Reichsbürger attackieren Polizei mit Pfefferspray

Am Dienstag wurden in Greifswald zwei Polizisten von mutmaßlichen Reichsbürgern mit Reizgas angegriffen und verletzt.

Logo Polizei MVDie sogenannte Reichsbürgerbewegung geriet in den vergangenen Monaten und Jahren zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Dass es die rechten Verschwörungstheoretiker, die unter anderem die völkerrechtliche Existenz der Bundesrepublik Deutschland negieren und staatliche Vertreterinnen oder Repräsentanten nicht als solche anerkennen, nicht bei ihren kruden Thesen belassen, bewiesen allein in diesem Jahr zwei Schusswechsel, die sich Reichsbürger mit Polizeibeamten lieferten. Am 1. November wurden nun auch in Greifswald mutmaßliche Reichsbürger auffällig.

Mutter holt das große Pfefferspray aus dem Auto und attackiert damit die Polizisten

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Spendenaufruf nach Brandstiftung in Greifswald

In der vergangenen Nacht zündeten Unbekannte den VW-Bus eines Kommunalpolitikers in Greifswald an. 

Am frühen Freitagmorgen wurde auf das Fahrzeug des Kommunalpolitikers Michael Steiger (Alternative Liste) ein Brandanschlag verübt. Glücklicherweise bemerkte eine Anwohnerin den Brand und verständigte gegen 2 Uhr die Polizei. Als die Feuerwehr eintraf, standen die Hinterreifen des VW-Bus, der sich vor einem Wohnhaus in der Stralsunder Straße stand, in Flammen. Das Feuer konnte gelöscht werden, bevor es auf das Gebäude übergriff, jedoch entstand durch den Brand ein erheblicher Schaden am Unterbau des Fahrzeugs.

brandanschlag auto greifswald

(Foto: Privat)

Die Alternative Liste äußerte sich in einer kurzen Stellungnahme entsetzt und vermutet, dass der VW-Bus gezielt angezündet wurde und der Angriff explizit an den politisch aktiven Steiger adressiert war, der sein Auto in der Vergangenheit häufig zur Nutzung für zivilgesellschaftliche Veranstaltungen zur Verfügung stellte. Steigers Mitstreitende wollen sich von der Brandstiftung durch mutmaßliche Rechtsextremisten nicht einschüchtern lassen und verbreiten einen Spendenaufruf des zivilgesellschaftlichen Bündnisses “Greifswald für alle”.

Unterdessen ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachtes der Brandstiftung und bittet Zeugen, die das Fahrzeug oder verdächtige Personen in der Stralsunder Straße gesehen haben, sich mit dem Polizeihauptrevier Greifswald unter der Rufnummer 03834 540-0 in Verbindung zu setzen.

  • Fahrzeugbrand in Greifswald (PM Polizei, 22.07.2016)
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Polizei sucht Zeugen nach lebensgefährlicher Körperverletzung auf dem Fischerfest

Nach einer lebensgefährlichen Körperverletzung auf dem Fischerfest sucht die Polizei weiterhin Zeugen.

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Auf dem Fischerfest wurde in der Nacht von Freitag zu Sonnabend ein 33-jähriger Mann aus Stralsund gegen 01.30 Uhr zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt. Er befindet sich noch immer in kritischem Zustand. Nach Aussagen von Zeugen war der Geschädigte dort an einer Schlägerei zwischen mehreren Personen beteiligt. Der Geschädigte soll im Zuge dessen durch eine unbekannte Person geschlagen und geschubst worden sein. Daraufhin stürzte er gegen einen Zaun und erlitt ein stumpfes Schädelhirntrauma. Erst nachdem die zuständige Security die Beteiligten trennen konnte, sollen der oder die Täter von ihrem Opfer abgelassen und sich vom Tatort entfernt haben.

Gegen die Täter wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Im Ergebnis der Ermittlungen konnte ein Täter festgenommen werden, der im dringenden Verdacht steht, die Tat begangen zu haben. Die Kriminalpolizei sucht weiterhin Zeugen, die Angaben zum Geschehen machen oder zweckdienliche Hinweise geben können. Die Körperverletzung fand am Samstag gegen 1:30 Uhr bei der Sonnentanzbühne und Cocktailbar des Fischerfestes statt. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich telefonisch zu melden (03834-5400).

  • Fischerfest — Zeugen gesucht (PM Polizei, 19.07.2016)

Bankgeheimnis: Gelegenheit macht Liebe

Von der kalten Schulter des Kapitalismus kann keine Rede sein — in Greifswald musste am Sonntagvormittag eine Bankfiliale kurzerhand als Liebesnest herhalten.

“Bitte nicht nachmachen!” lautet der erste Satz in der Polizeimitteilung, die sich mit einem amourösen Zwischenfall in Greifswald beschäftigt. An dem Ort, der sonst höchstens für Zahlungsverkehr berühmt ist, hat sich am Sonntagvormittag ein junges Paar einander hingegeben und es sich in der innerstädtischen Bankfiliale zwischen den Geldautomaten gemütlich gemacht. Das teilte die Polizei mit, nachdem sie die Aufnahmen der Überwachungskamera eingesehen hat. Grund für die polizeiliche Ermittlung dürfte dabei vor allem die Sachbeschädigung an einem Teil des Diskretionssegels zwischen den Geldautomaten sein, der auf das Konto der Frau gehen soll, die sich nach dem Liebesakt vergriffen hätte.

geldschein liebe (Foto: Benjamin Klack  / pixelio.de)

Für die Polizei in Greifswald sind solche Aufnahmen bislang noch Neuland und die Auswertung des gesamten Filmmaterials steht noch aus. Dem Pärchen raten die Beamten aber, sich wegen der Sachbeschädigung unverzüglich bei der Polizei zu stellen. Für ihr Vergehen sollen sich die Beteiligten nicht schämen müssen — die Kameras haben keine Tonspur aufgenommen und das Liebesspiel wurde nur als Stummfilm festgehalten. Das Bankgeheimnis ist auch nicht mehr das, was es mal war.

  • Was alles so in einer Bank passiert (PM Polizei, 08.02.2016)

Brinke-Prozess: Verfahren gegen Hausbesetzerin eingestellt

Der erste Prozess gegen eine Hausbesetzerin der Brinkstraße 16/17 vor dem Greifswalder Amtsgericht endete, bevor er beginnen konnte. 

Gegen die Zahlung einer geringen Geldauflage wurde gestern das Verfahren wegen Hausfriedensbruch gegen eine der Hausbesetzerinnen eingestellt, die im Herbst 2014 sechs Wochen lang das Gebäudeensemble in der Brinkstraße 16/17 bewohnten, um auf diese Weise gegen die Vernichtung von bezahlbarem Wohn- und Kulturraum zu protestieren und den drohenden Abriss des Gebäudes zu verhindern.

brinke hausbesetzung polizei

Räumung der Brinkstraße 16/17 (Foto: privat)

Besetzerin versteckte sich in Zwischenboden

Als Hauptgrund für die Einstellung dieses und weiterer fünf Verfahren in diesem Zusammenhang benennt eine Unterstützergruppe in einer Pressemitteilung die dürftige Anklage. Die zuständige Staatsanwaltschaft stimmte der Verfahrenseinstellung zu. Obwohl die Verhandlung abgesagt wurde, trafen sich heute Unterstützerinnen der Angeklagten vor dem Amtsgericht und thematisierten die Besetzung und deren Räumung. Dabei wurden auch Erfahrungsberichte der Angeklagten verlesen, in denen die Räumung als Zerstörungsakt beschrieben wurde. Weiterhin wurde von “Beleidigungen durch Polizist_innen und einer Person, die geschlagen wurde”, berichtet. Continue reading “Brinke-Prozess: Verfahren gegen Hausbesetzerin eingestellt”

Erster Prozess gegen Hausbesetzerin der Brinkstraße

Sechs Wochen lang besetzten mehrere junge Leute im Herbst 2014 ein Häuserensemble in der Brinkstraße 16/17, ehe sie von einem Großaufgebot der Polizei geräumt wurden. Am Dienstag beginnt vor dem Greifswalder Amtsgericht der erste Prozess gegen eine der Besetzerinnen.  Continue reading “Erster Prozess gegen Hausbesetzerin der Brinkstraße”