Blühende Landschaften in Greifswald

Die Deutsche Welle produzierte unlängst eine Reportage-Serie über Wirtschaft in den neuen Bundesländern.

deutsche-welleSie sind längst zum fest stehenden Begriff, zum geflügelten Wort geworden, die blühenden Landschaften, die der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl den Menschen in Ostdeutschland versprochen hat. 20 Jahre nach dem Mauerfall wollten wir wissen, wo in den neuen Bundesländern die Landschaften blühen – und wo nicht.

In dieser Serie ist eine Reportage entstanden, die sich der Hansestadt Greifswald widmet. In der fünfzehnminütigen Sendung konzentriert man sich leider nur auf lokale Unternehmen und ökonomische Regungen aus dem medizinisch-naturwissenschaftlichen Spektrum. Dennoch ist der Beitrag interessant.

GREIFSWALD IST EINE STADT DES INTELLIGENTEN MITTELSTANDES

Es geht um die Riemser Arzneimittel AG, um das Biotechnikum, um Organismen sammelnde Biologinnen der RessourcenZentrum Marine Organismen GmbH am Strand und um das Greifswalder BioCon Valley. Weiterhin wird Oberbürgermeister Arthur König (CDU) beim Mittagessen interviewt und vom Leuchtturm des Nordens geträumt:

Mit einem intelligenten Mittelstand in eine gute Zukunft!

könig arthurDerzeit wirkt das Stadtoberhaupt eher wie ein PR-Zuständiger und weniger wie ein Stadtvater.

Erinnern wir uns: Mitte Oktober rief sich Greifswald zur Fahrradhauptstadt aus. Als vor nicht einmal zwei Wochen, am 28. Oktober, die NPD einen Infostand am Fischmarkt durchführte, ließ sich König auf der anderen Seite des Rathauses mit seinem Fahrrad fotografieren, anstatt als Bürgermeister offen Gesicht gegen neonazistische Umtriebe zu zeigen. Was für ein zivilcouragiertes Signal an die Bevölkerung der Universitätsstadt.

(Das treffende Foto stammt übrigens von daburna)

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