Der Rekordschnee und seine Räumung

In Greifswald wurde, wie allerorten, zum Beispiel im weatherlog, vermeldet wurde, mit über 60cm mittlerer Schneehöhe ein neuer Rekord aufgestellt und der legendäre Winter 1978/79 überboten. Die Folgen des Dauerschneefalls waren natürlich nicht so verheerend wie vor 31 Jahren, sorgen aber auch jetzt noch für helle Aufregung.

schnee greifswaldDas  Wetter wurde durch die zuständigen Winterdienste zum Wetterchaos, auch noch nach sechs Wochen Dauerschnee ist die Greifswalder Straßensituation miserabel. Die öffentliche Kritik wird in Leserbriefen und Online-Kommentaren genauso wie in Ampelgesprächen artikuliert.

Als schließlich mit der Räumung der großen Straßen begonnen wurde, verstummten die Kritiker nicht. Manche Menschen beschweren sich über die Lärmbelastung des nächtlichen Räumens und verfluchen tagsüber dann die miserable Passierbarkeit einiger Straßen.

(Foto: Kevin Neitzel)

Reklame

Werbung

SCHLECHTER SCHERZ DER HAUSVERWALTUNG?

schneeraumung greifswaldÜber die rücksichtsvoll wie verantwortungsbewusst durchgeführten Arbeiten freute sich ganz bestimmt und kurz vor Fahrtantritt die Besitzerin des auf dem nebenstehendem Bild nicht mehr wirklich erkennbaren Velos. Das Fahrrad ist Opfer einer überengagierten und betriebsblinden Schneeräumung geworden.

Eindrücklicher kann man die Empfehlung, besser zu Fuß zu gehen, wirklich nicht formulieren.

Das hier interessiert dich vielleicht auch noch:

12 Gedanken zu „Der Rekordschnee und seine Räumung

  1. Ich finde es auch recht interessant, wenn man die Straße „räumt“ und dann den Schnee auf den Fußweg schüttet. Echt super mitgedacht 😉

  2. Die Aktion ist wieder typisch Greifswalder Kleingeist. Sechs Wochen wirds nicht getan, dann kommt auf einmal der Eifer und wenn irgendwas oder irgendwer im Weg steht, kann darauf keine Rücksicht genommen werden.
    Man muss ja dazu sagen, dass die Stadt einerseits nicht viel rücksichtsloser hätte reagieren können, aber genau so sieht es auch mit den Hauseigentümern und Hausverwaltungen aus, die ihrer Pflicht ja genauso wenig nachgekommen sind. Die ganze Situation wäre für alle erträglicher gewesen, hätte jeder eben dafür gesorgt, dass seine (allenfalls) 20m Bürgersteig nach dem Schneefall geräumt worden wären, was nun auch nicht lange dauert oder zuviel gewesen wäre.
    Die Stadt könnte nun natürlich reagieren und seitens des Ordnungsamtes Hauseigentümer feststellen und Bußgelder verhängen. Viele andere Städte tun dies nicht, weil es den Beamten des Ordnungsamtes „zu aufwendig“ ist. Man könnte also auf einfachem Wege Geld für Streumittel eintreiben, tut dies aber eben nicht. Da frage ich mich, wo ist die Gerechtigkeit, wenn (vor allem studentische) Fahrradfahrer mit einer unerträglichen Penetranz kontrolliert und abgezockt werden, andererseits aber Eigentümer wochenlang bewusst (in meinen Augen jedenfalls) andere gefährden und damit davon kommen.

  3. wenn die stadt jetzt ordnungsgelder von den hausbesitzern kassiert, darf jeder greifswalder auch ein ordnungsgeld von der stadt kassieren.
    wär ja echt ne frechheit von den bürgern was zu fordern, was der staat selbst nicht erfüllt!

  4. Ja ja, der Staat, das kleine lustige lilane Monster, das Gänseblümchen frisst.

    Also im Prinzip geb‘ ich Dir (j) wohl Recht, finde es aber sinnlos, zwischen „dem Staat“ und „den Bürgern“ zu unterscheiden, der Staat sind nun mal die Bürger…

  5. schön dieses Geheule… wieder mal sind die lautesten Meckerer wahrscheinlich die faulsten Schneeräumer weil sie nie nen Schneeschieber in der Hand hatten…
    Hier sind nie gezählte Schneemassen niedergegangen, die Leute vom Bauhof räumen bis spät in die Nacht…Es wird als Räumungsempfehlung 1/3 der Gehwegbreite mind. Kinderwagenbreite empfohlen…damit der Schnee auch noch iwo liegen kann…
    biber@ Wem hier Kleingeist unterstellt werden sollte ist eine interessante Frage die nach dem Lesen Deines Postings sicher gut zu beantworten ist. Und die Radfahrer die selbst bei Glätte noch ohne Licht durch die Nacht radeln begehen immer noch eine lebensgegährliche Dummheit. Es liegt ja noch ein wenig Schnee. Vielleicht mag Jockel ja aus Meldungen der User sowas wie ne begehbar/unbegehbar Stadtteilkarte machen. Ich jedenfalls bin täglich unterwegs und sehe, dass 90% der Gehwege beräumt und begehbar sind. Aber meckert ruhig, irgendwas müsst ihr ja auch machen während andere a r b e i t e n.. 😉

  6. Ich hätte sogar Schnee geschoben. So ist das ja nicht mal. Nur zahle ich a) Nebenkosten dafür und b) kaufe ich deswegen nicht noch extra einen Schneeschieber und zahle im Prinzip doppelt.
    Keine Ahnung welche Strecke du läuft und was mittlerweile alles getaut ist, aber als ich neulich vom Markt zu Aldi gelaufen bin, waren auf dem kompletten Weg zwei Grundstücke geräumt und eins gestreut. Der Rest war blankes Eis.
    Mir geht das „deutsche“ Gemecker normalerweise auch gegen den Strich und viele Dinge sind es nicht wert, sich darüber aufzuregen, aber in diesem Fall finde ich es berechtigt. Immerhin sind wir noch einigermaßen gut zu Fuß und können uns im Fall der Fälle noch irgendwie abfangen, abrollen oder mit sonstigen katzenähnlichen Bewegungen retten. Für ältere Leute ist das aber wirklich gefährlich. Zumal es ja auch wirklich nicht viel Arbeit gewesen wäre, nach jedem Schneefall wenigstens eine Spur zu schieben.

  7. hehe… genau. lass uns mal n stückel zurückrudern…zu welchem Aldi wolltest Du denn loofen..? Der Ottonormalbewohner räumt hier in HGW sehr vorbildlich…stadt- und uniliegenschaften sind problematischer… Ich hab mich auch schon 2 Mal gepackt weil pures Eis unter mir war… allerdings geht abstumpfen auch für mich vor… wer noch arbeiten geht, ne Familie bekochen muss unsw. und OHNE SALZ arbeiten möchte hat trotzdem geräumt wenn eine gestreute Schneedecke vor seinem Haus liegt…Es ist Winter – wir sollten das alle im Hinterkopf haben…

  8. @ jan

    der bürger übergibt einen teil seiner verantwortung an den „staat“(gegensatz zur gesellschaft)durch die abgabe von steuern.
    is anscheinend nur nen bissel krümelgekacke deinerseits.
    präzisiere ich einfach mal zu „staatsorgane/staatsapparat/staatsgewalt“.
    weniger violette monster-pipi inne augen?

    p.s. sry4ot

  9. jo … die krankenkassen stellen regressansprüche bei nicht geräumten fusswegen und darauf entsandenen unfällen, die stadt verpflichtet die hauseigentümer zur räumung der fusswege und schüttet diese – wenn sie überhaupt was tut – wieder ordentlich zu … ja und in den kleinen nebenstrassen tut sich sowieso nichts … wie war das nochmal in der nebenkostenabrechnung? war da nicht auch strassenreinigungsgebühren aufgeführt? also geld zurück, oder was? und den krankenkassen mal nen vogel zeigen … sonst heisst es demnächst bei jedem schnupfen, dass man selbst dran schuld hat – hätte man eben wärmere kleidung tragen können oder sonstwas … hallo? ich zahl doch keine krankenversicherung, wenn ich gefälligst gesund zu bleiben habe und im krankheitsfall alles alleine bezahlen soll …

    peace & love

  10. yeah pauler! so liest es sich dann wenn jmd. gar keine Ahnung hat aber trotzdem was sagen muss…Krankenkassen fragen schon eh und je bei Unfällen nach dem Hergang bzw. dem Verursacher um sich die Kosten erstatten zu lassen 🙂
    Und ausserdem hat die Stadt extra Männer eingestellt, die nur dafür zuständig sind die ach so selten geräumten Gehwege wieder zuzuschütten…gibt ja auch sonst nichts zu tun 🙂
    yeah Pauler! Du zeigst mir wieder warum man voll besser keine Kommentare schreibt. Danke. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.