Denk mal! Eine Million für Caspar David Friedrich

Eigentlich sollte heute ein kleiner, dem heutigen Datum angemessener, Scherz hier veröffentlicht werden. Allerdings hat sich Reinhard Amler, Chefredakteur der OZ-Greifswald, etwas derartig Originelles einfallen lassen, dass mir die Muße dafür verlustig gegangen ist.

Angeblich meldete sich gestern ein US-amerikanischer Unternehmer, der eine Million Dollar dafür zu zahlen bereit ist, dass er ein Denkmal für Caspar David Friedrich auf dem Markt installieren darf. Um die Ente noch konstruierter in Szene zu setzen, werde der Geschäftsmann aus Arizona das fünf Meter hohe Denkmal noch heute vor der Commerz-Bank aufstellen lassen.

Ich wurde schon mit raffinierteren Aprilscherzen konfrontiert und bedauere zutiefst, dass diese alljährliche Chance verpasst wurde. Denn eigentlich bietet diese Art des Humors ein unterschätztes utopistisches Potential, denken wir nur an Aktionen wie unlängst von attac, die eine gefakte und globalisierungskritische Ausgabe der ZEIT herstellten und verbreiteten.

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Um so was auf Lokalniveau herunterzubrechen, hätte man zum Beispiel die Straze zeitungsöffentlich verkaufen können oder einen Rücktritt des umstrittenen Theater-Intendanten Nekovar fingiert. Aber das wäre vermutlich sogar der — für investigativen Journalismus bekannten — Lokalredaktion zu heiß gewesen.

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4 Gedanken zu „Denk mal! Eine Million für Caspar David Friedrich

  1. Ich finde den scherz einfach nur dumm es wird einfach Leute geben die um 1 auf dem Markt stehen um den Quatsch zu sehen

    das kann Mensch unter freunden ja noch mach die Leute quer durch die Stadt zu Jagen aber muss das in einer Zeitung stehen

  2. War zufällig einer um 13 Uhr auf dem Markt und hat sich angeguckt, ob die OZ da noch irgendwas gemacht hat? Würde ich denen zutrauen…

  3. Bei der Diskussion um ein (von Michel-Bau gesponsertes) Friedrich-Denkmal für Greifswald hatte ich nach dem Brand der Gaststätte Semrau angeregt, aus den verkohlten Balken auf dem Müllberg vor der Stadt ein Kreuz in Anlehnung an Friedrichs Kreuz im Gebirge zu errichten.
    Die OZ hat den Leserbrief damals nicht gedruckt.

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