Greifswalder Schleckerüberfälle bei Aktenzeichen X,Y…ungelöst

In der gestern ausgestrahlten Sendung der Kriminalaufklärungsserie Aktenzeichen X, Y…ungelöst wurden die Raubüberfälle auf Greifswalder Filialen der Drogeriekette Schlecker behandelt.

Die örtliche Polizei gab via Pressemitteilung bekannt, dass es im Juni 2009 zu insgesamt fünf Überfällen auf die Filialen in Eldena und in der Peter-Warschow-Straße gekommen ist. Der mit einem Messer bewaffnete Täter forderte von den anwesenden Verkäuferinnen dabei jedes Mal die Öffnung der Kassen.

Da in den vergangenen eineinhalb Jahren offenbar noch kein Fahnungserfolg erzielt wurde, erhofft sich die Polizei durch die der Ausstrahlung folgenden Hinweise eine neue Spur. Der „vorwiegend mit einem dunklen Freizeitanzug und einer Pudelmütze ohne Bommel“ bekleidete Täter soll zwischen 1,80 und 1,90 Meter groß und von schlanker Statur sein. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Anklam entgegen (03971-2510).

Reklame

Hier ist der nicht in Greifswald gedrehte Beitrag des inzwischen immerhin 43 Jahre alten Kriminalfernsehformats.

Die Drogeriekette Schlecker wurde in den vergangenen Jahren immer wieder aufgrund der Arbeitsbedingungen in den Filialen kritisiert. Dabei ging es um die Kooperation mit Leiharbeitsfirmen und die chronische Unterbesetzung der Läden mit zumeist weiblichen Angestellten, die sehr häufig ganz alleine arbeiten würden. Bundesweit soll es jeden Tag zu einem Überfall auf eine Filiale der Drogeriekette kommen.

Das hier interessiert dich vielleicht auch noch:

8 Gedanken zu „Greifswalder Schleckerüberfälle bei Aktenzeichen X,Y…ungelöst

  1. Ist es nicht auch so, dass es eine Zeit lang keine Telefone in Schleckerfilialen gab, damit die Belegschaft keine Privatgespräche während der Arbeitszeit führt und unnötige Kosten verursacht? Hat dann die überfallene Kassiererin kein Handy, kann man auf den nächsten Kunden warten, um die Polizei zu alarmieren. Ja ja, der Kapitalismus treibt schon widerliche Früchte!

  2. Puh, wenn ich nicht nur 1,76 groß wär‘, würde die Beschreibung (allerdings das Phantombild nicht) recht gut auf mich zutreffen… naja okay, von so „schlanker Statur“ bin ich auch nicht mehr gerade 😉

    Was ich eigentlich fragen wollte:

    „Bundesweit soll es jeden Tag zu einem Überfall auf eine Filiale der Drogeriekette kommen.“

    – Gibt’s dazu ’ne Quelle?

  3. @Jan:
    „Die Gewerkschaft Verdi schätzt, dass in Deutschland jeden Tag einer von rund 10 000 Schlecker-Märkten überfallen wird. Die Filialen gelten als besonders beliebt bei Räubern, weil in Geschäften meist nur eine Angestellte arbeitet, deren Arbeitsplatz an der Kasse meist mit dem Rücken zur Ladentür ist.“
    (Quelle: rp-online.de; http://tinyurl.com/6cp3hwy)

    @Werner:
    ‚guter‘ Kapitalismus …die nennen das wohl „bewusster Kapitalismus“. Klingt zwar beides komisch, aber gibt sogar’ne kleine facebookgruppe namens bewusster Kapitalismus – da ist der Werner von DM auch genannt. Das Handelsblatt titelte über den DM-Werner ja mal mit der „Kapitalismus aus der Waldorfschule“ – das hat och was.

  4. haha… wie geil ist denn das video? das ist doch satire! der eine kauft windeln und zack, der nächste holt wieder das messer raus… die arme verkäuferin!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.