Filmfestival Ueber Mut #5: „Antoine“

Laura Bari macht einen sechsjährigen Blinden zum Protagonisten ihres Films Antoine (CAN, 2008, 80 Min.), in dessen Verlauf der Junge die Grenzen seiner eingeschränkten Sinne überschreiten und eine Parallelwelt entdecken wird.

antoine filmplakat

Mit einem portablen Mikrofon ausgestattet, erkundet Antoine Houang seine Umgebung und konserviert diese Wahrnehmungen. Auf diesen Aufnahmen basiert auch der Soundtrack des Films, der mit deutschsprachiger Synchronisierung über der französischen Originalsprache gezeigt werden wird.

Antoine malt, übt Korbwürfe und fährt Schlittschuh. Ob eine Bewegung sitzt, muss der Sechsjährige fühlen oder hören. Er ist von Geburt an blind, aber er besucht eine normale Schule, wo ihn Lehrer und Mitschüler unterstützen. Auch die Regisseurin Laura Bari fordert Antoine heraus. Sie macht ihn zum Co-Autor ihres Films. Gemeinsam treiben sie die Idee auf die Spitze, dass ein blinder Junge das Gleiche tun kann wie ein Sehender. Privatdetektiv Antoine braust mit dem Auto über die Landstraße, auf der Suche nach der mysteriösen Madame Rouski, die sich beim Duschen in tausend Tropfen aufgelöst hat. Die Botschaft des verspielten Abenteuers: Was die Sinne nicht wahrnehmen, ersetzt die Fantasie.

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Als Referent wird Bernd Uhlig vom Blinden- und Sehbehindertenverein Greifswald auftreten. Wie bei allen Veranstaltungen des Festivals ist der Film mit Audiodeskription versehen und für das anschließende Gespräch ist eine Gebärdensprachdolmetscherin vor Ort.

Fakten: 29.09. | 20 Uhr | IKUWO | 3,50 EUR (Arbeitslose & Flüchtlinge kostenlos)

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