Fleischervorstadt-Blog http://blog.17vier.de Lokales aus Greifswald Mon, 08 Feb 2016 13:39:51 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=4.2 Bankgeheimnis: Gelegenheit macht Liebe http://blog.17vier.de/2016/02/08/bankgeheimnis-gelegenheit-macht-liebe/ http://blog.17vier.de/2016/02/08/bankgeheimnis-gelegenheit-macht-liebe/#comments Mon, 08 Feb 2016 13:28:09 +0000 http://blog.17vier.de/?p=44861 Weiterlesen ]]> Von der kalten Schulter des Kapitalismus kann keine Rede sein — in Greifswald musste am Sonntagvormittag eine Bankfiliale kurzerhand als Liebesnest herhalten.

“Bitte nicht nachmachen!” lautet der erste Satz in der Polizeimitteilung, die sich mit einem amourösen Zwischenfall in Greifswald beschäftigt. An dem Ort, der sonst höchstens für Zahlungsverkehr berühmt ist, hat sich am Sonntagvormittag ein junges Paar einander hingegeben und es sich in der innerstädtischen Bankfiliale zwischen den Geldautomaten gemütlich gemacht. Das teilte die Polizei mit, nachdem sie die Aufnahmen der Überwachungskamera eingesehen hat. Grund für die polizeiliche Ermittlung dürfte dabei vor allem die Sachbeschädigung an einem Teil des Diskretionssegels zwischen den Geldautomaten sein, der auf das Konto der Frau gehen soll, die sich nach dem Liebesakt vergriffen hätte.

geldschein liebe (Foto: Benjamin Klack  / pixelio.de)

Für die Polizei in Greifswald sind solche Aufnahmen bislang noch Neuland und die Auswertung des gesamten Filmmaterials steht noch aus. Dem Pärchen raten die Beamten aber, sich wegen der Sachbeschädigung unverzüglich bei der Polizei zu stellen. Für ihr Vergehen sollen sich die Beteiligten nicht schämen müssen — die Kameras haben keine Tonspur aufgenommen und das Liebesspiel wurde nur als Stummfilm festgehalten. Das Bankgeheimnis ist auch nicht mehr das, was es mal war.

  • Was alles so in einer Bank passiert (PM Polizei, 08.02.2016)
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Mahnwache gegen rechte Demonstration http://blog.17vier.de/2016/02/07/mahnwache-ffdg-greifswald/ http://blog.17vier.de/2016/02/07/mahnwache-ffdg-greifswald/#comments Sun, 07 Feb 2016 20:32:05 +0000 http://blog.17vier.de/?p=44844 Weiterlesen ]]> Am Montagabend findet im Greifswalder Ostseeviertel wieder eine FFDG-Demonstration statt. Gegen den rechten Aufzug protestieren Gegendemonstranten mit einer Mahnwache

Die Folklore, mit der die rechte FFDG (Frieden, Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit) seit September versucht, besorgte Bürger, Rassisten und Neonazis auf Greifswalds Straßen zu ziehen, ist inzwischen so stark ritualisiert, dass sich nicht mal mehr jemand die Mühe macht, neue Losungen für die Versammlungen der Hassbürger zu entwerfen. So werden am Montagabend erwartungsgemäß wieder etwa einhundert Personen unter dem bedeutungsschwangeren Thema “Gegen die aktuelle Politik und für die Zukunft unserer Kinder” durch das Ostseeviertel ziehen und Deutschlandflagge zeigen.

norbert kuehl ffdg

Norbert Kühl (r.) bei seiner vorgezogenen Büttenrede vor dem Rathaus (Foto: Fleischervorstadt-Blog, 2016)

Am Mikrofon ist mit FFDG-Chefredner Norbert Kühl (ehemals Freie Wähler) zu rechnen, der seine verbalen Peitschenhiebe zuletzt in Gedichtform präsentierte und vor dem Rathaus in nachlässiger Metrik und mit brandstiftenden Worten über Flüchtlinge, Angela Merkel, Hochverrat und die Antifa reimte: “Gott schütze uns vorm Islamismus / passt nicht zum deutschen Humanismus / Und in der Zeitung stehn nur Lügen / wolln das eigne Volk betrügen / Unsre Meinung wird neu kreiert / Umfragen werden schnell frisiert / […] Kommt zu uns auch Ebola´/ durch Emigrant aus Afrika? / Ob mit Impfschutz oder ohne / wird Deutschland nun zur Seuchenzone? / Kommt Deutschland unter Quarantäne / oder wie sind Merkels Pläne? / Gesundheitsgefahr durch Migranten steigt / die Politik dazu nur schweigt.”

“Gezielt wird von kleinen politischen Gruppierungen eine Stimmung erzeugt, die solidarischen Grundfesten unseres Landes zu erschüttern.”

Das Bündnis “Greifswald für alle” hat ab 18 Uhr eine Mahnwache im Ostseeviertel (Rigaer Str. / Talliner Str.) angemeldet, zu der alle eingeladen sind, die in Rufweite gegen die rechte Demonstration protestieren wollen. In dem Aufruf zur Mahnwache nimmt das Bündnis auch Bezug auf Facebook, wo sich seit Wochen und Monaten eine spürbare Verrohung des Miteinanders beobachten lässt: “Immer mehr Menschen lassen sich mitreißen von menschenverachtenden Aussagen und teilweise auch von unwahren Behauptungen. Gezielt wird von kleinen politischen Gruppierungen eine Stimmung erzeugt, die zum Ziel haben soll, die solidarischen Grundfesten unseres Landes zu erschüttern. Viele Menschen sind verunsichert dadurch – gerade in Zeiten, in denen wir eigentlich mehr Zusammenhalt und Menschlichkeit benötigen.”

greifswald fuer alle ffdg

“Greifswald für alle” ruft dazu auf, am Montag ein weiteres Mal zu zeigen, dass die Hetze der FFDG-Veranstaltungen in Greifswald nicht mehrheitsfähig ist. Greifswald ist weltoffen und tolerant — und soll auch so bleiben. Um 18 Uhr beginnt das Bündnis seinen inzwischen ebenfalls zur Demonstrationsfolklore ritualisierten Protest mit Livemusik, Redebeiträgen, heißen Getränken und menschlicher Wärme. Vergnüglich ist diese Art und Weise, den Montagabend zu verbringen, zwar nicht — wichtig ist sie jedoch allemal.

Fakten: 08.02. | 18 Uhr | Rigaer Str. / Talliner Str.

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Der private Blick: Pommersches Landesmuseum sucht historische Fotos aus Greifswald http://blog.17vier.de/2016/02/04/landesmuseum-greifswald-der-private-blick/ http://blog.17vier.de/2016/02/04/landesmuseum-greifswald-der-private-blick/#comments Thu, 04 Feb 2016 10:56:01 +0000 http://blog.17vier.de/?p=44816 Weiterlesen ]]> Das Pommersche Landesmuseum bereitet eine Ausstellung über das Leben in Greifswald in der Zeit von 1960 bis 1990 vor und bittet dafür Zeitzeugen um Mithilfe.

Die für die zweite Jahreshälfte geplante Ausstellung Greifswald — Der private Blick verfolgt das Ziel, den damaligen Alltag in der Hansestadt zwischen 1960 und 1990 möglichst umfassend und materialreich darzustellen. Das Pommersche Landesmuseum möchte mit der Zusammenstellung historischer Aufnahmen abbilden, wie die bauliche Entwicklung in der Stadt wahrgenommen wurde, welche Lieblingsplätze hoch im Kurs waren, welche Bauwerke geliebt, welche dagegen kritisch betrachtet wurden, wie man in Greifswald damals wohnte und was man Besucherinnen so alles gezeigt hat.

robert conrad heimatkunde greifswald(Foto: Robert Conrad, keine CC-Lizenz)

Hierfür sind die Kuratoren der Ausstellung auf die Mithilfe der Greifswalder angewiesen, die gebeten werden, ihre Archive zu sichten und passende Fotos als Leihgaben zu der Ausstellung beizusteuern. Nach der überwältigenden Resonanz auf die mehrmals verlängerte Ausstellung Heimatkunde, in der 2012/2013 Fotografien des Greifswalder Architekturfotografens Robert Conrad gezeigt wurden, ist für die vom 11. September 2016 bis zum 29. Januar 2017 geplante Exhibition Greifswald — Der private Blick mit einem ähnlich großen Interesse zu rechnen.

Wer dem Aufruf nachkommen und die Ausstellung mit eigenen Fotografien unterstützen möchte, wird gebeten, diese dem Pommerschen Landesmuseum bis zum 24. April zukommen zu lassen. Die eingereichten Motive sollten eindeutig in Greifswald zu verorten sein. Eine Jury wird die endgültige Auswahl schließlich eingrenzen. Die Übermittlung der Bilder kann während der Öffnungszeiten an der Museumskasse geschehen oder via E-Mail (scarabis[ät]pommersches-landesmuseum.de, Stichwort: Greifswalder — Der private Blick, Mindestgröße: 1MB) erledigt werden. Die Einsendenden werden um die Angabe von Name, Vorname, Adresse, Telefonnummer, E-Mailadresse sowie der Anzahl der eingereichten Fotos gebeten. Da das Museum keine Portokosten übernehmen kann, müssen die Fotos nach dem Ende der Ausstellung im Januar 2017 an der Museumskasse abgeholt werden.

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In der Brandteichstraße entsteht eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge http://blog.17vier.de/2016/02/03/greifswald-gemeinschaftsunterkunft-fluechtlinge/ http://blog.17vier.de/2016/02/03/greifswald-gemeinschaftsunterkunft-fluechtlinge/#comments Wed, 03 Feb 2016 16:11:05 +0000 http://blog.17vier.de/?p=44825 Weiterlesen ]]> Innerhalb der nächsten Wochen soll ein leerstehendes Gebäude in der Brandteichstraße in eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge umgewandelt werden.

Wie die Stadtverwaltung und der Landkreis heute mitteilten, soll aus dem leer stehenden Haus A des Technologiezentrums Vorpommern eine Gemeinschaftsunterkunft für bis zu 500 Flüchtlinge entstehen. Bereits jetzt seien umfangreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten angelaufen, ab April sollen diese etappenweise fertiggestellt und das Gebäude bezogen werden.

gemeinschaftsunterkunft brandteichstrasse greifswald

(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

Ein Betreiber für die geplante Gemeinschaftsunterkunft steht bislang noch nicht fest, die dazugehörige Ausschreibung soll folgen. Der Landkreis, der der Stadt Greifswald in diesem Jahr wohl mehrere hundert neue Flüchtlinge zuweisen wird, ist Mieter des Objekts. Das Gebäude soll schon jetzt bewacht werden. Die Mitglieder der Greifswalder Bürgerschaft wurden am 28. Januar über die Pläne informiert. Auch die Mieter des angrenzenden Technologie-Zentrums Vorpommern (TZV) sind über die geplanten Veränderungen unterrichtet worden. In Kürze soll eine Informationsveranstaltung für die Anwohner der Stadtrandsiedlung stattfinden.

Derzeit leben in der Universitäts- und Hansestadt rund 570 Flüchtlinge, davon 130 in der Gemeinschaftsunterkunft in der Spiegelsdorfer Wende.

  • In Greifswald wird neue Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet (PM Stadtverwaltung, 03.02.2016)
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Dokumentarfilm “Projekt A” über Utopien und Anarchismus in Europa http://blog.17vier.de/2016/01/28/projekt-a-anarchismus-europa/ http://blog.17vier.de/2016/01/28/projekt-a-anarchismus-europa/#comments Thu, 28 Jan 2016 11:54:48 +0000 http://blog.17vier.de/?p=44757 Weiterlesen ]]> Mit ihrem Dokumentarfilm “Projekt A” porträtieren die beiden Regisseure Moritz Springer und Marcel Seehuber anarchistische Projekte in Europa und holten damit den Publikumspreis beim Filmfest München. Nächste Woche feiert der Film in Greifswald MV-Premiere.

“Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär’ nur deine Schuld, wenn Sie so bleibt.” Mit diesen Worten brach die Band Die Ärzte vor dreizehn Jahren den nimmermüden Einsatz für eine bessere Wirklichkeit auf zwei griffige Zeilen herunter. Nächste Woche wird man das weltverbessernde Credo der heute wie damals nicht mehr ganz jungen Musiker im Greifswalder Cinestar hören können. Denn dort werden die beiden Regisseure Moritz Springer und Marcel Seehuber ihren Dokumentarfilm “Projekt A” präsentieren und die Zuschauer zu verschiedenen anarchistischen Projekten in Europa mitnehmen.

Projekt A Hanna Poddi Gronau

Hanna Poddig (Foto: Marcel Seehuber)

Projekt A: Eine Reise zu anarchistischen Projekten in Europa

Chaos, Gewalt und Umsturz sind die Vorstellungen, die viele mit Anarchismus verbinden. Mit anarchistischer Lebenswirklichkeit und Utopie haben diese Assoziationen jedoch wenig gemein. Drei Jahre lang reisten die beiden Dokumentarfilmer durch Europa, um Antworten auf die Frage zu finden, welche politischen Ideen sich hinter dem markigen Anarchismus-Begriff verbergen und wie Menschen versuchen, diese umzusetzen.

Für ihren Film besuchten sie unter anderem das “Internationale Anarchistische Treffen” in der Schweiz, zu dem 3000 Teilnehmende anreisten. Sie lernten die Arbeit der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft „Confederación General del Trabajo“ in Barcelona kennen und begegneten Anarchisten in Athen, die einen Parkplatz zum öffentlichen Park umfunktioniert haben. In Deutschland begleiten sie die Anti-Atom-Aktivistin Hanna Poddig, die bei der Filmvorführung in Greifswald ebenfalls anwesend sein wird, und trafen in München Vertreter des erfolgreichen Kartoffelkombinats.

Für Regisseur Moritz Springer ist die Idee des Anarchismus ziemlich einfach: “Anarchie ist, wenn kein Mensch über den anderen herrscht”. Es sei eine Idee, die radikal alles in Frage stelle – auch sich selbst – und deren schonungslose Kritik vor nichts halt mache. In “Projekt A”, dessen Produktion durch die Kulturelle Filmförderung Mecklenburg-Vorpommerns gefördert wurde, soll ein klischeebefreites Bild des Anarchismus gezeichnet werden, für das Menschen von ihren Utopien und ihrer Motivation, vom Abbau von Hierarchien und von einer konstruktiven Weiterentwicklung des gesellschaftlichen Miteinanders berichten. Der Trailer von “Projekt A” ist vielversprechend, die angekündigten Gäste zur Premiere im Cinestar Greifswald sind es ebenso.

Fakten: 03.02. | 19.30 Uhr | Cinestar (Dompassage) | 7 EUR

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Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus: „Studium und Terror. Jüdische Studierende zur Zeit des Nationalsozialismus“ http://blog.17vier.de/2016/01/26/gedenktag-ns-opfer-greifswald/ http://blog.17vier.de/2016/01/26/gedenktag-ns-opfer-greifswald/#comments Tue, 26 Jan 2016 17:33:54 +0000 http://blog.17vier.de/?p=44734 Weiterlesen ]]> Seit 1996 wird der 27. Januar im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. In diesem Jahr steht jüdische Studierende im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltung.

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Seit 1996 etablierte sich an diesem Tag auf Anregung des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog das jährliche Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, an dem sich die Stadt Greifswald und die Universität mit eigenen Veranstaltungen beteiligen und dabei unterschiedliche Opfergruppen sichtbar machen.

gedenktag ns opfer greifswald

In diesem Jahr wird in besonderer Weise an das Schicksal jüdischer Studierenden erinnert. Diese Opfergruppe steht im Zentrum zweiter Vorträge, die bei der Gedenkveranstaltung im Rathaus gehalten werden. Zunächst wird die Historikerin und Bibliotheks- und Informationswissenschaftlerin Dr. Juliane Deinert (Universität Göttingen) einen Einblick in die generelle Lage der verfolgten Studierenden im Deutschen Reich während der NS-Zeit geben und dabei besonders die jüdischen Studierenden im Blick haben. Anschließend wird der Historiker Jan Mittenzwei (Universität Greifswald) auf die spezielle Situation in Pommern eingehen und seine Forschungsergebnisse über die Situation der Studierenden im nationalsozialistischen Greifswald vorstellen.

Es moderiert Prof. Stefan Beyerle (Universität Greifswald). Für das musikalische Rahmenprogramm werden Lehrende und Lernende der Universität Greifswald und der Musikschule angekündigt.

Fakten: 27.01. | 19 Uhr | Rathaus

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Eröffnungsfeier des Greifswalder Willkommenszentrums http://blog.17vier.de/2016/01/18/eroeffnungsfeier-willkommenszentrum/ http://blog.17vier.de/2016/01/18/eroeffnungsfeier-willkommenszentrum/#comments Mon, 18 Jan 2016 19:46:33 +0000 http://blog.17vier.de/?p=44774 Weiterlesen ]]> In Greifswald wird es demnächst ein Willkommenszentrum für Flüchtlinge geben. Die Eröffnungsfeier findet am Dienstagabend im Dom statt.

eröffungsfeier willkommenszentrum greifswald Nach mehr als einem Jahr Planung wird demnächst das Greifswalder Willkommenszentrum in der Gustebiner Wende 4 eröffnet, das ein Begegnungsort für angestammte Greifswalder und Flüchtlinge gleichermaßen werden soll. Stadt und Stadtteil sollen durch das Zentrum, dessen Träger das Kreisdiakonische Werk ist, stärker zusammenwachsen. Geplant ist die Entstehung eines internationalen Cafés. Zudem sollen dort neben Kulturveranstaltungen unter anderem Sprachkurse, medizinische und soziale Beratung sowie Kinderbetreuung angeboten werden.

Für die Eröffnungsfeier am Dienstagabend im Dom wird ein Programm versprochen, das von zwei Chören (Waldorfschule, Chor Tippus) bis zur Greifswalder Ska-Band Krach und ukrainischen Musikern aus Denzek reicht und das dabei neben den obligatorischen Kulinaria auch Beiträge des Theater Vorpommerns und eine Lesung einschließt. Die Eintrittserlöse des Abends fließen in den weiteren Aufbau des Willkommenszentrums und die Unterstützung der ehrenamtlichen Initiativen, die dort aktiv sind.

Fakten: 19.01. | 19 Uhr | Dom | 4 EUR

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Studie “Was hilft?” sucht Probanden http://blog.17vier.de/2016/01/18/studie-was-hilft-greifswald/ http://blog.17vier.de/2016/01/18/studie-was-hilft-greifswald/#comments Mon, 18 Jan 2016 12:22:23 +0000 http://blog.17vier.de/?p=44753 Weiterlesen ]]> Für die Greifswalder Studie Was hilft? werden Probanden mit Alltagsbeschwerden wie beispielsweise Schlaflosigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen gesucht.

Am Lehrstuhl Gesundheit und Prävention wird derzeit eine Studie durchgeführt, für die volljährige Probanden gesucht werden, die unter alltäglichen Beschwerden wie zum Beispiel Schlaflosigkeit, Energielosigkeit, Konzentrationsschwächen, Kopf- und Gliederschmerzen leiden und sich dadurch eingeschränkt fühlen.

studie was hilft greifswald

Mit der Studie soll keineswegs die Entwicklung eines Supermedikaments gegen die genannten Alltagsbeschwerden vorangetrieben werden, vielmehr geht es darum, zu untersuchen, warum einige Personen mit bestimmten Beschwerden medizinische Hilfe in Anspruch nehmen und andere wiederum nicht. Die Datenerhebung geschieht durch Interviews. Wer in den letzten Wochen die genannten Beschwerden erlebt hat und sich mit seinen Leidensgeschichten an der Studie Was hilft? beteiligen möchte, ist herzlich zu einem ausführlichen Interview eingeladen (03834/863806 / 015752172418 (SMS/WhatsApp) / studie-washilft[ät]uni-greifswald.de). Die Teilnahme an der Studie wird mit einer Aufwandsentschädigung honoriert.

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Kneipeneröffnung: Stahlwerk wird Steinbeck http://blog.17vier.de/2016/01/14/stahlwerk-wird-steinbeck/ http://blog.17vier.de/2016/01/14/stahlwerk-wird-steinbeck/#comments Thu, 14 Jan 2016 20:24:58 +0000 http://blog.17vier.de/?p=44651 Weiterlesen ]]> Das Greifswalder “Stahlwerk” ist seit Kurzem Geschichte, doch für Fans der Kneipe muss das kein Grund zum Trauern sein, denn am Freitag wird die Nachfolgerin eröffnet.

Nach mehr als 17 Zapfjahren war es das dann auch mit dem Stahlwerk — der Laden ist inzwischen so dicht, wie sein Stammpublikum niemals werden wollte. Die Greifswalder Kneipe hatte ihr Domizil zunächst im sogenannten Westend der Stadt, ehe sie in das Kellergeschoss der Mühlenpassage (ehemals “Tabledancebar Moulin Rouge” bzw. später “Reddi”) umzog. Mit dem nun erfolgten Ortswechsel in die Steinbecker Straße verändert sich auch der Name des Schanklokals: Aus dem “Stahlwerk” wird in Anspielung an Lage — und hoffentlich auch an den Autor — das “Steinbeck”.

steinbeck stahlwerk greifswald

(Foto und Montage: Fleischervorstadt-Blog)

Kneipenhistoriker mit ausgewiesener Ortskenntnis dürfte der neue Laden, der sich abermals im Keller befindet, aber hoffentlich keineswegs unterirdisch präsentieren wird, als “Fliegender Schwan” (ehemals “Roxy”) noch ein Begriff sein. Allen anderen dürfte dieser Namen einfallen, wenn sie vor dem Gebäude stehen. Die Eröffnung des “Steinbeck” wird am Freitagabend in den neuen Räumlichkeiten stattfinden.

Fakten: 15.01. | 19 Uhr | Steinbeck (Steinbecker Str. 17)

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Knatsch im Führerbunker: FFDG spaltet sich http://blog.17vier.de/2016/01/13/knatsch-im-fuehrerbunker-ffdg-spaltet-sich/ http://blog.17vier.de/2016/01/13/knatsch-im-fuehrerbunker-ffdg-spaltet-sich/#comments Wed, 13 Jan 2016 17:44:32 +0000 http://blog.17vier.de/?p=44740 Weiterlesen ]]> “Was machen zwei Linke, wenn sie sich in der Wüste treffen? Sie spalten sich!” Diesen langbärtigen Witz hat sich unlängst die rechte Gruppe FFDG auf ihre Wirmer-Fahnen geschrieben und den Zaungästen bei Facebook beste Realsatire geboten. 

Wer die Grenzen des Führerprinzips kennenlernen möchte, muss derzeit nur die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Facebook-Seiten FFDG 2016 und FFDG, die inzwischen FFGD 2016 heißt, beobachten. Es kann eben nur einen geben!

“Leider müssen wir unsere Veranstaltung absagen”

Der Spaß begann am Wochenende, als das Ehepaar Kühl, das die seit September fast wöchentlich stattfindenden Demonstrationen “besorgter Bürger” in Greifswald organisiert, die Kontrolle über die Facebook-Seite der hiesigen patriotischen Plattform, FFDG, verlor. Dort irritierte von nun an die Nachricht, dass die Demonstration am vergangenen Montag abgesagt sei. Was war geschehen?

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Auf der in Windeseile erstellten, neuen Facebook-Seite FFDG 2016 wurde der Gerüchteküche leicht verdauliche Nahrung gegeben. Die Seite sei manipuliert worden und in mehreren Gruppen überschlugen sich Verschwörungsphantasien und Hilfsangebote. Unterdessen blieb auf den Seiten von FFDG und der ebenfalls betroffenen Gruppe “Greifswald wehrt sich” die angekündigte Versammlung abgesagt. FFDG 2016 teilte mehrmals mit, dass es sich dabei nicht um die originale FFDG-Seite handeln würde. Langsam sollte der Streit in Schwung kommen.

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Ganz offenbar musste kein Account gehackt werden, um die unsägliche Seite ins Schlingern zu bringen — ein simpler Streit unter den Administratoren genügte. Grund des internen Zerwürfnisses zwischen dem Ehepaar (Albrecht-)Kühl und dem Stralsunder Enrico N., der die Greifswalder Demonstrationen maßgeblich unterstützte und ganz offenbar auch Administrator der Facebook-Seite “Greifswald wehrt sich” war, soll eine interne Auseinandersetzung über einen unabgesprochenen Anruf bei der Polizei gewesen sein.

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Patriotische Volksfront vs. Volksfront von Patridiotistan

Wie ging es weiter? An der zugleich angekündigten wie abgesagten FFDG-Demonstration beteiligten sich 100 Personen, denen die neu ins Leben gerufene Facebook-Seite FFDG 2016 glaubhaft machen konnte, dass die Veranstaltung wirklich stattfindet. Enrico N. verschickte nämlich inzwischen Nachrichten an Fans der ursprünglichen Seite, um sie vom Gegenteil zu überzeugen. FFDG-Organisatorin Petra Albrecht-Kühl veröffentlichte nach der Demonstration eine ausführliche Stellungnahme zu den weiterhin laufenden Auseinandersetzungen. In 36 Sätzen, von denen nur vier nicht mit einem Ausrufezeichen enden, bricht sich ihr Zorn über den Zwist mit dem Stralsunder, der auch der Gruppe MV.Patrioten zugeordnet wird, Bahn. Wer hätte gedacht, dass Interpunktion so verräterisch sein kann:

“Man versuchte, unsere gestrige Demo massiv zu manipulieren! Es wurde anonym bei der Polizei angerufen und behauptet unser Demofahrzeug sei extrem kaputt und nicht verkehrstüchtig! Dies wurde überprüft und stellte sich natürlich als haltlos dar! Auch wurde dem Ordnungsamt mitgeteilt, dass unsere Veranstaltung abgesagt ist! Auch drohte man uns an, dass die Antifa großen Stress auf unserer Veranstaltung machen würde! […] Leider müssen wir Euch mitteilen, dass es keine Gegner, Antifa o.ä. waren, sondern ein Mitglied der MV.Patrioten aus Stralsund!

Anscheinend möchte man uns hier, in Greifswald, von der Strasse weg haben! Man schrieb ja auch auf der “alten” FFDG- Seite, wir wären zu “weichgespült”! Ziel des Ganzen ist es, wie bereits oben geschrieben, uns hier in Greifswald von der Strasse zu bekommen, um selbst das Feld zu übernehmen! Dies werden wir so nicht hinnehmen und weiter mit der Bevölkerung auf die Strassen gehen! Am 25.01.2016 gehen wir in Wolgast auf die Strasse zum Erhalt des KKH !Dies will man nun nutzen, um als MV.Patrioten dann in HGW zu demonstrieren! Wir denken, dass sie sich gerne versuchen können und wünschen viel Glück! Da man FFDG und MV. Patrioten nicht vergleichen kann, werden unsere Anhänger uns auch weiter treu bleiben! […]”

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Der Konflikt zwischen der patriotischen Volksfront und der Volksfront von Patridiotistan läuft indes weiter. Bei Facebook findet man inzwischen drei Seiten mit dem Titel “FFDG 2016″ und der ollen Taube im Profilbild, von denen sich zwei aufeinander beziehen und öffentlich gegeneinander in Kontakt treten. Die letzten Popcorn-Vorräte sind erstmal verbraucht; es bleibt abzuwarten, wie radikalisierend sich diese Spaltung auswirken wird.

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