EinfĂŒhlsam: Die Greifswalder Innenstadt gibt es nun als Tastmodell

Tastmodelle sind die Antwort auf die Frage, wie man blinden Menschen die Architektur einer Stadt nahebringen und deren Dimensionen erfahrbar machen kann. Seit vergangenem Mittwoch gibt es nun auch in Greifswald ein Tastmodell der Innenstadt.

Die bronzene Skulptur wurde vom Bildhauer Egbert Broerken aus Welver (Nordrhein-Westfalen) geschaffen. Das Tastmodell stellt die Greifswalder Innenstadt maßstabgetreu dar; Hinweise mit ErlĂ€uterungen zu Kirchen, Straßen und PlĂ€tzen wurden auf dem Modell in Braille-Schrift notiert.

tastmodell stadt greifswald(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

Auf Fingerkuppen durch die Straßen flanieren

Christina Spierling, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Fremdenverkehrsvereins, ist froh ĂŒber die neue touristische Attraktion: „Es ermöglicht blinden und sehbehinderten Menschen in einer einzigartigen Art und Weise, die historische Innenstadt von Greifswald besser kennenzulernen, quasi auf Fingerkuppen durch die Straßen zu gehen.“Das Bild des Flanierens auf Fingerkuppen wird immer wieder bemĂŒht, wenn es darum geht, das Tastmodell einer Stadt zu erklĂ€ren. TatsĂ€chlich beschreibt es die Erfahrung, haptisch die rĂ€umliche Struktur einer Stadt entdecken, die Anordnung von PlĂ€tzen, den Verlauf von Straßen und Gassen, die erheblichen GrĂ¶ĂŸenunterschiede zwischen kleinen HĂ€usern, großen HĂ€usern und GotteshĂ€usern zu erfahren, recht genau. „EinfĂŒhlsam: Die Greifswalder Innenstadt gibt es nun als Tastmodell“ weiterlesen

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Versuchter BankĂŒberfall in Greifswald

Wie die Polizei meldet, versuchte heute Mittag ein bislang unbekannter TatverdĂ€chtiger, die Sparkassenfiliale in der Heinrich-Hertz-Straße / Lomonossowallee zu ĂŒberfallen. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Mann die Filiale gegen 11 Uhr betreten und zwei Angestellte mit einem pistolenĂ€hnlichen Gegenstand bedroht haben. Der mutmaßliche TĂ€ter forderte die Herausgabe von Bargeld, jedoch flĂŒchtete der Maskierte wahrscheinlich ohne Beute in Richtung Lomonossowallee. Die Angestellten sollen bei dem versuchten Überfall nicht verletzt worden sein.

Logo Polizei MVObwohl sofort zahlreiche EinsatzkrĂ€fte der Polizei in die Fahndung nach dem TatverdĂ€chtigen eingebunden worden sein sollen, konnte er zum jetzigen Zeitpunkt nicht gestellt werden. Bei dem mutmaßlichen TĂ€ter soll es sich um einen 20-25jĂ€hrigen Mann handeln, der zwischen 1,75m und 1,80m groß ist. Er soll einen schwarzen Kapuzenshirt mit blauen Emblemen auf dem RĂŒcken getragen haben und weiterhin mit einer blauen Jeanshose mit beigefarbenen GĂŒrtel sowie blau-weißen Turnschuhen bekleidet gewesen sein. Den pistolenĂ€hnlichen Gegenstand soll der Mann in einem beigefarbenen Greifswald-Beutel bei sich gefĂŒhrt haben. Die Fahndung nach dem TatverdĂ€chtigen und die Ermittlungen zum Tathergang dauern noch an. Hinweise der Bevölkerung werden telefonisch unter 0395/5582-2224, online oder auf der nĂ€chstgelegenen Polizeidienststelle entgegengenommen.

Der letzte BankĂŒberfall in Greifswald liegt erst ungefĂ€hr ein halbes Jahr zurĂŒck. Damals wurde die Hauptfiliale der Greifswalder Sparkasse ĂŒberfallen. Der TĂ€ter erbeutete mehrere tausend Euro und floh auf einem Fahrrad. Bis heute wurde er nicht gefasst.

  • Versuchter Raub in einer Greifswalder Bankfiliale – Weiterer schwerer Raub auf Bankfiliale in Anklam (PM Polizei, 15.05.14)

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Intern: Fleischervorstadt-Blog gerÀt in die Kritik

Schon fĂŒnf Wochen her und beinahe untergegangen: Der Fleischervorstadt-Blog geriet in die Sprachkritik und wurde von den kommunalen GrĂŒnen krĂ€ftig in die Zange genommen. Gregor Kochhan bemĂ€ngelte, dass die Berichterstattung des Blogs im Zusammenhang mit dem Überfall auf die Sparkasse im November diskriminierend und mit dem Pressekodex unvereinbar gewesen sei.

Die Berichterstattung ĂŒber KriminalitĂ€t […] unterliegt gewissen Grenzen. Merkmale, die nichts mit der (mutmaßlichen) Tat zu tun haben, sollten im Bericht nicht auftauchen. Alter, NationalitĂ€t oder Ähnliches haben in Artikeln nichts zu suchen, wenn diese Merkmale nicht zur Besonderheit der Tat gehören. Auch die Hervorhebung der Zugehörigkeit zu einer Gruppe kann laut Pressekodex diskriminierend sein […].

Die mehrfache Verwendung des Wortes “GrĂŒn” (grĂŒnes Fahrrad, grĂŒne Jacke) halten wir in der Berichterstattung des FVB im Zusammenhang mit der TatausfĂŒhrung (Fahrrad) fĂŒr diskriminierend. Sicher sind wir fĂŒr COÂČ-Reduzierung und -Vermeidung in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen, von dieser Tat distanzieren wir uns.

ÖKOSPIESSERVERBOTSPARTEI NERVT SATIRISCH

Wahlplakat der Gruenen Montage BankĂŒberfall Und du?

Das Ergebnis solcherlei Textproduktion habe man an Kommentaren bei Facebook ablesen können, in denen von einem “umweltfreundlichen BankĂŒberfall” die Rede gewesen sei. Die GrĂŒnen hĂ€tten sich fragen lassen mĂŒssen, ob sie nicht schon immer „prinzipiell fĂŒr Umverteilung“ gewesen seien und es sich bei dem BankĂŒberfall nicht um eine „Versöhnung von Ökologie und sozialer Gerechtigkeit“ gehandelt hĂ€tte. Weil dann auch noch die BĂŒrgerinitiative fĂŒr die Diagonalquerung diskreditiert wurde („der RĂ€uber sei quer ĂŒber die Europakreuzung gefahren“), reichte es den linken Ökospießern: Sie entschieden sich fĂŒr hĂ€rtere Methoden und forderten vom Fleischervorstadt-Blog, dass dieser sich an den eigenen MaßstĂ€ben in Sachen Political Correctness messen ließe. „Intern: Fleischervorstadt-Blog gerĂ€t in die Kritik“ weiterlesen

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SparkassenĂŒberfall: Radelnder RĂ€uber noch immer auf der Flucht

Am vergangenen Mittwoch wurde die Hauptfiliale der Sparkasse Vorpommern am Gorzberg von einem Mann ĂŒberfallen, der unter Vorhaltung eines pistolenĂ€hnlichen Gegenstands die Herausgabe von Bargeld erzwang, ehe er das GebĂ€ude verließ und auf einem Fahrrad vor der herbeieilenden Polizei in Richtung SĂŒdbahnhof/Gorzberg floh.

Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen der Polizei, die den FlĂŒchtigen mit einem Hubschrauber, FĂ€hrtenhunden und mehreren Funkstreifenwagen suchte, konnte der BankrĂ€uber bislang nicht gefasst werden. Nun ist die Spur kalt. Die Ermittler veröffentlichten gestern Aufnahmen der Überwachungskameras und erhoffen sich sachdienliche Hinweise der Bevölkerung, um den TĂ€ter zu ergreifen — doch angesichts der schlechten BildqualitĂ€t und der Vermummung des BankrĂ€ubers stehen die Chancen dafĂŒr eher schlecht.

Sparkassen rĂ€uber greifswald(Fotos: PolizeiprĂ€sidium Neubrandenburg) „SparkassenĂŒberfall: Radelnder RĂ€uber noch immer auf der Flucht“ weiterlesen

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Auf der Flucht: Radfahrer ĂŒberfĂ€llt Sparkasse und tritt in die Pedale

Morgens, 09.45 Uhr in Greifswald. Ein bis jetzt noch unbekannter Mann betritt das HauptgebĂ€ude der Sparkasse Vorpommern am Gorzberg und verlangt von einer 56-jĂ€hrigen Bankangestellten die Herausgabe von Bargeld. Doch die in Empfang genommene Beute reichte dem mit einem pistolenĂ€hnlichen Gegenstand ausgerĂŒsteten RĂ€uber nicht — er stromerte hinter den Serviceschalter, um noch mehr Geld an sich zu nehmen und aufzustocken.

Polizeihubschrauber(Foto: Rödi / pixelio.de)

Anschließend verließ der vermummte RĂ€uber das SparkassengebĂ€ude und flĂŒchtete — wie sollte es in einer Fahrradhauptstadt auch anders sein — mit einem grĂŒnen Fahrrad und mehreren tausend Euro Bargeld in unbekannte Richtung. Die umfangreichen Fahndungsmaßnahmen der Polizei, die den Fahrradfahrer mit einem Hubschrauber, FĂ€hrtenhunden und mehreren Funkstreifenwagen suchten, blieben bislang erfolglos.

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Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Hinweise auf den TĂ€ter. Dieser wurde von Zeugen als zirka 1,90 Meter großer,  schlanker Mann beschrieben, der mit einer grĂŒnen Regenjacke sowie  schwarzen Schuhen und einer schwarzen Hose bekleidet war. Bei Facebook amĂŒsierten sich zahlreiche Nutzerinnen ĂŒber das ortsĂŒbliche Fluchtfahrzeug. Der betroffenen Bankangestellten geht es inzwischen hoffentlich wieder etwas besser. Endlich mal was los!

  • RaubĂŒberfall auf Sparkasse in Greifswald — TĂ€ter flĂŒchtet mit mehreren tausend Euro Bargeld – Polizei bittet um Mithilfe (PM Polizei, 20.11.2013)
  • Vermummter flieht mit grĂŒnem Fahrrad (Nordkurier, 20.11.13)

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Keine Kohle: Sparkassencontainer weicht Umgestaltungen am Bahnhofsvorplatz

Was soll das heißen hier, ich krieg nichts mehr? Ich bin bankrott – na und? Und ihr? Keine Lust mich ĂŒberhaupt darum zu kĂŒmmern. Diese Scheiße mit dem Geld und ihr Verlauf, reibt dich nur auf.

FrĂŒher an spĂ€ter muss ab jetzt denken, wer vor Reiseantritt noch schnell an der Selbstbedienungsfiliale der Sparkasse Geld ziehen möchte — denn diese Quelle ist aufgrund der begonnenen Umgestaltung am Bahnhof vorerst versiegt. Im Zuge der Bauarbeiten werden auf dem Bahnhofsvorplatz 200 beleuchtete FahrradstellplĂ€tze und drei FlĂ€chen fĂŒr kurzzeitiges Parken entstehen. Der Vorplatz soll anschließend nur noch von Taxis befahrbar sein. Der nĂ€chste Geldautomat befindet sich in der Dompassage.

Sparkasse Container Bahnhof Greifswald(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

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