Bildungsstau auf der Europakreuzung

Um 13:13 Uhr fand heute Mittag um 13:13 Uhr eine Smartmob-Aktion unter dem Titel Bildungsstau statt. Diese Protestform wurde im Vorfeld wesentlich offener beworben. Der Internetdienst Twitter spielte hierbei eine große Rolle.

Über die Plattform wurden auch unmittelbar nach der Aktion die ersten Informationen und Bilder versandt. An der Europakreuzung sollen sich nach Schätzungen Sebastian Jabbuschs 300 bis 400 Leute versammelt und  für 20 Minuten den Verkehr aufgehalten haben. Ob damit nicht die Adressaten des Protestes vertauscht wurden, sei dahingestellt, aber gerade nach der eher kläglichen Bewohnung des Audimax war das ein ermutigendes Signal.

Um so eine Masse zu beherrschen bzw. zu räumen, braucht es viele Polizisten. Diese gingen bei anfänglichen Räumungen nicht immer höflich mit den Protestierenden um, wie ein unmittelbar nach der Demonstration veröffentlichtes Video offenbarte.

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13 Gedanken zu „Bildungsstau auf der Europakreuzung

  1. Das mit der jungen Frau die wirklich sehr unsanft behandelt wurde war echt scheiße. Ich hab die Cops im übrigen zum Teil als nicht wirklich deeskalierend erlebt… und es war schade dass keiner geholfen hat das Mädel den Cops zu entreißen, sowas geht allein echt schlecht. Hmm, ich hoffe dass an ihr kein juristisches Exempel statuiert werden soll. Falls sie jemand kennt so fände ich es wichtig sie in diesem Falle nicht alleine zu lassen. Hmm….

  2. Ein paar kleine Berichtigungen:

    – Niemand hat zu dieser Aktion aufgerufen. Es wurden lediglich von zahlreichen Leuten Informationen weitergeleitet. Flashmobs haben es ja an sich, dass es keine zentrale Organisation gibt.

    – Die Besetzung war 20 Minuten lang. Der Stau dauerte wahrscheinlich wesentlich länger…

    – Die Polizei hat die Masse weder „beherrscht“ noch „räumen“ können. Anfangs gab es Versuche, aber es waren viel zu viele Menschen. Hatten sie eine Straßenseite frei, war schon die andere besetzt. Das führte dazu das sich die ersten Autos auf der Mitte der Kreuzung verkeilten. Schließlich gab die Polizei auf… Der Flashmob wurde schließlich von einigen Teilnehmern mit Megafon selbst aufgelöst…

  3. Die junge Frau wurde wieder frei gelassen. Anscheinend wollten die ihre Personalien aufnehmen. Sie hatte sich aber geweigert. Außerdem hatte die Polizei behauptet, dass sie die Organisatorin wäre.

    Insgesamt eine sehr schöne Aktion, allerdings fand ich es extrem schlimm, dass dieser grauhaarige Polizist extrem rumgedisst hat. Kleine Schülerinnen rumschubtse und immer wieder bölkte „geht hier weg, sonst nehm ich euch mit“.
    Absolutes daneben.
    Erstaunlich, dass es von Schüler/Stundenten Seite so ruhig blieb.

  4. @Sebastian: Flyer an allen Instituten der Uni seh ich als geplanten Aufruf. Klar hat sich dazu niemand bekannt, aber es wurde schon von wem auch immer im Vorfeld massiv geworben.

  5. @ Jabbusch

    Als ehemaliger Gauleiter der FdÄ und aktiver Studentenpolitiker solltest du wissen, das es sich keineswegs um eine spontane Aktion, und schon gar nicht um einen Flashmob, gehandelt hat. Das war eine lange geplante Versammlung. Schau mal in die Gruppe Flashmob Greifswald bei meinvz. Da wirst du unschwer erkennen, dass bereits am 07.11. (!) hierzu aufgerufen wurde. Im übrigen wurde die Aktion genau von dieser Frau per Megafon beendet, nicht von mehreren Personen.

    Die junge Frau, von der die Personalien aufgenommen wurden, wurde offensichtlich als Versammlunsgleiterin angesehen, da sie nunmal das Kommando übernommen hat. Immerhin steht irgendwo im Versammlungsgesetz etwas von Anmeldungspflicht und das die Nichtanmeldung eine Straftat ist.

    Stellt sich also die Frage, warum nicht gleich(wie im Juni auch) eine Demo angemeldet wurde und der Verkehr ganz legal gestaut wurde.

  6. @besserwisser

    Hmm, ich mag hier gern nochmal meine sicht schildern. die junge frau die von den cops recht unsanft zur abgabe ihrer personalien gedrängt (und lt. eigener aussage auch als rädelsführerin bezeichnet) wurde hat das megaphon erst *nachdem* sie von den cops wieder freigelassen wurde an sich genommen und die demo beendet (wahrscheinlich weil sie dazu durch die Beamten gedrängt wurde). sie also aufgrund des auflösens der demo als rädelsführerin zu bezeichnen und „da sie nunmal das Kommando übernommen“ zu vermuten halte ich kausal für fraglich. Btw: Ich habe alles dies hier geschilderte direkte gesehen und nachher auch mit ihr kurz gesprochen. Bitte sei mit Schuldzuweisung oder ähnlichem vorsichtiger. Btw: Das Verhalten der Cops ist in meinen Augen definitiv nicht verhältnisgemäß gewesen.

  7. @ stan

    Ob verhältnismäßig oder nicht, kann ich dir nicht sagen. Aber schau dir mal den webmoritz.tv Beitrag an. Da sieht man eben diejenige Person mit dem Megafon in der Hand vor der Aktion der Polizei. Danach hat der allen bekannte Herr Jabbusch das Megafon geschwungen, bis es dann bei einer anderen weiblichen Person landete, die zum Beenden aufrief. In dem Beitrag ist auch zu hören, wie sie dazu aufruft, sich von der Polizei nicht stören zu lassen. Die Medienpräsenz hat also nicht nur gute Seiten.

  8. Ich war auch bei dem „flashmob“ und kann nur sagen, dass die Dame aus dem Video eindeutig vorher die Koordination der Leute übernommen hat. Sie gab vor, dass sich die Gruppe aufteilen solle und dann bei grün die Kreuzung parallel überquert werden sollte. Des weiteren gab sie das Startsignal für die Blockade der Kreuzung. Also könnte man schon davon ausgehen, dass sie Leiterin der Versammlung ist.Weiterhin vertrete ich auch die Meinung, dass es keine Spontanversammlung war. Die lange Ankündigugszeit spricht dagegen. Und auch eine Spontandemo braucht einen Versammlungsleiter und hat sich an Aufflagen zu halten. Sollte eine Bedingung nicht erfüllt werden, liegt hier eindeutig ein Verstoß gegen das VersG vor.
    Was ich mich nur Frage ist: Was haben die Veranstalter mit der Versammlung erreicht? Wenn das Ziel die Verärgerung der autofahrenden Greifswalder Bevölkerung war, dann haben sie ihr Ziel erreicht. In den Medien waren zwar kurze Beiträge zu sehen, aber am nächsten Tag hat schon niemand mehr davon gesprochen.
    Ich habe persönlich mit Passanten gesprochen und die hatten alle kein Verständnis für diese Aktion. Weitere Ausagen waren z.B.: Die sollen lieber ernsthaft studieren und hier nicht so’n quatsch machen. Auch war von außen schwer zu erkennen worum es eigentlich geht.
    Letzendlich war das ganze für mich mal wieder nur ein Wichtigtuen der üblichen bekannten.
    Im übrigen glaube ich, dass eine angemeldete Demo durch Greifswald mehr Rückhalt in der Bevölkerung bringen könnte.

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