Kameras im öffentlichen Raum Teil 2

Eigentlich wollte ich es der Vollständigkeit wegen nur kurz erwähnen, jetzt stelle ich fest, dass ich beinahe Identisches schon einmal hier verlauten ließ.

Wieder geht es um Vandalismus und den Irrglauben, diesem durch Überwachung Einhalt zu gebieten. Seinen Kopf Namen hält diesmal der Star der lokalen Malerzunft, Axel Hochschild, für diesen Humbug hin. Statt eines Spielplatzes erwischte es nun den Anbau einer Schule.

Also kurz und knapp: Axel statt Arenskrieger, Schule statt Spielplatz, Repression durch vermeintliche Prävention.

7 Gedanken zu „Kameras im öffentlichen Raum Teil 2

  1. Axel Hochschild, du bist der beste Mann, Axel Hochschild, du bist….
    Es ist doch wirklich nur affig. Wo wirken denn Kameras bitte präventiv? Stuss, Stuss und nochmals Stuss.

  2. Ein Zitat aus einer Studie über Kameras im öffentlichen Raum in der BRD: (http://bieson.ub.unibielefeld.de/volltexte /2005/624/pdf/BRANDT.pdf; Seite 100:)
    „Hauptsächlich Delikte, die unter dem Summenschlüssel Straßenkriminalität
    zusammengefasst werdern können, konnten (…) reduziert werden.“
    Der Verfasser schränkt zwar ein, dass eine Streuung der Delikte nicht aus-
    geschlossen werden kann, aber genau darum geht es bei Spielplätzen und
    Schulen ja: Es soll HIER nicht randaliert werden.
    Dass diese Möglichkeit hier so entschieden und prinzipiell ausgeschlossen wird zeugt von erheblicher Realitätsferne der Nutzer dieses Blogs, die gerne mal auf Kosten von Kindern, Jugendlichen und dem Staatshaushalt gegen „die da oben“ sind. Manchmal machen auch die Sachen, die man zwar subjektiv, aber nicht objektiv in ihrer geplanten Wirkung angreifen kann ohne die Realität ausser acht zu lassen!

    Schöne Grüße, euer
    Wolle

  3. und was ist damit gewonnen? die zerstörungswut wird einfach örtlich verdrängt, nicht gelöst. dann gehts auf dem anliegenden sportplatz weiter, oder an der telefonzelle oder was weiss ich wo. und da ziehen dann die überwacher nach mit noch mehr kameras und wir alle stehen unter generellem kriminalitätsverdacht.

  4. Lieber Jockel!

    Da du vermutlich der einzige bist, der das hier noch liest (Im Internet geht einfach alles zu schnell für mein Alter und meinen vollen Terminkalender)
    will ich dir mal in Ruhe den Unterschied zwischen Randale an Schulen und anderen Stellen erklären: Kommen Kinder in die Pubertät, wollen sie sich wie Jugendliche verhalten und rebellisch sein. Dazu ahmen sie häufig verhaltensweisen nach, die sie von älteren Jugendlichen kennen ODER AN DIE SIE SICH VON FRÜHER ERINNERN; die von Erwachsenen sanktioniert wurden. Dies ist ein vollkommen natürlicher, hauptsächlich unterbewusster Prozeß. Wir sollten also möglichst verhindern, dass an Schulen randaliert wird, da die Kinder dies intensiver mitbekommen als wenn woanders randaliert wird und dann viel eher für ein normales Jugendliches Verhalten halten werden. Dieser Teufelskreis muss möglichst durchbrochen werden. Deshalb ist es absolut nicht das gleiche, wenn statt auf dem Schulhof in der Telefonzelle randaliert wird. Schulhöfe frei von Randale zu halten ist ein relativ einfacher aber wichtiger Teil einer langfristigen Gewaltprävention.

    Schöne Grüße,

    Wolle

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