votieren, erwarten uns für das nächste Jahr an der Spitze des webMoritz ein glühender Arndt-Befürworter und ein langjähriger CDU-Aktivist. Die Aussichten sind heilsam, aber keinesfalls rosig.

Fakten: 16.06. | 20 Uhr | Konferenzsaal des Uni-Hauptgebäudes

*update 17.06. 10 Uhr*

Marco Wagner wurde gestern Nacht zum neuen Chefredakteur des webMoritz gewählt. Torsten Heil konnte keine Stimmenmehrheit auf sich vereinigen. Somit bleibt der Posten des stellvertretenden Chefredakteurs vorerst unbesetzt.

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SSV bei Cloggs.eu

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Greifswalder Hedonisten in der taz!

Tuesday, June 15th, 2010

Wer sich bei Twitter herumtreibt, dürfte bereits mitbekommen haben, dass die taz gestern einen Artikel über die Hedonistische Internationale veröffentlichte.

Genauer gesagt ging es um den Hedonistischen Weltkongress, der am vergangenen Wochenende in Kaulitz (Sachsen-Anhalt) stattfand und dem auch einige Vertreter der Greifswalder HI-Sektion M.u.S.i.K. (Mensch und Sound im Kollektiv) beiwohnten, so zum Beispiel Andi G. Wehre und Bodo Strahlemann. Die lokalen Hedonisten, die vor allem aufgrund ihres Fuhrparks Bekanntheit genießen, wurden an anderer Stelle schon einmal kurz vorgestellt.

Die beiden Redakteure Martin Kaul und Miguel Lopes meinen es in ihrem Artikel gut mit der “Befreiungsarmee einer verdrossenen Linken“, mit den “Hippies der Jetztzeit“, die sie in ihrer Lesart zur “Feuerwehr des Straßenkampfs” stilisieren.

In Greifswald sind die Hedonisten die Befreiungsjoker für alle denkbaren Anliegen: Ob Unistreik, Antifa, ob Protest gegen ein Steinkohlekraftwerk oder Europas größte Ferkelzuchtanlage – wenn das Kinderwagenkulturkombinat anrückt, darf gelacht werden. Sie sind die schillernde Qualität des Politprotests.

bodo strahlemannUnd sie haben sich in den vergangenen Wochen als Filmvorführerinnen im öffentlichen Raum auch immer öfter auf ein neues Betätigungsfeld eingelassen. Das kleine Rabauke, Bodo Strahlemann, Joachim Telelinse, der Reaktor und wie sie alle heißen, sie sind Sommer und jetzt endlich auch mal in der überregionalen Presse.

Dafür hoch die Daumen!
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webMoritz versus GrIStuF – Kritik am Rückblick

Monday, June 14th, 2010

Vor einigen Tagen veröffentlichte der webMoritz als Aufmacher einen sehr kritischen GrIStuF-Rückblick und sorgte damit ganz bestimmt für getrübte Stimmung im Festivalteam. Bedenklicherweise steht dieser Artikel seit nunmehr vier Tagen unkommentiert und unwidersprochen an exponierter Stelle. Der folgende Text ist als Antwort darauf zu verstehen, als eine mit Binnenperspektiven angereicherte Kritik an der Kritik in epischer Breite.

Für den webMoritz blickte Marco Wagner auf das vor einer Woche ausgeklungene Greifswald International Students Festival (GrIStuF) zurück und zog ernüchtert Bilanz. Der Titel des Beitrags versprach “Viel Lob und ein wenig Kritik” – ein Versprechen, das der Autor seiner Leserschaft leider bis zum Ende des Artikels schuldig blieb.

webmoritz1Was folgte, war eine unvollständige Aufzählung von Pannen und organisatorischen Problemen – vermutlich aufgeschnappt bei einer der zahllosen Feedbackrunden gristufscher Art, an deren Rande womöglich auch Philip Wagner interviewt wurde. Mit lobenden Worten wurde dagegen gehadert.

KLEINKARIERT FORMULIERTE KRITIK

Gejammert wurde viel, zum Beispiel darüber, dass der von MoritzTV produzierte Trailer nicht verwendet wurde, dass sich der Beginn einzelner Veranstaltungen verzögerte, Eintrittspreise zu hoch waren, Workshops ausfielen, die englischsprachigen Programmhefte zu spät eintrafen, es anfangs zu “Engpässen bei der Versorgung aller Gäste mit Unterkünften” kam und schließlich beim Finale am Strand das Bier zwischenzeitlich ausverkauft war – “für viele ein unverzeihlicher Lapsus“.

gristuf-krempelDie kleinkarierte Penibilität, die aus dieser Problemsammlung spricht, setzte sich in der Bebilderung des Artikels fort. Wenn mit nur drei Fotos das zurückliegende Festival erzählt wird, sollte die Auswahl wohlüberlegt erfolgen. Wieso dann die Unordnung vor dem GrIStuF-Büro hierfür herhalten muss, bleibt unklar.

Wohlgemerkt ist das Bild nur einen Tag nach dem Open Air in Eldena entstanden, auf der man so gut wie alle aktiven Vereinsmitglieder in der arbeitsamen Betriebsamkeit ihrer zwanzig – in manchen Fällen auch über dreißig – Stunden andauernden Schichten beobachten konnte.

Ist das nachbarschaftliche Verhältnis zwischen Moritz Medien und GrIStuF, die sich ein Gebäude in der Wollweberstraße teilen, so angespannt, dass man sich subtil über ein paar Sofas und Pavillons mokiert, die den Weg zum Hof blockieren?

(Foto: Gabriel Kords / webMoritz)

BERECHTIGTE VORHALTUNGEN

Die von Wagner formulierte Kritik entbehrt in den meisten Fällen nicht ihrer Grundlage, das ist klar. Wenn das Bier vorzeitig ausgetrunken und in den Mündern derjenigen, die mehrheitlich keinen Gast aufnahmen und sich auch nicht als Helfer am Festival beteiligten, verschwunden ist, sind die Planungsfehler in Sachen Barbetrieb offenkundig. (more…)

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Greifswald versus Schwerin

Tuesday, May 11th, 2010

Vor knapp zwei Wochen ist mal wieder ein Zeitungsartikel erschienen, der das besonderliche Moment Greifswalds zu greifen versucht. Dörthe Nath stellte für ihren taz-Beitrag die Landeshauptstadt Schwerin der Hansestadt gegenüber und arbeitete Mentalitätsunterschiede zwischen beiden Orten heraus.

“EIN BISSCHEN LANDSCHULHEIMATMOSPHÄRE”

hgwAuf die alte Mär vom zweimaligen Weinen, die nach wie vor und ungebrochen am Image Greifswalds klebt, konnte die Autorin leider nicht verzichten und auch die Bezeichnung als Deutschlands Fahrradhauptstadt bereitet sicher manch Ortskundigem Bauchschmerzen.

Interessanterweise versucht sie aber, gerade an Dichte und Beschaffenheit der Fahrräder den großen Unterschied zwischen Greifswald und Schwerin deutlich zu machen: klapprige Damenräder in der Studentenstadt versus Lenkertasche mit Kartenfenster im Ausflugsort:

Schwerin ist langweilig und voller Rentner – Greifswald ist jung und quirlig. In Greifswald tragen die Studenten einen Hauch von Vielfalt und Urbanität in die Stadt, aber auch ein bisschen Landschulheimatmosphäre.

“MEINE KLEINE HOMOHÖLLE”

Neben dem Status als Durchgangsstation wird im Artikel aber auch ein anderes lokales Problem benannt. Um gleich alle Hoffnungen im Keim zu ersticken, es geht dabei nicht um Korruption, sondern um die Schwierigkeiten Homosexueller in Greifswald.

tazDer zitierte Gleichstellungsbeauftragte des AStA, Björn Reichel, macht auf die – im Wortsinn – unwirtliche Situation Greifswalder Homosexueller aufmerksam: kleine Szene, kaum Homo-Kultur und diesbezüglich fehlende Strukturen.

Mehr als der queere Stammtisch und die zweifelhaften Gender-Trouble-Parties fallen ihm nicht ein, viel mehr gibt es tatsächlich auch nicht, beziehungsweise hat es aufgehört zu existieren, wie zum Beispiel das schwul-lesbische Filmfest queerblick, das von 1996 bis 2005 jährlich stattgefunden hat.

Irgendwann findet auch dieser Artikel sein wohlverdientes Ende und man bleibt mit dem glücklichen Gefühl zurück, nicht in Schwerin leben zu müssen.

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“Wir kämpfen für die Kreisfreiheit!”

Monday, May 10th, 2010

In der Ostsee-Zeitung des vergangenen Wochenendes konnte man bestaunen, wie vierzig “Prominente Partei für unsere Stadt ergriffen” haben und zu Ablichtern des Kampfes für Kreisfreiheit wurden. Gesicht zeigen geht wieder um, aber wessen Antlitz wurde da eigentlich auf die erste Seite gehievt?

Unter den vierzig Kämpen muss man eine Weile suchen, um eine Frau zu finden. Insgesamt gibt es in der Auswahl derer drei; numerisch ausgedrückt liegt ihr Anteil also bei satten 7,5%. Gleichstellungsbeauftragtenherz, was begehrst du mehr als einen Spiegel der hiesigen Verhältnisse?

Die geplante Kreisgebietsreform wird heute in einer Anhörung vor dem Landtag behandelt.

Wir kämpfen für die Kreisfreiheit!

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Die Veröffentlichung hat verschiedene Reaktionen provoziert. In Sachen Gleichstellung und Repräsentation gibt es bei den Grünen einen Seitenhieb. Auf dem OZ-Watchblog werden indes Erinnerungen an journalistische Arbeit während der DDR aufgewärmt.

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Kommerz

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