Nachtrag zur Nichtwahlempfehlung Alexander Schmidts

Vor wenigen Tagen empfahl ich den bei der noch laufenden Stupa-Wahl wahlberechtigten Lesern und Leserinnen des Fleischervorstadt-Blogs, auf ihr Votum für den ehemaligen Republikaner Alexander Schmidt zu verzichten.

In dem Beitrag verwies ich auf eine Veröffentlichung, in der neben Schmidt auch der frühere Leipziger Kreisvorsitzende der Republikaner Toralf Grau auftauchte. Dieser frühere Kollege des LHG-Mitglieds kandidiert derzeit für verschiedene Gremien der studentischen Selbstverwaltung in Leipzig, gehört aber im Gegensatz zu Schmidt keiner politischen Hochschulgruppe an.

Alexander Schmidt

Sein früheres Engagement bei den Republikanern bleibt ähnlich dem des Greifswalder Kandidaten unerwähnt. Die frappierende Ähnlichkeit ihrer Wahlwerbung zeugt von einem synergetischen Verhältnis, das die beiden verbindet. Oder um es mit ihren eigenen Worten zu formulieren:

Reklame

Einfach ehrlich. Einfach Toralf. Einfach menschlich. Einfach Schmidt.

Auf dem webMoritz wurde eine ausführliche Stellungnahme Schmidts zu dessen kritisierten Wahlzielen veröffentlicht.

(Vielen Dank für den Hinweis)

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10 Gedanken zu „Nachtrag zur Nichtwahlempfehlung Alexander Schmidts

  1. Einige der Kandidaten scheinen richtig viel Kohle in den Wahlkampf zu stecken. Solche Flyer zu drucken ist schon nicht ohne. Dem Ex-Republikaner Schmidt bringt das hoffentlich auch nichts mehr. Das StuPa erstattet keine Wahlkampfkosten oder?

  2. Ja das ist ja ein wirklich pikantes Detail – Gähn!

    Und Flyer drucken ist heutzutage nicht mehr wirklich teuer und macht einen auch nicht unbedingt verdächtig, wenn man welche drucken lässt – nochmal Gähn! Oder würdest du sämtliche antifa-Aufkleber, die einem wirklich oft ins Auge springen, deshalb auch diffamieren? Denk mal drüber nach 😉

  3. @sunny:
    Diffamiert wurde hier gar nichts. Mir ist es auch egal, ob er Flyer druckt oder sogar ein Flugzeug mit Transparent über der Stadt kreisen läßt. Interessant ist allein die Ähnlichkeit zum Flyer seines früheren Kollegens.

  4. Die beiden könnten doch durchaus befreundet sein und gemeinsam die Wahlwerbung gemacht haben. Zudem denke ich nicht, dass das so eine große Rolle spielt, wo man sich mal engagiert hat. Die anderen Kandidaten weissen ja auch nicht auf ihre früheren Mitgliedschaften in div. Parteien hin. Zudem denke ich ja auch nicht, dass eine REP-Mitgliedschaft so fatal ist. Die sind stockkonservativ und ziemliche Langweiler und Populisten á FPÖ aber sicher nicht die Nazis, wie man sie bei der NPD findet.
    Ich kann schon verstehen, dass sich grade junge Menschen eine Alternative zu CDU und FDP suchen. Besonders in den Medien geht ja auch rum, dass der CDU der konservative Flügel wegbricht.

    Deswegen: Ganz locker durch die Hose atmen! Bewertet die Leute mal lieber nach dem, was sie in ihrem Hochschulwahlprogramm haben usw.. da gibts ja genug Ansätze zur Kritik. Das Wühlen in der Vergangenheit ist im Fall Schmidt echt übertrieben.

    Was die Flyer angeht: 5000 Stk. kann man schon für 40€ bei Flyeralarm bestellen. Das sollte auch kein Indiz für eine riesen Sache sein.

    Also ganz locker abwarten was die Wahlen bringen! Im Falle ihrer Wahl können die beiden ja zeigen was sie drauf haben.

    Und wenn ihr so große Probleme mit deren Vergangenheit habt, betrachtet doch deren Mitarbeit in demokratischen Gremien als Chance, die jungen Leute wieder zurück in die Mitte der Gesellschaft zu holen. Hetzkampagnen und Ausgrenzerei treibt diese Leute eh wieder nur in die Arme der Extremisten….

    Sry für den langen Commentar, aber dat musste ich mal loswerden…

    bis dann!
    Johannes.

  5. Auf die Flyerkosten braucht, denk ich, keiner mehr zurückzukommen. Für mich sind nur diese 50 Euro Investition nicht vorstellbar, wenn ich mich für dieses undankbare Amt bewerben würde.

    @Jimbo: Jockel hat ja bereits im ersten Beitrag zu Alexander Schmidt seine politischen Ziele deutlich kritisiert.

  6. @jimbo:
    Vielen Dank für deinen langen Kommentar.

    „Zudem denke ich nicht, dass das so eine große Rolle spielt, wo man sich mal engagiert hat. Die anderen Kandidaten weissen ja auch nicht auf ihre früheren Mitgliedschaften in div. Parteien hin.“

    Naja, wenn das eine rechte Partei war, die im – vom konservativen Lager so gerne zitierten – Verfassungsschutzbericht auftaucht, wüsste ich das als Wähler schon ganz gerne. Ich hoffe, dass die anderen Kandidaten ihr bisheriges politisches Engagement bei keiner rechten Partei absolvierten.

    Du hast natürlich recht, dass man Leuten die Möglichkeit geben muss, eine neue politische Heimat zu finden. Im Fall Schmidt muss ich aber darauf hinweisen, dass die Nichtwahlempfehlung auf seiner in meinen Augen frauenfeindlichen Einstellung beruht.

  7. Ok, Jockel, das ist plausibel. Die Nichtwahlempfehlung (welch schreckliches Wort) stützt sich ja wirklich weniger auf die Ex-Mitgliedschaft von Alex.

    Ich denke, man sollte immer die Menschen genauer betrachten. Wenn sich herausstellt, dass z.B. einer der KandidatInnen für ein Gremium bei einer rechten Partei engagiert, sollte man nicht alleine darauf schauen, was diese Partei will, sondern was der-/diejenige persönlich für Vorstellungen hat.

    Es wäre ja ein Erfolg, wenn z.b. ein Rep, oder Ex-Rep in so einem Gremium gute Arbeit leistet und dann auch erkennt, dass seine Partei, bzw. Ex-Partei keine Plattform für seine Ideen darstellt. Wenn er/sie aber fragwürdige Inhalte in die Hochschulpolitik pumpen will, soll man sich aber deutlich dagegen stellen – das gilt natürlich nicht nur für KandidatInnen mit rechten Background. Extremisten nerven allgemein, wenngleich Rassismus und Frauenfeindlichkeit eher rechts der Mitte zu finden ist (was ich schlimmer finde als Kapitalismuskritik usw.) Einen FDP-Hardliner, der die Uni zugrunde sparen will, mag ich aberauch nicht haben…

    Was den Verfassungsschutzbericht angeht, so habe ich da meine Zweifel, ob das wirklich ausschlaggebend ist. Viele stehen da nämlich auch ohne Grund drin, z.b. Linkspolitiker die trotz Spitzenwahlergebnisse beobachtet werden. Der VS-Bericht kommt ja, so meine ich, von den Innenministerien, die wiederum auch parteipolitisch, je nach Regierungsmehrheit, gefärbt sind.

    Mein Grundsatz bleibt deswegen: Schaut an, was die Leute wollen, was sie für Ziele haben, lernt sie ggf. persönlich kennen und wertet dann! Nicht alleine die Ex-Partei usw sollte so wichtig sein. Denn ich für meinen Teil denke, man sollte jedem eine Chance geben sich zu ändern. Das unterscheidet uns ja auch von den reaktionären Kräften, die oft nur danach schauen woher man kommt und nicht, wer man ist.

    So, ich steigere mich wieder da rein und schreibe (ich sollte die Energie lieber in meine Hausarbeit stecken 🙂 ). 😀 Aber ansonsten: Dickes Lob für diesen Blog!

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