Nachrichten aus dem Maghreb #6

Nachdem die letzten Worte während eines Hagelschauers aus der kleinen Stadt Azilal verschickt wurden, haben wir in der vergangenen Woche wieder einiges erlebt, viele Orte gesehen und uns vor allem an der Ruhe im Tal Aït Bouguemez gelabt.

Dorthin ist die westliche Kultur bisher erst zögerlich vorgedrungen, die im Entstehen begriffene Piste wird das zukünftig ändern — betrüblich.  Während einer Wanderung konnten wir die Gipfel des Bergmassives M-Goun sehen. Sie waren schneebedeckt. Diese Bergformationen sind an ihrer höchsten Stelle nur knapp einhundert Meter kleiner als der Djebel Toubkal, aber für eine Erklimmung des Gipfels wären neben einer gehörigen Portion Motivation auch Steigeisen von Nöten.

Nachdem wir die Gegend ausgiebig erkundet haben — in der französischen Entsprechung heißt es das Tal der Glücklichen und das traf auch weitestgehend auf seine Bewohner zu — sind wir nach Ouzoud gefahren.

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Dort befindet sich ein Magnet für Touristen aus dem In- und Ausland. Wassermassen stürzen in drei Stufen über einhundert Meter in die Tiefe, am Fuße der Wasserfälle tummeln sich einige Berberaffen. Auf der Rückfahrt wurden wir des Sammeltaxis verwiesen und während der Fahrt an die Luft gesetzt. Sowas erlebt man nicht jeden Tag! Ursache des spontanen Zwischenstopps war eine unlautere Nachverhandlung des Fahrpreises, herrlich. Nun sind wir wieder in Marrakesch und werden morgen auf bereits genannte Greifswalder Abgesandtschaft treffen und nochmal Richtung Sahara reisen.

Vielleicht noch eine abschließende Bemerkung: nach einem zweistündigen Spaziergang sind wir mit mehreren Dosen Bier und einer Flasche Wein ins Hotel zurückgekehrt. Wie gut das erste Bier nach fünf Wochen doch schmeckt!

Greifswalder Stadtplan von Falk

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