Popkulturkenner Thomas Meinecke liest im Koeppen

Der Popliterat und Musiker Thomas Meinecke wird morgen nach Greifswald kommen und im Koeppenhaus aus seinem jüngsten Buch lesen. Der geborene Hamburger ist Gründungsmitglied der 1980 entstandenen Avantegarde-Band F.S.K., mit der er sogar beim legendären John Peel zu Gast sein durfte. Hier als Hör- und Augenschmaus das Video zum Stück Move on vom 1983 veröffentlichten Album Ca C’est Le Blues.

Das  sich der Lesung anschließende Autorengespräch wird von Prof. Dr. Eckhard Schumacher begleitet werden, der damit der schon an anderer Stelle gehegten Vorfreude auf seine Präsenz Nahrung gibt. Er hat den Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literatur und Literaturtheorie an der Universität Greifswald inne und kann mehrere Publikationen im thematischen Kosmos Popkultur vorweisen.

meineckeNach der kostenpflichtigen Lesung wird Meinecke seiner Nebenprofession als DJ nachkommen und im Café Koeppen Jazz, unter anderem von den Pianistinnen Jutta Hipp und Mary Lou Williams, auflegen. Dieser Teil des Abends wird keinen Eintritt kosten.

In der Ankündigung des Literaturzentrums heißt es über Meineckes jüngstes Werk Jungfrau:

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Lothar erforscht mit heiligem Eifer das gemeinsame Werk des Theologen Hans Urs von Balthasar und der Mystikerin und Ärztin Adrienne von Speyr. Er glaubt sich einer unglaublichen Liaison auf der Spur. Und Lothar selbst, ein von den Theaterwissenschaften zur katholischen Theologie sowie zu sexueller Enthaltsamkeit konvertierter Student, gerät zunehmend in Gewissenskonflikte mit seiner hoch und heilig gelobten Haltung: Denn das Charisma der schönen Klavierspielerin Mary Lou stellt den armen Lothar vor Versuchung und Versagung.

Wie in Meineckes früheren Arbeiten entwickelt das Diskursnetz in „Jungfrau“ ein burleskes Eigenleben. Hollywoods B-Film-Ikone Maria Montez ist darin ebenso verstrickt wie die Jazzpianistinnen Jutta Hipp und Mary Lou Williams, Clemens Brentano sowie der „Seidene Schuh“ des liebeskranken französischen Schriftstellers Paul Claudel und nicht zuletzt Jack Smiths epochaler Camp-Film „Flaming Creatures“.
Es ist ein interessantes und originelles Kompendium kurioser Anekdoten und angesammelten Wissens, das Verbindungen – trotz mancher scheinbarer Abseitigkeiten – zieht und zeigt, wie interessant es ist, Religion, insbesondere katholische Theologie, nicht als überholte Folklore zu betrachten.

Der Kartenvorverkauf findet im Café Koeppen, im Antiquariat Rose und in der Greifswalder Stadtinformation statt.

Fakten:
13.01. | 20 Uhr | 5 EUR/ 3 EUR | Koeppenhaus (Lesung und Gespräch)
13.01. | 22 Uhr | Eintritt frei | Café Koeppen (Jazz-Lounge)

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