Wechsel bei der Ostsee-Zeitung: Amler geht

Schon seit Monaten stand das Ger├╝cht im Raum, dass in naher Zukunft ein Wechsel in der Chefetage der Greifswalder Lokalredaktion der Ostsee-Zeitung bevorst├╝nde. Heute wurde die Nachricht zeitungs├Âffentlich und die Umbesetzung ist erfolgt.

Die ├ära Amler, und nach einer achtundzwanzigj├Ąhrigen T├Ątitkeit darf man beruhigt von einer ├ära sprechen — ist gestern zu Ende gegangen.

Das Ende einer Ära

Reinhard Amler OZDieser Satz klingt unwirklich, schlie├člich begleitete mich Amlers Arbeit seitdem ich Lesen kann. Nicht viele Jobs bieten so viele Potentiale, eine Stadt zu pr├Ągen und vielleicht sogar zu ver├Ąndern, wie die Anstellung als Redaktionsleiter der einzigen lokalen Zeitung.

In dem im Dezember 2009 von Dirk Mellies und Frank M├Âller herausgegebenen Buch Greifswald 1989: Zeitzeugen erinnern sich erf├Ąhrt der geneigte Leser mehr ├╝ber den Menschen und Redakteur Reinhard Amler und seine pers├Ânlichen Wahrnehmungen der Greifswalder Wendezeit.

Wer mit der Ostsee-Zeitung unserer Zeit hart ins Gericht geht, kommt nicht umhin, beim Lesen des folgenden Zitates den tiefen Graben zwischen Amlers Anspruch und der Wirklichkeit zu registrieren. „Wechsel bei der Ostsee-Zeitung: Amler geht“ weiterlesen

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OZ-Lokalchef Amler faucht zur├╝ck

So kann es gehen. Erst gestern fr├╝h wurde auf dem Blog der Gr├╝nen gegen die Berichterstattung der Lokalausgabe der Ostsee Zeitung gestichelt, denn die Montag fr├╝h ver├Âffentlichten Wahlergebnisse der Kommunalwahl waren ein Zwischen-, kein Endergebnis.

reinhard amler greifswaldDr. Ulrich Rose (Die Grünen)  monierte in seinem Beitrag (zurecht), dass die journalistische Arbeit eher irritierend und manipulierend, statt informierend ausfiel.

Heute wird aus der Lokalredaktion zur├╝ckgeschossen. Wer h├Ątte soviel Einsatz erwartet? Chefredakteur Reinhard Amler bekennt in meinem pers├Ânlichen Lieblingsteil der OZ, dass er gestern „…bei den Greifswalder Gr├╝nen ins Internet ging…“. Am├╝sant ist weniger die sprachliche Eleganz, die der Chefredakteur vermissen l├Ąsst, sondern vielmehr die Vehemenz, mit welcher hier die Gr├╝nen zeitungs├Âffentlich angeklagt werden. Zugegeben, der Ton auf dem Gr├╝nen-Blog ist rau, die Autoren scheinen die Machbarkeit einer Gegen├Âffentlichkeit zu genie├čen, aber unter „Hetztiraden“ gegen die OZ und die CDU stelle ich mir etwas anderes vor.

Zumindest beweist die heutige Ansprache an die Leserinnen und Leser unserer Lokalzeitung, dass Amler besagten Blog liest, wenn er „bei den Gr├╝nen ins Internet geht“. Ob es im Antiquariat Rose ein offenes WLAN gibt? Ich bin ja gespannt, wie Herr Amler das sonst angestellt h├Ątte.

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