Arndt-Debatte: Sachen, die passieren werden, und die wir uns jetzt noch nicht vorstellen können

Mit freundlicher Genehmigung von Brycke

Mit dieser gestern in der Ostseezeitung ver√∂ffentlichten Aussage aus dem Pro-Arndt-Lager hat die Posse um den Greifswalder Universit√§tspatron die n√§chste Dimension erreicht. Wir haben uns in der Redaktion zusammengesetzt und mittels der anerkannten Methode des Gehirnst√ľrmens (Brainstorming) zwanzig Sachen ermittelt, welche f√ľr unsere Heimatstadt zu einem in diesem Zusammenhang genannten ‚ÄěRiesenproblem‚Äú werden k√∂nnten.

(Ausriss Ostsee-Zeitung, 15.01.2018)

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OB-Wahl: Greifswalder Fußmatte bleibt Thema

Die Fu√ümatte, √ľber die der im Mai mit hauchd√ľnner Mehrheit gew√§hlte¬†Oberb√ľrgermeister Stefan Fassbinder auf seinem Weg ins Amt stolperte, bleibt medial beliebt. Inzwischen widmeten sich auch die ersten realsatirischen Fernsehbeitr√§ge diesem Thema.

Das Satiremagazin extra3, das bereits √ľber den Greifswalder Superpoller vor der Wiecker Br√ľcke und die Ampel in der Stralsunder Stra√üe an der stark frequentierten Bahnstrecke am Hafen berichtete, legte unl√§ngst nach und pr√§sentierte ein Video √ľber jene Fu√ümatte, die bislang nicht nur die B√ľrgerschaft und einen Wahlpr√ľfungsausschuss auf den Plan rief, sondern m√∂glicherweise auch noch ein Verwaltungsgericht besch√§ftigen wird.

Auch der ZDF-L√§nderspiegel wuppte¬†die „fiese Fu√ümatte“ ins Programm und stellte sie¬†in einem kurzen Beitrag als „Hammer der Woche“ vor. Tr√∂stende Worte gab es dabei unter anderem vom Greifswalder Musiker Thomas Putensen: „Wenn man auch mal verliert, dann kann man auch mal nach 25 Jahren sagen: „Ok, es war eine sch√∂ne Zeit, wollen wir die anderen mal machen lassen.““

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F√ľnf Fragen an Tapir-Sch√∂pfer Kai-Uwe Makowski

Ein satirischer Cartoon aus dem Sommerkalender des Moritz Magazins erregte in dieser Woche wegen der klischeehaften Darstellung von Griechen und Rum√§nen die Gem√ľter. Zeichner Kai-Uwe Makowski, der den Tapir seit 1998 auf die studentischen Medien losl√§sst, nimmt in einem schriftlichen Interview Stellung dazu und redet √ľber die Grenzen von Satire, ertrunkene Fl√ľchtlinge, geistige Kleing√§rtner, die Emp√∂rungsmaschinerie Internet und √ľber Markus S√∂der.

FVB: Kai-Uwe Makowski, gegenw√§rtig braut sich ein bundesweiter Shitstorm wegen einer Ihrer Tapir-Cartoons zusammen, der als rassistisch kritisiert wird. Sie sorgen nicht zum ersten Mal mit einer Zeichnung f√ľr Unmut. Gibt es etwas, das Satire nicht darf? Und wer entscheidet, was Satire darf? Die Satiriker? Die Leser? Die Herausgeber? Das Grundgesetz?

KUM: Satire darf alles. √úber Grenzf√§lle entscheidet das Bundesamt f√ľr Satire in Bonn.

Gibt es f√ľr Sie als Cartoonisten Tabus? W√§re f√ľr Sie beispielsweise denkbar, im n√§chsten Moritz einen Cartoon √ľber im Mittelmeer ertrunkene Fl√ľchtlinge zu ver√∂ffentlichen, oder f√§nden Sie das piet√§tlos?

tapir greifswaldDie ertrunkenen oder noch zu ertr√§nkenden Fl√ľchtlinge sind ein ganz hervorragendes Thema. Gerade hier√ľber ist die Emp√∂rung in der bundesdeutschen √Ėffentlichkeit n√§mlich viel zu gering. Sind ja nur ein paar Afrikaner. Ein knackiger Cartoon, in dem der Tapir den organisierten Mittelmeertransport von Fl√ľchtlingen anpackt und wie jeder gute Gesch√§ftsmann 20% Schwund aufgrund „h√∂herer Gewalt und √§u√üerer Umst√§nde“ mit einberechnet, w√ľrde die Gleichg√ľltigkeit des gemeinen Deutschen ganz hervorragend beleuchten. „F√ľnf Fragen an Tapir-Sch√∂pfer Kai-Uwe Makowski“ weiterlesen

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#Tapirgate: Greifswalder Satire-Comic löst bundesweiten Shitstorm aus

Der Tapir-Cartoon aus dem aktuellen Moritz-Sommerkalender sorgt f√ľr einen bundesweiten Shitstorm und Diskussionen √ľber die Frage, ob diese Zeichnung nun satirische Kunst oder schlichtweg Rassismus ist.

Kurz nach dem islamistisch motivierten Terroranschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris konnte man sich in den sozialen Netzwerken vor den Verteidigern der Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit kaum retten. Pl√∂tzlich waren alle Charlie Hebdo, trauerten um die Opfer und bekannten sich im Taumel der schrecklichen Ereignisse mehr oder weniger bedingungslos zur Freiheit der Satire. Ob die meisten von ihnen bis dahin √ľberhaupt jemals eine Hebdo-Karikatur gesehen haben, bleibt anzuzweifeln.

je suis tapir(Dieses neue Je-Suis-Motiv verbreitet sich derzeit dezent unter Tapirfans auf Facebook)

Respekt? Steuern zahlende Griechen und arbeitende Rumänen

Auch im Sommerkalender des Moritz l√§sst sich ein Cartoon bewundern: Der Tapir — ein ber√ľhmt wie ber√ľchtigter Comic mit inzwischen beinahe zwanzigj√§hriger Publikationstradition. Dem schwerf√§lligen R√ľsseltier mit den oft schwer verdaulichen Einstellungen geh√∂rt eine feste Seite, und zwar nicht die Witzseite, wie der mutma√üliche Ausl√∂ser des Shitstorms vermutete, sondern die Tapir-Seite — ein Raum f√ľr die satirischen Zeichnungen Kai-Uwe Makowskis. Der Tapir teilt in viele Richtungen aus und musste daf√ľr auch schon kr√§ftig einstecken. Einzelne Cartoons seien antisemitisch, islamophob und nun auch noch rassistisch. „#Tapirgate: Greifswalder Satire-Comic l√∂st bundesweiten Shitstorm aus“ weiterlesen

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Kommentar zu Greifswalder KAW-Hallen: „Ich w√ľnsche mir den totalen Zulieferverkehr!“

Greifswald TV √ľberraschte am vergangenen Freitag mit einem spritzigen Kommentar zur Debatte √ľber die Zukunft der ehemaligen KAW-Hallen am Bahnhof. In dem kurzen Beitrag finden „ein Mann und sein Klappstuhl“ deutliche Worte f√ľr ein gro√üfl√§chiges Einkaufszentrum an dem Standort, √ľber dessen zuk√ľnftige Nutzung seit einigen Wochen energisch debattiert wird.

Entwurf des Einkaufszentrums KAW-Hallen Greifswald(Screenshot Greifswald TV, Entwurf des EKZ KAW)

Das spitzz√ľngige Duo — ein bereits aus anderen (sub)kulturellen Zusammenh√§ngen bekannter Kommentator und seine Sitzgelegenheit, die fast so unbequem ist wie er selbst — f√ľhrt schl√ľssige Argumente ins Feld, die auch die letzten Kritikerinnen von dem gigantischen Projekt √ľberzeugen k√∂nnten. Nur eine Frage bleibt offen: Warum ist der Regionalsender, dem einst ein eher piefiges Image anhaftete, pl√∂tzlich um L√§ngen humorvoller als das lokale Studierendenfernsehen Moritz TV, das den Sender in grauer Vorzeit so h√§ufig so alt aussehen lie√ü?

Wer sich von diesem Format unterhalten f√ľhlt, darf sich jedenfalls schon jetzt auf eine baldige Fortsetzung freuen!

Video (02:14)
[youtube 9Gp8htaNMF0]

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Intern: Fleischervorstadt-Blog gerät in die Kritik

Schon f√ľnf Wochen her und beinahe untergegangen: Der Fleischervorstadt-Blog geriet in die Sprachkritik und wurde von den kommunalen Gr√ľnen kr√§ftig in die Zange genommen. Gregor Kochhan bem√§ngelte, dass die Berichterstattung des Blogs im Zusammenhang mit dem √úberfall auf die Sparkasse im November diskriminierend und mit dem Pressekodex unvereinbar gewesen sei.

Die Berichterstattung √ľber Kriminalit√§t […] unterliegt gewissen Grenzen. Merkmale, die nichts mit der (mutma√ülichen) Tat zu tun haben, sollten im Bericht nicht auftauchen. Alter, Nationalit√§t oder √Ąhnliches haben in Artikeln nichts zu suchen, wenn diese Merkmale nicht zur Besonderheit der Tat geh√∂ren. Auch die Hervorhebung der Zugeh√∂rigkeit zu einer Gruppe kann laut Pressekodex diskriminierend sein […].

Die mehrfache Verwendung des Wortes ‚ÄúGr√ľn‚ÄĚ (gr√ľnes Fahrrad, gr√ľne Jacke) halten wir in der Berichterstattung des FVB im Zusammenhang mit der Tatausf√ľhrung (Fahrrad) f√ľr diskriminierend. Sicher sind wir f√ľr CO¬≤-Reduzierung und -Vermeidung in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen, von dieser Tat distanzieren wir uns.

√ĖKOSPIESSERVERBOTSPARTEI NERVT SATIRISCH

Wahlplakat der Gruenen Montage Bank√ľberfall Und du?

Das Ergebnis solcherlei Textproduktion habe man an Kommentaren bei Facebook ablesen k√∂nnen, in denen von einem ‚Äúumweltfreundlichen Bank√ľberfall‚ÄĚ die Rede gewesen sei. Die Gr√ľnen h√§tten sich fragen lassen m√ľssen, ob sie nicht schon immer „prinzipiell f√ľr Umverteilung“ gewesen seien und es sich bei dem Bank√ľberfall nicht um eine „Vers√∂hnung von √Ėkologie und sozialer Gerechtigkeit“ gehandelt h√§tte. Weil dann auch noch die B√ľrgerinitiative f√ľr die Diagonalquerung diskreditiert wurde („der R√§uber sei quer √ľber die Europakreuzung gefahren“), reichte es den linken √Ėkospie√üern: Sie entschieden sich f√ľr h√§rtere Methoden und forderten vom Fleischervorstadt-Blog, dass dieser sich an den eigenen Ma√üst√§ben in Sachen Political Correctness messen lie√üe. „Intern: Fleischervorstadt-Blog ger√§t in die Kritik“ weiterlesen

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