Neopatriotismus & Massenkonsum Teil 2

Wie schon im vorherigen Beitrag angedeutet, sollen die nebensportlichen WM-Vorbereitungen dokumentiert werden. Ich ärgere mich ja auch über den Ausverkauf diverser Subkulturen. Zum Beispiel ist es keine Schwierigkeit, nach dreißig Minuten im H&M als nagelneuer Punker das Geschäft zu verlassen. Gerade die Punks erwecken da in mir viel Mitleid. Das Konzept, sich auch optisch in Fundamentalopposition zur Gesellschaft zu positionieren, ist dann überholt, wenn dieser Stil über Nacht modern wird, und Hinz und Kunz genauso rumrennen. Dann fehlt dem Statement einfach mal die Kraft.

wm punk

Letzten Sommer wurde es offensichtlich unter Greifswalder Heranwachsenden zum Trend, sich einen Iro schneiden zu lassen, und jenen dann im Kontrast zur solargebräunten Gesichtshaut zu blondieren. Jetzt reicht ein Haarschnitt nicht mehr zur Opposition. Und zerstörte Kleidung ebensowenig – die gibts für 29,95€ beim schwedischen Modehaus. Ob nun WM-Iro oder schwarz-gelb-rote Rastamütze, die Ursprünglichen tun mir leid. Steckte ich in dieser Klemme, ich würde mir einen Armani-Anzug besorgen.

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