How To Win Friends & Influence People #2

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If you want to gather honey, don’t kick over the beehive!*

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*aus How To Win Friends & Influence People, Dale Carnegie (1937).

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18 Gedanken zu „How To Win Friends & Influence People #2

  1. und dazu der tag „streetart“..ironie?!

    SK hats gut erkannt: bescheuert..was soll das scheiß rumgeschmiere?
    super, dass „wir“ damit weiterhin wieder und wieder von der gesellschaftlichen Mitte in die dumpfe Zerst√∂rer-Idioten-Ecke gestellt werden k√∂nnen.
    ..DANKE..

      1. Haha, Ordnung muss sein. ūüėÄ

        Zum Thema: Kapiert es endlich! Ohne „h√§ssliche Schmierereien“ w√§ren die sterblichen √úberreste von Graffitti bereits vor 20 Jahren in den Kunstgallerien aufgebarrt worden. Auch wenn die meisten Leute ihre Streetart gerne sch√∂n sauber und Banksy-m√§√üig pseudo-kritisch h√§tten, ohne Schmierer und Randale w√§re diese „Kunst“ schon lange tot, weil vollends durch Konsens und Eingemeindung erstickt.

        Streetart Is Vandalism! …an‘ there’s nuthin‘ bad about it.

        1. …from the workshop to the wall…

          Ich verstehe nicht so richtig, wieso die Schuster nicht bei ihren Leisten bleiben. Menschen, die sich jahrelang mit Typografie und Zeichen besch√§ftigt haben, sollen sich von mir mit der Dose in der Hand austoben. Wer sich antifaschistisch engagieren m√∂chte, sollte eben das tun und sich verdammt nochmal auf antifaschistische Arbeit konzentrieren und nicht mit herrschaftsschwangeren Begrifflichkeiten wie „Bastard“ um sich werfen.

          Die letzte Runde durch die Innenstadt markierte ein Revier, in dem die Quote der NPD-W√§hler unter 3% lag (http://blog.17vier.de/2011/09/08/der-wahlmarathon-in-mv-aus-greifswalder-perspektive/). Das „Praying to the converted“ ist hier √ľberhaupt nicht notwendig, sondern entzieht der eigenen Gruppierung h√∂chstens die √∂ffentliche Unterst√ľtzung (abgesehen davon, dass auch der Aktionsraum in IKUWO-N√§he nicht unbedingt klug gew√§hlt ist) und bringt ein potenzielles Strafverfolgungsrisiko mit sich, dass an anderer Stelle vielleicht lohnenswerter eingesetzt worden w√§re, z.B. bei der n√§chsten Sitzblockade. Eine an die Wand gebrachte Reviermarkierung tut relativ wenig gegen Nazis.

          Mit diesen Spr√ľhereien s√§gen die K√ľnstler von √úbermorgen am Ast der √∂ffentlichen Unterst√ľtzung, auf dem sie letztendlich mit draufhocken. Allein der bauhistorische Scharfsinn der Al-Erta-Fraktion wei√ü mich zu √ľberzeugen, denn die Graffiti wurden ja nicht wie fr√ľher mehr irgendwo angebracht, sondern bevorzugt auf die verbliebenen sch√∂nen, zum Teil denkmalgesch√ľtzten, Fassaden der Innenstadt. Man g√∂nnt sich ja sonst nichts!

        2. wenn man nicht wei√ü, dass ERST das fill-in gemacht wird, DANN die outline gezogen wird und ZUM SCHLUSS die second outline drumherum kommt… dann hat man gef√§lligst die Dosen stehen zu lassen! Nix gegen streetart und vandalism, aber toyalism ist einfach nur peinlich!

        3. na also ich bin bei weitem kein Feind von Graffitti..aber das was man hier sieht is nichts anderes als Geschmiere! Wenn man dat alles mal mit n bissle mehr …Liebe? (hehe)…betreiben w√ľrde, w√§re es auch meines Erachtens nach sch√∂n anzusehen! Aber dat hier sieht immer so aus als wenn man wie n Hund sein Revier markiert! ..und wie gesagt, bringt einen stets in Misskredit..

          und dann wird einige Tage sp√§ter bei Demos immer gemeckert, dass sich viele Leute nur ans Fenster h√§ngen und nicht auf die Stra√üe gehen. Eben weil sie uns alle ganz einfach f√ľr Chaoten halten. Vielleicht m√∂gen das einige, aber zum Ziel kommt man so nicht..bzw, nur sehr z√∂gerlich! ūüėČ

          Edit: ich hätte erstma alles lesen sollen. Also: @ Jockels und fatcaps post: *signed

    1. Dass diese „Dinger“ nicht grade der Renner sind, scheint jedem aufzufallen, jedoch ist das letzte, was wichtig ist, eine Meinung oder Positionierung der, selbsternannten (sic!), polit. Mitte, die zusammen mit ihrer „selbstdefinierten“ Extremismustheorie versucht, die Welt von allem „B√ĖSEN!“ zu befreien.
      Und anstatt Fachidiotisch diese Tags zu diffamieren, sollte man sich doch fragen, warum, wenn man es besser kann, man es dann nicht selber tut ?
      Dadurch w√ľrde man den Urhebern der obigen K√ľnste zeigen, wies geht und selber auch mal was f√ľrs Stadtbild tun.
      Und den Vorwurf der „Reviermarkierung“ kann man √ľberall nehmen, vom h√§sslichsten Tag hin zum besten Sticker; Lediglich die Art der Markierung st√∂√üt wiedermal auf …

  2. Aus der Angst vor Missverst√§ndnissen ein paar Gemeinpl√§tze vorneweg: Es gibt schlimmeres als Graffitti, Eigentum geh√∂rt nicht zu den allerletzten Dingen und B√ľrgerlichkeit allein macht ein Zusammenleben noch nicht lebenswert.

    Aber warum darf man etwas, dass den Anschein einer geistlosen R√ľcksichtslosigkeit in sich tr√§gt nicht als solche benennen. Nur aus der Angst heraus vorschnell zu Urteilen und ein expressionistisches Kunstwerk der Nachwelt vorzuenthalten? Ist jetzt alles bereichernd? Jede Meinungs√§u√üerung?

    Mag sein, dass auch ein Spießer diesen Einwand vorbrächte, aber ich fände es ungerecht zu meinen, dass uns nichts mehr trennt und wir beide deshalb dem selben Ordnungsfanatismus huldigten.

    Klar, ich weiss schon, es gibt hier und da auch dass Gute im Schlechten. Nur soll ich deswegen sagen, alles ist gut?

  3. Der Aspekt der Anti-√Ąsthetik, die Vereinnahmung abwehrt, wurde ja schon von d_l angesprochen. Ein weiterer Hinweis vllt.: Solche Schmierereien sollen niemanden von einer politischen Einstellung √ľberzeugen, sondern sie sollen eine Stimmung im √∂ffentlichen Raum schaffen, in dem sich der politische Gegner unwohl f√ľhlt. („Reviermarkierungen“ sozusagen). Diese politische Taktik kann mensch gerne kritisieren (etwa weil sie negative Nebeneffekte hat) oder auch ohne fundierte Kritik falsch finden, aber ihr zu unterstellen, es gehe um „Werbung“ erm√∂glicht keine treffende Analyse.

      1. In der Tat, die Frage danach, ob a) die Schmiereien √ľberhaupt einsch√ľchternd auf Nazis wirken und b) ob die negativen Nebeneffekte (unzufriedene Linksalternative und B√ľrger_innen) nicht gr√∂√üer sind als der Vorteil aus a).
        Zu a) w√ľrde ich zumindest behaupten, dass eine Innenstadt voller Nazi-Schmiereien mich einsch√ľchtert und meine Bewegungsfreiheit in dieser Innenstadt einschr√§nkt.

        1. Seh ich nicht so. Warum sollte es Nazis einsch√ľchtern, wenn sie an jeder Ecke „Antifa Area“ oder „Nazis raus!“ lesen? Sie wissen dadurch nur, dass sie unbeliebt sind. Ich w√ľrde den Einsch√ľchterungseffekt der Grafittis als nicht sonderlich hoch einsch√§tzen. Und die Bewegungsfreiheit wird dadurch nicht im Geringsten eingeschr√§nkt. Es sei denn, du w√ľrdest an jedem Haus eine derartige Losung anbringen. Aber dann w√ľrden dir tats√§chlich s√§mtliche B√ľrger_innen aufs Dach steigen.

          Eine Alternative w√§re doch: Macht doch die Grafittis auf gro√üe Presspanplatten (oder wie die Plakat-Platten auch hei√üen) und h√§ngt sie an Laternen auf. Da wird kein Haus zerst√∂rt und es wirkt nicht so albern wie „Revier“ markieren.

          1. Zerst√∂rt wird ein Haus durch eine Schmiererei nicht, es ist genauso als Haus nutzbar wie vor der Schmiererei (gesetzt des Falls, es wird nicht auf die Fenster, Klingelschilder usw. gespr√ľht). Eventuell wird die √§sthetische Erscheinung des Hauses gesenkt (oder gehoben, je nach Haus, Schmiererei und Betrachter_in). Was ggf. desweiteren sinkt, ist der Wiederverkaufswert – nur der ist mir (und Leuten die „Antifa“ taggen und damit vermutlich zumindest diffus Kommunist_innen/Communist_innen oder Anarchist_innen sind) herzlich egal – sprich: Eine Kritik an der Wirksamkeit der Aktionsform (etwa weil die Einsch√ľchterung nicht klappt oder weil die unintendierte Nebenfolge „Sinkende B√ľndnisf√§higkeit“ zu gro√ü ist) macht Sinn. Argumentationen auf Basis der Normen b√ľrgerlicher √Ąsthetik oder auf der Basis der b√ľrgerlichen √Ėkonomie (Privateigentum an Produktionsmitteln) machen als Adresse an vermeindliche oder tats√§chliche Verursacher_innen hingegen nur dann Sinn, wenn sie ihre Basis ausweisen und versuchen, von diesen zu √ľberzeugen (also: Warum ist/sind a) b√ľrgerliche √Ąsthetik(en) Ma√üstab von Politik, und b) die kapitalistische Eigentumsordnung sch√ľtzenswert).

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