Zum Tag der Befreiung in Greifswald

... um auf die Befreiung vom deutschen Faschismus aufmerksam zu machen

Der Tag der Befreiung wurde heute auch in Greifswald zum Thema gemacht. Gegen Mittag setzte sich ein etwa 30 Personen zählender Demonstrationszug am Rubenow-Platz in Bewegung und lief durch die Innenstadt bis zur Mensa, um Passanten und Mensagäste auf das historische Datum der Befreiung vom deutschen Faschismus hinzuweisen und diesen Jahrestag gemeinsam zu feiern.

Sekt und Soundsystem sorgten für ausgelassenes Ambiente, außerdem wurde Werbung für einen Vortrag über die Befreiung der Hansestadt Greifswald gemacht, der am Donnerstag im IKUWO stattfinden wird. Darin sollen jene Aspekte vordergründig herausgearbeitet werden, die für Greifswald während der nationalsozialistischen Herrschaft prägend waren, zum Beispiel die Verfolgung von Juden und Antifaschisten, Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft sowie die Verwandlung von der Universitäts- zur Garnisonsstadt.

Fakten: 09.05. | 20 Uhr | IKUWO | Eintritt frei

14 Gedanken zu „Zum Tag der Befreiung in Greifswald

  1. Gute Aktion, aber seltsame Fotobearbeitung. Da steige ich nicht hinter.

    Eine Passantin vorne rechts am Rande wird zum Gesichtzeigen verdammt und die Aktiven werden gesichtslos gemacht – das wirkt nicht nur inkonsequent, sondern sinnentleert im Bezug zur Sache. (bei’ner Gruppendynamik ab 7 Personen verliert jede Person ihr Recht am eigenen Bild, also kannste eigentlich alle Personen fototechnisch unanonymisiert lassen. Die einzige erkennbare Person hat nichts mit der Gruppe zu tun, die lässt du aber kenntlich,warum das? ‚Theoretisch‘ gesehen hätte nur diese nicht zur Gruppe gehörende Person ein Recht am eigenen Bild und das Herz im Gesicht verdient.)

    Ich unterstelle dir mal keine Absicht sondern einfach nur, dass du die blumentragende Dame übersehen bzw. sie um ihre Einwillung gebeten hast . 😉

    1. ich kann dir nicht folgen.

      die unkenntlichmachung der demonstrationsteilnehmer erfolgt doch, weil diese geschützt werden sollen. die unbeteiligte person muss nicht geschützt werden, weil selbst für saublöde nazis offensichtlich ist, dass sie nicht an der demo teilnimmt.

      afaik gibt es kein recht am eigenen bild für leute, die im öffentlichen raum zufällig (mit) abgelichtet werden.

      1. ich kann dir nicht folgen

        Macht nichts. Du denkst eben anders, irgendwie leicht tunnelblickig.

        Leute die mit Transparenten und Plakaten durch die Straßen ziehen machen das bewusst und konsequent, weil sie was zu sagen haben und müssen einfach in ihrer Konsequenz damit rechnen/befürchten, dass Fotos in der Öffentlichkeit von Ihnen auftauchen. Das ist das Ziel einer Demo – öffentliche Wahrnehmung.

        Aber Leute die ziellos durch die Stadt bummel/einkaufen haben weder die Befürchtung noch das Ziel fotografiert und ins Netz gestellt werden!

        afaik gibt es kein recht am eigenen bild für leute, die im öffentlichen raum zufällig (mit) abgelichtet werden.

        Mein Reden! Für Demonstranten gibt es dieses Recht eben erst recht nicht. Was aber bitteschön gibt Dir das Recht eine einzige Person auf einem Foto kenntlich zu lassen? Dein selbstinterpretiertes Pseudo-(Schutz)Bildrecht solltest du wenn dann allen Personen auf diesem Foto zugestehen!

        PS:
        Wäre ich diese einzigst erkennbare Person auf dem Foto würde ich dich schon aus Prinzip verklagen wollen, weil du doch generell nur Nazis auf Fotos erkennbar lässt. Das ist dein Stil und Gelegenheitsleser deines Blogs könnten die politische Einstellung einer einzigen erkennbaren Person auf einem Gruppenbild durchaus fehlinterpretieren 😉

        1. @kapitulist
          Ok noch mal langsam für dich (auch wenn es dir ja schon erklärt wurde *rolleys*
          Die Demonstration war für den Tag der Befreiung von den Nazis durch die Allierten. Folglich wirst auch sicherlich du dir vorstellen können dass Nazis dass nicht toll finden. Denn sie finden ja die NS-Zeit toll.
          Und da du ja, wie oben beschrieben, den fleischervorstadt-blog so oft ließt wird dir ja nicht entgangen sein, dass Nazis in der Vergangenheit berseits öfters Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen angriffen und auch nicht vor Brandanschlägen zurück geschreckt haben die neben Wohnhäusern geparkt waren.

          Somit ist es doch verständlich warum man die Demoteilnehmer nicht noch einem größeren Risiko aussetzen will, welches sie ohnehin eingehen. Sei es durch Repression oder Übergriffen.

          Aber ich vermute mal dass du wohl eher auch in einer andere Ecke gehörst sonst würdest du hier nicht so dämlich rumpöbeln und auf eine kontruktive Diskusion aus sein.

          Und wenn Nazis andere Menschen einschüchtern, ihnen hinterher Jagen, sie angreifen und in ein Koma prügeln haben sie ihr recht auf Schutz ihrer Person verloren, da sie eine ständige Gefahr für Mitmenschen darstellen die nicht in ihr krudes Weltbild passen.

          1. Ok noch mal langsam für dich

            Worauf beruht deine Arroganz mir langsam schreiben zu müssen? Du solltest mir echt nichts erklären. Übe dich besser mal im langsamen Lesen und im zusammenhangvollen Schreiben. Bei deinem Text blickt ich überhaupt nicht durch. Du wolltest doch nur irgendein Statement geben – total kontextbefreit.

            Aber ich vermute mal dass du wohl eher auch in einer andere Ecke gehörst

            Deine Vermutung ist albern und die Herleitung dieser ist nicht erkennbar bzw. schwachsinnig.

            Und wenn Nazis andere Menschen einschüchtern, ihnen hinterher Jagen, sie angreifen und in ein Koma prügeln …

            Drama Drama. Immer dieses unzeitgemäße Widerstandskämpfer-Getue und dabei vergessen, dass Schwäche zeigen (ergo: kein Gesicht zeigen) den Gegner eh nur Mut macht. Sowas gibt den Bekloppten Faschos doch ihre vermeintliche Stärke. Wer heutzutage wirklich gegen Nazis ist, muss konsequent Gesicht zeigen oder sollte es lieber ganz bleiben lassen. Ich kenn Fotos von Familien mit Kindern, die „Nazis raus“-Plakate hochhalten – sowas find ich in Bezug zu deiner Bettnässer-Logik viel mutiger und sowas ist vor allem ein klares gesellschaftliches Statement.
            Und glaub mal: Auch Nazis – vor denen man ja deiner Logik folgend nur Angst zu haben hat – bekommen oft mal auf die Fresse. Das ist doch wunderbar! 🙂

            1. Wie kommst du zu der Assoziation Nicht-Gesicht-zeigen = Schwäche zeigen?? Was hat das Zeigen der eigenen Visage (+mögliches abfotografiert-werden+Gefährdung der Unverletzlichkeit der eigenen Wohnung/körperlichen Unversehrtheit etc.) mit Stärke zu tun? Sieh es doch mal so: wer seine Persönlichkeit schützt und sich keinen Einschüchterungsversuchen der Nazis aussetzen will, hält die Fähigkeit zu antifaschistischem Engagement auf einem höherem Niveau.
              Man könnte nun auch den martialischen Effekt von Vermummung im schwarzen Block anführen. Wenn das SEK n Haus stürmt, setzen sie sich ja auch nicht vorher Clownsnasen auf. (von einem schwarzen Block kann bei der 1.Mai.-Veranstaltung wohl aber keine Rede sein)
              Darüberhinaus seh ich in der Anonymisierung von Demo-Teilnehmer auch noch ne symbolische Bedeutung: Es ist egal, wer wir sind, wie wir aussehen, wir sind viele, wir sind alle gegen Nazidreck und die Form unserer Nase ist dabei scheißegal. Auch unter Wollsocken mit Sehschlitzen oder bunten Tiermasken stecken nämlich Teile der Gesellschaft.
              Nur mal so mein Senf. Schönes WE!

        2. @kapitulist:

          Wozu die sinnlosen Provokationen? Hase im Rausch hat es auf den Punkt gebracht. Ich bin aber trotzdem überrascht, wie unkonzentriert du offenbar mitliest, denn es werden relativ selten Personen unkenntlich gemacht — bzw. kenntlich gelassen — und wenn, dann eigentlich nur, wenn es um das Thema Rechtsextremismus geht.

          Auf deine Klage wäre ich sehr gespannt, deine Auslassungen über das „selbstinterpretierte Pseudo-(Schutz)Bildrecht“ lassen ja bereits vermuten, dass dir dein Anwalt da vielleicht etwas auf die Sprünge helfen würde.

          Schlussendlich möchte ich noch einen Aspekt ansprechen, der bislang ungenannt blieb, nämlich das Vertrauen der Teilnehmenden solcher Aktionen, dass angefertigte Fotos in bestimmten Kontexten nicht veröffentlicht werden, ohne dass die Gesichter unkenntlich gemacht worden sind. Das lief bislang sehr erfolgreich und im Gegensatz zu anderen Medienfritzen wurde ich niemals aufgefordert, dass Fotografieren zu unterlassen.

          Es ist schön zu sehen, wie einige hier einen Zusammenhang zwischen dem Foto einer Passantin und einer versuchten Brandstiftung konstruieren…

  2. Wie war das mit dem Brandanschlag am Karl Marx Platz 12. Ein Wohnhaus wenn ich mich recht entsinne. Dort wohnen Verbindungsstudenten. Wie passt denn so ein Feuer in dieses Weltbild. Oder der spontane Besuch von antifaschistischen Aktivisten vor besagtem Haus. Bei dem zufällig ein paar Steine die Fensterscheiben zerstörten und nur durch Zufall niemand verletzt wurde. Aktionen dieser Art sprich der aktive Antifaschist nicht an. Denn die Realität zerstört den schönen Schein des Glückselig sein.

    1. Du meinst sicher den „Brand“ vor der Haustür mit den angezündeten Katalogen, der auch zwei Häuser weiter im benachbarten Studentenwohnheim gelegt wurde? Ich wäre da sehr vorsichtig mit deiner Vermutung über das politische Umfeld der Täter. Abgesehen davon geht es im Beitrag und ging es bei der Aktion um die Befreiung durch die Aliierten, ich kann beim besten Willen keine Verbindung zu den von dir vorgebrachten Ereignissen erkennen und würde deinen Kommentar daher als ganz klar offtopic einordnen.

    2. Diese alten Märchen treiben doch nun wirklich keinem mehr ’ne Träne ins Knopfloch. Kommen da nochmal frischere Geschichten von der B! oder seid ihr in eurer Paranoia genauso altbacken wie in eurem Denken und Auftreten?

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