Heiß und fettig: Kochprofis möbeln das „Al Max’s Diner“ in Greifswald auf

In Facebook-Gruppen wie „Wenn DU in Greifswald aufgewachsen bist…“ war es im Dezember 2014 das mit Abstand am emsigsten diskutierte Thema: Die Kochprofis waren in Greifswald, um dem schlecht laufenden Al Max Diner Feuer unter dem Herd zu machen.

Seit zehn Jahren rücken die Kochprofis regelmäßig zum Einsatz am Herd aus, um strauchelnden Gastronomiebetrieben wieder auf die Beine zu helfen. Gestern Abend wurde die Folge der von RTL II produzierten Doku-Soap ausgestrahlt, für die die Hüter des Herdfeuers im Dezember nach Greifswald reisten, um der Burgerschmiede Al Max’s Schwung zu verleihen.

Kochprofis Greifswald Al Max

(Screenshot „Die Kochprofis — Einsatz am Herd“, RTL II)

Mit den Kochprofis vom Frittierwerk zum Burgerparadies?

Die Sendung erfüllte das vorhersehbare Skript einer Doku-Soap mit gastronomischem Einschlag, wenngleich auf Tränen und Nervenzusammenbrüche der ausgestellten Protagonisten — sonst eine essentielle Ingredienz vergleichbarer Formate — schlussendlich verzichtet wurde. Wer einst Freude daran hatte, wie Restauranttester Christian Rach erfolglose Gastronomen unter seine kulinarische Knute nahm und sein Fernsehpublikum mit dem immergleichen Spannungsbogen unterhielt, wird die Arbeit der Kochprofis lieben, die ein wachkomatöses Frittierwerk tiefgekühlter Köstlichkeiten in den in Greifswald bislang unbewohnten Olymp des Burgertums heben wollen.

Trotzdem fielen die Reaktionen in den sozialen Netzwerken bislang eher verhalten aus: Manche schämten sich für die Fettflecken auf der Visitenkarte der Stadt oder das Nummernschild, das den Kochprofis während ihres kurzen Aufenthalts in Greifswald gestohlen wurde. Andere beschlossen, sich demnächst selbst ein Bild vom neuen Al Max’s zu machen und dem glücklosen Unternehmer eine Chance zu geben: „Alles für Friedhelm!“

Die halbstündige Sendung einschließlich der sechs Werbeblöcke kann hier im Stream von RTL II abgerufen werden.

10 Gedanken zu „Heiß und fettig: Kochprofis möbeln das „Al Max’s Diner“ in Greifswald auf

  1. Ein schönes Schlusswort:

    Liebe Nachwuchsköche,
    die Ihr auf RTL2 zu weinen anfangt, weil die sog. »Kochprofis« durch Eure frischgebackenen Lokale latschen, mäkelig im Schnitzel stochern und ganze Toupets in Euren Suppen finden: Von Berufsjugendlichen mit Idiotenbart, Dorfgockel-Gelfrisur und den Tischmanieren verhaltensgestörter Paviane sollten sich zivilisierte Menschen nicht mal den Fertigpudding aus dem Kühlschrank holen lassen.
    (Quelle)

    1. wieso? bloß weil dir das fernsehen erzählt hat, dass jetzt nach dem besuch der superköche alles anders wird? schön, dass sich in dieser schnelllebigen zeit noch menschen für märchen erwärmen können…hach!

    2. Ich finde es viel unfassbarer*: Vor’m TV-Bildschirm trashige Kritiken zu einem Greifswalder Lokal zu inhalieren, um dann im Web zu überpüfen ob die Kritiken was bewirkt haben.

      Du kennst jetzt vermutlich ein Lokal in Greifswald, von dem du ohne RTL II nie etwas gehört hättest. Allein deshalb ist nachvollziehbar, dass du dieser dämlichen Sendung soviel Kompetenz zutraust 😉 Geh doch bevor du abkotzt erstmal dort essen … reality vor der Haustür, Mensch.

      (*mein Kommentar unterstellt, dass du Greifswalder bist)

    3. Holy Cow,
      was für Nonsens-Folgekommentare.
      Der Laden war mir a) vorher nicht unbekannt und b) hat sich dort seit dem Besuch der Kochprofis m. E. [s]vieles[/s] beinahe alles verändert. Woher ich das weiß? Weil ich da war.
      Entschuldigungen für eure Angriffe nehme ich gerne entgegen. :rolleyes:

  2. Traurig,

    welches Deppenbild von hartzgestützten Ossis da gezeichnet wurde.

    Wenn es so im Osten der Republik läuft, versteh ich, dass alle von dort weggehen.

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