Pizzeria in der Langen Reihe überfallen — Polizei bittet um Mithilfe

Gestern Abend wurde eine Pizzeria in der Langen Reihe von zwei vermummten Männern überfallen, die die Angestellten mit einem pistolenähnlichen Gegenstand bedrohten und die Herausgabe von Bargeld forderten.

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Nachdem die beiden mutmaßlichen Täter den Inhalt der Kasse, in der sich mehrere hundert Euro befunden haben sollen, an sich genommen haben, flüchteten sie zu Fuß in unbekannte Richtung. Die vier Angestellten wurden bei dem Überfall nicht verletzt. Eingeleitete polizeiliche Fahndungsmaßnahmen blieben bislang ohne Erfolg — nun wird die Bevölkerung um Hinweise, die zur Aufklärung dieser Straftat führen können, gebeten (PI Greifswald, 03834-5400): Wer hat die Tat oder die Täter beobachtet? Wem sind im genannten Tatzeitraum zwei verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Pizzeria aufgefallen?

Bei der betroffenen Pizzeria soll es sich nicht um San Remo, sondern um Smiley’s handeln. Dies ist leider nicht der erste Überfall in der Greifswalder Pizzabranche — erst vor gut einer Woche wurde ein Pizzafahrer in der Wiecker Dorfstraße niedergeschlagen und ausgeraubt.

  • Bewaffneter Raubüberfall in Greifswald (PM Polizei, 17.03.2014)

OZ weidet Schicksal der Ebay-Tattoo-Mutter aus

Die Verantwortlichen aus der Bachstraße müssen sich auf ihre boulevardeske Topstory, die sie in den vergangenen Tagen unermüdlich weitertrieben und -pflegten, gefreut haben. Nachdem das Schicksal der 19jährigen, die ihre Haut als Werbefläche bei der Auktionsplattform ebay anbot und der wenig später ihr Kind entzogen wurde, eigentlich schon ausgeweidet war, erschien heute – begleitet von einem überdimensionierten Foto – der nächste Artikel mit viel Gefühl und wenig Inhalt.

Diese Kuh wird ausgemolken, bis nichts mehr geht. Das arme Ding merkt vermutlich nicht, wie es zur Auflagenstabilisierung instrumentalisiert wird, und der Redaktion ist auch wirklich nichts zu privat, um es nicht an die Öffentlichkeit zu hieven.

Bei soviel Investigation hat die Aufmerksamkeit für die Pressemitteilung der für Greifswald zuständigen Polizeidirektion Anklam nicht mehr gereicht. Die dort überfallene 90jährige Rentner

in wurde kurzerhand nach Greifswald verfrachtet, denn auch hier gibt es eine Rigaer Straße, von einer Stockholmer Straße fehlt allerdings bislang jede Spur. Die Pressemitteilung im Original gibt’s hier.

*Update* 19.09.

Der letzte Absatz ist falsch. Dem genannten Artikel steht ein deutlicher Ortsverweis voran. Bei aller Unpässlichkeit von Anklamer Nachrichten im Greifswalder Lokalteil war diese Kritik unangemessen.