Über 38.000 Euro für Caspar-David-Friedrich-Denkmal

Die Nachricht verbreitete sich bereits in den vergangenen Tagen, nun freut sich auch die CDU Greifswald auf ihrer Internetpräsenz. Das geplante Denkmal für den in Greifswald geborenen Maler Caspar David Friedrich hat nämlich jetzt spürbaren finanziellen Rückenwind bekommen. Der Zukunftsfond des Landes Mecklenburg Vorpommern wird das Bauvorhaben mit 21.115 Euro fördern. Das finde ich paradox, denn mein Verständnis eines Zukunftsfonds schließt das Errichten von Denkmälern nicht unbedingt mit ein.

lappstrasse greifswaldDie vom Lübecker Bildhauer Claus Görtz gestaltete Skulptur wird auf einem Privatgrundstück von Egbert Liskow (CDU) in der Lappstraße platziert werden. Seit Mai 2009 folgten viele Bürger dem Spendenaufruf und sammelten bislang 17.185 Euro. Damit stehen jetzt 38.300 Euro für das Projekt zur Verfügung, viel Geld für ein Denkmal.

Ähnlich paradox wie mit dem Zukunftsfond verhält es sich mit der Nichteinbeziehung der Fachkräfte vom Caspar David Friedrich Institut (CDFI), die wären ja eigentlich die ersten Ansprechpartner für ein solches Projekt.

(Foto der Lappstraße: webMoritz)

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8 Gedanken zu „Über 38.000 Euro für Caspar-David-Friedrich-Denkmal

  1. Tja, manchmal wundert man sich eben über unser Provinznest. Ein netter Randeffekt dieser Sache ist übrigens, dass der feine Herr Liskow (CDU) und der feine Herr Mutlhauf (Linke) sich für dieses Projekt im Wortsinne Hand in Hand engagieren. In der Bürgerschaft hingegen treten sie mit schöner Regelmäßigkeit als Todfeinde auf…

  2. …“Durch den ‚Zukunftsfond Mecklenburg Vorpommern‘ sind wir in der Lage, besonders innovative Projekte in den Bereichen zukunftsweisender Technologien, Forschung und Entwicklung zu unterstützen“, so Bildungsminister Metelmann…http://bildungsklick.de/pm/32931/zukunftsfonds-mecklenburg-vorpommern/
    Wer kann mir jetzt erklären, warum ein Denkmal aus besagtem Fond gefördert wird? Nicht das ich gegen „Denkmäler“ wäre; von mir aus kann sich jeder eins in den garten stellen :), aber kann man das geld nicht zukunftsweisenderen projekten zukommen lassen?

  3. ja … na klar – wie ich schon irgendwann mal bemerkte: es fehlen nicht die mittel … nur wohin sie fliessen is immer so merkwürdig … wäre interessant, zu wissen, wieviel der bildhauer bekommen hat, und ob der in irgend einem anderen privaten verhältnis zu den initiatoren steht … aber ist sicher schwierig, soetwas zu recherchieren …

    mit solidarischem gruss

    ich schon wiedä

  4. Genau, Künstler für ihr Tun zu bezahlen ist extrem anstößig. Welches „private verhältnis zu den initiatoren“ seitens des Künstlers wird denn vermutet? Gibt es dafür irgend einen Anhaltspunkt? Wenn ja, welchen? Wenn nein, wieso dann solch eine Mutmaßung?

  5. ich hab das ja schon mal geschrieben, dieser ort ist der wohl ungeeigneteste in der ganzen stadt. es ist dunkel und man steht zwischen zwei riesigen wänden, ein sehr unangenehmes gefühl. und wenn da erstmal die touris kommen um sich das anzugucken, ist der durchgang ständig zu und das wo da doch viele durch müssen. und das restaurant dort hat immer tische und stühle auf der wiese, wie soll das mit denen weitergehen? man kann doch nicht ein denkmal in so eine kleine olle ecke stellen. ich versteh das nicht, sowas gehört auf den marktplatz oder so.

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