Fallada-Festival: Literarischer Rundumschlag zum 70.

Anlässlich des 70. Todestags des in Greifswald geborenen Schriftstellers Hans Fallada findet an diesem Wochenende das gleichnamige Literaturfestival statt.  

Bedeutende Söhne der Stadt erleben derzeit in Greifswald eine ungewohnte Renaissance. Ob sich dieses neuentdeckte Interesse nur auf einen in Groß Schoritz geborenen Heimatdichter beschränkt oder das Interesse für hiesige Autoren darüber hinausgeht, wird sich an diesem Wochenende beim Fallada-Festival zeigen. 

Fallada-Festival in Greifswald

Zehn Veranstaltungen laden zu einer Beschäftigung mit dem großartigsten Schriftsteller aus der Fleischervorstadt ein. Die meisten finden in seinem Geburtshaus in der Steinstraße — dem Falladahaus — statt. Dort ist unter anderem Achim Ditzen, Falladas Sohn, zu Gast. Er wird aus den Briefen seines Vaters lesen. Bei weiteren Lesungen kann man Hannes Rittig (Jeder stirbt für sich allein) und Jan Holten (Der Trinker) erleben. Vorträge über Fallada steuern Prof. Dr. Eckard Schumacher, Dr. Roland Ulrich (beide Universität Greifswald) und Stefan Knüppel (Fallada-Museum Carvitz) bei.  „Fallada-Festival: Literarischer Rundumschlag zum 70.“ weiterlesen

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Spenden für Spielzimmer in Gemeinschaftsunterkunft gesucht

Greifswald hilft Geflüchteten möchte in der Gemeinschaftsunterkunft in der Brandteichstraße ein Spielzimmer einrichten und bittet dafür um Sachspenden.

greifswald hilft gefluechteten Die Gruppe „Greifswald hilft Geflüchteten“ startete unlängst einen Aufruf, um Spenden für die Einrichtung eines Spielzimmers einzusammeln, das in der neuen Gemeinschaftsunterkunft in der Brandteichstraße entstehen soll. Benötigt werden Spielzeuge, Bilderbücher, Malutensilien und vergleichbare Dinge, die ein ebensolches Zimmer spielenswert machen.  

Die Spenden können an den folgenden Tagen im Begegnungszentrum Mole (Gustebiner Wende 4a/b) oder im IKUWO (Goethestr. 1a) abgegeben werden.

  • Dienstag (15. November), 16 Uhr Mole
  • Donnerstag (17. November), ab 17 Uhr IKUWO
  • Dienstag (22. November), 16 Uhr Mole
  • Donnerstag (24. November) ab 17 Uhr IKUWO

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Petition für bessere Kita-Betreuung in MV

In keinem anderen Bundesland ist der Betreuungsschlüssel für Kinder in Kitas so schlecht wie in Mecklenburg-Vorpommern. Mit einer Petition wollen Eltern die neue Sozialministerin nun in die Verantwortung nehmen.

Wenige Wochen nach der Landtagswahl wenden sich Eltern mit einer Petition an die neue Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales, Stefanie Drese (SPD). Mehr als 1000 Mitzeichnende fordern darin eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels für Kita-Kinder auf ein „realistisches Niveau“ von 1:8 für Drei- bis Sechsjährige und auf 1:4 für Kinder bis drei Jahre. In keinem anderen Bundesland sieht das Verhältnis so schlecht aus wie in Mecklenburg-Vorpommern. Im Schnitt wurden im Nordosten im vergangenen Jahr 14,1 Kinder (3-6 Jahre) von einer Person betreut.

Betreuungsscshlüssel

Foto: CFalk / pixelio.de

Die Betreuungsschlüssel unterscheiden sich zwischen den einzelnen Bundesländern zum Teil erheblich. Während in Baden-Württemberg (7,5), Bremen (7,7) oder Niedersachsen (8,4) die Anzahl der pro Person betreuten Kindern in den jeweiligen Einrichtungen unter dem Bundesdurchschnitt (9,3) lagen, müssen in Mecklenburg-Vorpommern (14,1) fast doppelt so viele Kinder pro Person betreut werden. Um sich vorzustellen, wie schwierig sich das gestalten kann, braucht man sich nur mal für einen kurzen Moment an einem gut frequentierten Spielplatz umzusehen und Augen und Ohren aufsperren.  „Petition für bessere Kita-Betreuung in MV“ weiterlesen

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Unser aller Leistungsmist: Freizeitbad schenkt guten Schülern den Eintritt

Ein Gastbeitrag von Anke Lübbert

Nächste Woche sind Sommerferien. Im Freizeitbad gibt es freien Eintritt – für das richtige Zeugnis. Für jede Eins sinkt der Eintrittspreis um einen Euro, ab sechs Einsen ist der Eintritt gratis. „Wir brauchten eine Aktion, um die Schüler noch vor den Ferien dazu zu bewegen, ins Schwimmbad zu kommen. Das ist im letzten Jahr schon super gelaufen“, sagt die Sprecherin des Schwimmbades, „die Schüler freuen sich.“freizeitbad greifswald leistungsdruck

(Montage:Fleischervorstadt-Blog, Originalfoto: webMoritz)

Die einen, jedenfalls. Die anderen, die ohne Einsen, wohl eher nicht. „Unser aller Leistungsmist: Freizeitbad schenkt guten Schülern den Eintritt“ weiterlesen

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Kita-Streik in Greifswald

Der Bahnstreik ist kaum beendet, da geht schon die nächste Berufsgruppe in den Arbeitskampf: Seit letztem Freitag steht ein bundesweiter Kita-Streik, von dem ab Mittwoch auch mehrere Greifswalder Kitas betroffen sein werden, auf dem Programm.

Wegen des Kita-Streiks werden zehn der insgesamt vierzehn kommunalen Kitas am Mittwoch ganztägig geschlossen bleiben, unter anderem der integrative Kinderhort „Kunterbunt“, die Kitas „Inselkrabben“, „Kleine Entdecker“, „Lilo Herrmann“, „Makarenko“, „Rudolf Petershagen“, „Friedrich Wolf“ und „Zwergenland“. Der Hort der Krull-Schule und die drei Kitas „Samuil Marschak“, „Regenbogen“ und „Weg ins Leben“ beteiligen sich nicht an dem Streik. Achim Lerm — der Leiter des gerade gegründeten Greifswalder Eigenbetriebes “Hanse-Kinder”, der als Träger von elf Kindertagesstätten und drei Horten in der Hansestadt fungiert — bedauert, dass für die betroffenen Einrichtungen keine Notversorgung eingerichtet wurde. Alle Eltern seien im Vorfeld per Aushang über den Streik informiert worden.

kitastreik kindergarten (Symbolfoto: Verena Berk / pixelio.de)

Was fordern die Erzieherinnen?

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Greifswalder Hausbesetzer feiern mit ihren Nachbarn buntes Straßenfest in der Brinke

Mehr als 200 Besucher folgten am vergangenen Sonnabend einer Einladung der Initiative „Brinke 16-17 erhalten“ zu einem Straßenfest vor dem seit drei Wochen besetzten Gebäude in der Brinkstraße und erlebten dort ein unterhaltsames Nachmittagsprogramm.

Dabei war das Fest eher eine aus der Not geborene — aber trotzdem nicht weniger gelungene — Improvisation, denn eigentlich war kein Straßenfest, sondern die Eröffnung eines Stadtteiltreffs in den Räumlichkeiten des Bioladens Sonnenmichel geplant. Doch es sollte etwas anders kommen.

Nach Intervention durch Verwaltung und Eigentümer musste auf dem Gehweg gefeiert werden

Die Eröffnung musste nach der Intervention der Bauaufsichtsbehörde und nach der Untersagung unter Androhung rechtlicher Mittel durch Hauseigentümer Roman Schmidt auf den Bürgersteig vor dem Haus verlegt werden. Bereits in der vergangenen Woche lehnte CDU-Fraktionschef Axel Hochschild den Vorschlag von Bürgerschaftsmitglied Ulrich Rose (Alternative Liste) ab, die Hausbesetzerinnen an einen runden Tisch zu holen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Man könne sich schließlich nicht mit Straftätern an einen Tisch setzen, ließ Hochschild ungewohnt berührungsscheu verlauten. Alle bisher für den Stadtteiltreff geplanten Veranstaltungen werden nun vorläufig im Rahmen der Mahnwachen vor dem Haus stattfinden.

Heiko Pult von der Initiative „Brinke 16-17 erhalten!“ äußert sich verwundert und traurig über so viel Gegenwind: „Andernorts werden mit viel Geld und Mühe, politischer und verwaltungstechnischer Unterstützung solche sozialen Begegnungs- und Veranstaltungsorte künstlich geschaffen. Und dort, wo ein solcher Ort von alleine und nur mit Hilfe ehrenamtlichen Engagements entstanden ist und weiterentwickelt werden soll, werden die Initiatoren beschimpft, abgestempelt und mit Hilfe der Verwaltung behindert.“

Trotz aller Widrigkeiten mit der Verwaltung und der Kommunalpolitik wurde am Sonnabend zumindest die Idee eines zukünftigen Stadtteiltreffs eröffnet. So konnten die Besucher in den geplanten Räumen des Stadtteiltreffs eine Chronik des Hauses ansehen, die zusammen mit einer Bildergeschichte ausgestellt wurde.

Draußen auf dem Gehweg fand währenddessen das Straßenfest statt und unterhielt die anwesenden Gäste und Nachbarinnen mit Auftritten der synthiBros, der beiden Musikerinnen Romni sowie der Impro-Gruppe des Greifswalder Studententheaters StuThe. Für die zahlreich herangekarrten jüngeren Gästen wurde zusammen mit den Kunstwerkstätten ein buntes Kinderprogramm von Trampolin bis Kinderschminken auf die Beine gestellt. Zur Eröffnung sprachen neben Vertreterinnen der Initiative auch die Bürgerschaftsmitglieder Stefan Fassbinder (Grüne) und Jörg Kasbohm (Die Linke).

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