Auf der Flucht: Radfahrer überfällt Sparkasse und tritt in die Pedale

Morgens, 09.45 Uhr in Greifswald. Ein bis jetzt noch unbekannter Mann betritt das Hauptgebäude der Sparkasse Vorpommern am Gorzberg und verlangt von einer 56-jährigen Bankangestellten die Herausgabe von Bargeld. Doch die in Empfang genommene Beute reichte dem mit einem pistolenähnlichen Gegenstand ausgerüsteten Räuber nicht — er stromerte hinter den Serviceschalter, um noch mehr Geld an sich zu nehmen und aufzustocken.

Polizeihubschrauber(Foto: Rödi / pixelio.de)

Anschließend verließ der vermummte Räuber das Sparkassengebäude und flüchtete — wie sollte es in einer Fahrradhauptstadt auch anders sein — mit einem grünen Fahrrad und mehreren tausend Euro Bargeld in unbekannte Richtung. Die umfangreichen Fahndungsmaßnahmen der Polizei, die den Fahrradfahrer mit einem Hubschrauber, Fährtenhunden und mehreren Funkstreifenwagen suchten, blieben bislang erfolglos.

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Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Hinweise auf den Täter. Dieser wurde von Zeugen als zirka 1,90 Meter großer,  schlanker Mann beschrieben, der mit einer grünen Regenjacke sowie  schwarzen Schuhen und einer schwarzen Hose bekleidet war. Bei Facebook amüsierten sich zahlreiche Nutzerinnen über das ortsübliche Fluchtfahrzeug. Der betroffenen Bankangestellten geht es inzwischen hoffentlich wieder etwas besser. Endlich mal was los!

  • Raubüberfall auf Sparkasse in Greifswald — Täter flüchtet mit mehreren tausend Euro Bargeld – Polizei bittet um Mithilfe (PM Polizei, 20.11.2013)
  • Vermummter flieht mit grünem Fahrrad (Nordkurier, 20.11.13)

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7 Gedanken zu „Auf der Flucht: Radfahrer überfällt Sparkasse und tritt in die Pedale

  1. So erheiternd/ungewöhnlich die Flucht auf einem Fahrrad und die Nutzung eines ominösen pistolenähnlichen Gegenstands sein mag – ich finde es sehr schade, dass in diesem Zusammenhang eher über das „wie“ gelacht wird, also über das „warum“ nachgedacht. Klar, nicht jede Berichterstattung über eine solche Tat kann es sich zu Aufgabe machen, Hintergründe tief zu beleuchten. Aber man kann sich vielleicht im Stillen mal fragen, in was für einer Gesellschaft wir leben, die Menschen zu derartigen Verzweiflungstaten treibt. Denn nach einer solchen sieht es für mich sehr stark aus. Dass die ersten Berichten zu dem Banküberfall in sozialen Netzwerken mit mit ach-so-witzigen Bemerkungen geteilt wurden, hat mich ehrlich gesagt beschämt.
    Just my two verbitterten Anmerkungen…

    1. Naja, die Frage nach dem warum kann eigentllich nicht sinnvoll beantwortet werden. Ein beschreiben der Beweggründe wäre nichts als Spekulation… Meine erste Assoziation war zB, dass sich auf diese Weise der NSU finanziert (Banküberfall, Flucht mit dem Fahrrad, war vielleicht noch irgendwo ein Liefer-/Wohnwagen?) hat, aber gleich von einer rechtsextremen Tat zu sprechen, wäre dann auch nicht sehr fundiert.

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