Nach dem Castor ist vor dem Castor

Wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt, war der Castor-Transport Mitte Dezember 2010 nicht der letzte seiner Art, der ins ZwischenEndlager Lubmin rollte.

Aktivisten der Initiative Lubmin niX da! brachten vor einigen Tagen in Erfahrung, dass der geplante Transport von Karlsruhe hierher zwischen dem 15. und dem 18. Februar vonstatten gehen wird. Die Atomgegnerinnen erwarten fünf Behälter, die aus dem Badischen sogenannte Atomsuppe bringen, ein bei der Aufarbeitung abgebrannter Brennelemente verbleibender, hochradioaktiver Säure-Plutonium-Uran-Cocktail.

castor widerstand greifswald 2010

Gegen diesen Transport und die Nutzung von Lubmin als vorläufiges Endlager wird wieder bundesweit mobilisiert. Die Vorbereitungen des Widerstands beginnen morgen mit dem ersten Anti-Atom-Plenum des neuen Jahres. Hier ist jede Unterstützung willlkommen und gern gesehen.

Organisiert Euch und spuckt der Lobby in die Atomsuppe!

Fakten: 06.01. | 18.30 Uhr | KLEX (Lange Str.14)

5 Gedanken zu „Nach dem Castor ist vor dem Castor

  1. Irgendwie drängt sich bei diesem Thema immer der Gedanke auf, den Verantwortlichen geht es bei der Auswahl um den Zwischenlagerstandort in erster Linie um möglichst geringen Widerstand. Im Wendland klappt das nicht mehr so tuffig, also aber mit dem Dreck nach Pommern, die halten meist das Maul (es sei denn, es geht um Ernst Moritz Arndt :-p)
    Es wird übersehen, dass es auch hier Menschen gibt, die ihren Kopf anstrengen, die vielleicht nicht mal aus der Region stammen, aber trotzdem für den Landstrich einstehen. Diese Castortransporte sind eine Chance für Vorpommern, endlich alles Selbstmitleid und den Ruf vom „Arsch von Preußen“ abzuschütteln, mal weiter als bis zur nächsten Gräte zu denken und aufzustehen! Macht es!!

  2. Atomsuppe deshalb, weil es sich bis vor einiger Zeit um 60 000 Liter hochgiftige Salpetersäure handelte, die über 500 Kilogramm Uran und mehr als 16 Kilogramm Plutonium enthielt. Die wurde dann für die Transportfähigkeit verglast, wahrscheinlich damit nicht tausende hitzige Wutbürger_innen in BW drauf sitzen müssen sondern „nur“ kühle Vorpommern.

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