Arenskrieger braucht Kameras

Unbekannte haben sich an einem Spielplatz ausgelassen und ihn massiv beschädigt. Das ist bitter, aber keine sonderlich neue Geste der Destruktion. Reinhard Arenskrieger, Bausenator der Hansestadt, ließ Pläne der Stadt verlauten, nach denen die Einführung einer Videoüberwachung vergeichbarer Plätze geprüft würde.

Wie bei Vorfällen dieser Art wird die Frage ausgespart, warum so etwas passiert. Eine Videoüberwachung von Spielplätzen, das klingt für mich nach modernem Schildbürgertum. Wenn Unbekannte wieder einmal auf einem Spielplatz ihr TagNachtwerk vollbringen sollten und eine Kamera entdeckten, was würde wohl mit diesem Gerät passieren? Und wie würde man den massiven Eingriff in die Privatsphäre der Bürger rechtfertigen?

Aristoteles war es, der meinte: Wer Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen ist zu Recht ein Sklave.

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7 Gedanken zu „Arenskrieger braucht Kameras

  1. Also echt, so ein grenzenloser Müll, was die Alten sich da ständig ausdenken. Dann installieren sie eben Kameras, na und?! Was soll das bringen? Abschreckung? Wohl kaum! Erleichterung der Ermittlungen? Na klar, wenn ich losziehe und Ärger machen will, mach ich das natürlich so, dass mich jeder erkennt, ziehe mir am besten noch nen T-Shirt mit meiner Adresse drauf an…. Wie bescheuert muss man denn sein?! Aber es scheint genug Geld für solche Kinkerlitzchen da zu sein. Vor solchen Akten ist eine Gemeinde doch nie ganz geschützt – Alkohol spielt eben sein eigenes Spiel. Naja, baut ma Kameras, damit kriegt man bestimmt alles gelöst. – Ganz schön zum Kotzen, was in der Stadt so abläuft –

  2. Aristoteles hatte eine wesentlich praktischere Vorstellung von „Freiheit“ als die heutige „linke“ Szene. Für ihn hieß Freiheit noch, das tun zu können, was er tun möchte. Überwachungskameras schaffen keinerlei neue Tatbestände und hindern niemanden daran, etwas erlaubtes zu tun; schränken also die Freiheit der Bürger in keiner Weise weiter ein als es unser Gesetzbuch tut. Würde Aristoteles heute leben, wäre er sicherlich empört über die mutwillige Zerstörung eines Kinderspielplatzes und wäre für die Überwachung der Spielplätze. Auch wenn Leute wie soca ihre „Argumentationen“ mehr Interessieren als die Realität: Fast alle bisherigen Erfahrungen mit Videokameras an Orten, an denen häufig randaliert wurde, waren positiv; ein Abschreckungseffekt ist also in der Realität durchaus vorhanden. Mag sein, dass dann woanders randaliert wird, aber: einen Schlimmeren Platz als den Lieblingsspielplatz kleiner Kinder können die Randalierer wohl kaum finden!
    Abgesehen davon finde ich, dass „rumhängende“ Jugendliche auf Spielplätzen sowieso nichts zu suchen haben, da sie dort Bierflaschen und Zigarettenstummel hinterlassen sowie überall hinurinieren – und Kinder nunmal gerne alles ertasten, auch mit dem Mund!!!

  3. aber durch videoüberwachung löst man nicht das problem von kriminalität, man verlagert sie nur. das führt im endeffekt zu ghettoisierung und so.

  4. @SSchäuble:

    Zu deiner Behauptung, Erfahrungen mit Überwachungskameras wären bislang positiv gewesen, hätte ich gerne eine Quelle gesehen. Sie ist in meinen Augen nämlich nicht zutreffend.
    Deinem letzten Absatz stimme ich zu, er zielt aber an der Thematik vorbei.

    Gruß

  5. „Auch wenn Leute wie soca ihre “Argumentationen” mehr Interessieren als die Realität“
    Wie kannst Du Dich bitte erdreisten, solch eine Behauptung hier rein zu stellen. Ich bin schon sehr an der Lösung von Problemen interessiert – und das möglichst realitätsnah. Aber ich kann auch meine Meinung dazu bekennen, dass Kameras einfach nicht der Königsweg sind. Hastes jetzt geschnallt, Keule? Du scheinst ja dem konservativen Lager nicht ganz fren zu sein, was an sich ja nicht weiter wild ist. Aber dadurch, dass Du mir hier Sachen in den Mund legst, zeigt sich eben auch, dass da gern über die Köpfe anderer hinweg geurteilt und entschieden wird. Der Pöbel eben, ne?!
    Denk vorher drüber nach, was Du schreibst! Echt frech!!

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