Ausstellung über Sexismus in Werbung

Gestern Abend wurde im IKUWO die Ausstellung Sexismus in der Werbung eröffnet, die gemeinsam von der Greifswalder Ladyfestgruppe und Potsdamer Aktivistinnen zusammengetragen, organisiert und aufgebaut wurde.

sexismus-und-werbungEs wird eine Fülle von Reklame für die verschiedensten Produkte zur Einsichtnahme angeboten. Den lokalpolitischen Höhepunkt bildet dabei eine ausschnitthafte Sammlung von Flyern, die in Greifswald auf die Tische kamen und deren Aufmachungen sich im Bewertungsfeld zwischen Fragwürdigkeit und offenem Sexismus bewegen.

Neben diesen Veranstaltungshinweisen werden auch Teile der Werbung von Männermoden Krafczyk präsentiert.

Die Ausstellungseröffnung wurde von einem kleinen Konzert im blauen Salon flankiert und sie ist noch bis Sonnabend geöffnet.

Ausstellung "Sexismus in der Werbung"

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(Foto: Jenny Heymel)

Öffnungszeiten: Mi, Fr, Sa 21 – 24 Uhr | Do 18 – 24 Uhr | IKUWO

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20 Gedanken zu „Ausstellung über Sexismus in Werbung

  1. Und ein Poppsofa gibts gleich dazu.. wie zuvorkommend.. 😛
    Ich kann es nicht verstehen, dass die “Emanzen” sich an solch’ irrelevanten Flyern hochziehen.. oder wird das Ziel verfolgt künftig nur noch brave Schuldmädchen auf den Partys anzutreffen..?

  2. Mir ist die Werbung bereits bekannt. Für die einen geschmacklos, für die anderen ein Kaufargument 😉 Ich persönlich sehe ein Problem darin, das Empfinden eines Mannes dahingehend zu unterbinden. In Punkto Mode kann man schließlich nicht mit PS prahlen, logische Schlussfolgerung: die Anzüge werden durch eine halbnackte Frau beworben. Das gefällt den Männern, kurbelt das Geschäft an und im Umkehrschluss dazu geschieht exakt das selbe in der Werbung für Frauenprodukte.

  3. und im Umkehrschluss dazu geschieht exakt das selbe in der Werbung für Frauenprodukte.

    Und das ist keinen Deut besser. Es geht den von dir als “Emanzen” bezeichneten Organisatoren nicht allein um Sexismus, der Frauen diskriminiert. Du wirst unter den ausgestellten Bildern auch welche finden, auf denen die sexisistische Diskriminierung von Männern umgesetzt wurde.

  4. wie kommt shaze imma druff–zu sagen–emanzen hätten kein spaß am sex–beziehungsweise läßt er durchschimmern–sie seien langweilig—nunja shaze Mann sollte echt nicht von sich auf andere schließen…….HIHI–und was sind brave Schulmädchen für dich????????ein Aufhänger deiner Phantasie—ja mensch du — steh doch dazu und lass uns frauenpowermegaweiba in ruhe–wir kommen schon klar—–blabla

  5. Also auch ich als Mann fühle mich von so bekloppten Werbe”ideen” irgendwie diskriminiert! Wenn ich der Dame auf dem Plakat nicht einmal im Leben den Strohhalm reiche, dann bin ich kein Mann, bzw. habe nicht männliche genug gelebt? Ebenso geh ich auch nicht auf eine Party, um mich zwischen “Titten, Caps und geilen Ärschen” wiederzufinden, sondern vielleicht liegt mir einfach was an der Musik. Passt aber nicht ins Schema, ich soll gefälligst der geil hechelnde Pullerproll sein. Nö, keine Lust…

  6. @Florentine: ich verstehe nicht was so schwer daran ist Contenance zu bewahren und EINMAL sachlich zu bleiben. Ich werde meine persönliche Wertung zu dir zu diesem Zeitpunkt nicht darstellen da ich auch mit Argumenten und keinem Angriff auf die Person selbst reagieren kann. Wenn ich hier “Unruhe” mit meiner scheinbar doch kontroversen Meinung stifte obliegt es immernoch dem Herrn Blogbetreiber meinen Kommentar zu zensieren – dies ist nicht der Fall, also gehe ich davon aus, DASS ich sie auch äußern darf. Bleib einfach mal locker.. 😉

  7. liebenswerter shaze—natürlich locker bleiben–ich sage nur was ich aus deinen zeilen lese—mehr nicht und ich frage höflich nach—–so—-auch bin ich locker und du nunmah nicht–denn imma wieder wenn es um sexismus geht ist das erste was du sagst–jaja die emanzen—ich wollte dir nur mal klar darstellen, daß du vielleicht etwas ruhiger an die sache hier herangehen solltest–denn deine meinung interessiert mich schon–denn sonst würd ich darauf ja nicht reagieren—zur sachlichkeit mag ich sagen–das eben durch klitzekleine aber wirklich ganz klitzekleine provos das gespräch doch erstmah interessant wird–und du ziehst dich imma wieder zurück und berufst dich auf deinen intellekt—siehe Contenance —klar darfste dich äußern–nur zu–ick hab did echt gerne—bist du eigentlich der der mir noch aus einer anderen sexismusdebatte einen milchkaff schuldet—schö abend auch—-grins

  8. Genau der bin ich.. 😉 Nunja, wenn schon mal polarisierende Themen auf den Tisch kommen muss man sich doch zu “Wort melden”. Ich glaube fast, dass du mich rein auf emotionaler Ebene aus der Reserve locken willst, aber das haben schon ganz andere Frauen versucht 😛 Der Blog vom Jockel ist ja denke ich auch nicht dafür vorgesehen seitenlange Diskussionen zum Thema zu führen – wäre dem gleichzusetzen, wie wenn eine Zeitung sämtliche Leserbriefe veröffentlicht. Meinen Standpunkt habe ich insoweit ja schon geäußert; die Austellung werde ich mir selbstredend ansehen und nebenher wahrscheinlich noch in einige interessante Gespräche mit den Antisexuellen-Werbeanzeigen-Befürwortern verwickelt werden.

    Dir auch einen schönen Abend 😉

  9. Keiner soll zensiert werden und alle mal locker weiter im Takt gegen das Syndrom tanzen. Genießt doch einfach morgen Abend während eines Milchkaffees die ausgestellten Bilder, debattiert, und geht dann wieder brav nach Hause.

    Und wenn alle nett zu shaze sind und sich sachlich mit ihm auseinandersetzen, ist er auch hoffentlich nett mit allen anderen. Ich teile nicht seine Meinung, aber neuer Input kommt sicher erst, wenn er sich die Sachen angesehen hat.

  10. klar will ich dich aus der reserve locken—weil ich an den kern deiner von dir getroffenen aussagen ran will–um mit dir zu diskutieren–leider ist es mir nicht möglich zur ausstellung zu erscheinen—schade—

  11. Wie versprochen habe ich mir die Austellung angesehen, Fazit: überzeugend. In positiver Erinnerung blieben mir auch die netten und zuvorkommenden Leute aus dem IKUWO.

    Ehrlich gesagt gab es schon schockierende Bilderserien zu sehen, wer vor Ort war erinnert sich denke ich an die geschmacklose Darstellung einer Frau + Schäferhund der ihr zwischen den Beinen.. Nunja, gehört selbst für mich in die Kategorie “ethisch/moralisches No-Go”. Weiterhin konnte man einige Frauen auf Bildern bewundern, denen quasi mit einem “Milch”-Hochdruckstrahl ins Gesicht geschossen wurde. Natürlich bleibt einem die Interpretation selbst überlassen, gehört aber ebenfalls zur unterschwelligen Reizwerbung. Auf der anderen Seite fande ich für mich persönlich sehr lustige und absolut unproblematische Grafiken, beispielsweise der Werbeflyer einer Angehörigen der Links-Partei: Hintern im Vollformat mit dem Bilduntertitel “Mit Arsch in der Hose in den Bundestag”. Ist für mich in keiner Weise anzüglich, super wenn Politiker so selbstironisch sind. Natürlich muss ich gestehen, dass mich die meisten Sprüche nicht schockiert haben, dennoch ist die Austellung allemal sehenswert alleine um diesen gewissen Einblick in die doch schon sehr sexualisierte Medienwelt zu werfen und sich das auch mal bewusst ins Gedächtnis zu rufen. Wie jeder Einzelne damit umgeht, bleibt natürlich im Ermessensspielraum der eigenen Gedanken.

  12. ich persönlich finde die Werbung von Krafczyks einfach nur genial schlciht auf den Punkt gebracht durch den Einsatz unterschwelliger (“niederen”) Reizen…
    Die Werbung mit dem Schäferhund ist klar richtig hart an der Geschmacksgrenze…aber ich fand ehrlich gesagt eher witzig da es ja selbstverständlich ist, dass die Werbeagentur den Hund nicht zum sexuellen Gebrauch benutzt haben, Ziel ist doch klar und deutlich Provokation. Daher mal einfach ausm Knick kommen und drüber lachen.
    Werbung ist Kunst!
    http://www.off-the-record.de/wp-content/uploads/2007/10/bett2.jpg
    http://www.off-the-record.de/wp-content/uploads/2007/10/schritt2.jpg

    passend dazu das Lied:
    http://www.youtube.com/watch?v=wh_aLVNvoW8

    und einfach mal entspannen:D

  13. Also Sexismus hin oder her, warscheinlich muss man heute irgendwie provozieren um auf sich aufmerksam zu machen, man schaue sich modernes Theater an. Einige Sachen sind natürlich hart an der geschmacksgrenze, aber sich so da reinzusteigern halte ich für übertrieben. Subtile Sprüche mit sexuellem Hintergrund sind ja nun schon immer Teil der Kommunikation und auch des Humors in allen Gesellschaftsschichten. Ich denke einige Damen und Herren sind dort etwas übersensibilisiert. Wenn man schon bei jedem noch so harmlosen Wort aufpassen muss, dass sich einige -ich halte Emmanzen für keinen netten Ausdruck- echauffieren, dann geht mir das zu weit.

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