Junggesellenabschied

Eine Impression vom scheinbar ganz normalen Treiben auf dem hiesigen Weihnachtsmarkt: Ein offensichtlich bald-nicht-mehr-Junggeselle feiert mit Arbeitskollegen, Vereinskameraden oder Nachbarn seinen persönlichen Lebensabschnittsabschied. Ein Tässchen Glühwein reichte, um Ursula kennenzulernen.
Dass Ursula Ausdruck sexistischen Denkens und patriarchialer Gesellschaftsstrukturen ist, bleibt an dieser Stelle unbestritten und muss nicht weiterführend diskutiert werden. Spannender finde ich die Frage, ob Ursulas Hautfarbe eher Resultat einer multikulturellen Gesellschaft ist oder ob wir das als besonders chauvinistische Pervertierung bewerten sollten.

Werbung

Das hier interessiert dich vielleicht auch noch:

4 Gedanken zu „Junggesellenabschied

  1. der beitrag ist uralt, dennoch vielen dank für deinen kommentar. und zur erklärung: gummipuppen sind an sich schon sexistisch. und ethnische merkmale einzubauen, als exotika zu verkleiden, finde ich rassistisch.

    interethnische liebe finde ich nicht sexistisch, sondern genauso berechtigt und schön, wie selbige zwischen homoethnischen menschen.

  2. Manche Themen sind halt nie uralt – wie der Kommentar bestätigt 😛

    Was dann genau der Unterschied zwischen Gummipuppen und einem Wachsfigurenkabinett ist, wäre noch zu untersuchen. Es sei denn, ein solches ist Deiner Meinung nach ebenfalls sexistisch.

    Meines Erachtens ist es immer die Einstellung, die entscheidend ist, nicht das Medium oder gar das Material. Eine Lesbe kann einer anderen gegenüber sexistisch sein – und dabei sind doch Geschlecht, Rasse, und sonstige „Merkmale“ alle gleich.

    Daher halte ich meine Aussage aufrecht, dass eine braune Gummipuppe nicht an sich sexistisch sein kann, sondern nur die Assoziationen, die sich in „kranken Köpfen“ abspielt.

  3. „Daher halte ich meine Aussage aufrecht, dass eine braune Gummipuppe nicht an sich sexistisch sein kann, sondern nur die Assoziationen, die sich in “kranken Köpfen” abspielt.“

    jede gummipuppe ist als solche schon sexistisch, weil sie weiblichkeit auf 1-3 körperöffnungen reduziert und die dauerhafte verfügbarkeit der frau suggeriert. gummipuppen sind projektionsfläche (zumeist männlicher) sexualphantasien, die sich vor allem über codes wie macht und herrschaft ausdrücken.
    wachsfiguren unterscheiden sich in der regel von gummipuppen durch kleidung und dadurch, dass sie eben nicht auf körperöffnungen und sexualität reduziert werden.

    die ursprünglich (und etwas naiv) gestellte frage ist ja, ob durch die betonung des ethnischen unterschiedes sich zum sexistischen motiv auch noch ein chauvinistisches gesellt.

    trotzdem danke für deine antwort. deine verlinkte seite erscheint mir übrigens von der gleichen coleur zu sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.