Harlem Shake in der Uni-Bibliothek

Der Gangnam-Style ging bereits um die Welt und entwickelte sich vom InternetphĂ€nomen zum meistgesehenen Youtube-Video ĂŒberhaupt, das weltweit unzĂ€hlige Multiplikatoren und Nachahmerinnen fand. Mit dem Harlem Shake kommt jetzt die nĂ€chste virale Mitmachnummer auf uns zu.

harlem shake

Die Idee des „Harlem Shake“ ist denkbar simpel: In einer alltĂ€glichen Situation —  wie zum Beispiel beim Lesen in der Greifswalder Uni-Bibliothek — beginnt eine Person mit der einsetzenden Musik zu zappeln, wĂ€hrend ihre Umgebung sich davon unbeeindruckt zeigt. Nach 15 Sekunden und der Liedzeile „Do the Harlem Shake“ setzt der Bass ein und die vor sich hin tanzende Studentin befindet sich plötzlich im tobenden HĂŒpfemob ihrer Kommilitonen. FĂŒnfzehn Sekunden spĂ€ter ist der Spuk vorĂŒber.

Wie so etwas in der Greifswalder Almer Mater aussehen kann, zeigt dieses gestern veröffentliche Video. Do the Harlem Shake!

Video (00:30)
[youtube B_-XckDXhq8]

(Foto: Filmstill)

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Paarungsanbahnungen im Netz: Spotted & Bibflirt

Es war ja nur eine Frage der Zeit, dass der neueste Trend der sozialen Netzwerkerei auch in Greifswald ankommen und hier mit Begeisterung aufgenommen wĂŒrde. Die Rede ist von den sogenannten Spotted-Seiten, ĂŒber die seit kurzem viel geschrieben wird.

BALZPLATZHEROES

bibflirt

Dahinter steckt ein Import aus dem angelsĂ€chsischen Facebook-Bezirk, mit dem das Flirten leichter werden soll. Die Idee dieser Seiten ist simpel: auf einer ortsbezogenen Fanpage, wie zum Beispiel Spotted: Newcastle Robinson Library, werden Anbahnungsgesuche kanalisiert, mit denen zukĂŒnftige Ex-Partner vom anonymen Begehr in Kenntnis gesetzt werden —  zumindest, sofern sie das Geschehen auf der öffentlich einsehbaren AnnĂ€herungsplattform verfolgen. „Paarungsanbahnungen im Netz: Spotted & Bibflirt“ weiterlesen

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Kinder mĂŒssen draußen bleiben!

Ein Gastbeitrag von Jonathan Föhr

In der Benutzungsordnung fĂŒr die Greifswalder UniversitĂ€tsbibliothek fehlt ein entsprechender Passus. Studierende mit Kindern mĂŒssen dennoch damit rechnen, an der TĂŒr abgewiesen zu werden. Auch an der Rostocker UniversitĂ€t stoßen sie nicht immer auf VerstĂ€ndnis. Dort versuchte das Studierendenparlament, Kindern ein kostenloses Mensaessen streitig zu machen.

IN DER GREIFSWALDER UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK SIND KINDER UNERWÜNSCHT

Im Internet prĂ€sentiert sich die Bibliothek der Ernst-Moritz-Arndt-UniversitĂ€t Greifswald als eines der „modernsten bibliothekarischen Dienstleistungszentren“ und wirbt mit allerlei Servicemöglichkeiten und Barrierefreiheit. Die Betreuung von Kindern gehört nicht zum Dienst am Kunden, denn die sind in der universitĂ€ren Einrichtung in der Felix-Hausdorff-Straße unerwĂŒnscht.

So wurde ein dreijĂ€hriges Kind von einer Mitarbeiterin zum Beginn des neuen Jahres harsch der BibliotheksrĂ€ume verwiesen. FĂŒr Kinder sei dort kein Zutritt, die Bibliothek nicht „kindersicher“. Ein Hinweis, dass kleine Kinder keine Hunde seien, war vergebens und die Diskussion beendet. Da man Kinder weder draußen anleinen noch wie eine Jacke an die Garderobe hĂ€ngen kann, warteten Mutter und Kind schließlich im Foyer auf ihre Begleitung mit den entliehenen BĂŒchern.

MĂŒssen Kinder auf Verordnung zwingend draußen bleiben, kann der Bibliotheksbesuch fĂŒr Alleinerziehende ohne eine flexible Kinderbetreuung schnell zur logistischen Herausforderung werden. WĂ€hrend die stĂ€dtische Kinderbibliothek in der Knopfstraße die JĂŒngsten gezielt mit Angeboten lockt und UniversitĂ€tsbibliotheken in anderen StĂ€dten mit Spielecken, KinderbĂŒchern und WickelrĂ€umen werben, setzt man in der Greifswalder Unibibliothek auf den Ausschluss von Kindern.

(Foto: thinkaholic via Flickr)

Ein Blick in die Benutzungsordnung verrĂ€t zwar: BĂŒcherwĂŒrmern jĂŒngeren Alters ist die Anmeldung zur Bibliotheksnutzung mit EinverstĂ€ndnis der Erziehungsberechtigten ausdrĂŒcklich erlaubt und der Besuch der Einrichtung nicht verboten. Dort mĂŒssen sie sich jedoch erst einmal der TĂŒrstehermentalitĂ€t widersetzen. Nachfragen haben ergeben, dass „architektonische SicherheitsmĂ€ngel“ fĂŒr ein „Kinderverbot“ ausschlaggebend seien. Doch auch um bissigen Bibliothekaren und bösen Blicken zu entgehen, mĂŒssen vor allem jĂŒngere Kinder vor einem Besuch solcher „modernen Dienstleistungszentren“ gewarnt werden.

ROSTOCKER STUDIERENDENSCHAFT GÖNNTE KINDERN DAS ESSEN AUF DEM TELLER NICHT

In den Mensen der Rostocker UniversitĂ€t erhalten Kinder seit dem 1. Juni 2010 einen sogenannten Kinderteller. Das kostenlose Angebot fĂŒr Kinder bis zum 10. Lebensjahr ist kaum bekannt und hĂ€lt bĂŒrokratische HĂŒrden bereit: Jedes Jahr will beim Studentenwerk ein neuer Kinderausweis beantragt und im Verbund mit dem Studierendenausweis bei jedem Mensabesuch vorgelegt werden. Selbstredend werden die SpeisesĂ€le nach wie vor nicht von Kindern ĂŒberrannt. Trotzdem machte wenige Tage nach der EinfĂŒhrung ein Teil der Studierenden gegen das kostenlose Kinderessen mobil. „Kinder mĂŒssen draußen bleiben!“ weiterlesen

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