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Archive for the ‘Historisch’ Category

Zum Tag der Befreiung in Greifswald

Wednesday, May 8th, 2013

Der Tag der Befreiung wurde heute auch in Greifswald zum Thema gemacht. Gegen Mittag setzte sich ein etwa 30 Personen zählender Demonstrationszug am Rubenow-Platz in Bewegung und lief durch die Innenstadt bis zur Mensa, um Passanten und Mensagäste auf das historische Datum der Befreiung vom deutschen Faschismus hinzuweisen und diesen Jahrestag gemeinsam zu feiern.

Etwa 30 Personen zogen heute durch die Greifswald Innenstadt,...

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Sekt und Soundsystem sorgten für ausgelassenes Ambiente, außerdem wurde Werbung für einen Vortrag über die Befreiung der Hansestadt Greifswald gemacht, der am Donnerstag im IKUWO stattfinden wird. Darin sollen jene Aspekte vordergründig herausgearbeitet werden, die für Greifswald während der nationalsozialistischen Herrschaft prägend waren, zum Beispiel die Verfolgung von Juden und Antifaschisten, Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft sowie die Verwandlung von der Universitäts- zur Garnisonsstadt.

Fakten: 09.05. | 20 Uhr | IKUWO | Eintritt frei

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Umfrage: Ein Brunnen auf dem Greifswalder Markt?

Thursday, May 2nd, 2013

Wer nicht genügend Probleme hat, schafft sich kurzerhand welche. Die gastronomischen Betriebe am Marktplatz können ein Lied davon singen, denn die werden schon länger mit Ambitionen der Verwaltung konfrontiert, das Erscheinungsbild des Markts zu regulieren und dafür Sorge zu tragen, dass keine Kübelpflanze, keine Windschutzwand und keine feste Sitzgelegenheit aus der Reihe tanzen. Nun könnte aber auch die Frage nach der grundsätzlichen Gestaltung des Markts wieder aktuell werden.
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Die Ostsee-Zeitung präsentierte heute unterschiedliche Vorschläge für die zukünftige Beschaffenheit des Platzes, die von der Wiederanpflanzung von Bäumen über die Errichtung eines Spielplatzes oder einer Friedrichschen Figurengruppe bis zum Aufstellen eines Brunnens reichen. Letzterer ist nun auch Gegenstand einer OZ-Umfrage, bei der die Leserinnen über einen Brunnen auf dem Marktplatz abstimmen sollen. Wer nach den Dreißiger Jahren geboren wurde, kann sich den Greifswalder Marktplatz vielleicht nur schwer mit einem Brunnen in seiner Mitte vorstellen, doch von 1892 bis 1936 stand dort so einer schon mal als Kriegsdenkmal.

Marktplatz Greifswald

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Die Meinungen zur Notwendigkeit dieser Baumaßnahme gehen wie gewohnt auseinander. In der OZ-Umfrage stimmten bislang 67 Prozent der 371 Teilnehmenden für den Brunnen.

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Festgehalten: Heißes Pflaster im Inneren der Stadt

Saturday, March 9th, 2013

Schnell noch mal mit dem Wagen einen Abstecher in die Straße der Freundschaft unternehmen, bevor das historische Pflaster die alte Kiste rumpeln macht.

lange straße greifswald (Foto: Privat)

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Fotoausstellung über das Sterben der Greifswalder Altstadt in den Achtzigern

Saturday, September 29th, 2012

Im Pommerschen Landesmuseum wird morgen eine Ausstellung eröffnet, deren Besuch gerade für diejenigen lohnenswert ist, die sich für die bauliche Vergangenheit Greifswalds interessieren und bereit sind, in die bausubstanzielle Trostlosigkeit der 1980er Jahre einzutauchen.

“DAS, WAS UNTERGING, ZUMINDEST ZWEIDIMENSIONAL BEWAHREN”

Heimatkunde zeigt Fotografien des in Greifswald geborenen Architekturfotografen Robert Conrad, der seine Eindrücke der flächendeckenden Gebäudeabrisse in der Hansestadt festhielt: “Es blieb mir nur, das, was dort unterging, mit dem Medium der Fotografie zumindest zweidimensional zu bewahren.”

greifswald 80er robert conrad(Foto: Robert Conrad, keine CC-Lizenz)

Seine Fotografien zeigen beispielsweise die nördliche Altstadt, die Fleischervorstadt sowie die Gegenden um die Grimmer Straße und die Wolgaster Straße. Sie sind Zeugnisse einer Ära, die tiefe Wunden in der baulichen Substanz der historischen Greifswalder Altstadt hinterließ.

“EIN GEGENBILD SCHAFFEN”

Conrad wollte mit seinen trostlosen Bildern “ein Gegenbild zu den gefeierten Neubauten schaffen und die Betrachter für die Vergangenheit und Individualität ihrer Stadt sensibilisieren”. Seine ablehnende Haltung gegenüber der staatlichen Baupolitik verhinderte seine Zulassung zum Wunschstudium Kunstgeschichte und Architektur mit dem Schwerpunkt Baugeschichte, das er erst nach der Wende aufnehmen konnte.

greifswald achtziger robert conradDie Ausstellung zeigt neben Verfall und Abriss auch Spuren Greifswalder Subkultur auf. So sollen neben den Baufotos auch Portraitbilder und Aufnahmen “einer Gruppe junger Greifswalder, deren trotziger Mut Mitte der 80er Jahre durch den großflächigen Zerfall ihrer Stadt katalysiert wurde“  zu sehen sein, die einen “Einblick in die alternative Szene der Bewohner der Abrisshäuser und deren damalige Aktivitäten gegen die Repressionen des DDR-Staates” versprechen.

Neben den Fotografien wird außerdem der Super-8-Film Greifswald ist alle gezeigt, den Conrad zwischen 1986 und 1989 in Eigenregie drehte.

(Foto: Robert Conrad, keine CC-Lizenz)

KONTEXTSENSITIVES BEGLEITPROGRAMM

Die Ausstellung wird von einem kurzen historischen Rückblick auf das damalige Zeitgeschehen begleitet, der auf Conrads Fotografien einstimmen soll. Darin wird versucht, die Meinung der staatstreuen Printmedien zum Thema darzustellen und die unterschiedlichen Reaktionen der Bürger Greifswalds in Vergangenheit und Gegenwart zu berücksichtigen.

Hierbei werden neben Pressefotos, Fotoserien, Zeitungs- und Zeitschriftenmaterial auch Modelle und Farbentwürfe für Fassaden zu sehen sein. Fotografien des Greifswalder Bauhistorikers und Altstadtaktivisten Torsten Rütz ergänzen die Ausstellung, die nach ihrer Eröffnung bis zum 31. Januar im Pommerschen Landesmuseum verweilen wird.

In diesem Zusammenhang sei außerdem auf eine Extraveranstaltung am kommenden Mittwoch hingewiesen. Um 12 Uhr wird der Greifswalder Museologe Mario Scarabis im Pommerschen Landesmuseum über den ausgestellten Architekturfotografen unter dem Titel Gegen das Vergessen – Der Fotograf Robert Conrad und die Altstadt von Greifswald in den 1980er Jahren referieren. Der Eintritt kostet 2,50 Euro.

Fakten: 30.09. | 11 Uhr | Pommersches Landesmuseum | frei

*Update*: Die Ausstellung wurde aufgrund des hohen Besucherzuspruchs bis zum 3. März 2013 verlängert.

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In eigener Sache: In der Kategorie “historisch” sind auf dem Fleischervorstadt-Blog inzwischen einige Beiträge zu finden, die illustrieren, wie Greifswald früher aussah.

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Der Rückzugsort unten am Fluss

Sunday, September 16th, 2012

Früher, lange bevor der Greifswalder Stadtgraben am Wall umgestaltet und zum Vorfluter der städtischen Regenentwässerung wurde, muss hier früher ein wunderbarer Rückzugsort zum Müßiggang im Stadtzentrum exisitiert haben. Im Hintergrund thront das heutige Jahn-Gymnasium. Die beiden kleinen Holzbrücken des sogenannten Kastanienwalls — so hieß früher der Wallabschnitt zwischen Schuhhagen und Fleischerstraße — hat es damals noch nicht gegeben.

stadtgraben greifswald jahngymnasium historisch postkarte

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Als am Greifswalder Museumshafen noch ein klassizistisches Stadttor stand

Saturday, August 18th, 2012

Im mittelalterlichen Greifswald gab es mehrere Stadttore, von denen nur eines das 20. Jahrhundert erleben durfte. Die vier großen von ihnen, das Fleischertor, das Mühlentor, das Fettentor sowie das Steinbecker Tor, prägen die Namen einzelner Stadtteile  bis heute. Sie wurden alle im Laufe des 19. Jahrhunderts wegen Baufälligkeit, Platzmangel oder Baustoffbedarf abgerissen.

1833 wurde das Steinbecker Tor in klassizistischem Stil erneut erbaut, nachdem es 1817 und 1820 in zwei Schritten abgetragen wurde. Der Koloss überstand den Zweiten Weltkrieg unbeschadet, wurde dann aber 1951 aus Gründen des zunehmenden Straßenverkehrs abgerissen. Wer heute am Museumshafen steht, wird sich vermutlich nur schwer vorstellen können, dass es einmal ein Bauwerk dieser Art in Greifswald gab.

Das Steinbecker Tor in Greifswald

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Mehr zum Thema:

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Greifswald kann Kreisverkehr

Friday, August 10th, 2012

Wo wir gestern schon beim Thema NS-Spuren in Greifswald waren: In mehreren Diskussionen über die geplante, aber leider noch immer nicht verwirklichte Diagonalquerung über die Europakreuzung wurde der Vorschlag laut, auf dem Platz der Freiheit statt dem umstrittenen Fahrradweg einen Kreisverkehr zu installieren.

Diese Ideen wurden von anderen Diskutanten alsbald mit dem von einem Augenzwinkern begleiteten Verweis abgetan, dass die Greifswalder Bevölkerung nicht in der Lage wäre, das Prinzip Kreisverkehr zu verstehen und umzusetzen. Doch dieser Einwand ist falsch, denn an diesem Ort gab es schon einmal einen Kreisverkehr.

greifswald platz der s.a.

Der Platz hieß damals allerdings noch Platz der SA (1937-1945). Er wurde nach Kriegsende zunächst zum Theaterplatz umbenannt (1945) und kurz darauf zum Platz der Einheit. Seit dem letzten, 1946 durchgeführten Namenswechsel, heißt er Platz der Freiheit und trägt diesen Titel bis heute.

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