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Posts Tagged ‘Verschnibbt und Zugenäht’

Das wird der Untergang!

Friday, December 21st, 2012

Heute Nacht findet im IKUWO die vorletzte Sause des Jahres statt. Gemeinsam mit der lokalen Sektion der Hedonistischen Internationalen wird zur großen Untergangsparty eingeladen.

Eigentlich kann und will man nichts mehr davon hören. Ein Weltuntergangsratgeber jagt im Netz die nächste Handlungsanweisung für das Ende des Maya-Kalenders. SpiegelOnline betreibt sogar einen Live-Ticker und alle sind wie im Fieber.

weltuntergang mayaDie HIHGW ist da etwas pragmatischer und stellt die Lust an der eigenen Lust in den Vordergrund: “Wenn ich nicht tanzen kann, ist es nicht mein Weltuntergang”.

Für das musikalische Begleitprogramm ist neben den “apokalyptischen Plattenreiter:innen der HI-All-No-Stars, die mit höllischer Maschinenmusik für uns den Final Countdown einläuten”, auch der Live-Elektro-Act Jang zuständig.

Wer gerne zu Bummms und Bi durch die Nacht gleitet, sollte heute Abend auf jeden Fall dabei sein — die Alternativen sind rar und vielleicht wird es ja doch noch der letzte Tanz vor dem bitteren Ende.

Fakten: 21.12. | IKUWO | 22 Uhr | 3 EUR (5 EUR ab 23.30 Uhr)

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Pop am Wochenende: Feine Sahne Fischfilet “Scheitern und Verstehen”

Monday, October 29th, 2012

Die Reihe “Pop am Wochenende” versammelt Greifswalder Musikgeschichte und hält über das klangliche Gegenwartstreiben in der wilden Provinz auf dem Laufenden.

feine sahne fischfilet(Foto: Ole Olé)

Vom ländlichen Raum auf den Titel der taz — was im letzten Monat mit der Band Feine Sahne Fischfilet geschehen ist, hatte wohl niemand auf dem Schirm gehabt. In knapp zwei Wochen wird das neue Album Scheitern und Verstehen beim Hamburger Elektro-Indie-Label Audiolith erscheinen, doch schon jetzt steht fest, dass Feine Sahne Fischfilet mit dieser Veröffentlichung einen unheimlich großen Schritt nach vorne gegangen sind.

AMTLICH GEPRÜFT: DIE GEFÄHRLICHSTE BAND VORPOMMERNS (more…)

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Pop am Wochenende: Lumières Claires – “Please Don’t Focus On My Mistakes. Please Don’t Focus On My Mistakes. Reworks”

Saturday, September 15th, 2012

von Ferdinand Fantastilius

Es gibt Menschen, die rechnen die Produktionszeit ihrer Musik in Stunden, manchmal schon nur Minuten. Und es gibt Menschen, die schrauben Wochen, Monate, Jahre an der Entstehung ihrer Kunstwerke. Beiden — egal also, ob funktionalmusikalisch fokussierter Beatbastelei oder sogenannt analoger, inniger Ewigtüftelei — liegt das Potential zum Zweifeln und zum Scheitern inne.

MUT ZUM KREATIVEN MAKEL, ODER: FEHLER ALS ANTRIEB

Die Patternschrauber schieben Stunde um Stunde an Effektknöpfen und Filterleveln umher, die Leute mit den echten Instrumenten sinnieren, jammen, eruieren und skizzieren nächtelang am vermeintlich perfekten Song. Und doch will es manchmal nicht gelingen. Irgendwas läuft krumm und schief, es schnurrt und groovt nicht, man kommt nicht richtig rauf auf den Gaul des genial-elementaren Daueraugenblicks — die eigene Idee, die sich im Kopf als zielführende Vision in Form eines anmutigen Einhorns festgesetzt hat, entpuppt sich als lahmer Esel, müde stolpernd, sturhufig herumeiernd, nach einer schöpferischen Rast japsend.

Lumières Claires: ihre Musik ist “Frucht von gesunder Bescheidenheit und nährenden Selbstzweifeln."

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Alle Arten kreativer Odysseen unterliegen letztlich dieser Möglichkeit zum musischen Schiffbruch. Jedoch, dies sind nicht etwa Fehler in irgendeinem System, es ist nichts Falsches daran — es sind die steinernen Hürden, die einen immer irgendwie weitermachen, weiterwuchten, ja manchmal weiterwüten lassen. Und hieraus entstehen sie: die glanzvollen Lichtmomente im Alltag der Irgendwiekunstschaffenden.

HINGABE AN DAS SCHÖNE IM SCHEITERN

Mit dem Leuchten und den vermeintlichen Fehlern beschäftigen sich auch die Lumières Claires. Im Januar 2009 veröffentlichte das lichtvoll benannte Folk-Duo aus Greifswald/Hamburg sein Album Please Don’t Focus On My Mistakes. Please Don’t Focus On My Mistakes. Die darauf enthaltenen zehn Stücke waren das Resultat mehrer Herbste, die böig ins hiesige Flachland fielen. Die Songs durften über Jahre reifen. Man hatte nebenbei schließlich auch andere Dinge zu tun — Studium, Nachtleben, Saufen, maulgusseiserne Hufbeschlagung der eigenen Adoleszenz, all sowas.

In kompletter Eigenregie wurden daheim die wildesten Kabelsalate aufgebaut, um alle Instrumente mit genau diesem Sound aufzunehmen, den die Lumières im Sinn hatten. Hölzern sollte es sein, das oft bemühte Wort der “Knarzigkeit” kann man hier ins Feld führen. Knarzig im Sinne des Geräusches von arbeitendem Holz, wie das Gebälk der Greifswalder Laubenwohnung, in der die Aufnahmen stattfanden. Fehler – wie sie im Albumnamen, mit der Bitte, sich nicht auf sie zu fokussieren, genannt sind – waren, bei allem Perfektionismus, immer immanent und niemals verschwiegen. Gerade die menschgemachten Verschiebungen, Unreinheiten und minimalen Taktausfälle sind es doch, die der Musik ihr Leben geben.

lumieres claires kabel

(Foto: Nico Schruhl)

Die Lumières Claires beschäftigen sich jedoch nicht nur mit Fehlerhaftem beziehungsweise charmantem Stolpern auf musikalischer Ebene – ihre Lieder sind Ausdrücke einer Hingabe an das Schöne im Scheitern, an all die Ungeschicktheiten im Zwischenmenschlichen. Ihre Lieder geben ungesagten und bereuten Worten, zerstreuten Küchentisch-Briefen von der eigenen Ich-Insel, einen musikalischen Umschlag.

Im selbst gefertigten Siebdruck-Cover visualisierte sich das als Sprechblasen, die sich gegenüberstehen, jedoch auch kreuzen, überschneiden, ineinander versinken, sich Stücke von Erinnerung in ihrer Dopplung wiederholbar machen – mit allen impliziten Fehlern.

Der Titel ihres Albums deutet es schon an: ihre Musik ist “Frucht von gesunder Bescheidenheit und nährenden Selbstzweifeln”, wie es in einer Rezension heißt, die unter dem Titel Fehler richtig machen in der Kulturzeitschrift PNG – Persona Non Grata erschien. Die Lumières Claires sind Leuchtende und keine Blender.

FEHLER RICHTIG REINTERPRETIEREN

Nico Schruhl und Christin Schalko feiern die Fehler eben, wie sie fallen. In der Liedfolge des Originals werden die zehn Stücke des Albums nun, drei Jahre später, als Neuinterpretationen auf dem Album Please Don’t Focus On My Mistakes. Please Don’t Focus On My Mistakes. Reworks veröffentlicht.

(more…)

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Sommertragödie im Mensaclub: Baadantog oder Tittbüdel?

Thursday, July 19th, 2012

Eine Szene, wie sie sich fast jeden Tag in Greifswald abspielen könnte: Ein mehr oder weniger frisch immatrikulierter Student — nennen wir ihn einfachheitshalber Markus Kraushaar (MK) — will sich zerstreuen und erkundigt sich bei einem der zahlreichen hilfsbereiten und stets freundlichen Vorpommern — verständigen wir uns bei diesem hier auf einen Hans Dampf (HD) — nach den Möglichkeiten, auszugehen.

BEER FÖR’N APPEL UN EI UN AM ENN’ KRIEGT NOCH EENER WAT VOER’T GATT 

MK: Hallo, du kennst dich doch in Greifswald aus. Was läuft hier eigentlich dieses Wochenende?

HD: Tach. Am Sünnabend is een gooden Sommergelaag.

MK: Sommerparty klingt hervorragend! Wo steigt die denn, im Strandbad Eldena?

HD: Mien Soeten, vonwägen, klor is dee binnen vör, kiek doch rut!

mensaclub sommerparty(Foto: mit freundlicher Genehmigung von Tobias Dahms)

MK: Ach herje, du meinst doch bitte nicht die Sommerparty vom Mensaclub? Wurden die nicht vor Jahren mit den Worten “anspruchslose Party für anspruchslose Leute” oder so ähnlich sogar im UNISPIEGEL zitiert ?

HD:  Wieso, gift dor doch alls, wat du brukst: Beer för’ n Appel un Ei, döstige Frünn’ und Deern mit ordentlich Holt vör de Döör. Un am Enn’ kriegt noch eener wat voer´t Gatt!

EN LÜTTEN TICK DÖÖSBATTELIG 

MK: Auf dem Flyer steht, dass Frauen, die da im Badeanzug antanzen, freien Eintritt kriegen. Was soll der Scheiß denn?

HD:  Nee, im Baadantog sallen dee nich intrudeln, um dee Tittbüdel geiht dat, dormit dee breidbeenigen Bengels marken, dat Sommer is.

MK: Das ist so platt wie dein Dialekt und außerdem ganz schön sexistisch. Dabei sind das doch alles Studierende, wieso denken die sich denn bloß so einen Unfug aus?

mensaclub greifswald logoHD: Mak di nich inne Büx. Dat deit nix, of Hoochschoeler or nich, en lütten Tick döösbattelig sünd dee uk mit ‘n Afsluss anne Universität. Kannst froh sien, dat du dee Beerbuuken der Dussels nich ook noch ankieken möötst!

MK: Meine Party wird das ganz bestimmt nicht und ich überlege mir was Vernünftigeres. Am Sonnabend ist doch die Soliparty für den Slutwalk in Berlin, mit dem gegen Vergewaltigungsmythen demonstriert wird, Stichwort: “Was trägt sie auch so ein kurzes Kleid”.

HD:  Dat kümmt so hen. Un da sien auch Sünndag in dee Fröh um Klock söben die beeden Griepswolder Luusbengels von Verschnibbt & Zugenäht und maken dee Danz op de Deel in dee Schankstuuv ://about blank.

MK: Na denn man tau!

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Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #18

Thursday, January 5th, 2012

Wenn’s dunkel ist, werd’ ich dann meine Boots rausholen / und selbst schauen, was da draußen so geht / Ich werd’ schnell merken, sie haben uns mehr als die Straße gestohlen / und das sagt da jemand, der on the road klebt / This is no adventure, not even a trip /This is DMD KIU LIDT / Ich bin dann also wirklich rausgegangen / Mir war mehr kalt als heiß, aber gut / Es hat sich gelohnt nochmal anzufangen /Es ist doch nichts schöner, wenn man’s teilt, als die Wut / Und ich rauch’ mir eine an und ich schau’ mich mal um / Ja, es stimmt, auf Susis Parties / sind die schönsten Jungs am tanzen und die coolsten sowieso.*

kurze wege lange nächte

Abwechslungsreiche Zerstreuungsangebote für ein schlafloses Wochenende in der vermeintlichen Kleinstadtprovinz: Da kündigt sich mit Hjalti Þorkelsson Besuch aus Island an, den Minimalisten steht eine Abgesandtschaft von Pan-Pot ins House, Captain A-Harp & The Blues Whales feiern endlich ihre Precord-Release-Party und dann ist da noch als programmatischer Höhepunkt Notwist-Elektrifizierer Acid Pauli im Roten Salon. Bildet euch, bildet andere, bildet Ausgehbanden!

VON FÜCHSEN UND BLUES-WALEN

klex prerelease

Was ist eigentlich unter einer Precord-Release-Party zu verstehen? Das Umdrehen klassischer Produktionsketten? Erst hinfallen und dann stolpern? Ganz egal, denn die Greifswalder Southern-Rock-Band  Captain A-Harp & the Blues Whales rufen pünktlich auf die Minute das Jahr des Wales aus und laden ins Klex ein.

Gemeinsam mit der beischläfrigen Rockband Reinstecke Fuchs und dem Projekt Hustig Kittler wird die Release-Party zur nicht aufgenommenen Platte vorgezogen. Blues statt Bumms und Bier am Tresen anstelle einer technoiden Aftershow!

Fakten: 06.01. | 20 Uhr | KLEX | 4 EUR

WELTGEREISTER MINIMALIST ZU GAST BEI FREUNDEN

pan pot flyerDie kommerzielle Veranstaltungsreihe Zu Gast bei Freunden bricht am Freitag ebenfalls über die Stadt herein, und zwar bereits zum 45. Mal. Freundinnen kantenfreier elektronischer Sounds zwischen Minimal und House dürfen sich auf Pan-Pot freuen — zumindest auf den Teil des Kollektivs, der sich auf den Weg nach Greifswald begeben wird.

Pan-Pot, das sind inzwischen die beiden Produzenten Tassilo Ippenberger und Thomas Benedix, die auf Anja Schneiders Mobilee-Label veröffentlichen und 2007 mit ihrer Veröffentlichung Pan-O-Rama ihren Durchbruch erlebten. Seitdem füllen sie die Hallen mit den Sounds aus ihren Laptops. Sonst zu zweit unterwegs, wird am Freitag vermutlich nur der heilige Benedix an den Reglern stehen.

Den Anfang wird Riccardo Lieblich machen, von 2-4 soll Pan-Pot auf den Plan treten, ehe Somatic und Mark Synthi die letzten Gäste in tiefsten Schlummer wiegen werden.

Fakten: 06.01. | 23 Uhr | TV-Club

DAS GELOCKTE GENIE: ACID PAULI IM ROTEN SALON

Der Rote Salon beginnt das Jahr 2012 mit einem herausragenden Booking: Acid Pauli beehrt die Stadt. Der Tausendsassa, der auf den bürgerlichen Namen Martin Gretschmann hört, wird vielen als Cut’nClick-Elektrifitzler der deutschen Überband The Notwist bekannt sein, zu der er Ende der Neunziger Jahre, pünktlich vor Aufnahme der Melancho-Jazz-Art-Platte Shrink (1998), stieß.

acid pauli console(Foto: ©Gerald von Foris)

Der Soundtüftler agiert aber nicht nur bei den Weilheimern unter dem Pseudonym Console, sondern veröffentlichte zwischen 1997 und 2010 nicht weniger als 14 Alben unter diesem Namen und scharte für den Live-Betrieb eine Band um sich. Während die oben aufgeführten Pan-Pot 2007 ihr Pan-O-Rama veröffentlichten, hatte Console dieses Feld schon 10 Jahre früher mit seinem Album Pan Or Ama längst bestellt. Ein alter Hase, ein Klangfuchs, ein gelocktes Genie, ein Heiliger! (more…)

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Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #7

Friday, July 8th, 2011

Dieses Wochenende bietet Freundinnen elektronischer Musik ein vergleichsweise üppiges und hochwertiges Party-Ensemble, das in bester Umsonst-und-Draußen-Manier erst am Sonntagabend ausklingen wird, wenn in den Credner-Anlagen das Juliimfreien wiederholt wird.

SONNIG: ALLE FARBEN, THORSTEN TECHON & FREDRIK FUNK

fredrik funk dj

Die Veranstaltungsreihe Roter Salon bleibt auf Nomadenkurs und wechselt nach dem Umzug vom TV Club in den Caspar-Keller schon wieder die Location: Die nächste Party findet in der Sonne statt, vor der große Banner sonst den aus Richtung Stralsund kommenden Gästen den Weg zur Ü30-Party weisen.

Neben dem vielleicht zuletzt bei der Fusion gehörten Berliner Alle Farben wird das DJ-Kollaborativ Thorsten Techon & Fredrik Funk angekündigt, das von Malmö bereits erste Grüße nach Greifswald schickte und Gästelistenplätze auslobte.

Nach dem verhältnismäßig früh angesetztem Ende der Party steigt in der Tschaika mit dem Lyricker Project die Afterhour.

Fakten: 08.07. | 23 Uhr | Zur Sonne | 7 EUR

DUNKEL: ADHERENCE VII MIT ERIC CLOUTIER (USA)

Im IKUWO darf derweil das dritte Booking aus New York binnen 6 Wochen verkündet werden. Den Rahmen dafür bietet die siebente Folge der Adherence-Reihe. Hinter dieser Serie stecken die DJs und Produzenten Silvio Marquardt, Sander Bekeschus, Patrick Boltze und Simon Trapp, die versuchen, ihre eigene – als mutig definierte Vorstellung elektronischer Musik – umzusetzen.

adherence cloutier

“Mit Eric Cloutier spielt in dieser Nacht ein DJ, der diesem Gedanken spielend gerecht wird. Der New Yorker nimmt als Resident eine zentrale Rolle ein in einer der interessantesten Partyreihen auf dem Globus: The Bunker in Brooklyn. Voller Spannung erwarten wir Musik von einem anderen Kontinent, irgendwo zwischen Detroit und Dub Techno — Klänge mit Tiefgang und Seele.”

Auf dem eigentlichen Floor treten Sander Bekeschus, Eric Cloutier und Patrick Boltze nacheinander auf. In den anderen Räumen wird Silvio Marquardt das Programm diktieren.

Der New Yorker, der auf dem Weg von Berlin nach Eindhoven in Greifswald halt macht, versprüht via Facebook schon mal Vorfreude: there could potentially be a big surprise in it for everyone this friday night…

Fakten: 08.07. | 22 Uhr | IKUWO | 5 EUR

FRISCHLUFT: JULI IM FREIEN

Im letzten Jahr wurde unter dem Titel juliimfreien ein Open Air elektronischer Musik in Stadtnähe veranstaltet. Damals feierte man ausgelassen im Museumshafen. Am Sonntag wird die erfolgreiche Veranstaltung wiederholt, diesmal in der Nähe des Tierparks.

juli im freien greifswaldAuf den Rasenflächen in den Credner-Anlagen werden dann von 14 bis 22 Uhr die alten Technohasen neben den jungen Hüpfern des Genres grasen und sich gemeinsam des Sommers erfreuen.

Neben dem Brüderpaar Steffen und Silvio Marquardt werden Alex Q, Verschnibbt & Zugenäht, die drehfreude Kruse und Robin Große an das Pult treten und für Tanzbarkeit bei Tageslicht sorgen.

Zur angemeldeten Veranstaltung haben sich bei Facebook bis dato 231 Gäste angekündigt, ab 500 kommt eine Hundertschaft der Polizei dazu.

Fakten: 10.07. | 14 – 22 Uhr | Credner-Anlagen | Eintritt frei

SPRUNGHAFT: KRACH AM RYCK

Da juliimfreien nicht am Hafen stattfindet, ist dort Platz für den Big Jump. Europaweit sollen am Sonntag nämlich tausende Menschen anlässlich des europäischen Flussbadetags um Punkt 15 Uhr in die Fließgewässer ihrer Umgebung springen, um den Tag zu feiern und damit auf den Wert dieser Ökosysteme aufmerksam zu machen.

Wir stellen vor, wo der Ryck auf seinen 28 Kilometern entlang fließt und zeigen, wie groß das Gebiet ist, das ihn mit Wasser speist. Wir zeigen auch, wie wichtig der Ryck für die Stadt Greifswald, das Umland und für alle Lebewesen im Wasser selbst ist. Eine Grundschulklasse präsentiert Nachbildungen der heimischen Fischarten und die örtliche NABU e.V. Kindergruppe hat Informationsposter dazu erstellt.

Die Universität Greifswald präsentiert sich mit einigen Forschungsergebnissen, z.B. werden alternative Landnutzungskonzepte gezeigt, die auch im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie umsetzbar sind. Verschiedene Umweltverbände stellen anschaulich vor, was die Europäische Wasserrahmenrichtlinie ist und warum ihre Umsetzung nicht mehr länger auf sich warten lassen darf.

Schirmherr der Greifswalder Aktion ist der Umweltethiker Prof. Dr. Konrad Ott, Schirmgruppe die Greifswalder Band Krach. Nach der aktivistischen Abkühlung kann beim Ruderclub Hilda geduscht werden. Es wird kolportiert, dass die Stadtwerke das Spektakel gesponsort haben und ebenfalls in Sachen Promotion unterwegs sein werden. Angeblich sollen zahlreiche Picknick-Grills bei einem Torwandschießen zu gewinnen sein. Wer also die Zeiten der am Hafen zuviel benutzten Einweggrills hinter sich lassen will, kann hier draufhalten und zutreten.

Das kollektive Eintauchen ins Ryckwasser fand auch schon im Vorjahr statt, wurde dokumentiert und in eine Art Videotrailer für Sonntag verwandelt. Pack den Badeanzug ein!

Video (0:16)

Fakten: 10.07. | 15 Uhr | Museumshafen

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Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #3

Thursday, June 2nd, 2011

Dieses Wochenende ist verlängert, weswegen die Empfehlung der wichtigsten stattfindenden Veranstaltungen vorgezogen wird.

SOOKEE “PRO HOMO!”

Die Eröffnungsparty der Gender Bender Action Days wird passenderweise mit der Rapperin Sookee begangen. Das passt gut, denn die Wahlberlinerin mit Mecklenburger Wurzelwerk führt in der männlich dominierten HipHop-Szene ein geschlechterminoritäres Nischendasein.  Sie tritt gemeinsam mit Refpolk von der HipHop-Formation (Schlagzeiln) auf. Anschließend werden TAPETE & Crying Wölf spielen.

“Sookee aka Quing of Berlin versteht Rap als Mittel der Kommunikation und nicht als selbstdarstellerisches Rumgepose.

Ihre Texte setzen sich kritisch mit aktuellen Herrschaftsverhältnissen und Geschlechterrollenvorstellungen auseinander. Ihre Botschaft: Jede_r kann Quing sein!”

Mehr Informationen zu den Gender Bender Action Days im vorgestern veröffentlichten Überblick. Als Videoempfehlung sei die extended version ihres Stücks Pro Homo empfohlen.

Video (07:20)

Nach den Konzerten heißt die Devise: Party statt Rumgemacker!

Fakten: 02.06. | 21 Uhr | IKUWO | 5 EUR + Spende

E-DUB IN DER TSCHAIKA

adherence greifswald tschaika

Die Veranstaltungsreihe Adherence hält am Freitag wieder einmal Einzug in der Tschaika und bietet  dort kostenlose Unterhaltung auf kleinstem Raum.

An den Decks werden sich die beiden DJ Gregor Haeder und der unter einem Alias auftretende Sidub abmühen. Es wird elektronische Musik mit “Mut zum Experiment” angekündigt. Die nunmehr in sechster Folge stattfindende Adherence-Reihe versucht, sich den Erwartungshaltungen des Publikums zu entziehen und auf eigene Spielart die Grenzen des Genres auszuloten.

Fakten: 03.06. | 22 Uhr | Tschaika | Eintritt frei

UMSONST & DRAUSSEN: DAS HOFFEST BEI DER GERMANISTIK

Wie auch schon in den vergangengen Jahren organisieren die Fachschaften der Deutschen Philologie und der Rechtswissenschaften ein gemeinsames Hoffest und realisieren damit die größte studentische Draußen-Sause dieser Art in Greifswald. Hierfür haben via Facebook schon mehr als 620 Leute ihr Kommen angekündigt.

hoffest greifswald

Wer keine Platzangst kennt, auf Fortbewegung im Schneckentempo steht und das Bad in der angetrunkenen Menge sucht, ist bei der kostenlosen Veranstaltung genau richtig. Das begleitende Musikprogramm wird von den lokalmatadorischen Offbeatlern Krach bestritten. Außerdem wurde der Singer/Songwriter Martingo verpflichtet. Das Line-Up wird von der Rockband Lord Bishop Rocks und den Sprechsingenden Smith & Smart komplettiert.

Außer der Konzertbühne wird auch eine DJ-Zone eingerichtet, auf der Selectah Basti und verschnibbt & zugenäht Beat und Tempo diktieren werden, ehe die eintreffende Polizei für ein vorzeitiges Ende der Veranstaltung sorgen wird.

Fakten: 04.06. | ab 17 Uhr | Dt. Philologie (Rubenow Str.3)

GENDERBENDER GLITZERGEBALLER

Eine der möglichen Aftershow-Alternativen nach dem Hoffest bieten die Gender Bender Action Days im IKUWO an, wo S.U.P.A. und Frau_bruch dafür sorgen werden, dass sich niemand ernster nehmen muss, als sie ist. Angekündigt als 90ies Chart-Art-Partey darf man Hemmung statt Hirn am Einlass abgeben und im erwünschten “crazy dressup” selbst ein Glanz werden.

Bend your gender and fuck the norm!

Fakten: 04.06. | 22 Uhr | IKUWO | 3 EUR + Spende

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