Polyform: Mehr Queerness in Greifswald!

Sichtbare (sub)kulturelle Impulse einer Szene, die sich im weitesten Sinne als queer verstehen lässt, sind in Greifswald rar und die Suche nach entsprechenden Veranstaltungen gestaltet sich häufig frustrierend und wenig vielversprechend. Die einzige feste Institution dieser Art stellt die Gender Trouble Partyreihe dar, die regelmäßig im Kontorkeller stattfindet, aber von vielen Leuten als lieblos und uninspiriert kritisiert wird.

polyformMit der neuen Veranstaltungsreihe Polyform wird nun ein neuer Akzent in dieser Sache gesetzt. Am Sonnabend findet in der Tschaika der Auftakt statt – die Zusammenkunft wird explizit als „queere Elektroparty“ beworben und ist an alle „Queers, Gays, Lesbians, Transgender, Genderbender, Kings and Queens and all their friends“ adressiert.

Das deutliche Label dieser Party ist ein feiner Zug und zeigt, dass der offensichtliche Bedarf an – im weitesten Sinn – queeren Angeboten in der Stadt erkannt wurde und man sich anschickt, diesen auch zu bedienen. Spannend bleibt natürlich die Frage, was und vor allem wieviel über die bloße Zuschreibung queer hinausgeht und damit diese Party von anderen Elektroparties unterscheidet.

In diesem Sinne hoffnungsfroh: Für mehr Queerness in Greifswald!

Fakten: 14.05. | 23 Uhr | Tschaika (Keller Slawistik) | 1,50 EUR

5 Gedanken zu „Polyform: Mehr Queerness in Greifswald!

  1. schön, dass sich da in der szene was bewegt.
    allerdings gibts bei mir in dem queeren/schwulen kontext
    komische assoziationen bezüglich des logos, speziell des
    dreiecks… soll keine unterstellung/verurteilung sein – kommt
    bei mir einfach merkwürdig an. vielleicht liegt das auch an
    der kombination mit dem stencilfont…
    http://bit.ly/ikPrx4

    viel erfolg mit der reihe!

  2. Wie ich hörte, gab es einen uangenehmen Zwischenfall auf der Party, weil jmd. mit Thor Steiner-Kleidung nicht rausgeschmissen wurde/werden konnte. Angeblich kannte er die DJ´s. Was ist da dran?

  3. Ohne die genauen Fakten zu kennen, sollte man mit seinen Aussagen sorgfältiger umgehen und vor allem keine falschen Tatsachen unterstellen.

    Weder die Dj’s noch die Veranstalter kennen die Person mit dem Thor Steinar Shirt. Es wurde reagiert und der Betroffene von der Party verwiesen. Aufgrund seines Alkoholstandes war dies nicht ganz einfach. Nichtdestotrotz konnte die Party ohne besagte Person weitergehen.
    Zu wünschen ist, dass es keine weiteren Vorfälle dieser Art gibt.

    Polyform.

  4. Liebe Polyform-Menschen,

    toll, dass es endlich eine neue Form der queer-Parties in Greifswald gibt.
    Ich habe mich am Samstag in der Tschaika auch wirklich sehr wohl gefühlt – bis der Typ mit dem Hemd auf der Tanzfläche stand.
    An seinem Erscheinen tragt ihr keine Schuld! Dass der Typ nicht ohne weiteres von der Party „entfernt“ werden konnte, ist auch nicht auf die Veranstalter zurückzuführen.
    Toll wäre, wenn ihr das nächste mal auf Euer Hausrecht pocht und im Notfall dann die Polizei verständigt.
    Niemand möchte Stress auf Parties, aber noch weniger wollen wir Nazi-Ärsche.
    Ich freu mich auf die nächste Polyform!

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