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Posts Tagged ‘Sexismus’

Gender Bender Action Days 2013

Wednesday, May 29th, 2013

gbad

Die Gender Bender Action Days gehen morgen in die dritte Runde und auch in diesem Jahr finden in Greifswald im Zuge dieses queer-feministischen Wochenendes zahlreiche Veranstaltungen statt, zum Beispiel zwei Vorträge über das Verhältnis von Feminismus und Islam und über Frauenbewegung und die Dekonstruktion von Geschlecht.

Praktisch wird es dann in den Workshops, in denen es zum Beispiel um Selbstbehauptung, Upcycling, Autopannenhilfe oder das Reparieren von Fahrrädern geht. Der wohlverdiente Feierabend wird dann ausgelassen gefeiert: am Freitag bei einem Chansonabend mit anschließender DJane-Lounge, am Tag darauf mit einer Party unter dem Slogan Love Techno Hate Lookism!

Über weitere Highlights wie den Gender Bender Art Contest oder die B-Party und eventuelle Zugangseinschränkungen gibt das offizielle Programm Auskunft:

GBAD Greifswald

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180 Menschen demonstrierten beim One Billion Rising in Greifswald

Thursday, February 14th, 2013

Etwa 180 Menschen folgten heute Nachmittag in Greifswald dem Aufruf zur Teilnahme an der weltweit stattfindenden Aktion One Billion Rising und protestierten gegen Gewalt gegen Frauen. Den frostigen Temperaturen begegneten die Initiatorinnen mit einer Art Public Learning israelischer Volkstänze, für das sich zahlreiche Männer und Frauen erwärmen konnten, während anderen dieses Demonstrationsformat weniger zugänglich war.

One Billion Rising: Eine weltweite Demonstration gegen Gewalt gegen Frauen

Picture 1 of 4

In den Redebeiträgen wurde verdeutlicht, wie allgegenwärtig Gewalt gegen Frauen ist und dass diese auch heute noch überall stattfindet. Deswegen sind Institutionen wie das bedrohte Greifswalder Frauenhaus, für dessen Unterstützung gleichsam geworben wurde, traurigerweise noch immer notwendig. Der V-Day in Greifswald war zwar ein sichtbares Signal, doch das Problem mit gegen Frauen gerichteter Gewalt ist damit keineswegs gelöst. Beim Frauenhaus könnte man schon mal anfangen und die Symptome lindern!

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V-Day: “One Billion Rising” in Greifswald

Tuesday, February 12th, 2013

Am Donnerstag findet zum 15. Mal der V-Day statt. Der internationale Aktionstag soll über alle Grenzen hinweg Gewalt gegen Frauen problematisieren und wird weltweit begangen. Auch in Greifswald wird es im Rahmen der globalen Demonstration One Billion Rising Aktionen geben.

WELTWEIT WIRD JEDER DRITTEN FRAU IM LAUFE IHRES LEBENS GEWALT ANGETAN

one billion rising logo

Die Idee des “Aufstands der Milliarde” ist, dass am 14. Februar eine Milliarde tanzender Frauen in einem Akt grenzüberschreitender Solidarität die Erde zum Beben bringen werden, um ” ins öffentliche und ins individuelle Bewusstsein zu rufen, womit Frauen sich tagtäglich auseinandersetzen müssen.” Das sind leider sehr häufig Gewalterfahrungen, die jeder dritten Frau im Laufe ihres Lebens widerfahren!

Unter dem Motto Steht auf! Streikt! Tanzt! sollen sich am V-Day alle “Töchter, Mütter, Großmütter, Schwestern, Liebende und Freundinnen” zum One Billion Rising erheben. Frauen und Männer sollen auf den Straßen aller Länder ein unübersehbares “Nein!” zur Gewalt gegen Frauen und Mädchen tanzen. Im hochgradig amerikanischen Mobilisierungsvideo wird der Impuls, der um die Erde gehen soll, filmisch überdeutlich umgesetzt. Die Botschaft ist klar.
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Achtung, die erste Hälfte des Kurzfilms ist relativ heftig!

Video (02:59)

ERUPTIONEN BIS NACH VORPOMMERN!

Allein in Deutschland sollen am 14. Februar in über 190 Städten im Rahmen des One Billion Rising Aktionen stattfinden, mit denen das Ende dieser Gewalt gefordert wird. Am V-Day kann man sich natürlich auch in Greifswald beteiligen und gemeinsam mit anderen diese globale Demonstration unterstützen, auf dass die verstärkten Eruptionen bis nach Vorpommern spürbar sind! Treffpunkt ist am Donnerstagnachmittag auf dem Fischmarkt, alles Weitere wird man sicher schon dort mitkriegen.

Als naheliegender Protest- und Aktivierungssong muss an dieser Stelle natürlich auf das Stück One Billion hingewiesen werden, mit dem sich unlängst die Berliner Rapperin Sookee, die vor eineinhalb Jahren auch im IKUWO auftrat, für den V-Day stark machte. Mehr Infos über One Billion Rising gibt es hier.

Video (04:00)


Fakten: 14.02. | 16.30 Uhr | Fischmarkt

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Sommertragödie im Mensaclub: Baadantog oder Tittbüdel?

Thursday, July 19th, 2012

Eine Szene, wie sie sich fast jeden Tag in Greifswald abspielen könnte: Ein mehr oder weniger frisch immatrikulierter Student — nennen wir ihn einfachheitshalber Markus Kraushaar (MK) — will sich zerstreuen und erkundigt sich bei einem der zahlreichen hilfsbereiten und stets freundlichen Vorpommern — verständigen wir uns bei diesem hier auf einen Hans Dampf (HD) — nach den Möglichkeiten, auszugehen.

BEER FÖR’N APPEL UN EI UN AM ENN’ KRIEGT NOCH EENER WAT VOER’T GATT 

MK: Hallo, du kennst dich doch in Greifswald aus. Was läuft hier eigentlich dieses Wochenende?

HD: Tach. Am Sünnabend is een gooden Sommergelaag.

MK: Sommerparty klingt hervorragend! Wo steigt die denn, im Strandbad Eldena?

HD: Mien Soeten, vonwägen, klor is dee binnen vör, kiek doch rut!

mensaclub sommerparty(Foto: mit freundlicher Genehmigung von Tobias Dahms)

MK: Ach herje, du meinst doch bitte nicht die Sommerparty vom Mensaclub? Wurden die nicht vor Jahren mit den Worten “anspruchslose Party für anspruchslose Leute” oder so ähnlich sogar im UNISPIEGEL zitiert ?

HD:  Wieso, gift dor doch alls, wat du brukst: Beer för’ n Appel un Ei, döstige Frünn’ und Deern mit ordentlich Holt vör de Döör. Un am Enn’ kriegt noch eener wat voer´t Gatt!

EN LÜTTEN TICK DÖÖSBATTELIG 

MK: Auf dem Flyer steht, dass Frauen, die da im Badeanzug antanzen, freien Eintritt kriegen. Was soll der Scheiß denn?

HD:  Nee, im Baadantog sallen dee nich intrudeln, um dee Tittbüdel geiht dat, dormit dee breidbeenigen Bengels marken, dat Sommer is.

MK: Das ist so platt wie dein Dialekt und außerdem ganz schön sexistisch. Dabei sind das doch alles Studierende, wieso denken die sich denn bloß so einen Unfug aus?

mensaclub greifswald logoHD: Mak di nich inne Büx. Dat deit nix, of Hoochschoeler or nich, en lütten Tick döösbattelig sünd dee uk mit ‘n Afsluss anne Universität. Kannst froh sien, dat du dee Beerbuuken der Dussels nich ook noch ankieken möötst!

MK: Meine Party wird das ganz bestimmt nicht und ich überlege mir was Vernünftigeres. Am Sonnabend ist doch die Soliparty für den Slutwalk in Berlin, mit dem gegen Vergewaltigungsmythen demonstriert wird, Stichwort: “Was trägt sie auch so ein kurzes Kleid”.

HD:  Dat kümmt so hen. Un da sien auch Sünndag in dee Fröh um Klock söben die beeden Griepswolder Luusbengels von Verschnibbt & Zugenäht und maken dee Danz op de Deel in dee Schankstuuv ://about blank.

MK: Na denn man tau!

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Im Gespräch mit den Gender Bender Action Days

Tuesday, May 8th, 2012

Am 17. Mai beginnt mit den Gender Bender Action Days (G*B*A*D) ein viertägiger Veranstaltungsmarathon mit Vorträgen, Workshops, Parties und Konzerten, der dieses Jahr in nunmehr zweiter Auflage stattfinden wird. Neun Tage sind es noch bis zur Auftakt-Party — Zeit genug, um mit den beiden Mitorganisatorinnen Piet und Charly über verbogene Rollen, Polyamorie und Selbstverteidigung zu sprechen.

gender bender

(more…)

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Rechtsstreit: Frauenfeind Mario Barth rückt der Linksjugend M-V zu Leibe

Sunday, November 6th, 2011

War das wirklich ernst gemeint? Der Rechtsanwalt Christian Schertz schickte der Linksjugend ['solid] Mecklenburg-Vorpommern unlängst eine Unterlassungserklärung, die darauf abzielte, dass der linke Jugendverband nie wieder den Steinzeithumoristen Mario Barth abbilden dürfe und die veröffentlichten Druckvorlagen umgehend von der Internetseite des Verbands zu entfernen habe.

Zur Vorgeschichte: Die Linksjugend veröffentlichte unlängst Materialien mit dem Konterfei des durch seinen frauenfeindlichen Humor berühmt gewordenen Komödianten, die von der Feststellung “sexistische Rollenklischees haben so einen Barth” flankiert wurden.

“GEH DOCH SELBER SCHUHE KAUFEN!”

Der Verband unterschrieb die Unterlassungserklärung nicht, bemühte stattdessen selbst einen Anwalt und hob die Druckvorlage nach kurzweiliger Löschung wieder zurück auf die Homepage. In einer Pressemitteilung erklärte ['solid]:

mario barth stickerIm Kampf um Gleichberechtigung stellen Verunglimpfungen, und seien sie noch so unernst gemeint, immer einen Teil der Unterdrückung dar. Solche Äußerungen stellen im politischen Ringen der vielen Frauenrechtsorganisationen, Gleichstellungsbeauftragten, und auch politischen Organisationen, wie der unseren, eine Positionierung dar.

Mario Barth reduziert ein ganzes Geschlecht, die Hälfte der menschlichen Weltbevölkerung auf Schuhe, Einkauf und sonstige, als „frauentypisch“ angesehene Eigenschaften. Diese sind meist negativ behaftet und sprechen Frauen Kompetenzen ab. Sie stellen den Mann über die Frau und zementieren die derzeit herrschenden gesellschaftlichen Mechanismen.

Der Verband teilt in seiner Pressemitteilung außerdem mit, dass er auch weiterhin gegen die Verbreitung sexistischer Rollenklischees vorgehen werde. In Kürze soll ein thematischer Flyer veröffentlicht werden, der sich inhaltlich mit den durch Mario Barth bedienten Rollenklischees auseinandersetzen wird. Darüber hinaus wird eine Veranstaltungsreihe angekündigt, in der sexistische Unterdrückungsmechanismen in den Medien in den Fokus gerückt werden sollen.

(Bild: Druckvorlage Linksjugend M-V)

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Podiumsdiskussion: If I can’t dance

Saturday, October 15th, 2011

Kein Einlass für Idioten im Thor-Steinar-Kostüm, keinen Raum für Sexismen, keine Lust auf Macker und ihren Unfug! Aber wo beginnt der eigene Anspruch, wenn es um Partys geht? Und wo hört er auf? Dazu findet heute Abend im IKUWO eine Podiumsdiskussion statt, zu der nicht nur Akteure aus Leipzig, Berlin und Rostock kommen werden, sondern auch Vertreterinnen der Greifswalder Sektion der Hedonistischen Internationalen und des IKUWOs miteinander diskutieren.

Über das was eine „gute“ Party ist und ausmacht gibt es wahrscheinlich so viele Meinungen wie Besucher_innen. Veranstalter_innen und Clubs haben eigene Ansprüche an Partys, die sie besuchen und noch mehr an diese, die sie selbst organisieren. Im Spannungsfeld von gewünschter Atmosphäre und Rentabilität entscheidet letzten Endes häufig das Publikum in seiner Anzahl und mit seinem Verhalten über das Klima der Veranstaltung.

Wir wollen auf unseren Partys, Konzerten und Events eine Umgebung schaffen, wo jeder Gast sich wohl fühlt und Spaß haben kann und niemand belästigt oder genervt wird. Viele von uns versuchen darüber hinaus politische Inhalte zu vermitteln, Party und Politik also miteinander zu verbinden.

flyer if i cant dance
Aber ist es überhaupt machbar, eine Party zu veranstalten, wo alle Menschen vergnügt sind? Eines ist klar alle Menschen will kaum eine_r bedienen. Teilweise sind Rassismus, Sexismus und Homophobie diskutierte Ausschlusskriterien. Handfest wird es allerdings oft nur dort wo äußere Merkmale auf Einstellungen schließen lassen, z.B. bei Thor Steinar-Träger_innen. Denn wer darf beurteilen welches Verhalten sexistisch oder rassistisch ist und wer entscheidet über die Konsequenzen? Hier fängt das Problem an. Wie weise ich Gäste auf gesetzte Ansprüche hin und wie ermächtige ich sie zur Handlungsfähigkeit?

Reicht hierfür ein Hinweis auf Flyern oder benötigen wir doch ein Handbuch mit Verhaltensregeln? Können sich Gäste wohlfühlen, denen ständig die Hausordnung vor die Nase gehalten wird. Allerdings können wir anscheinend nicht voraussetzen, dass jede_r eine Party als Wohlfühlraum versteht, der frei von diskriminierenden Verhalten ist. Können wir allen Gästen zutrauen trotz Alkohol und anderen Substanzen bis morgens um 6 Uhr die persönlichen Grenzen anderer zu erkennen und ihr eigenes Verhalten zu reflektieren? Wie gehen wir mit Menschen um, die diese Wertvorstellung nicht teilen oder (un-)bewusst damit brechen?

Zusätzlich wollen wir uns dem Diskussionspunkt Emanzipation und (verdeckte) Sexismen stellen. Und dabei den Blick richten auf: Technik, die doch wieder nur von Männern betreut wird, Ausschank und Deko, welche vornehmlich von Frauen übernommen wird und Security, die von großen böse drein-blickenden Muskelmänner geleistet wird. Können diese Aufgaben auch ohne die Reproduktion von stereotypen Geschlechterbildern verteilt und erfüllt werden?

Die Veranstaltung ist dreigeteilt: zu Beginn werden die Projekte vorgestellt, deren Vertreterinnen auf dem Podium sitzen, anschließend werden die skizzierten Fragen diskutiert. Nach getaner Reflektion darf dann noch ausgelassen gefeiert werden.

Das Podium wird von folgenden Gruppen besetzt: Spartacus (Club, Potsdam), Do it herself (Partyorga- und Technik-Crew, Leipzig), Drek Kids from the Block (Konzertgruppe, Rostock), Ask gerd_a, (Awareness-Gruppe, Berlin), (Ex-)Homoelektrik (Partyorga, Leipzig), Hedonist_innen (Partyorga, Greifswald), Security (Rostock), Ikuwo (Aussschank, Greifwald), Drugscouts (Drogenumgang, Leipzig).

Der Abend wird vom antisexistischen Bündnis Rostock in Kooperation mit dem IKUWO veranstaltet. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Fakten: 15.10. | 19 Uhr | IKUWO

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