Auf einen Schlag Suppe ins Café Hollerbusch!

Seit einem knappen Jahr kämpft die Initiative Brinke16bis17 erhalten! um ein historisches Häuserensemble, das vom Abriss bedroht ist und einem Neubau mit Eigentumswohnungen weichen soll. Der Mitte des 19. Jahrhunderts gebaute Gebäudekomplex gehört zu den ältesten Bebauungen der Greifswalder Vorstadt. 2009 hat der Bioladen Sonnenmichel hier eine Heimat gefunden, doch dem Einzelhändler wird kein weiterer Aufschub mehr gewährt — er soll seine Ladenfläche bis zum 15. März räumen, damit der Abriss beginnen kann.

Die Initiative zur Rettung der „Brinke“ ist vor einem knappen Jahr angetreten, diesen Ort in eine „bunte Oase“ zu verwandeln, und betont dessen Bedeutung für die unmittelbare Nachbarschaft zwischen Fleischer- und Mühlenvorstadt. Wer sich unter diesen vagen Andeutungen wenig vorstellen kann, sollte umgehend das Café Hollerbusch aufsuchen, das sich seit dem vergangenen Herbst ebenfalls in dem Gebäudekomplex befindet und über den Bioladen zu erreichen ist.

Das Café Hollerbusch befindet sich neben dem Bioladen in der Brinkstraße

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Dort wird den Gästen am warmen Kachelofen frische vegetarische Biosuppe, Kaffee, Tee und Kuchen serviert. Die Atmosphäre ist überdurchschnittlich gemütlich, die Preise sind fair und nach dem Essen kann man nochmal im Bioladen zuschlagen. Als Alternative zu den übrigen Greifswalder Mittagsangeboten sollte man das Hollerbusch, das von Mittwoch bis Freitag jeweils zwischen 12 Uhr und 18 Uhr geöffnet ist, also auf jeden Fall mal ausprobieren — zumindest, solange dieser wunderbare Ort noch existiert.

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Denn obwohl inzwischen mehr als 1000 Menschen mit ihrer Unterschrift einen Aufruf zum Erhalt der Brinkstraße 16/17 unterstützen, stehen die Zeichen — allen Grundstückstauschangeboten zum Trotz — momentan leider auf schnellen Auszug, baldigen Abriss und profitablen Zweckbau. Wer also nochmal einen tiefen Zug Stadtteilkultur atmen möchte, sollte dort einkehren, bevor irgendwann ausgekehrt wird!

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27 Gedanken zu „Auf einen Schlag Suppe ins Café Hollerbusch!

  1. Das Café ist wunderschön, mega kinderfreundlich und der Laden wichtig für das ganze Viertel. Es ist schon schade, dass bei diesen ganzen Neubauten keine Ladenflächen eingeplant werden und stattdessen infrastrukturell verwüstete Bettenburgen ohne soziales Zentrum entstehen. Der Sonnenmichel und das Café Hollerbusch haben für Nachbarschaft gesorgt. Ich hoffe es wird noch eine Lösung gefunden!

  2. Das Ganze ist auch ein Planungsversagen der Stadt, die eine soziale Infrastruktur über Bebauungspläne vorschreiben oder eigene Grundstücke entsprechend entwickeln könnte. Aber wahrscheinlich reicht für die Brinkstraße der Hunde-Netto. Discounter dürfen ja scheinbar überallhin gebaut werden.

  3. Ihr könnt doch das Grundstück kaufen. Dann könnt ihr damit machen was ihr wollt. Denn so ganz verstehe ich das nicht. Wollt Ihr Enteignungen in Deutschland wieder richtig groß aufziehen?

    1. Wer auch immer dieses ominöse „wir“ auch sein soll: Das Grundstück ist ja bereits verkauft. Nach meinen Informationen wurde ein Kaufangebot unterbreitet und es gab mehrere Versuche, dem Grundstücksbesitzer ein Tauschgrundstück anzubieten, um sowohl das Ensemble zu erhalten als auch dem Grundstückseigentümer die Möglichkeit eines Neubaus zu schaffen. Von Enteignung spricht niemand.

  4. Ein Jeder, den der Abriss stört,
    ihn verhindern würde können,
    wenn ihm nur das Haus gehört.

    Nur tauschen trifft die Sache nicht,
    es wär ja auch ein Wertverzicht.
    Und wertvoll ist die Ecke schon,
    das zu verneinen wär ein Hohn.

  5. Man nehme an, die Kunden und Mitnutznießer würden ordentliche Preise bezahlen, dann könnte es sein, daß der Inhaber statt zusätzlich Stütze zu holen eine angemessenen Miete zahlen würde, dann gäbe es ggf gar kein Bedarf, das Gebäude umzuplanen. So wollen aber alle möglichst niemand Geld geben, sondern großen -privaten- Vorteil für lau haben.
    Wenn sich da wirklich 1000 Leute engagieren wollen (statt nur heiße Luft abzusondern), dann käme doch eine erklägliche Summe zusammen, mit der dann das Gebäude gekauft werden könnte….
    Aber so engagiert ist dann doch wohl niemand/kaum einer….
    Wer sich Häuser sichern will, muß eben so teuer bezahlen, wie der Markt es anrichtet und ggf noch viel mehr würgen, siehe Stralsunder Straße.
    Ich finde, alle können der Stadt dankbar sein, daß sämtliche Kontrolleure mit Scheuklappen durch den Laden huschen, sonst wär er längst nicht mehr offen.
    Das Theater hat seinen Laden u.a. deswegen dicht gemacht, weil der Brandschutz es nicht mehr für tragbar hielt, aber jetzt muß auf die letzten Tage noch ein Cafe rein. Das freut dann den Inhaber, wenn der Abriß ganz einfach warm läuft…

    1. Ich will hier nicht zur Ehrenrettung der Brinke antreten, aber deinen Kommentar möchte ich doch noch ergänzen:

      Wenn sich da wirklich 1000 Leute engagieren wollen (statt nur heiße Luft abzusondern), dann käme doch eine erklägliche Summe zusammen, mit der dann das Gebäude gekauft werden könnte.

      Abgesehen davon, dass 1000 eine unrealistische Zahl ist, wurde sich doch für dieses Haus schon wesentlich mehr engagiert, als dass man das mit „heißer Luft“ beschreiben könnte. Dazu gehören neben den unzähligen Terminen, Treffen und öffentlichen Auftritten auch ein Subbotnik, dass den Laden auch von außen ansehnlicher gemacht hat. Zu den Ämtern kann ich nur sagen, dass das Café abgenommen wurde und legal und offiziell läuft.

      Aber so engagiert ist dann doch wohl niemand/kaum einer….

      In Greifswald wurden in den letzten Jahren vier Häuser vor dem Abriss gerettet und durch Kauf vom Immobilienmarkt genommen. Ich finde, das ist schon eine ganz gute Bilanz und ich hätte mich sehr darüber gefreut, wenn die Brinke-Initiative erfolgreich gewesen wäre und der Hausbesitzer sich auf das angebotene Ersatzgrundstück hätte einlassen können.

      1. Komisch, im Text schreibst Du noch:
        Denn obwohl inzwischen mehr als 1000 Menschen mit ihrer Unterschrift einen Aufruf zum Erhalt der Brinkstraße 16/17 unterstützen..

        und dann sowas…
        Abgesehen davon, dass 1000 eine unrealistische Zahl ist, wurde sich doch für dieses Haus schon wesentlich mehr engagiert, als dass man das mit “heißer Luft” beschreiben könnte…

        „Wünsch Dir was“ oder „Hochtauschen“ ist wohl der neue Lebensstil. Aber klappen tut immer nur das, in das ordentlich Kraft (und Geld) hineingesteckt wird und auch den Kopf dafür hinhält. Die Stralsunder Straße gibt es auch nicht für lau und schon gar nicht den Kredit fürs Haus. Und da werden viele den Kopf für viele Jahre in die Schlinge legen (müssen), gegenüber Banken und Aufsicht.

        Übrigens, dass noch keine Anzeige bekannt ist, heißt nicht, dass etwas legal läuft. In Vorpommern heißt es eher, dass die Fachaufsicht entweder nicht da war oder sich keine Arbeit machen wollte…

        Und das mit dem Subbotnik ist doch lächerlich bitte: wenn ein Geschäft läuft, dann müssen die Kunden nicht die Fassade streichen. Da fallen allen bestimmt Beispiele ein, wo ein Subbotnik besser angebracht wäre, weil die Öffentliche Hand nicht hinterher kommt (z.B. Spielplätze, Schulen & Kitas innen wie außen)

        1. Ich schrieb, dass 1000 Menschen mit ihrer Unterschrift den Erhalt des Hauses unterstützen. Um ein Haus zu kaufen und zu betreiben, reicht das nicht, da ist mehr Engagement gefragt und es ist mit Blick auf die anderen Greifswalder Hausprojekte schlicht unrealistisch, dass sich 1000 Leute finden, die sich in diesem Maße einbringen. Das ist also ein Unterschied.

          “Wünsch Dir was” oder “Hochtauschen” ist wohl der neue Lebensstil.

          Heb dir deine Polemik bitte für später auf. Die angeführten Beispiele zeigen doch, dass es in dieser Stadt durchaus möglich ist, Häuser mit richtigem Geld richtig zu erwerben.

          Aber klappen tut immer nur das, in das ordentlich Kraft (und Geld) hineingesteckt wird und auch den Kopf dafür hinhält. Die Stralsunder Straße gibt es auch nicht für lau und schon gar nicht den Kredit fürs Haus. Und da werden viele den Kopf für viele Jahre in die Schlinge legen (müssen), gegenüber Banken und Aufsicht.

          Ja, so ist das mit Verantwortung, das brauchst du mir nicht zu erzählen. Die Stralsunder Straße wäre übrigens bedeutend günstiger gekommen, wenn man gleich der Initiative den Zuschlag gegeben hätte und Fernando das Gebäude nicht 5 Jahre lang verfallen lassen hätte. Ich habe allerdings keinen Zweifel, dass die Straze-Leute das schaffen werden.

          Übrigens, dass noch keine Anzeige bekannt ist, heißt nicht, dass etwas legal läuft. In Vorpommern heißt es eher, dass die Fachaufsicht entweder nicht da war oder sich keine Arbeit machen wollte…

          Ich habe nicht geschrieben, dass keine Anzeige bekannt ist, sondern dass die zuständigen Ämter da waren. Mehr kann ich dir dazu nicht sagen, aber wenn du noch etwas heiße Luft loswerden willst, nur zu!

          Und das mit dem Subbotnik ist doch lächerlich bitte: wenn ein Geschäft läuft, dann müssen die Kunden nicht die Fassade streichen. Da fallen allen bestimmt Beispiele ein, wo ein Subbotnik besser angebracht wäre, weil die Öffentliche Hand nicht hinterher kommt (z.B. Spielplätze, Schulen & Kitas innen wie außen)

          Du hast offenbar nicht verstanden, um was es der Initiative geht. Informiere dich doch bitte nochmal darüber, was die eigentlich konkret wollen und dass es nicht nur um den Bioladen geht.

          BTW: Wann war dein letzter Subbotnik?

          1. Du hast offenbar nicht verstanden, um was es der Initiative geht. Informiere dich doch bitte nochmal darüber, was die eigentlich konkret wollen und dass es nicht nur um den Bioladen geht.

            Du meinst wohl
            http://brinke16bis17.de/wordpress/?p=303#more-303

            schlüssiges Finanzierungs- und Nutzungskonzept veröffentlichen

            (wohlgemerkt seit Beginn 2013 liegt nix vor….)

            Alles Hirngespinnste…. Auch ein altes Haus braucht Geld, viel Geld. Alle Nutzer wollen es aber billig bis kostenlos. Und da beißt sich die Katze in den Schwanz….
            Das Haus ist so alt und so rott, daß die Farbe den Putz für ein paar Monate an der Wand halten wird. Wenn das Haus aber dauerhaft genutzt werden soll, ist doch niemand da, der das reingesteckte Geld via Miete zurückerstatten will & kann. Sonst hätte es längst andere Lösungen gegeben.

            1. Wie kommst du eigentlich zu diesem Ressentiment, dass alle Nutzer dieses Haus „billig bis kostenlos“ haben wollen? Dass jemand da ist, der reingestecktes Geld über seine Miete refinanziert, kannst du doch schräg gegenüber sehen.

              Die Initiative sucht eben nach der von dir angesprochenen „anderen Lösung“ als den bevorstehenden Abriss, den derjenige plant, der das Grunstück gekauft hat, um dort ein Wohnhaus mit Eigentumswohnungen zu bauen. Ich verstehe dein Problem nicht.

              1. Bevor Du jetzt ganz böse wirst, lass ich es wohl bleiben. (Ich habe diese empörte Trauer um das Haus und die Wut über die Veränderung bis jetzt nicht verstanden)
                Ich glaube nicht, dass es sich um „Ressentiments“ handelt, es ist ein logischer Schluß. Gäbe es eine Rentablität, wäre sie wohl nach innen zum Vermieter wie nach außen kommuniziert worden, wie so schön gelesen, gibt es ja nach einem Jahr kein „schlüssiges Finazierungs- und Nuzungskonzept“ (jedensfalls nicht in einer Form, die die sonst ja sehr informationsfreudige Ini je kommuniziert hätte).
                Die Neubau-Absichten sind schon lange bekannt, sie sind legal, Herr Ende ist mit einem Gebot gescheitert, niemand hat das Gebot so aufgestockt, dass der Neubau vom Tisch ist. So what?

                Wenn ein echter Bedarf an Soziokulturellem da ist, wird er die Kraft haben, sich anderswo zu sammeln, wenn der Bioladen funktioniert, wird er umziehen….

                „Häuser denen, die sie brauchen“ ist recht kurz gesprungen und negiert, dass es ja ggf Leute gibt, die den Neubau gerne nutzen, also brauchen.

                Es wurde schon an anderer Stelle gesagt: Niemand ist so konservativ, in den Hütten des Mittelalters hausen zu wollen, daher verändert & verjüngt sich die Stadt. Unter jenen Häusern, die wir jetzt erhaltenswert halten, standen vordem andere. Unsere Nachfahren werden andere Häuser für erhaltenswert erachten.
                Ein Gebäude wird idR so lange genutzt, wie es ausreichend Nutzen bringt. Will eine Gruppe den Nutzen anders definieren („schön“ o.ä.) -ganz legitim- als der Inhaber, muß es diesen überzeugen. Enteignung -auch durch Denkmalschutz- ist in D ein enger richterlicher Rahmen gesetzt.

                Und bevor wir jetzt ganz abheben: Du verschenkst dein Fahrrad ja auch nicht, wenn jemand daher kommt und meint, es müßte anders genutzt werden, weil es ihm zu wertvoll ist.

                Die Stadt ist die Gemeinschaft aller, nicht jener, die am lautesten auf sich aufmerksam machen. Baurecht ist ziemlich lokal verankert. Wenn es so wichtig gewesen wäre, gäbe es eine entsprechende Bauleitplaung für die brinke….

                Ich weiß nicht, was du mit „schräg gegenüber“ meinst, aber zulässig war der Bau von Wohnungenn wohl, gewollt auch und Nachfrage ist da. Ich würde sagen, da hat jemand einen Publikumspreis gewonnen….. Dass das wiederum nicht alle toll finden, nun ja. Es reicht wohl für den Vermieter zum Überleben.

                Ich finde es gut, dass es in hgw noch Leute gibt, die auf so lange Sicht investieren. In den anderen Orten sehen wir doch, was passiert. großflächiger Leerstand mit dem Risiko von Flächenbränden. Lieber einen belebte Stadt, als Leerstand & Abriß. Lieber Verdichtung als Landschaftszersiedelung.

                Ich weiß nicht, woher die Idee kommt, sich Bestandsschutz für sein Biotop zu wünschen. Niemand würde dem Storch vorwerfen, wenn er es sich im Froschteich gemütlich (und den Fröschen damit ungemütlich) macht. „Die Natur ist halt so.“

                1. Wenn ein echter Bedarf an Soziokulturellem da ist, wird er die Kraft haben, sich anderswo zu sammeln, wenn der Bioladen funktioniert, wird er umziehen…

                  Nochmal zum Speichern: es geht hier nicht (allein) um den Bioladen, sondern darum, dass Raum und Ort, der theoretisch an weit mehr Nutzende adressiert sein könnte, geräumt, privatisiert und veräußert wird. Projekte dieser Art lassen sich leider nicht an jedem beliebigen Ort umsetzen und die Stadt ist ja leider so gut wie aufgeteilt, übrigens nicht unter allen, wie du andeutest, auch nicht unter den Lautesten, sondern unter denjenigen, die sich hier schnell genug die profitabelsten Immobilien gesichert haben. Erkundige dich doch beispielsweise mal, wieviele Häuser der Innenstadt in Besitz von Mitglieder der hiesigen CDU-Fraktion sind 😉

                  Enteignung -auch durch Denkmalschutz- ist in D ein enger richterlicher Rahmen gesetzt.

                  Polemik, hatten wir schon. Der einzige, der von Enteignung spricht, bist du.

                  Du verschenkst dein Fahrrad ja auch nicht, wenn jemand daher kommt und meint, es müßte anders genutzt werden, weil es ihm zu wertvoll ist.

                  Nein, sicher nicht. Aber ich wäre bereit mein Fahrrad gegen ein anderes Fahrrad von ungefähr gleichem Wert zu tauschen, wenn mir die Gründe, die dafür sprechen, plausibel gemacht würden.

                  Ich weiß nicht, was du mit “schräg gegenüber” meinst, aber zulässig war der Bau von Wohnungenn wohl, gewollt auch und Nachfrage ist da. Ich würde sagen, da hat jemand einen Publikumspreis gewonnen…

                  Schade, ich dachte, du kennst dich in der Straße so gut aus. Ich meine die Brinkstraße 26. Die von dir angesprochenen Bauten mögen vielleicht einen Publikumspreis gewonnen haben (wieso auch immer dort derzeit leere Wohnungen zum Verkauf angeboten werden), aber ein Schönheitspreis wäre mir lieber gewesen!

                  In den anderen Orten sehen wir doch, was passiert. großflächiger Leerstand mit dem Risiko von Flächenbränden. Lieber einen belebte Stadt, als Leerstand & Abriß. Lieber Verdichtung als Landschaftszersiedelung.

                  In der Greifswalder Innenstadt kann ich beim besten Willen weder großflächigen Leerstand oder Flächenbrände erkennen. Ich verstehe aucht nicht, inwiefern der Neubau eines Hauses mit Eigentumswohnungen eine Stadt belebter machen soll, als ein Komplex mit Einzelhandel, Café, Werkstätten und anderen öffentlichen Räumen. Obwohl, die Nachbarn kann ich ja auch in den vier Discountern um die Ecke treffen!

                  Und zum Schluss:

                  Ich habe diese empörte Trauer um das Haus und die Wut über die Veränderung bis jetzt nicht verstanden

                  Hast du zufällig die Robert-Conrad-Ausstellung im Landesmuseum gesehen? Ich glaube, dass sie nicht ohne Grund so erfolgreich war. Die Fotos haben glaube ich sehr viele Greifswalder erregt und ihnen vor Augen geführt, wie viel historische Bausubstanz in Greifswald um die Ecke gebracht wurde. Erst kam die DDR und dann die Totsanierung. Ausgehend von diesem Eindruck, glaube ich, dass die Erhaltung solcher Häuser noch viel mehr Leuten ein Anliegen ist, als zum gegenwärtigen Zeitpunkt in der Initiative repräsentiert werden, die sich meines Wissens erst gegründet hat, nachdem das Haus verkauft wurde.

                2. -die antwortfunktion auf den eltzten beitrag scheint nicht zu funktionieren-

                  Ich wollte ja Ruhe geben, aber es juckt mir ob ein paar Worten in den Fingern:
                  “ sondern darum, dass Raum und Ort, der theoretisch an weit mehr Nutzende adressiert sein könnte, geräumt, privatisiert und veräußert wird. “
                  Hä? Das Gebäude war privat, die Verkaufsabsichten lange bekannt, es war „aus Abriß“. Wo ist da eine „Privatisierung“?

                  “ hiesigen CDU-Fraktion sind“
                  es haben auch ausreichend andere Leute zugeschlagen, nur die mit gutem kontakt zum Sparkassenvorstand haben gleich angehäuft.

                  zum Tausch
                  „mir die Gründe, die dafür sprechen, plausibel gemacht würden.“
                  Offensichtlich waren die Argumente der ini nicht plausibel….

                  „Robert-Conrad-Ausstellung“ usw.
                  Wie bereits gesagt.: Bauplanung ist kommunal und irgend jemand muß (nach der Wende) diese Leute immer wieder gewählt haben, ich kenne bloß keinen, der das zugibt.
                  Außerdem gehen die Leute irgendwie gerne in all die sanierten Geschäfte… (und auch ins sanierte Museum mit pkwleichenkeller)

                  und bei den Discountern fällt mir ein, daß das ehemalige SFZ sich ja geradezu anbieten würde, gäbe es da Leute, die Soziokulturell was tun wollten. Das wurde in der letzten Zeit auch schon umgenutzt…

  6. die antwortfunktion auf den eltzten beitrag scheint nicht zu funktionieren-

    Hängt mit der Anzahl der Beiträge unter diesem Kommentarstrang zusammen. Bevor es unlesbar wird, machen wir einfach hier weiter 🙂

    Hä? Das Gebäude war privat, die Verkaufsabsichten lange bekannt, es war “aus Abriß”. Wo ist da eine “Privatisierung”?

    Das war missverständlich ausgedrückt. Du hast natürlich recht, das Gebäude war privat und bleibt es natürlich auch durch den Verkauf. Ich meinte mit der Privatisierung, dass das Haus nicht von einer Organisationsform gekauft wird, die das Ziel verfolgt, dieses Ensemble zu einem Ort zu machen, der von viel mehr Leuten genutzt werden kann, als es die paar Eigentumswohnungen tun. Das Gebäude wird natürlich nicht privatisierter, aber schon allein dadurch privater, dass auch die letzten beiden Anlaufpunkte für die Öffentlichkeit verschwinden.

    es haben auch ausreichend andere Leute zugeschlagen, nur die mit gutem kontakt zum Sparkassenvorstand haben gleich angehäuft.

    Aber ich glaube, keine Interessengruppe ist so eindeutig kommunalpolitisch involviert und derartig viele Immobilien gekauft.

    Offensichtlich waren die Argumente der ini nicht plausibel….

    Jap, offensichtlich waren sie das nicht. Das angebotene Ersatzgrundstück soll nicht so innenstadtnah gewesen sein wie die Brinke. Insofern kann ich die Entscheidung des Besitzers nachvollziehen, sein „Fahrrad“ nicht hergeben zu wollen.

    Wie bereits gesagt.: Bauplanung ist kommunal und irgend jemand muß (nach der Wende) diese Leute immer wieder gewählt haben, ich kenne bloß keinen, der das zugibt.

    Ich kenne auch keinen, der das zugibt. Das Phänomen ist mir aber leider auch bekannt.

    Außerdem gehen die Leute irgendwie gerne in all die sanierten Geschäfte… (und auch ins sanierte Museum mit pkwleichenkeller)

    Ich bin nicht grundsätzlich gegen Sanierungen, aber mir liegen die Neubauten meistens noch schwerer im Magen. Da ist die buntbalkonierte Brinkstraße ein gutes Negativbeispiel. Ähnliche Monstren kannst du auch in der Gützkower oder der Loefflerstraße finden. Es drang — zumindest durch die Ostsee-Zeitung — in den zurückliegenden Monaten auch Kritik von Architekten und Mitarbeitern des CDFI an den derzeitigen Neubauten durch. In diesen Zusammenhang gehört auch der Abriss der Kollwitz-Schule.

    und bei den Discountern fällt mir ein, daß das ehemalige SFZ sich ja geradezu anbieten würde, gäbe es da Leute, die Soziokulturell was tun wollten. Das wurde in der letzten Zeit auch schon umgenutzt…

    Wenn du das Schülerfreizeitzentrum meinst, dann sieht das dort eher schlecht aus. Ich habe keine näheren Informationen über die Eigentumsverhältnisse des Hauses, aber dort residieren ja nun schon seit mehreren Jahren die Kunstwerkstätten, die RSK (seit mehr als einem Jahrzehnt), de Käwer e.v. und andere Vereine. Ansonsten wäre das natürlich ein höchst interessantes Objekt.

    @Klaus: Danke nochmal für deine Reime, die nicht nur bei mir gut angekommen sind 🙂

  7. hm, ich kann ja verstehen dass ihr anscheinend irgendwie an dem haus hängt, aber ich find das is ne ziemlich hässliche bude. und, wenn mich nich alles täuscht sieht der alte umsonstladen doch ziemlich genauso aus? vielleicht gibts den ja günstig, so mit brandschaden usw. wenn er nich schon plattgemacht ist.

    1. Ich wollte nochmal ein paar Fakten zu eurer Diksussion um den Sinn und Unsinn des Erhalts der Brinkstr. 16-17 einbringen.

      1. Der Eigentümer will das Grundstück nicht verkaufen, auch wenn ihm deutlich mehr geboten werden würde. Also bleibt zur Zeit nur die Tauschoption.

      2. Dem Eigentümer wurden bereits Grundstücke angeboten, die er ablehnte. Die letzten Tauschverhandlungen zu sehr attraktiven innerstädtischen Grundstücken sagte er plötzlich ohne Begründung ab.

      3. Es gab nie wirkllich eine Chance für den Bioladenbesitzer die Brinkstr. 16-17 zu kaufen. Der ehemalige Eigentümer Herr Wiechelt verkaufte an den jetzigen Eigentümer Herrn Schmidt gewissermaßen aus Zwang, weil noch offenen Rechnungen und Gefallen offen waren.

      4. Die Initiative hat ein grobes Nutzuns- und Finanzierungskonzept. Insbesondere die Nutzungsideen wurden veröffentlicht und immer wieder in Diskussionsrunden, in den Fraktionen und Gremien erläutert. Die Finanzierung hängt maßgeblich von den Konditionen eines Tausches ab. Es gab lange Zeit die Hoffnung es käme eine Tausch zwischen Herrn Schmidt und der Domgemeinde Greifswald zustande. Dann wäre die Domgemeinde Eigentümerin der Brinkstr. 16-17 geworden. Bei dieser Option hätte ein Verein vielleicht nur eine Miete zahlen müssen. Und so gibt es eine Vielzahl von Optionen für die jeweils eine andere Finanzierung notwendig wäre. Die Initiative hat deswegen entschieden, es bei einem groben Fianzierungsplan zu belassen und erst, wenn klarer wird wohin die Reise geht, die genaue Finanzierung zu entwickeln.

      5. Die Menschen in der Initiative haben sehr unterschiedliche Motivationen warum sie die Brinkstr. 16-17 erhalten wollen. Einigen geht es mehr um die Erhaltung historisch und architektonisch wertvoller Elemente der Brinke, anderen um die Nutzungsmöglichkeiten der verschiedenen Gebäude, Höfe und des Gartens. Diese Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten bietet kaum ein anderer Ort in Greifswald. Wiederum anderen geht es mehr um den Ort als Vernetzungs- und Treffpunkt im Kiez, der durch den Einzug des Bioladens, des Café, das CSA-Projekts und der Initiative entstanden ist. Auch so etwas lässt sich nicht so einfach umpflanzen.

      6. Alle die sich in der Ini engagieren wissen, dass es die Brinkstr. 16-17 und die damit verbundenen Wünsche nicht kostenlos gibt. Bis vor wenigen Wochen hat die Initiative ohne größere externe Unterstützung an einem Übereinkommen mit dem Eigentümer gearbeitet. Und auch heute fordert niemand Geld von der Stadt, sondern lediglich Unterstützung bei der Tauschgrundstücksuche und den Verhandlungen mit Herrn Schmidt. Notwendige Fianzierungen und Arbeiten würden pirvat getragen werden.

      Ich wünsche mir von einigen Diskussionsteilnehmenden mehr Respekt für die Menschen, die sich in der Initiative engagieren. Und ich wünsche mir mehr Fakten und weniger Beiträge, die nur geschrieben werden, um anderen beweisen zu wollen, das die eigene Meinung die einzig Richtige ist.

      1. Oh das juckt es mir ja in den Fingern….
        Ich hatte das ja vermutet, aber so klar so vile Unsinn, mein Gott.

        Weil die Kirche tauscht, entstehen keine Kosten für die Öffentlichkeit? Selten so gelacht. Das soll mal im Kirchenkreis besprochen werden, die Kirche tauscht ein wertvolles Grundstück weg und begnügt sich damit Risiko und Unterhaltung der Brinke für lau zu machen…..

        Die brinke ist in einem Zustand, der massiv Investitionen erfordert. Die soll die Kirche dann auch selbst finazieren, weil der Rest ja „nur“ eine moderate Miete zahlen will.

        Wieso ist es so schwer verständlich, dass wer auch immer neuer Inhaber der Brinke würde, seine zwangsläufig entstehenden Kosten auf jeden qm Innen und Außen umlegen muß?
        Und dieser neue ominöse Inhaber soll auch noch darauf vertrauen, daß die Nutzung nicht nach wenigen Jahren ganz anders (oder nicht mehr in seinem Interesse) ist?

        Und zu guter letzt hoffen dann alle darauf, dass es auf Jahre hinaus für die Nutzung Bestandsschutz gibt und die Ämter nicht doch darauf hinweisen, daß eine längere Nutzung dann doch nochmal erhebliche Umbauten erfordern?

        In Stralsund gibt sogar das Museum den Speicher auf, weil er nicht mehr öffentlich zugänglich gemachtw erden kann, aber in Greifswald ist alles anders….

        Zu guter letzt: Ich weiß nicht, ob dieser implementierte Vorwurf, der Inhaber habe „plötzlich“ dioe Verhandlungen „abgebrochen“ nun traurig oder böse stimmen sollte. Die ini will was von ihm und da hilft es nur, immer weiter entgegenzukommen. Er muß nicht….

        Und ich würde auch nicht an jemanden (Hrn Ende) verkaufen, bei dem ich nicht wüßte, ob ich das versprochene Geld jemals in voller Höhe sehe…. Da müßte ja schon riesige Zuneigung im Spiel sein….

  8. uh, irgendwie wirkt das so als würd hier grad eine persönliche fehde ausgetragen werden. gut das ich inne platte wohne, wenn das in der schönen fleischervorstadt so zugeht 😉

  9. Eine persönliche Fehde erkenne ich nicht. Aber nach dem offenen Brief in der OZ frage ich mich, was diese Initiative konkret möchte. Also, was sie möchte ist irgendwie klar, aber wie das funktionieren soll, scheinen die Leute selbst nicht zu wissen. Statt zugezogene Ex-Bürgermeister zu zitieren, erschiene es mir sinnvoller, ein schlüssiges Konzept zu erarbeiten.

    Kurt schrieb oben „1. Der Eigentümer will das Grundstück nicht verkaufen, auch wenn ihm deutlich mehr geboten werden würde. Also bleibt zur Zeit nur die Tauschoption.“

    Kann da jemand mehr zu schreiben?
    Wer hat dem Eigentümer, wann, deutlich mehr, als wieviel geboten?
    Oder ist das Schwachsinn?

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