Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #21

Junge Menschen haben das Reden satt  / über Millionen Probleme, die jeder hat / sie tanzen durch die Nacht ins Licht der Liebe hinein / junge Menschen wollen alleine sein / junge Menschen werden erzogen / junge Menschen sind sehr skeptisch / gegenüber Mythen und Drogen / junge Menschen sagen ich will Spaß, junge Menschen wagen dies und das / fahren Auto und begegnen sich zu Fuß / junge Menschen geben dem Schicksal Interviews*

kurze wege lange naechteDas Wochenende hat mannigfaltige Zerstreuungsangebote für viele anzubieten — Queers und Querulanten, technoide Zeitreisende und Fastfood-Verweigerer, Mindfuckers und Schmachtpopfanatikerinnen können auf ihre Kosten kommen. Eine unvollständige Übersicht. „Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #21“ weiterlesen

Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #7

Dieses Wochenende bietet Freundinnen elektronischer Musik ein vergleichsweise üppiges und hochwertiges Party-Ensemble, das in bester Umsonst-und-Draußen-Manier erst am Sonntagabend ausklingen wird, wenn in den Credner-Anlagen das Juliimfreien wiederholt wird.

SONNIG: ALLE FARBEN, THORSTEN TECHON & FREDRIK FUNK

fredrik funk djDie Veranstaltungsreihe Roter Salon bleibt auf Nomadenkurs und wechselt nach dem Umzug vom TV Club in den Caspar-Keller schon wieder die Location: Die nächste Party findet in der Sonne statt, vor der große Banner sonst den aus Richtung Stralsund kommenden Gästen den Weg zur Ü30-Party weisen.

Neben dem vielleicht zuletzt bei der Fusion gehörten Berliner Alle Farben wird das DJ-Kollaborativ Thorsten Techon & Fredrik Funk angekündigt, das von Malmö bereits erste Grüße nach Greifswald schickte und Gästelistenplätze auslobte.

Nach dem verhältnismäßig früh angesetztem Ende der Party steigt in der Tschaika mit dem Lyricker Project die Afterhour.

Fakten: 08.07. | 23 Uhr | Zur Sonne | 7 EUR

DUNKEL: ADHERENCE VII MIT ERIC CLOUTIER (USA)

Im IKUWO darf derweil das dritte Booking aus New York binnen 6 Wochen verkündet werden. Den Rahmen dafür bietet die siebente Folge der Adherence-Reihe. Hinter dieser Serie stecken die DJs und Produzenten Silvio Marquardt, Sander Bekeschus, Patrick Boltze und Simon Trapp, die versuchen, ihre eigene – als mutig definierte Vorstellung elektronischer Musik – umzusetzen.

adherence cloutier„Mit Eric Cloutier spielt in dieser Nacht ein DJ, der diesem Gedanken spielend gerecht wird. Der New Yorker nimmt als Resident eine zentrale Rolle ein in einer der interessantesten Partyreihen auf dem Globus: The Bunker in Brooklyn. Voller Spannung erwarten wir Musik von einem anderen Kontinent, irgendwo zwischen Detroit und Dub Techno — Klänge mit Tiefgang und Seele.“

Auf dem eigentlichen Floor treten Sander Bekeschus, Eric Cloutier und Patrick Boltze nacheinander auf. In den anderen Räumen wird Silvio Marquardt das Programm diktieren.

Der New Yorker, der auf dem Weg von Berlin nach Eindhoven in Greifswald halt macht, versprüht via Facebook schon mal Vorfreude: there could potentially be a big surprise in it for everyone this friday night…

Fakten: 08.07. | 22 Uhr | IKUWO | 5 EUR

FRISCHLUFT: JULI IM FREIEN

Im letzten Jahr wurde unter dem Titel juliimfreien ein Open Air elektronischer Musik in Stadtnähe veranstaltet. Damals feierte man ausgelassen im Museumshafen. Am Sonntag wird die erfolgreiche Veranstaltung wiederholt, diesmal in der Nähe des Tierparks.

juli im freien greifswaldAuf den Rasenflächen in den Credner-Anlagen werden dann von 14 bis 22 Uhr die alten Technohasen neben den jungen Hüpfern des Genres grasen und sich gemeinsam des Sommers erfreuen.

Neben dem Brüderpaar Steffen und Silvio Marquardt werden Alex Q, Verschnibbt & Zugenäht, die drehfreude Kruse und Robin Große an das Pult treten und für Tanzbarkeit bei Tageslicht sorgen.

Zur angemeldeten Veranstaltung haben sich bei Facebook bis dato 231 Gäste angekündigt, ab 500 kommt eine Hundertschaft der Polizei dazu.

Fakten: 10.07. | 14 – 22 Uhr | Credner-Anlagen | Eintritt frei

SPRUNGHAFT: KRACH AM RYCK

Da juliimfreien nicht am Hafen stattfindet, ist dort Platz für den Big Jump. Europaweit sollen am Sonntag nämlich tausende Menschen anlässlich des europäischen Flussbadetags um Punkt 15 Uhr in die Fließgewässer ihrer Umgebung springen, um den Tag zu feiern und damit auf den Wert dieser Ökosysteme aufmerksam zu machen.

Wir stellen vor, wo der Ryck auf seinen 28 Kilometern entlang fließt und zeigen, wie groß das Gebiet ist, das ihn mit Wasser speist. Wir zeigen auch, wie wichtig der Ryck für die Stadt Greifswald, das Umland und für alle Lebewesen im Wasser selbst ist. Eine Grundschulklasse präsentiert Nachbildungen der heimischen Fischarten und die örtliche NABU e.V. Kindergruppe hat Informationsposter dazu erstellt.

Die Universität Greifswald präsentiert sich mit einigen Forschungsergebnissen, z.B. werden alternative Landnutzungskonzepte gezeigt, die auch im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie umsetzbar sind. Verschiedene Umweltverbände stellen anschaulich vor, was die Europäische Wasserrahmenrichtlinie ist und warum ihre Umsetzung nicht mehr länger auf sich warten lassen darf.

Schirmherr der Greifswalder Aktion ist der Umweltethiker Prof. Dr. Konrad Ott, Schirmgruppe die Greifswalder Band Krach. Nach der aktivistischen Abkühlung kann beim Ruderclub Hilda geduscht werden. Es wird kolportiert, dass die Stadtwerke das Spektakel gesponsort haben und ebenfalls in Sachen Promotion unterwegs sein werden. Angeblich sollen zahlreiche Picknick-Grills bei einem Torwandschießen zu gewinnen sein. Wer also die Zeiten der am Hafen zuviel benutzten Einweggrills hinter sich lassen will, kann hier draufhalten und zutreten.

Das kollektive Eintauchen ins Ryckwasser fand auch schon im Vorjahr statt, wurde dokumentiert und in eine Art Videotrailer für Sonntag verwandelt. Pack den Badeanzug ein!

Fakten: 10.07. | 15 Uhr | Museumshafen

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Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #5

Die Koeppentage werden eröffnet, im Landesmuseum diskutiert Norbert Lammert mit Günter Grass, die Insomnale bleibt schlaflos und wer HipHop mag, darf sich auf einen Affenzirkus freuen. Die wichtigen Akzente des anstehenden Wochenendes.

GEOKELLER: CAPTAIN PLANET & MAD GUYVER

geokeller hiphopIm Geographenkeller steigt am Freitag eine HipHop-Party unter der musikalischen Schirmherrschaft von Captain Planet und Mad Gyver.

Dazu gesellt sich noch ein weiterer DJ, der normalerweise im Dienste eines anderen Kollektivs agiert, aber heute Abend den Genreschalter umlegt und die Tech-House-Hi-Hat gegen Oldschool-Beats eintauscht.

Angekündigt werden eSwing, Hip Hop und Global Beats. Zwischen 22 und 23 Uhr ist der Eintritt frei.

Fakten: 17.06. | 22 Uhr | Geokeller | 0 (bis 23 Uhr) – 1,5 EUR

KOEPPENTAGE: LOBBYISMUS UND DAS TAUBE IM GRASS

Im Koeppenhaus beginnen indes die Koeppentage 2011, die mit einer Vernissage zur Ausstellung Treibhausatmosphäre im “Münchener Zimmer” feierlich eröffnet werden. Dem um 19 Uhr stattfindenden Empfang schließt sich um 20 Uhr eine Einführung in Koeppens Treibhaus an. Es referiert Martin Hielscher, der am gleichen Abend auch an einem Autorengespräch mit Michael Kumpfmüller teilnehmen wird. Kumpfmüller wird nach Hielschers Einführung aus seinem eigenen Roman Nachricht an alle (2008) lesen.

Fakten: 17.06. | 20 Uhr | Koeppen | 3/5 EUR

banner koeppentageAm Sonnabend werden dann zwei weitere Podiumsveranstaltungen präsentiert. Bereits ab 17 Uhr wird Thomas Leif, Vorsitzender von netzwerk recherche und Mitautor der Veröffentlichung Die fünfte Gewalt. Lobbyismus in Deutschland., mit Robert Ardelt (APCO Worldwide), Volker Heck (RWE), Jens Rocksien (Hochtief), Dr. Eva Högl (MdB, SPD), Petra Pau (Vizepräsidentin des Bundestages, DIE LINKE) und Sven Giegold (MdEP, DIE GRÜNEN und Attac) über Lobbyismus diskutieren.

Fakten: 18.06. | 17 Uhr | Koeppen | freier Eintritt

Um 20 Uhr geht es dann im Pommerschen Landesmuseum weiter, wo Literaturnobelpreisträger Günter Grass aus zuerst aus Grimms Wörter. Eine Liebeserklärung lesen wird, ehe er sich gemeinsam mit Bundestagspräsident Norbert Lammert das Podium teilt. Moderiert wird das Gespräch vom Journalisten Mathias Greffrath.

Fakten: 18.06. | 20 Uhr | Pommersches Landesmuseum | 6 / 10 EUR

INSOMNALE UND DIE NEUE SCHLAFLOSIGKEIT

insomnaleSeit zehn Tagen ist die Insomnale in den Hallen am Bahnhof eröffnet und zieht fortwährend Kunstinteressierte und solche, die es werden sollen, an.

Dieser Magnetismus soll auch am Wochenende wirken und die Insomnalen rufen die neue Schlaflosigkeit aus. Am späten Nachmittag soll mit den Philosophen gegrillt werden. Danach, um 21 Uhr, spielen Naked Neighbours on TV, ehe die Insomnale DJ Allstars schließlich tatsächlich die Nacht in den Tag verwandeln.

No Wave Noise by Naked Neighbours on TV

Fakten: 18.06. | ab 18 Uhr | Insomnale (Bahnhofstr.44) | freier Eintritt

TSCHAIKATTACK: FUNKY MONKEY OLDSCHOOL POWER

funky monkey flyerSchade, dass die Funky-Monkey-Party kurzfristig ihre Location verloren hat und nun nicht wie im Vorjahr den Ruderclub Hilda unsicher machen wird, sondern in die Tschaika verlegt werden musste.

Dort geht es bereits um 18 Uhr mit Aurora Bopa los, die vorerst noch draußen den Abend elektronisch einleitet.

Später wird das Spektakel dann in dem geliebt-gehassten Keller fortgeführt, wo schließlich die Lübecker Funk‘ Not Dead für oldschooligen HipHop-Funk-Mash sorgen werden.

Wer mit Affenmaske kommt muss übrigens keinen Eintritt zahlen. Go Ape!

Fakten: 18.06. | 18 Uhr | Tschaika | 3/4 EUR

Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #3

Dieses Wochenende ist verlängert, weswegen die Empfehlung der wichtigsten stattfindenden Veranstaltungen vorgezogen wird.

SOOKEE „PRO HOMO!“

Die Eröffnungsparty der Gender Bender Action Days wird passenderweise mit der Rapperin Sookee begangen. Das passt gut, denn die Wahlberlinerin mit Mecklenburger Wurzelwerk führt in der männlich dominierten HipHop-Szene ein geschlechterminoritäres Nischendasein.  Sie tritt gemeinsam mit Refpolk von der HipHop-Formation (Schlagzeiln) auf. Anschließend werden TAPETE & Crying Wölf spielen.

„Sookee aka Quing of Berlin versteht Rap als Mittel der Kommunikation und nicht als selbstdarstellerisches Rumgepose.

Ihre Texte setzen sich kritisch mit aktuellen Herrschaftsverhältnissen und Geschlechterrollenvorstellungen auseinander. Ihre Botschaft: Jede_r kann Quing sein!“

Mehr Informationen zu den Gender Bender Action Days im vorgestern veröffentlichten Überblick. Als Videoempfehlung sei die extended version ihres Stücks Pro Homo empfohlen.

Nach den Konzerten heißt die Devise: Party statt Rumgemacker!

Fakten: 02.06. | 21 Uhr | IKUWO | 5 EUR + Spende

E-DUB IN DER TSCHAIKA

adherence greifswald tschaika

Die Veranstaltungsreihe Adherence hält am Freitag wieder einmal Einzug in der Tschaika und bietet  dort kostenlose Unterhaltung auf kleinstem Raum.

An den Decks werden sich die beiden DJ Gregor Haeder und der unter einem Alias auftretende Sidub abmühen. Es wird elektronische Musik mit „Mut zum Experiment“ angekündigt. Die nunmehr in sechster Folge stattfindende Adherence-Reihe versucht, sich den Erwartungshaltungen des Publikums zu entziehen und auf eigene Spielart die Grenzen des Genres auszuloten.

Fakten: 03.06. | 22 Uhr | Tschaika | Eintritt frei

UMSONST & DRAUSSEN: DAS HOFFEST BEI DER GERMANISTIK

Wie auch schon in den vergangengen Jahren organisieren die Fachschaften der Deutschen Philologie und der Rechtswissenschaften ein gemeinsames Hoffest und realisieren damit die größte studentische Draußen-Sause dieser Art in Greifswald. Hierfür haben via Facebook schon mehr als 620 Leute ihr Kommen angekündigt.

hoffest greifswald

Wer keine Platzangst kennt, auf Fortbewegung im Schneckentempo steht und das Bad in der angetrunkenen Menge sucht, ist bei der kostenlosen Veranstaltung genau richtig. Das begleitende Musikprogramm wird von den lokalmatadorischen Offbeatlern Krach bestritten. Außerdem wurde der Singer/Songwriter Martingo verpflichtet. Das Line-Up wird von der Rockband Lord Bishop Rocks und den Sprechsingenden Smith & Smart komplettiert.

Außer der Konzertbühne wird auch eine DJ-Zone eingerichtet, auf der Selectah Basti und verschnibbt & zugenäht Beat und Tempo diktieren werden, ehe die eintreffende Polizei für ein vorzeitiges Ende der Veranstaltung sorgen wird.

Fakten: 04.06. | ab 17 Uhr | Dt. Philologie (Rubenow Str.3)

GENDERBENDER GLITZERGEBALLER

Eine der möglichen Aftershow-Alternativen nach dem Hoffest bieten die Gender Bender Action Days im IKUWO an, wo S.U.P.A. und Frau_bruch dafür sorgen werden, dass sich niemand ernster nehmen muss, als sie ist. Angekündigt als 90ies Chart-Art-Partey darf man Hemmung statt Hirn am Einlass abgeben und im erwünschten „crazy dressup“ selbst ein Glanz werden.

Bend your gender and fuck the norm!

Fakten: 04.06. | 22 Uhr | IKUWO | 3 EUR + Spende

Polyform: Mehr Queerness in Greifswald!

Sichtbare (sub)kulturelle Impulse einer Szene, die sich im weitesten Sinne als queer verstehen lässt, sind in Greifswald rar und die Suche nach entsprechenden Veranstaltungen gestaltet sich häufig frustrierend und wenig vielversprechend. Die einzige feste Institution dieser Art stellt die Gender Trouble Partyreihe dar, die regelmäßig im Kontorkeller stattfindet, aber von vielen Leuten als lieblos und uninspiriert kritisiert wird.

polyformMit der neuen Veranstaltungsreihe Polyform wird nun ein neuer Akzent in dieser Sache gesetzt. Am Sonnabend findet in der Tschaika der Auftakt statt – die Zusammenkunft wird explizit als „queere Elektroparty“ beworben und ist an alle „Queers, Gays, Lesbians, Transgender, Genderbender, Kings and Queens and all their friends“ adressiert.

Das deutliche Label dieser Party ist ein feiner Zug und zeigt, dass der offensichtliche Bedarf an – im weitesten Sinn – queeren Angeboten in der Stadt erkannt wurde und man sich anschickt, diesen auch zu bedienen. Spannend bleibt natürlich die Frage, was und vor allem wieviel über die bloße Zuschreibung queer hinausgeht und damit diese Party von anderen Elektroparties unterscheidet.

In diesem Sinne hoffnungsfroh: Für mehr Queerness in Greifswald!

Fakten: 14.05. | 23 Uhr | Tschaika (Keller Slawistik) | 1,50 EUR

Der Polenmarkt 2010 beginnt

Seit nunmehr zwölf Jahren findet in Greifswald der Polenmarkt statt und mit ihm hält wieder eine Fülle von Konzerten, Ausstellungen, Lesungen, Filmvorführungen und Partys in der Stadt Einzug.

Ähnlich dem Nordischen Klang richtet auch dieses Festival seinen Blick auf eine Region, einen Kulturraum, und versucht nach eigener Aussage „eine avangardistische und inspirierende Visitenkarte des Nachbarlandes zu kreieren“.

PROGRAMMATISCHE VIELFALT – VIELFÄLTIGE PROGRAMMATIK

polenmarkt greifswald coverWie dieses Anliegen in der Praxis gelingt, darüber gibt das wunderbar illustrierte und liebevoll gestaltete Programmheft Aufschluss, das auch in digitaler Form dargereicht wird.

Die Veranstaltungen sind auf viele Kulturräume der Stadt verteilt und der diesjährige Polenmarkt wird abwechselnd von der Medienwerkstatt, dem Pommerschen Landesmuseum, dem IKUWO, dem Antiquariat Rose, der Tschaika, dem St. Spiritus, dem Fallada- und dem Koeppenhaus beheimatet. Zwei Programmpunkte finden sogar in Stralsund statt.
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Die programmatische Vielfalt reicht dabei vom Pianisten mit Weltruhm, Andrzej Jagodziński, über die Punkbands Dead Yuppies und Narkolepsja aus Wrocław bis zum Electro-Ethno-Dancehall-Kombinat Masala aus Warszawa oder den aus Szubin stammenden Jazz-Freigeistern Contemporary Noise Sextet.

Neben Kulturveranstaltungen im klassischen Sinn wird es aber zum Beispiel auch eine Art Informationsbörse für Interessierte, die an einer polnischen Universität studieren wollen, geben. Und ganz gewiss wird auch dezidiert auf das Polonicum, ein vor kurzem eingerichtetes, zweisemestriges Zusatzstudium, hingewiesen werden.

LÄNGSTER POLENMARKT SEIT BESTEHEN

Daneben werden insgesamt acht Filmvorführungen offeriert, unter anderem der in der Kategorie Bester Dokumentarkurzfilm für den Oscar nominierte Berliner Mauerhasen, der von Kaninchen handelt, die in der unmittelbaren Nähe der Berliner Mauer lebten; Parallelen zur DDR-Bevölkerung werden in der „brilliant geschmiedeten Allegorie“ offenkundig.

Polenmarkt Cartoon

Noch nie war ein Polenmarkt so lang – ganze sechzehn (!) Tage wird Greifswald von den vielversprechenden Veranstaltungen beseelt werden, die einen sehr gelungenen Mix aus verschiedenen Regionen und Szenen erwarten lassen und unbedingt als „eine avangardistische und inspirierende Visitenkarte“ Polens funktionieren. Dafür ist dem Team hinter dem Polenmarkt schon vorab ein großes Dankeschön und Respekt für die bis hierher geleistete Arbeit auszusprechen.

Ab Donnerstag wird der Polenmarkt auch auf dem Fleischervorstadt-Blog das Thema schlechthin sein. Hier werden die wichtigsten Veranstaltungen angekündigt und wenn möglich auch dokumentiert. Ab morgen heißt dann also die Devise an den Tresen dieser Stadt Tyskie statt Lübzer oder Becks, in diesem Sinn: Na zdrowie!