Tu Wat!

antifa heart

Die Antifaschistische Aktion Greifswald hat gehörige Anstrengungen unternommen, eine informative wie ambitionierte Kampagne in der Stadt zu starten. Unter dem Titel „Tu Wat“ locken die VeranstalterInnen mit einer Fülle von Aktionen und Veranstaltungen, Vorträgen und Workshops.

Die Kampagne ist ein thematischer Rundumschlag auf allen linken Aktionsfeldern: Antifaschismus, Antisemitismus, Konsumkritik, Antisexismus, aber auch Streetart und mehr. Hier findet sich die gelungene Broschüre der Kampagne, die begründet und das Themenfeld absteckt.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos und auf die folgenden zwei sei noch explizit hingewiesen: Dienstag um 19:00 findet im Haus für Kultur und Bildung (Stralsunder Str.46) um 19:00 Uhr ein Vortrag mit dem Titel Freiheit stirbt mit Sicherheit – Gegen Überwachungsstaat und Repression statt. Anschliessend wird ein Film gezeigt. Da die lokale CDU-Mannschaft nicht aufhört, den öffentlichen Raum videoüberwacht gestalten zu wollen, genießt das Thema auch lokalpolitisch eine unerfreuliche Aktualität.

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Am Mittwoch wird im IKUWO eine Veranstaltung unter dem Titel Old Shit. New Style – Lifestyle, Symbole und Codes der extremen Rechten stattfinden. Ab 20:00 Uhr sind alle Interessierten eingeladen.

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6 Gedanken zu „Tu Wat!

  1. Stimmt, die Broschüre ist wirklich sehens- und lesenswert. Vor allem für jeden, der gern mal seine Feindbilder, auf welcher Ebene auch immer, auffrischen möchte. 😉

    Aber auch der Artikel selbst ist sehr süß. Vor allem der Hinweis der Antifa auf die „lokale CDU-Mannschaft“, die „nicht aufhört, den öffentlichen Raum videoüberwacht gestalten zu wollen“. Schon putzig, solche Pauschaldarstellungen, wenn man weiß, dass es der „lokalen CDU-Mannschaft“ darum geht, ganz konkrete Objekte – deren Anzahl sich übrigens an der Hand eines Schreiners mit handwerksbedingter Berufsunfähigkeit abzählen lässt [sīc!] – videoüberwachen zu lassen. Dass aber allein schon den Sprayern aus den Reihen der Antifa natürlich jede (!) Videoüberwachung weh tut, liegt dagegen auf der Hand.

  2. soviele sprayer gibts gar nicht bei der antifa und in diesem punkt ist die intention eher eine politische, wie mir scheint. und in dieser sache ergibt sich auch schnell der schulterschluss mit anderen (auch bürgerlicheren) akteuren. da geht es nicht um die möglichkeit, hauswände zu bemalen, sondern um die konkrete beschneidung von bürgerrechten. abgesehen davon verstehe ich nicht, wieso du die antifa ins feld führst. die videoüberwacher wurden erst richtig laut, als die turnhalle an der fischerschule bemalt wurden und das war nicht die antifa und die bemalung war nicht politischer natur. also bitte die themen trennen: antifa, videoüberwachung und sachbeschädigung mit farbe!

  3. Jockel, das was Du schreibst bestätigt doch aber im wesentlichen mein Post. Es geht den CDU-Leuten um die Überwachung eines (!) Objektes und eben nicht um eine flächendeckende Überwachung. Insofern ist die Bezugnahme im Artikel/Flyer auf diesen Sachverhalt völlig falsch, vermutlich sogar bewusst falsch. Denn von einer Beschneidung von Bürgerrechten ist solch ein Vorgang meilenweit entfernt – aber man kann ja mal versuchen, es dafür zu instrumentalisieren. Und da es nach Deinen Worten offensichtlich tatsächlich Sprayer bei der Antifa gibt, bestätigt dies das von mir geschriebene umso mehr. Im übrigen habe ich ja nicht den Zusammenhang hergestellt, denn Du bestreitest, sondern die Antifa bzw. der Artikelschreiber. Denn dort wird das thematisiert. Ich habe es nur kommentiert. 🙂

  4. machen wir uns nichts vor sören, das ist der erste schritt und bei einigen wenigen objekten wird es nicht bleiben. und ja, da ist grafitti mit antifaschistischem inhalt gibt, nehme ich an, dass antifas sprühen. aber DIE antifa gibt es ja nicht in der stadt, sondern mehrere gruppen und sicher eine vielzahl von einzeltäterInnen 🙂 .

    ich bleibe aber dabei, dass die grafitti an der turnhalle und die antifaschistischer natur nicht klar genug in deinem kommentar getrennt sind.

    bist du denn für videoüberwachung?

  5. Jockel, den Bezug der „überwachungsfreudigen CDU-Mannschaft“, die dieses eine Objekt videoüberwacht sehen möchten – und vielleicht noch ein oder zwei andere Objekte – hat doch der Artikel hergestellt, nicht ich. Und für jeden Sprayer, egal ob rechter oder linker oder unpolitischer Art, sind Videokameras natürlich per se „gefährlich“. Ich persönlich habe nichts gegen gezielte und geregelte – z.B. automatische Löschung nach 2 Werktagen – Videoüberwachung. Ich habe den Osten noch bewusst erlebt und dort auch einiges aushalten müssen. Wer in ein paar Videokameras einen Überwachungsstaat – oder in der BRD generell einen Repressionsstaat – sieht, der leidet imho unter Verfolgungswahn. Das dem nicht so ist, sollte er allein schon daran spüren, dass er vom Repressionsstaat schreiben kann so oft er will, ohne dass morgen Schlapphüte vor seiner Tür stehen. Und das ist auch gut so! „Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen“ Voltaire

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