Gastbeitrag: Geld, Wein und die logische Konsequenz. Liberale stimmen sich auf ihre praktische Arbeit ein.

Ein Gastbeitrag von Thomas Hase

Das gelbe Kasperletheater zeigt nun endlich, was es eigentlich spielt – Monopoly! Nein, das ist kein schlechter Scherz, sondern Realität. Man einigt sich (untereinander) auf die Regeln, genießt den Wein, schmiedet Seilschaften und errichtet übermächtige, vom Kapital getriebene Monopole.

Ein kurzer Blick auf unsere Welt spiegelt dieses „Partyspiel“ des liberalen Nachwuchses erschreckend genau wieder. In letzter Konsequenz kann es dann nur noch ein Spiel geben – Risiko! Als Spiegel unserer Welt kann das also nur Krieg bedeuten. Vielen Dank für diesen kleinen Einblick in die Abgründe und Motivationen liberaler Emporkömmlinge anno 2010:

„Politik ist langweilig? Politik ist trocken? Oder vielleicht doch abwechslungsreich?

Nachdem wir den anstehenden Markt der Möglichkeiten und einige weitere Termine durchgesprochen hatten, beschlossen wir den politischen Teil des Abends spontan zu schließen und lieber eine Party [sic!] Monopoly  zu spielen. Die Party begann schon spannend, weil irgendwie jeder der sechs Spieler andere Regeln kannte. Besonders auffällig war dies jedoch bei unseren Alt-FDPlern.

Den Sieg errang am Ende das Duo Hagen-Patrick, dass [sic!] von Anfang an die Vorteile einer Koalition erkannt hatte. Nachdem sie erst den Kreisvorsitzenden der FDP in den Ruin trieben, übernahmen sie nach und nach große Teile der vorhandenen Immobilien und der Infrastruktur. Nur der vorgerückte Abend verhinderte ihre alleinige Monopolstellung und führte zum Ende des Spieles.

Für einen möglichen nächsten Spieleabend kommt nun “Risiko” in Betracht.“ (aus PM der liberalen Hochschulgruppe Greifswald)

BAD PUBLICITY IS BETTER THEN NO PUBLICITY

Man fragt sich ernsthaft, ob so die politische Zukunft aussehen wird. Über liberale Politik kann man sich streiten, über ihre „offiziellen“ Vertreter von FDP, JuLis und LHG noch mehr. In den letzten Monaten gab es die eine oder andere interessante Aktion und Mitteilung unter der Schirmherrschaft von Patrick Kaatz.

Damit gab er auch verblüffende Einblicke in seine Gedankenwelt preis: Über interessante Ansichten zur Homosexualität, die Inschutznahme armer Bürger, die ansonsten als Hobby „Faschismus“ angeben, bis hin zur Problemlösung vorpommerscher Angelegenheiten mit Dosen und Malbüchern; unvergessen seine zum größten Teil abendfüllenden Kommentare.

IN DEN FUSSSTAPFEN MÖLLEMANNS?

Die Frage drängt sich auf, warum dies überhaupt so interessant ist. Warum wird darüber weiter berichtet und weshalb entzünden sich daran handfeste Streits? Vielleicht, weil der eine oder die andere im Inneren ein Gefühl beschleicht. Unter Umständen ist das alles gar nicht so harmlos und sagt am Ende doch mehr aus als vordergründig erkennbar. Auch ein Jürgen W. Möllemann hat damals so angefangen.

Patrick Kaatz, der sich gerne als Belehrer juristischer Details hervortut, dabei aber die Wirklichkeit des Lebens gekonnt ausklammert und/oder sich in erdrückend langen monologischen (Fach-)Aufsätzen den wichtigen Fragen entzieht, mag mit dieser Methode seinem Bekanntheitsgrad immens steigern und einen ähnlichen Aufstieg wie Jürgen W. Möllemann erleben. Seine innere Einstellung scheint zumindest nicht dagegen zu sprechen.

Und ein Gewinnertyp scheint er auch zu sein, Monopoly sei dank. Man wird sicherlich nicht zum letzten Mal von ihm gehört haben. Wünsche gehen meistens leider selten in Erfüllung und man kann nur hoffen, dass Patrick Kaatz es schafft, mit solchen „Amokläufen“ seinen Parteifreunden die paar Stimmen zu kosten, die sie über die 5% im September 2011 gebracht hätten. Hoffen wir alle also das Beste.

Verwandte Beiträge

14 Gedanken zu „Gastbeitrag: Geld, Wein und die logische Konsequenz. Liberale stimmen sich auf ihre praktische Arbeit ein.

  1. Hallo Thomas,

    freut mich, dass Du zu unseren Stammlesern gehörst und gut unterhalten bist 😉 Ich bin es auch.

    Mal ernsthaft – wir sind einen JUGENDverband; glaubst Du er wirklich, dass wir immer nur steif da sitzen und über die Ungerechtigkeiten der Welt debattieren? Im Gegenteil, Jugendpolitik ist eine Kombination aus ernsthaften Themen und gleichzeitigem Spaß am Engagement und ich kann aus unzähligen Interessentengesprächen berichten: Ja, es ist so gewollt. Wenn Jugendpolitik bei Dir immer nur bierernst ist, bedauere ich das sehr.

    Monopoly. Das Spiel Monopoly besteht aus unzähligen nichtoffiziellen Regeln – darüber gibt es sogar Bücher. Die Regeln variieren von Land zu Land, Region zu Region, ja sogar von Familie zu Familie. Die Einigung über die Regeln zeigt unseren Pluralismus (sowohl Ältere, wie Jüngere, Wessis, wie Ossis etc.) 😉

    Risiko. Wir nutzen ein Brettspiel, um uns intellektuell miteinander zu messen, anstatt uns die Köpfe einzuschlagen oder echte Kriege anzuzetteln. Tut mir ja leid, aber Schach ist nur für zwei Spieler und wir sind leider ein paar mehr.

    Ansichten über Homosexualität. Falsch, über eine Party. Personell wurde das Partyklientel benannt – keine Homosexuellen. Trenne das doch bitte richtig.

    Faschisten. Du willst sie ausgrenzen, ich sie als Menschen behandeln und in unsere Gemeinschaft integrieren, indem ich ihnen zeitgleich unsere Idee der freiheitlich-demokratischen Grundordnung beibringe. Ist zwar aufwendiger, aber menschenwürdiger (Vgl. Art. 1 GG).

    Abendfüllende Kommentare. Verzeih, dass ich die ernsthafte Auseinandersetzung und den Austausch suchte. Ich missverstand, dass Du nur pöbeln und Deine Meinung unwidersprochen kundtun willst. Übrigens steht das Argument „Probleme kann man auch einfach lösen“, soll heißen, man braucht nicht lang darüber zu reden, schon im Argumentekatalog für NPD-Kandidaten. Denk mal drüber nach…

    „Wirklichkeit des Lebens“. Tu ich das oder masst Du dir nur gerade die Interpretationshoheit an?

    „innere Einstellung“ Mit der Methode Deiner Auseinandersetzung mit mir kannst Du die weder kennen noch verstehen 😉

    Hach, und jetzt genehmige ich mir doch vllt. ein Gläschen Rotwein, denn genau mit der Reaktion hatte ich gerechnet (nun, nicht gleich mit nem kompletten Artikel, aber zumindest mit etwas in der Richtung). Etwas mehr Humor bitte – das erleichtert politischer Arbeit nämlich ungemein 😉 Sollten die Planungen funktionieren, habe ich übrigens im November wieder etwas für euch 😉 Hängt ganz vom Wetter ab.

    Aja, bevor jemand glaubt, ich lese hier gewohnheitsmäßig – ich bekam nur die Rückkopplung der Verlinkung auf unserer Seite.

    Abschluss: Das ist keine PM, sondern ein Bericht.

    Beste Grüße und danke für den geretteten Sonntag 😉

    Patrick

  2. Daumen hoch! In einem Punkt muss ich aber entschieden widersprechen. Möllemann hatte bei aller vorhandener Kritik Charme und Charisma. Er war ein Mann der ersten Reihe. Patrick Kaatz macht nicht den Eindruck als wenn er die Leute vordergründig begeistert könnte, sondern in der zweiten Reihe die Leute einzeln aus sicherer Entfernung beeinflusst und dann von hinten mit dem Messer zusticht. Trotzdem vielen Dank für den Artikel. Ich schlage als nächstes Spiel für die Jungmonopolisten „Russisch Roulette“ vor.

  3. „glaubst Du er wirklich, dass wir immer nur steif da sitzen und über die Ungerechtigkeiten der Welt debattieren? “

    Dachte Aufgabe von FDP/JuLi/LHG ist es die Ungerechtigkeit der Welt zu zementieren. Aber im Ernst, mensch hat schon Angst das hier rechts“populistische“ Hochschulpolitik heranwächst. Vgl. Wahlforderungen von Schmidt.

  4. „Jugendpolitik ist eine Kombination aus ernsthaften Themen und gleichzeitigem Spaß am Engagement“

    Genau richtig: ich finde, Politik kann – gerne auch bei einem Glas Rotwein -Spaß machen und bei echtem Engagement auch locker einen Abend füllen. Das gleiche gilt für eine Runde Monopoly. Würde ich alles gleichzeitig machen, dann käme auf jeden Fall eine der beteiligten Komponenten zu kurz. Vielleicht unterschätze ich da ja nur eure Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun.

    „Die Einigung über die Regeln zeigt unseren Pluralismus“

    Du musst nicht unbedingt jede Deiner Handlungen in einen gezwungenen politischen Kontext setzen – zumal das hier lächerlich wirkt. Das wäre ja eine super Grundlage für politische Diskussionen, wenn man sich nicht mal auf Spielregeln einigen könnte.

    „Abendfüllende Kommentare“

    Danke, dass Du Thomas mit Nazis gleichsetzt. Denk‘ mal drüber nach. Ich schließe mich übrigens der Meinung an, dass Du nie zum Punkt kommst und Deine Argumentation in einem unglaublichen Bewusstseinsstrom untergeht. Das hat nichts mit „man braucht nicht drüber reden“ zu tun, im Gegenteil: Deine Argumentation verliert dadurch an Aussagekraft und schafft Unklarheiten bei Deinem Gegenüber, die einen Austausch in Schreibform sehr langwierig macht.

    „Aja, bevor jemand glaubt, ich lese hier gewohnheitsmäßig“

    Warum möchtest Du Dich so stark davon distanzieren? Ist Dir nicht aus pluralistischen Gründen wichtig, Dich in alle Richtungen (z.B. aber nicht ausschließlich nach Rechts) zu informieren? Ich jedenfalls schaue ab und zu – zugegeben eher aus humoristischen Gründen – bei der LHG vorbei.

    Bodo S. aus M. an der P. (bei R.)

    PS: Eine *Partie* Monopoly

  5. @PJK

    🙂

    Dein Video. Deine Ausstrahlung, Körpersprache, Stimme und aufgesetzter Humor (auch in deinen Texten) entsprechen wohl dem krassen Gegenteil eines Frontmannes.
    Du kommst in deinen Texten nicht auf den Punkt. Du spannst keinen „roten Faden“ aber dafür spinnst du ein Netz auf. Das entspricht dem typischen Hinterbänkler der seine Netzwerke spinnt und nur so was reißt.
    Deine Jura-Rhetorik. Du kommst menschlich sowas von garnicht rüber. Retten tust du dich über die juristisch-analytische Schiene. Das erspart dir die Auseinandersetzung mit der menschlichen Komponente.
    Das du gerade genau auf diese Aussage anspringst. Fühlst dich wohl ertappt und willst dich nun rechtfertigen. Epic-Fail!

    Viel Spaß dabei.

  6. @PJK

    Sorry, kleiner Nachtrag meinerseits. Zur letzten StuPa-Wahl hast du als Vorsitzender der LHG deine Schafe ohne irgendwelche Rückendeckung und Vorbereitung auf die Schlachtbank geschickt. Das Ergebnis war, dass zum erstem Mal seit Jahren keiner von der LHG ins StuPa gekommen ist. Dabei hattest du verhältnismäßig viele Schafe aufgeboten… Deine Leistung im Hintergrund muss erstaunlich gut gewesen sein… Selber bist du natürlich nicht angetreten. In der ersten Reihe, mit einem noch schlechteren Ergebnis deinerseits, hätte ja möglicherweise noch mehr an dir hängen bleiben können. Das nennt man echte Führungsqualitäten. Erspare mir und den anderen bitte die Wiederholung deiner fadenscheinigen Rechtfertigungen dafür. Die kann jeder auf der LHG-Homepage nachlesen… Aber trotzdem danke für das LHG freie StuPa 🙂

  7. @PJK

    Wird der Grad an Intellekt tatsächlich gemessen, indem eine Runde „Risiko“ gespielt wird?

    Zähl mal bitte kurz die Smileys innerhalb deiner Kommentare.

    Ich glaube nur die bloße Übereinstimmung in eurem Kreise über die Regeln eines Spiels zeigt nicht gleich an, dass das auch mit dem Pluralismus innerhalb unserer Gesellschaft so ist.

  8. Schöner Artikel, aufschlussreiche Diskussion!

    Allerdings muss ich mich den meisten Kommentaren anschließen, dass Herr Möllemann sich durch Charisma und volksnahes Verhalten ausgezeichnet hat. Das sind Eigenschaften, die bei PJK (noch) nicht so in den Vordergrund getreten sind.

    Passend dazu:
    „PJK says:
    October 10, 2010 at 8:15 pm
    @Fleischi

    Wer sagt, dass die Kandidaten ohne Rückendeckung etc. ins Feld geschickt wurden?[…]“

    Statt patzig gegenzufragen erkläre doch einfach, wie es wirklich war…

  9. @user524

    „Statt patzig gegenzufragen erkläre doch einfach, wie es wirklich war…“

    Wer sagt, dass überhaupt etwas war? Und wieso soll ich eine Behauptung rechtfertigen, die ich nicht aufgestellt habe? Klingt doch etwas unlogisch, oder 😉

  10. @fleischi; @user542

    hey inselkind, lass den unsinn. wir haben lang genug mit dir zusammen gearbeitet, um deinen schreibstil zu kennen. deine verleumdungen sind auch nichts neues. und sich mit mehreren accounts mal schnell selbst recht zu geben, hat beim letzten mal schon nicht geklappt. wir wissen, dass du eine rechung offen hast, weil patrick deinen lügenzirkus beendet hat. tu uns einen gefallen und verkriech dich wieder auf deiner insel oder wo auch immer du dich den sommer über versteckt hast.

    tschüss

  11. @Tavian Crug

    Entweder du klärst alle anderen Leser:innen auch auf, welche Verschwörungstheorie du hier vermutest, oder du klärst das mit „Inselkind“ privat. Wer sagt denn, dass nicht du der/die Verleumder:in bist…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.