Burschenschaft Rugia lädt deutsche Studenten zum Tranchierkurs ein

fechtkurs burschenschaft rugia greifswald

Schweinsnacken, Speckschwarten und Biersuppe — das klingt nach deftiger Küchenkunst, aber um die soll es an dieser Stelle gar nicht gehen. Thema ist stattdessen ein Inserat der Burschenschaft Rugia, mit dem versucht wird, die fechtmüde Greifswalder Studentenschaft für die Teilnahme an einem ganz speziellen Sportkurs zu erwärmen.

„Du bist männlich, deutsch und Student?“ 

Bei ebay Kleinanzeigen werden für den Großraum Greifswald viele Kurse angeboten, die von autogenem Training über Bauchtanz und Nordic Walking bis zum Erlernen von Musikinstrumenten reichen — und dann gibt es seit gestern Nachmittag auch noch den Fechtkurs der Burschenschaft Rugia.

Deren Mitglieder möchten etwas dagegen unternehmen, dass das Gros der Greifswalder Studenten „immer noch nicht richtig fechten“ kann und viele von ihnen „so nicht ordentlich auf Mensur stehen“ würden. Um mit diesen unhaltbaren Zuständen der Verwahrlosung studentischer Traditionen aufzuräumen, bietet die Burschenschaft nun einen „kostenlosen Schnupperkurs“ an, zu dem aber leider nur männliche deutsche Studenten eingeladen sind.

Reklame

Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllen kann, muss weiterscrollen und hoffen, dass wenigstens bei der Selbst-Hypnose-Gruppe noch ein Plätzchen frei ist — ein Angebot, das so manchem Rugen sicherlich ganz gut zu Gesicht stünde!

fechtkurs burschenschaft rugia greifswald(Screenshot, 08.01.13)

Das hier interessiert dich vielleicht auch noch:

21 Gedanken zu „Burschenschaft Rugia lädt deutsche Studenten zum Tranchierkurs ein

  1. oh shiiit, ich kann nich ordentlich auf mensur stehen. dieser entscheidende mangel meiner existenz is mir erst jetz klar geworden…

  2. Als ich den Link zum Fechtkurs anklickte, erschien direkt über dem Angebot übrigens folgende Anzeige:

    „1. Platz BU Studententarif – Berufsunfähigkeitsversicherung Testsieger für Studenten ab 7,92 Euro“

    Passt irgendwie zusammen. Die Frage ist nur: Wird man durch Burschenschaftsfechten berufsunfähig, bzw. kann es dadurch werden, oder ist man es bereits, wenn man sich zu so einem Kurs (freiwillig) meldet? 😉

  3. Und ich dachte ernsthaft, DU hättest die Augen verdeckt, um die Personen unkenntlich zu machen. Aber das ist ja schon auf der Kleinanzeigenseite so. Lächerlich und Laienhaft. Da kriege ich mit Paint einen besseren Balken hin 😉

  4. Man sind die dumm.

    Natürlich kann fast keiner von den Greifswalder Studenten richtig fechten. Warum soll man so eine Scheiße auch können. Denken die wirklich, dass man das können muss. Da merkt man erstmal deren Beschränktheit.

    Und welcher Mann hat überhaupt Lust bei solchen martialisch und krass auftretenden Typen mitzumachen.

    Frauen aufnehmen tun die auch immer noch nicht. Nur Männer.

      1. Widerspricht das nicht den Geschlechtervorstellungen in solchen Kreisen? Wäre ja noch schöner, wenn Frauen den Pauk-Schläger in die Hand nehmen würden, statt einfach nur stummes Lustobjekt und später Mutti zu sein, oder?!

        1. Es gibt KEINE Frau die einer Verbindung beitritt, welche schlagend ist.

          Und wenn wäre es nicht gerade fair sie gegen Männer antreten zu lassen.

          Es ist auch nicht Aufgabe pflichtschlagender Verbindungen dafür zu sorgen, dass Frauen unter fairen Bedingungen fechten können, oder sich so hingehend zu verändern, dass für Frauen Ausnahmen gelten.

          Ich seh dich dann auf der nächsten antiislamischen Demo, so wütend wie du auf Leute bist, die Frauenrechte mit Füßen treten. Gemeinsam mit Burschenschaftern, die allesamt mit erfolgreichen und selbstbewussten Akademikerinnen glücklich verheiratet sind .

  5. Der Typ mit dem Kettenhemd ist ein ziemlicher Psychopath. Der macht Kampfsport oder so. Der hat aufm Markt mal nachts zwei größere Typen zusammengeschlagen, die ihn angemacht haben.

    Irgendwann im Herbst 2012 war das. Jetzt mit dem Bild und dem Bart erkenne ich den wieder.

    Der ist aber kein Deutscher. Der ist Russe! Merkwürdig! Der hat auch diese Mafiatätowierungen von den Russen am ganzen Körper.

    Orthodoxe Kreuze, Oktogramme, usw.

    Komische Geschichte hier….

  6. Naja, die Fressen kennt man ja trotzdem. Gerne auch mit entglittenen Gesichtszügen und noch großzügig Kotzekrümeln im Mundwinkel, wenn sich die elitären, volkstreuen und unglaublich männlichen Nachwuchsakademiker wie so oft einen Krug zu viel gegönnt haben und am innenstädtischen Pflaster horchen.
    Schlitzt, was das Zeug hält!

    PS (leicht offtopic):

    http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/bundesregierung-deutsche-burschenschaft-ist-nicht-rechtsextrem-a-845961.html

  7. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich dabei um eine echte Geschichte handeln soll, besonders weil eine echte Handynummer angeben wurde.

    Denke mal, da will jemand den Inhaber der Handynummer ein wenig auf die Schippe nehmen. Ich traue den Burschenschaftlern eine ganze Menge zu, aber sowas???

    1. Ich halte das auch für eine Fälschung. Vielleicht ist es auch ein Racheakt einer (scheinbar) befreundeten Studentenverbindung, die irgendwie an die Handynummer gekommen sind? Die Rugia soll ja auch innerhalb der Studentenverbindungsszene Greifswalds keinen guten Ruf haben. Falls es keine Fälschung ist, dann ist allerdings tatsächlich Vorsicht geboten. Wenn Rugia-Mitglieder meinen, sich so in der Öffentlichkeit präsentieren zu können, wenn auch nur bei ebay, dann müssen sie sich „ihrer Sache“ in jüngerer Zeit doch sicherer geworden sein. Aber das kann ich von außen schwer beurteilen, man müsste mal in das aktuelle politische Klima Greifswalds etwas hinein fühlen.

  8. Also ich habe mal bei den Rugiern (nicht Rugen, darauf legen die viel wert) in der WG gewohnt vor 4 Jahren für 2 Monate.
    Erst fand ichs dort ganz cool:

    – Kraftraum
    – billige Miete
    – Innenstadtlage
    – WLAN
    -Grillplatz
    – Bar
    – coole Typen
    – Bibliothek usw.

    Aber irgendwann hatte ich dann kein Bock mehr. Alles musste immer so ordentlich sein. Wenn mal der Topf zwei Tage da stand haben die gleich gemeckert. Und kiffen durfte ich auch nicht in meinem Zimmer. Ziemlich spießig.

    Selber waren sie aber permanent besoffen, weil deren „alte Herren“ denen ständig Alkohol bezahlten oder sie einluden in Kneipen.

    Noch peinlicher waren aber nur diese ganzen blonden Schicki-Micki Weiber mit denen die gechillt haben.

    Und dieses Fechten war ja mal wohl voll affig. Ich hab das einmal ausprobiert. Ich bin doch nicht blöd und riskier mit ner scharfen Klinge auf den Kopf gehauen zu werden.

    Sollen die mal ihren Scheiß da machen.

    Danke an den Blog hier. Hab diese Freaks schon fast vergessen gehabt. 😉

    1. Also das ist ja wohl die schlechteste Form von Schleichwerbug.

      „- Kraftraum
      – billige Miete
      – Innenstadtlage
      – WLAN
      -Grillplatz
      – Bar
      – coole Typen
      – Bibliothek usw.

      Aber irgendwann hatte ich dann kein Bock mehr. Alles musste immer so ordentlich sein. Wenn mal der Topf zwei Tage da stand haben die gleich gemeckert. Und kiffen durfte ich auch nicht in meinem Zimmer. Ziemlich spießig.

      Selber waren sie aber permanent besoffen, weil deren “alte Herren” denen ständig Alkohol bezahlten oder sie einluden in Kneipen.

      Noch peinlicher waren aber nur diese ganzen blonden Schicki-Micki Weiber mit denen die gechillt haben.“

      Sind katastrophale Zustände da, alles gratis, ordentlich und dann noch diese Schicki-Mickiweiber mit denen sich chillen :lol:, weniger ist manchmal wirklich mehr.

      Pardon, aber die Typen auf dem Foto sehen bei Leibe nicht „cool“ aus, eher wie die dicken Kinder mit denen schon in der Schule keiner gespielt hat.

      1. vielleicht hättest du früher in der schule öfter mit den dicken kindern spielen sollen, dann hätten wir jetzt nich das problem mit den burschis 😉

        1. wie war das noch gleich mit „eurem“ no lookism-ideal? ach, geht ja gegen burschis, da darf man sich schon mal seiner ideale entledigen, wa?

          1. ich sehe, du setzt das „eurem“ selbst schon in anführungszeichen und trotzdem bleibt da so ein schaler Beigeschmack.
            Wer soll denn dieses „Ihr“ sein, was du imaginierst, zu welchem du aber anscheinend definitv nicht zugehörst, welches du aber scheinbar auch nicht benennen kannst?
            wahrscheinlich, weisst du doch genauso wenig wie ich, wer „unas“ ist und ob oder wem er sich zugehörig fühlt. Nicht jede Person, die Burschis blöd findet ist automatisch gleich „links“, „alternativ“ oder „“ und teilt deswegen das „no-lookism-ideal“.
            also wäre es toll, wenn du „unas“ demnächst bitte mit deiner berechtigten kritik direkt ansprichst und ihn oder sie nicht irgendeiner gruppe zuordnest, von der du vermutest, die person könnte sich dieser gruppe zugehörig fühlen.

            Ich denke übrigens, das mit den Burschis in der schule schon niemand aufgrund ihrer sozialen Inkompetenz (wahlweise auch ihrer asozialen Kompetenz) spielen wollte, denn dies ist tatsächlich eine Eigenschaft die vorrangig in diesem Spektrum anzutreffen ist.
            Ach ja, schlechter Geschmack ist dort natürlich auch anzutreffen, aber über den Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten.

            Also jsenseits, ich hoffe du verstehst meinen Einwand an deiner Kritik.

              1. das macht deinen kommentar aber auch nich sinnvoller…wo siehst du bei mir lookism und woher glaubst du zu wissen dass das mein ideal wäre?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.