Stellenausschreibung: administrative Mitarbeiterin am Institut für Botanik und Landschaftsökologie gesucht

Am Institut für Botanik und Landschaftsökologie wird ein administrativer Mitarbeiter gesucht, der ab dem 01.02.2012 seine Arbeit aufnehmen soll. Die Dreiviertel-Stelle ist zunächst auf ein Jahr befristet, eine Verlängerung darüber hinaus ist mittelabhängig.

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Die Tätigkeit umfasst Verwaltungs- und Koordinierungsaufgaben in Bezug auf die Drittmittelprojekte der Professur für Umweltethik, die Implementierung und Weiterentwicklung des Kommunikationskonzepts der Arbeitsgruppe Umweltethik und die Akquise von Drittmittelprojekten.

Gesucht wird eine Mitarbeiterin, die nicht nur ausgeprägt engagiert und teamfähig ist, sondern neben den erforderlichen Office-, Deutsch- und Englischkenntnissen auch Lektoratserfahrung und einen Bachelor oder Fachhochschulabschluss vorweisen kann. Daneben sind Berufserfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere im Bereich Wissenschaft, Erfahrungen in der Planung, Konzeption und Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen sowie Erfahrungen in der Akquise von Drittmitteln wünschenswert, aber nicht unbedingt erforderlich.

institut fuer botanik greifswald(Foto: 17vier via Flickr)

Die Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 31.12.2011 bei der Uni Greifswald eingegangen sein, die Adresse ist in der originalen Stellenausschreibung auffindbar.

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Podcast: Michael Succow und die rettenden Moore

Michael Succow wird nicht müde. Der inzwischen 69jährige international profilierte Wissenschaftler, unter anderem Träger des alternativen Nobelpreises, des Bundesverdienstkreuzes und der Greifwalder Rubenow-Medaille, konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten zum Handlungsreisenden in Sachen Naturschutz entwickeln.

STELLVERTRETENDER UMWELTMINISTER, STIFTUNGSGRÜNDER & BODENEXPERTE

Er studierte in Greifswald Biologie und war in den letzten Wendemonaten stellvertretender Umweltminister in der Regierung Modrows. Noch gerade rechtzeitig zur letzten Sitzung des DDR-Ministerrats gelang ihm damals die Aufsetzung eines umfassenden Nationalpark-Programms, das mehr als fünf Prozent der Fläche der neuen Bundesländer unter strengen Naturschutz stellte. 1992 konzipierte er den damals in Deutschland einzigartigen Studiengang Landschaftsökologie.michael succow

(Foto: Wikipedia)

Inzwischen hat er eine Stiftungsgründung hinter sich, der Aktionsradius seines Engagements für den Naturschutz hat eine Osterweiterung erfahren: Von Kirgistan über Usbekistan und Aserbaidschan konnten „Millionen von Hektar wilder Steppen, Seenlandschaften und Wüsten in Schutzgebiete“ umgewandelt werden. Die Begeisterung für Asien ist nicht neu – schon in den Siebziger Jahren war der Bodenexperte in der Mongolei unterwegs.

MIT DEN MOORFORSCHERN IM OSTPREUSSISCHEN “DREILÄNDERWALD”

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Vor kurzem begleitete eine Redakteurin der ZEIT Michael Succow und einige seiner mitstreitenden Forstwissenschaftler und Moorforscher auf eine Exkursion in die Rominter Heide. Die Reise diente der Vorbereitung neuer Schutzgebiete. Hier im Südosten Kaliningrads werden die Weichen für eine nachhaltige Umstellung der Holzwirtschaft gestellt. Der sich über polnische, russische und litauische Grenzen erstreckende „Dreiländerwald“ soll zum Biosphärenreservat werden. Dabei sollen insbesondere Moore, denen aufgrund ihrer Speicherkapazitäten für Wasser- und Kohlenstoff ein besonders positiver klimatischer Einfluss attestiert wird, geschützt beziehungsweise renaturiert werden.

die zeit logoDer ZEIT-Artikel ist in der Online-Ausgabe abrufbar und kann obendrein als gut dreizehnminütiger Podcast auch im Stream oder als heruntergeladene mp3-Datei gehört werden. Auch für jene Zeitgenossinnen, die nicht unbedingt einen Faible für landschaftsökologische Themen vorweisen können, sind die Beiträge hör- beziehungsweise sehenswert.

Rettende Moore

Außerdem sei auf das ebenfalls in der ZEIT erschienene Portrait Succows Der Moor-Mann hingewiesen. Hierbei geht es natürlich in erster Linie um die Biographie des Wissenschaftlers und weniger um Moore (“urwüchsig wirkt er schon mit seinem Weihnachtsmannbart“).