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Nordmagazin über Grauzonen-Konzert im KLEX *update*

Im heutigen Nordmagazin, das um 19.30 Uhr beginnen wird, geht es um das Greifswalder Jugendzentrum KLEX. Das Umfeld des Clubs wurde hier schon vor etwa vier Wochen für die Organisation eines Konzertes mit der Grauzonen-Band Gerbenok kritisiert. Nun scheint der Fall größere Kreise zu ziehen.

NDR ÜBER RECHTSOFFENES BOOKING IN GREIFSWALD

Der Ankündigungstext des NDR ist reißerisch und schießt an der Realität vorbei:

In einem Greifswalder Jugendzentrum haben – wie erst jetzt bekannt wurde – Rechtsextremisten ein Konzert veranstaltet. nordmagazinNach Recherchen von NDR 1 Radio MV spielten im Jugendhaus Klex zwei Neonazi Bands aus Vorpommern. Das Jugendzentrum hatte die Räume an einen dem Jugendzentrum gut bekannten Mann privat vermietet. Der Betreiber des Hauses, der Stadtjugendring, hat inzwischen alle privaten Veranstaltungen im Jugendzentrum untersagt. (NDR)

Tatsächlich haben nicht Rechtsextremisten ein Konzert veranstaltet, sondern wurden vielmehr rechtsoffene Bands gebucht. Dieses Detail läßt zwar alle Beteiligten in einem anderen Licht stehen, ändert aber trotzdem nichts daran, wer die Bühnen des Jugendhauses bespielen durfte. Man darf gespannt sein, ob der Beitrag mehr zu bieten hat als müde Dementis und mit Hintergrundinformationen zum hochaktuellen Thema aufwarten kann.

Vielleicht kann die plötzliche und wenig schmeichelhafte Öffentlichkeit auch ein Impuls für die Verantwortlichen im KLEX sein, kritisch die eigenen Positionen im Haus zu reflektieren.

HEIMATBÜNDLER AUF DER BÜHNE?

Der Informationsdienst Rechtsextremismus MV schreibt über ein vergangenes KLEX-Konzert im Herbst 2009:

Die Bands des Abends sind für Kenner der Szene keine Unbekannten. In einer der Gruppen spielen ein HBP (Heimatbund Pommern) Funktionär aus Bargischow und ein Gemeindevertreter aus Postlow.

AndrejewskiBeide traten bei den Kommunalwahlen im letzten Jahr in ihren Gemeinden an und wurden von Michael Andrejewski im Anklamer Boten als wählbare Kandidaten der “freien Szene”, sprich Kameradschaften, empfohlen. Beide Bands sind auch auf dem Jubiläumssampler des Anklamer Ladens “New Dawn” anlässlich seines 10 jährigen Bestehens vertreten.

NEUE NEONAZISTRUKTUREN IN GREIFSWALD?

In jüngster Zeit hat sich wieder einiges am rechten Rand in der Hansestadt getan. So ist zum Beispiel seit kurzem ein Blog online, der von der Gruppe NS Greifswald betreut wird. Zusammenhänge mit der Redaktion der rechten Schmutzpostille Greifswalder Bote werden vermutet.

*Update* 28.01.

Es entsteht in dem oben stehenden Beitrag der Eindruck, es würde um das Konzert If The Kids Are United vom 26.12. gehen. Vielmehr handelt es sich um eine Veranstaltung, die einen Tag später, am 27.12.09, stattgefunden hat. Weiterhin wurde dem von mir aus Vorsicht verwandten Begriff der Grauzonen-Band von einer Klex-Verantwortlichen widersprochen, die die Veranstaltung als Nazikonzert bezeichnete. Mehr dazu in den Kommentaren unter diesem Beitrag.

Das Konzert wurde nicht von der Veranstaltungsgruppe Proton organisiert, die Räumlichkeiten wurden an eine Privatperson vermietet. Anbei noch der von Monsieur Meiser windeseilig hochgeladene NDR-Beitrag, der gestern ausgestrahlt wurde.

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  5. Veranstaltungshinweis: Ja, Panik (AT/D)

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68 Responses to “Nordmagazin über Grauzonen-Konzert im KLEX *update*”

  1. zorro says:

    Tja, es ist einfach ein ausgeprägter Helferkomplex, auch den beschränkten unter uns aus ihrer geistigen Umnachtung helfen zu wollen.
    Wann ich wem was sage mach ich außerdem nicht von deiner Gunst abhängig, das wäre ja noch schöner. Unterbelichtete, die hier Anweisung geben, haha!
    @ Bernd: traurig, wie einfach dein Vergleich ist. Gegen rechts=links=SED=Stasioberst. Naja, unterstreicht auch bei dir nicht grad die Fähigkeit zu differenziertem Denken. Zumal du dann implizit auch noch an den antifaschistischen Gründungsmythos der DDR glaubst, der ja, wie man auch wieder bei Arndt gesehn hat, einen Scheißdreck wert war.
    @ Jockel: willst du nicht den Kommentarbereich schließen? Ich denke, wir haben alle besseres zu tun, als dem Niveaulimbo hier beizuwohnen….

  2. looongcat says:

    how low can you go?
    ich denke ein bischen tiefer geht es noch…
    außerdem wissen unsere aufrechten nationalisten ja eh dass sie nix zu bieten haben, wie soll ich mir sonst das mashup an (sub)kultur erklären mit dem sie in den letzten 20 jahren versucht haben leute zu erreichen.
    egal womit ihrs probiert, liebe arndtverteidiger, frustrierte, antifa mit nazisgleichsetzer, die einzigen die ihr damit erreicht sind frustrierte trottel.
    davon gibts in deutschland natürlich ne ganze menge, und mit euren schlauen zitaten und grenzwertigen statements kann euch natürlich kein staatsanwalt was, aber jeder mit mehr als zwei hirnzellen merkt was dahintersteckt und ihr macht euch nur noch unmöglicher.
    naja, ich hoffe mal ihr habt zu ehren arndts ordentlich überm brechbecken gehangen, bröckchen und wasserkotze für deutschland!

  3. Jockel says:

    @ Jockel: willst du nicht den Kommentarbereich schließen? Ich denke, wir haben alle besseres zu tun, als dem Niveaulimbo hier beizuwohnen

    da ist man einen abend mal nicht da..ich habe gehofft, dass wir hier ernsthaft über das problem des klex diskutieren können. das hat leider nicht funktioniert. mit cotze_skinheadrock und bernd haben sich leider zwei klex-involvierte eingemischt, die in ihren äußerungen anschaulich demonstrieren, wessen geistes kind sie sind. man kann nur hoffen, dass bernds einstellung zur thematik nicht auf die gesamte veranstaltungsgruppe proton zu übertragen ist.
    es ist dieses zurückziehen aufs vermeintlich unpolitische, die totale abwehr jeglicher antifaschistischen idee, die zeigt, dass aus dem konzert vom 27.12. nichts gelernt wurde.
    beinahe schlimmer als diese veranstaltung ist aber die beobachtbare tendenz der entpolitisierung des hauses, die all jenen ins gesicht spuckt, die dort viele jahre und viel energie investiert haben, um einen kultur- und schutzraum zu erhalten, resp. aufzubauen.

    all jenen jugendlichen, die offensichtlich die späten 90iger jahre in hgw nicht erlebt haben – bernd bildet eine ausnahme, obwohl er scheinbar aus diesen erfahrungen nichts gelernt hat – wissen einen solchen raum einfach nicht zu schätzen. ich bin gespannt, wie sich das klex in der nahen zukunft positionieren wird, erwarte aber nicht sonderlich viel.

    von den mitteln der moderation mache ich nur sehr ungern gebrauch, aber dieser beitrag wird hiermit geschlossen. ich werde mich dieser tage nochmal mit dem haus in der langen straße auseinandersetzen und versuchen, eine etwas erquicklichere debatte anzustoßen. so kommt nichts bei rum.

    ihr stolzen gockel mit eurem zur schau gestellten anti-antifa-gehabe solltet euch schämen. ärzten kann man die approbation entziehen, schade, dass es sowas nicht für konzertveranstalter gibt!

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