Sub*Bass Party mit Sarah Farina

Das Sub*Bass Kollektiv lädt am Freitag in die ROSA WG ein und präsentiert dort mit Sarah Farina eine Meisterin der tieffrequenten Abendunterhaltung.

Sarah Farina legt satte Bassmusik mit reichlich Überschwang auf. Die Mitkuratorin der Rec Room Partyreihe im Berliner Ohm gehört zur Through my Speakers Crew und war bisher unter anderem auf der Seebühne der Fusion oder im Boiler Room zu hören. Das Greifswalder Sub*Bass-Kollektiv hat die DJane nun eingeladen, am Freitagabend in der ROSA WG die Birke krachen zu lassen. 

Sarah Farina ROSA Greifswald

Mit von der Partie ist weiterhin Snakesnatcher (Submassive, Drum ‘n’ Bass) aus Magdeburg. Das Programm wird vom hiesigen DJ-Duo Elmar und Cqong komplettiert, das mit jamaikanischen Dub Grooves und verschobenem, vornehmlich britischem House angekündigt wird.

Der Eintritt kostet je nach Geldbeutel 8-10 Euro. Wird der Veranstaltungsflyer vorgelegt, werden an der Abendkasse nur 7 Euro fällig.

Fakten: 05.01. | 23 Uhr | ROSA (Bahnhofstr. 44) | 7-10 EUR

Pop am Wochenende: verschnibbt & zugenäht “harvest gloom”

verschnibbt und zugenaeht harvest gloomLetzte Woche, am Tag zwischen Donald Trumps außergewöhnlichem Wahlsieg und dem alljährlichen Beginn der Karnevalszeit, veröffentlichte das DJ-Duo verschnibbt & zugenäht ein neues Set.

Mit dem fast zweieinhalbstündigen harvest gloom wollen die beiden Klangathleten den schrillen Tönen der Gegenwart tiefere Frequenzen entgegenmischen und offerieren einen kurzweiligen Ausweg aus der allgemeinen Bredouille. Oder um es mit den Worten der beiden Tekknoten auf den Punkt zu bringen: “Lisa Simpson, vier Jahre nur noch — wir zählen auf Dich!”

Die Reihe “Pop am Wochenende” versammelt Greifswalder Musikgeschichte und hält über das klangliche Gegenwartstreiben in der wilden Provinz auf dem Laufenden.

Nicht alle Flaschen im Schrank — ROSA und Jack Daniel’s

Der Whiskey Jack Daniel’s steht nicht nur für hochprozentigen Rachenbrand, sondern auch für die werbewirksame Unterstützung sogenannter Freidenker, zu denen jetzt auch die ROSA WG mit ihrem Schrank gehört.

“Supporter of the Independent” heißt das Stichwort, mit dem die meistverkaufte amerikanische Whiskeymarke werbewirksame Botschafter sucht, um die Reichweite zu erhöhen und am Profil der eigenen Marke zu arbeiten — astreines Brandy-Branding sozusagen.

schrank greifswald jack danielsKreative Einfälle, mit denen sich Leute beim konzerneigenen Freidenker-Programm (“Feuer und Flamme für deine Ideen”) bewerben, werden mit einer einmaligen Finanzierung unterstützt. Um diese Förderung bemühten sich vor einiger Zeit auch die Technoheads der Rosa WG, die den kleinsten Floor ihres inzwischen leider geschlossenen Clubs mobil machen und auf Reisen schicken wollten: “Wer braucht schon mehrere Dancefloors, wenn man bereits auf einem halben den ganzen Spaß hat?” “Nicht alle Flaschen im Schrank — ROSA und Jack Daniel’s” weiterlesen

150 Elektrofans demonstrierten für Clubkultur

Ungeachtet des unbeständigen und regnerischen Wetters versammelten sich am Sonnabendnachmittag knapp einhundert Personen am Karl-Marx-Platz, um von dort aus mit einer Technoparade durch Greifswald zu ziehen und für den Erhalt von Clubkultur in Greifswald zu demonstrieren.

Die DJs Verschnibbt & Zugenäht und Schaule, die auf der Ladefläche eines LKWs auflegten und von dort aus den feierfreudigen Demonstrierenden Zucker gaben, besorgten dabei mit wummernden Beats die nötige Aufmerksamkeit — zu überhören war dieser Umzug wahrlich nicht! “150 Elektrofans demonstrierten für Clubkultur” weiterlesen

RoSa geht auf die Straße und demonstriert für Clubkultur

Die RoSa WG verlässt ihr Wohnzimmer und geht morgen Nachmittag gemeinsam mit ihren Stammgästen auf die Straße, um dort auf die vorzeitige und überraschende Schließung des erst im April eröffneten Elektro-Clubs aufmerksam zu machen.

DIE LETZTE AFTERHOUR HAT GESCHLAGEN 

Plakatausschnitt zur Demo von RoSa in GreifswaldDie RoSa WG, ein Amüsierbetrieb, der sich bestens auf elektronische Musik versteht, fand im früheren Wittcall-Gebäude in der Bahnhofstraße ein temporäres Domizil. Ende Mai wurde dem Betreiber, der im Vertrauen auf eine bis zum Gebäudeabriss beschränkte Zwischennutzung in den Club investierte, überraschend gekündigt. Womöglich ist der blutjunge Elektroclub zwischen die Fronten geraten, die seit Anfang Juni zwischen dem Vermieter, der auf diesem Areal gerne ein Einkaufszentrum errichtet sähe und einer Bürgerinitiative, die den Plänen des Investors kritisch gegenübersteht, verlaufen. Auf jeden Fall ist erstmal vorläufig Schluss mit Techno — die letzte Afterhour hat geschlagen! “RoSa geht auf die Straße und demonstriert für Clubkultur” weiterlesen

Pop am Wochenende: Philipp Priebe forscht auf seinem Debütalbum “The Being of the Beautiful” nach dem Wesen des Schönen

Eine Musikbesprechung von Ferdinand Fantastilius

Wer schon länger als einen Bachelor in Greifswald weilt und in den letzten Jahren auf dem discohousigen Ohr nicht komplett taub war, wird seinen Namen sicher irgendwoher kennen. Mit seinen Live-Sets bespielte Philipp Priebe in ausgewählter Seltenheit diverse Orte des örtlichen Techno-Nachtlebens, hier und da erschienen von ihm angefertigte Remixe zu Stücken anderer Leute auf verschiedenen Ton(daten)trägern und als DJ Matula beschallte er vor geraumer Zeit gar die Indie-Diskotheken der Stadt. Jetzt veröffentlicht Priebe sein erstes Deep-House-Album.

Philipp Priebe

TRANSZENDENTALE RINNSALE: MELANCHO-HOUSE IM FLUSS

The Being of the Beautiful erscheint am 12. Mai 2014 beim japanischen Label IL Y A. Im Spätherbst 2013 tourte Philipp Priebe hierzu passend mit seinen neuen Stücken bereits im Labelland, nun erscheint das Langspieldebüt des Wahlgreifswalders endlich in den Plattenläden und auf digitalen Vertriebswegen. Ähnlich wie Christian Löffler auf seinem vor eineinhalb Jahren in Usedomer Abgeschiedenheit aufgenommenen Album A Forest (Rezension) zieht auch Philipp Priebe inspirierende Impulse aus der hiesigen Landschaftslage nah am Wasser. Die elf Stücke des Albums tragen ein Gespür für Weite und den Hang zur Fließwassermetaphorik in sich. Alles plätschert und pritschelt hier organisch um eine eigene Idee von House-Musik — mal wie algiger Süßwasserstrudel, mal smooth wie in bassige Buchten laufende Ozeankämme. “Pop am Wochenende: Philipp Priebe forscht auf seinem Debütalbum “The Being of the Beautiful” nach dem Wesen des Schönen” weiterlesen