Entgleist: Gesch√§ftsf√ľhrer der CDU-Fraktion verursacht mittelschweren Internetunfall

Der Gesch√§ftsf√ľhrer der Greifswalder CDU-Fraktion machte gestern seinem Namen alle Ehre und l√∂ste mit einem n√§chtlichen Facebook-Eintrag eine Woge der Emp√∂rung aus, deren f√§kale Sturmausl√§ufer sich bis zu Twitter ausbreiteten.

„MAN SOLLTE DENEN DIE H√ĄNDE ABHACKEN!“ „Entgleist: Gesch√§ftsf√ľhrer der CDU-Fraktion verursacht mittelschweren Internetunfall“ weiterlesen

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Greifswalder Jugendliche rufen zum Protest gegen bef√ľrchteten Kahlschlag in der Jugendarbeit auf

Schon wieder eine Mahnwache, schon wieder geht es um fehlendes Geld und eine ungewisse Zukunft. Doch diese Woche ist es nicht der AStA, der den Protest initiiert — es sind Greifswalder Jugendliche, die morgen gleich zu zwei Mahnwachen vor dem Rathaus aufrufen. Dort tagt ab 18 Uhr der Finanzausschuss in einer Sondersitzung, um √ľber den Haushalt des kommenden Jahres zu beraten.

TEILE EINER GESCHICHTE, DIE SP√ĄTER VON √ĄLTEREN „FR√úHER-WAR-ALLES-BESSER“-FREUNDEN ERZ√ĄHLT WIRD¬†

Es gibt ein Defizit von neun Millionen Euro, das weggek√ľrzt werden muss. Durch die bevorstehenden Sparma√ünahmen gilt die Finanzierung der freien Jugendarbeit als akut gef√§hrdet. Die Streichung der bereits gek√ľrzten Mittel w√ľrde f√ľr die beiden Jugendzentren Labyrinth und Klex das Aus bedeuten.

Jugendzentrum Klex in Greifswald ist von K√ľrzungen bedrohtEine lebendig genutzte Fahrradwerkstatt, gesellschaftlich aktive Pfadfindergruppen, selbstorganisierte Konzerte, Volxk√ľchen, ein Filmclub, Prober√§ume mit Aufnahmem√∂glichkeiten und vor allem Raum f√ľr Begegnungen vieler Interessen unter einem Dach — das alles w√§re dann Teil einer Geschichte, die zuk√ľnftige Jugendgenerationen h√∂chstens noch aus den Erz√§hlungen ihrer etwas √§lteren „Fr√ľher-war-alles-besser“-Freunde kennenlernen k√∂nnten, w√§hrend sie in Ermangelung geeigneter R√§ume am Museumshafen herumlungern und anderen auf die Nerven gehen. „Greifswalder Jugendliche rufen zum Protest gegen bef√ľrchteten Kahlschlag in der Jugendarbeit auf“ weiterlesen

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Speicher Ade! Scheiden tut weh.

Ach, h√§tte Caspar-David Friedrich seine Wiesen bei Greifswald nur gute hundert Jahre sp√§ter gemalt — der alte Speicher w√§re heute unleugbarer Bestandteil der Silhouette Greifswalds! Doch Friedrich stellte sein Gem√§lde, das in der Hamburger Kunsthalle aufbewahrt wird, bereits 1822 fertig — der Kornspeicher am Hafen hingegen wurde w√§hrend der nationalsozialistischen Herrschaft in den Jahren 1936/37 erbaut.

Bauaufsichtsbehörde genehmigte Abrissantrag

Dem letzten gro√üen Geb√§ude dieser Art in Greifswald droht nun jedoch ein vorzeitiges Ende. Anfang April genehmigte die untere Bauaufsichtsbeh√∂rde der Stadt den von Douglas Fernando (Petruswerk) gestellten Antrag auf Abriss. Zuvor bef√ľrwortete bereits das Landesamt f√ľr Kultur und Denkmalpflege in Schwerin das Ersuchen des Immobilieninvestors, der an Stelle des historischen Baus ein „markantes Geb√§ude in der Gr√∂√üe des jetzigen Speichers“ errichten will, wie die Stadtverwaltung in ihrer damaligen Pressemitteilung ank√ľndigte.

Speicher Museumshafen Greifswald

(Foto: Fleischervorstadt-Blog, 02/2012)

Um was f√ľr ein Geb√§ude es sich dabei dann konkret handeln wird, blieb bislang unklar. Im April sei der Bau eines Hotels im Gespr√§ch gewesen, das Bestandteil des Wohngebiets werden soll, welches Fernando im Gebiet zwischen Marienstra√üe und An den Wurthen errichten will. Diese Fl√§che (Bebauungsplan 55) wurde in der Vergangenheit immer wieder als „Filetst√ľck“ bezeichnet.

Kritik an „durchgepeitschtem“ Verkauf und zu guten Gesch√§ftsbeziehungen

Kritiker der Transaktion — das Petruswerk bezahlte f√ľr das 13 Hektar gro√üe Arreal nur 1,5 Millionen Euro — warfen dem B√ľrgerschaftspr√§sidenten Egbert Liskow (CDU) damals vor, den Verkauf zugunsten des Petruswerks „durchgepeitscht“ und mit dem Verzicht auf eine Ausschreibung des Grundst√ľcksverkaufs au√üerdem gegen europ√§isches Recht versto√üen zu haben.

Zudem wurde immer wieder √ľber die harmonische Gesch√§ftsbeziehung zwischen Douglas Fernando und dem damaligen Baudezernenten Reinhard Arenskrieger spekuliert, mit dem sich vor zwei Jahren sogar ein Untersuchungsausschuss der B√ľrgerschaft besch√§ftigte. Das Speichergeb√§ude soll abgerissen werden, sobald die B√ľrgerschaft den Entwurf f√ľr den Bebauungsplan 55 beschlie√üt. Die Abrissgenehmigungen sind drei Jahre lang g√ľltig.

Indes verf√§llt der denkmalgesch√ľtzte Geb√§udekomplex Stralsunder Stra√üe 10, den die Universit√§t Greifswald 2008 f√ľr relativ wenig Geld ebenfalls an das Petruswerk verkaufte, weiter. Einer Initiative, die das Haus anschlie√üend kaufen und vor allem retten wollte, war kein Erfolg beschieden und von Sanierungsarbeiten fehlt dort jede Spur.

Flache Decken, dunkle R√§ume — Wohnungsbau im Kornspeicher wird schwierig

Zur√ľck zum alten Speicher in die Hafenstra√üe 37. Der sechsst√∂ckige neoklassizistische Bau besteht aus einem 35 Meter hohen Betonsilo und einem zweist√∂ckigen flachen Lagerhaus. Die fr√ľhere Funktion des ehemaligen Kornspeichers macht eine Sanierung der Ruine schwierig: die Deckenh√∂hen der einzelnen Etagen sind sehr niedrig, die Fenster klein und deswegen ist es im Inneren des Geb√§udes relativ dunkel. Durch den Bau zieht sich ein Betontrichter, des Speichers Kern, in die H√∂he. Wer hier umbauen will und keine Kinderkrippe plant, steht vor einer anspruchsvollen architektonischen Herausforderung.

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Fr√ľher oder sp√§ter wird der alte Speicher, der heutzutage die Szenerie am Museumshafen dominiert, verschwinden. Vermutlich erlebt der Bau dieses Jahr seinen letzten Sommer und es ist Zeit, von ihm Abschied zu nehmen. Die Erinnerungen an den unverstellten Blick √ľber die Stadt bis hinaus nach Wieck werden verblassen — das Bier in der Morgensonne war schlie√ülich auch irgendwann geleert. Ach, h√§tte Caspar-David Friedrich doch sein Werk nur gute hundert Jahre sp√§ter auf die Leinwand gebracht.

  • Die Greifswalder Einkaufstour des Immobilienmagnaten Douglas Fernando (Fleischervorstadt-Blog, 08.02.11)
  • Bildergalerie Alter Speicher (Mryia Jackalope, 2005)
  • Abriss des Wahrzeichens alter Speicher am Ryck genehmigt (daburnas Logbuch, 12.04.12)
  • Douglas Fernando, die B√ľrgerschaft, der Alte Speicher‚Ķ und was davon √ľbrig bleibt. (webMoritz, 18.04.12)

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Straze und Kommunikation mit Stadt und Verwaltung: „Ignorantes Verhalten der Parteien nicht belohnen“

In den vergangenen Monaten ist es ruhig geworden um den Verein Kultur- und Initiativenhaus Greifswald, der sich seit √ľber vier Jahren darum bem√ľht, die fr√ľhere Straze vor dem drohenden Abriss zu retten und deswegen versucht, das Geb√§ude zu kaufen.

So wenig von der Initiative in der letzten Zeit auch zu h√∂ren, unt√§tig waren die Hausbesch√ľtzer nicht, ganz im Gegenteil: Kurz vor dem Wahlmarathon bilanziert die Gruppe ihre Erfahrungen mit den Greifswalder Parteien und anderen kommunalpolitischen Akteuren — das Ergebnis f√§llt wenig √ľberraschend d√ľster aus.

Straze Greifswald

Straze im R√ľckblick

Einen ausf√ľhrlichen R√ľckblick √ľber die Verhandlungen um die fr√ľhere Straze erschien hier im Februar 2011 unter dem Titel Die Greifswalder Einkaufstour des Immobilienmagnaten Douglas Fernando. Seitdem hat sich nicht viel getan, sieht man von der Vereinbarung zwischen Stadtbauamt und Fernando ab, den Abrissantrag mit Blick auf die Idee der m√∂glichen Nutzung als Landratsamt bis Okober 2011 ruhen zu lassen.

Dass der Verein dar√ľber weder informiert, noch zu einem sp√§teren Treffen eingeladen wurde, √ľberrascht inzwischen niemanden mehr.  Die Entscheidung √ľber die Zukunft des Geb√§udes ist bis in die Zeit nach der Wahl verschoben, in der sich der neue Gro√ükreis erst formieren muss und kaum Einfluss nehmen wird. Derweil bietet Douglas Fernando das Haus online zum Verkauf an.

Immobilienangebot Straze

„Suchet der Stadt Bestes“ — Kontinuierliche Gespr√§chsverweigerung von Oberb√ľrgermeister und Stadtverwaltung

Die Inititative hat sehr genau zur Kenntnis genommen, wie ernsthaft sich die jeweiligen Akteure aus Stadtverwaltung und Kommunalpolitik mit ihrem Anliegen auseinandersetzten und stellt den st√§dtischen Verantwortlichen schlechte Zeugnisse aus. Oberb√ľrgermeister Dr. Arthur K√∂nig (CDU) wird seit Juli 2008 „kontinuierliche Gespr√§chsverweigerung“ attestiert, auf wiederholte Einladungen zu Informations- und Diskussionsveranstaltungen des Vereins sei „keine Reaktion“ erfolgt. Der damalige Baudezernent der Stadt, Reinhard Arenskrieger, h√∂rte nicht nur nach drei ergebnislosen Gespr√§chen auf, mit dem Verein zu reden, er verweigerte auch, den Beschluss des Bauausschusses aus dem September 2009 umzusetzen und einen Runden Tisch mit allen Beteiligten zu initiieren.

Mit dem neuen Baudezernent J√∂rg Hochheim (CDU), der Arenskrieger im Fr√ľhjahr 2010 abl√∂ste, h√§tten zwar zwei „freundliche Gespr√§che ohne Ver√§nderung in der Sache“ stattgefunden, jedoch vermied es Hochheim, den Verein beim vorl√§ufig letzten entscheidenden Gespr√§ch zwischen Stadtbauamt und Eigent√ľmer im M√§rz 2011, miteinzubeziehen. Auch eine Anfrage an Innenminister Lorenz Caffier (CDU) blieb unbeantwortet.

Bilanz Kommunikation Straze

Auch mit dem Sozialderzernenten Ulf Dembski (SPD) gab es ein Gespr√§ch, „weitergehende Bem√ľhungen in der Sache“ oder positive Reaktion auf wiederholte Einladungen zu Informations- und Diskussionsveranstaltungen konnte der Verein aber nicht registrieren. Im Gegensatz zu Dembski reagierte Parteikollege und Ministerpr√§sident Erwin Sellering (SPD) positiv auf die Kontaktaufnahme des Vereins, vermittelte einen „Kontakt mit Beratungscharakter“ und half bei der erfolglosen Suche nach Geb√§ude-Alternativen.

Am 1. August wandte sich die Initiative per E-Mail an die Kandidaten und Parteien Uta Maria Kuder (CDU), Dr. Frank Hardtke (Kompetenz f√ľr Vorpommern), Dr. Barbara Syrbe (DIE LINKE), Ulf Dembski (SPD), Stefan Fassbinder (DIE GR√úNEN) sowie die B√ľrgerliste Greifswald, und bat um die Beantwortung mehrerer Fragen zur Zukunft des Objektes Stralsunder Stra√üe 10/11. Auf diese Anfrage reagierten nur Frau Syrbe, Herr Dembski und Herr Fassbinder — Frau Kuder, Herr Hardtke und die Greifswalder B√ľrgerliste antworteten nicht auf das Schreiben.

Dembski (SPD): „Habe mich immer bem√ľht, das mir M√∂gliche zu tun, um Sie beim Erhalt des Geb√§udes zu unterst√ľtzen“

Der Greifswalder Sozialdezernent Ulf Dembski reagierte auf die Anfrage des Vereins und versprach, auch als Landrat das ihm M√∂gliche zu tun, um die Initiative bei ihrem Vorhaben zu unterst√ľtzen. Angesichts der vergangenen Erfahrungen kann man Erwartungen kaum niedriger halten. „Straze und Kommunikation mit Stadt und Verwaltung: „Ignorantes Verhalten der Parteien nicht belohnen““ weiterlesen

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Finanzdesaster Technisches Rathaus: Liskow bleibt Pr√§sident der Greifswalder B√ľrgerschaft

In dieser Minute tagt die Greifswalder B√ľrgerschaft und es wird √ľber den Abschlussbericht des Untersuchungsausschuss Technisches Rathaus diskutiert, in dem unter anderem festgestellt wird,¬† dass die Aussagen des B√ľrgerschaftspr√§sidenten Egbert Liskow (CDU) „nachweislich nicht der Wahrheit“ entsprachen.

Ein Abwahlantrag gegen√ľber Liskow, √ľber den heute abgestimmt wurde, scheiterte vor wenigen Minuten knapp mit 20 Daf√ľr-, 20 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Damit bleibt der CDU-Politiker bei aller Knappheit dieses Ergebnisses im Amt.

cdu greifswald (Bild: Socke, Stadtgespräch)

Zu diesem Thema wird aus der Sitzung heraus unter dem Hashtag #techRH getwittert.

Wer sich selbst intensiver mit dem Bauskandal beschäftigen möchte, sei auf den Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses hingewiesen, der hier als 35seitiges pdf-Dokument abrufbar ist.

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Empfohlene Lekt√ľre zum Bauskandal:

  • Frank und frei: Disziplinierungsma√ünahme innerhalb der Greifswalder CDU-Fraktion (Fleischervorstadt-Blog, 15.04.2011)
  • Time to say goodbye ‚Äď Untersuchungsausschuss l√§utet politisches Ende des B√ľrgerschaftspr√§sidenten Liskow (CDU) ein (Fleischervorstadt-Blog, 26.05.2011)

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Die Greifswalder Einkaufstour des Immobilienmagnaten Douglas Fernando

„Vernunft, Verantwortung und Verwaltung sind die Basis allen Zusammenlebens.“
(Douglas Fernando, 2/2010)

Beinahe vier Jahre sind vergangen, seitdem unz√§hlige Vereine und Inititativen die Straze – das Wohn- und Gesellschaftshaus in der Stralunder Stra√üe 10 – verlassen mussten und mit dem Petruswerk ein neuer Investor in Greifswald von sich reden machte. Vier Jahre, nach denen konstatiert werden darf, dass so gut wie nichts unternommen wurde, um die Bausubstanz dieses Geb√§udes zu sch√ľtzen. Davon derer drei, die exemplarisch vorf√ľhrten, wie das Business mit Immobilien funktionieren kann.

Ein Blick auf die zur√ľckliegenden Aktivit√§ten in der Stralsunder Stra√üe, auf Fernandos Immobilienbesitz und eine vom B√ľrgermeister Arthur K√∂nig (CDU) gezeichnete Empfehlung, die der Investor zur Beruhigung in Graz vorlegte.

DAS „KATHOLISCHE“ PETRUSWERK BETRITT DIE GREIFSWALDER B√úHNE

Erinnern wir uns: Im Oktober 2007 schrieb die Universit√§t, der bis dahin das Haus geh√∂rte, die Immobilie zum Verkauf aus. Den Zuschlag erhielt im Januar 2008 das Petruswerk, ein bis 2003 zum Berliner Erzbistum geh√∂rendes Unternehmen, das sich mit unverk√§uflichen Luxusimmobilien verspekulierte und schlie√ülich von der AVILA-Gruppe, deren Gesch√§ftsf√ľhrer und Teileigener¬† (60%) Douglas Fernando ist, geschluckt wurde.

petruswerk unternehme avila gruppeDie Angaben √ľber den Kaufpreis sind widerspr√ľchlich, die B√ľrgerinitiative zur Rettung der Stralsunder Str. 10 spricht von einem ausgeschrieben Verkaufspreis in H√∂he von 196.000 Euro, w√§hrend sich die Angaben der Greifswalder Ostsee-Zeitung andauernd √§nderten: mal wird von 160.000 Euro, dann von 250.000 Euro und zuletzt im vergangenen Oktober von „etwa 300.000 Euro“ berichtet.

Der Investor stellte wenige Wochen nach dem Erwerb der Immobilie fest, dass eine Sanierung und vor allem der Betrieb des denkmalgesch√ľtzten Objektes zu teuer seien, und pr√§sentierte umgehend Neubaupl√§ne, die in so kurzer Zeit vorlagen, dass die Vermutung im Raum stand, Fernando h√§tte schon beim Kauf des Hauses auf Abriss und Neubau gesetzt. Erfolglos bem√ľhte sich die B√ľrgerinitiative, Douglas Fernando an den Verhandlungstisch zu kriegen, um √ľber einen eventuellen Weiterverkauf der Straze zu beratschlagen.

INVESTOR FERNANDO WIRD WEGEN GEMEINSCHAFTLICHER SACHBESCH√ĄDIGUNG ANGEZEIGT

Am 1. Juli 2009 meldete die Ostsee-Zeitung, dass Fernando das Geb√§ude definitiv nicht an die B√ľrgerinitiative verkaufen w√ľrde. Ihm und dem Aufsichtsrat des Petruswerks sei „der Geduldsfaden gerissen“. Zwei Wochen sp√§ter begannen nicht genehmigte Abrissarbeiten an einem zweist√∂ckigen Fachwerkhaus auf dem Hof des Grundst√ľcks, die daraufhin von Michael Steiger (Gr√ľne) zur Anzeige wegen gemeinschaftlicher Sachbesch√§digung gebracht wurden.

greifswald abriss stralsunderDamit d√ľrfte das Porzellan zwischen dem Investor und der Initiative, die das Haus retten will, endg√ľltig zerschlagen worden sein. Diesem Ende einer ungleichen Verhandlungspartnerschaft, die nie richtig begann, ging ein mehrmonatiges Hickhack voraus, in dessen Verlauf das Petruswerk von der B√ľrgerinitiative erst ein Sanierungskonzept forderte, aber gleichzeitig eine Erlaubnis, das Geb√§ude zu betreten, verweigerte. Die BI wiederum sorgte daf√ľr, dass der Fall Straze nicht aus der √Ėffentlichkeit verschwand, und lie√ü dabei kein gutes Haar an Fernando.

PETRUSWERK SPEKULIERT: VERKAUFSPREIS JETZT SCHON DREIMAL SO HOCH

Das Petruswerk legte am 1. Juli 2010 einen Abrissantrag f√ľr den gesamten denkmalgesch√ľtzten Geb√§udekomplex vor. Da aber mit der BI Straze ein anderer Interessent denkmalgerecht sanieren will, wurde dieser vorerst abgelehnt. Zwischenzeitlich, im Juni 2009,¬† habe man sich nach Angaben der BI mit dem Petruswerk auf einen Verkaufspreis von 450.000 Euro geeinigt, die AVILA-Tochter zog dieses Angebot angeblich aber schnell wieder zur√ľck. „Die Greifswalder Einkaufstour des Immobilienmagnaten Douglas Fernando“ weiterlesen

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