Zwei Wochen Schlafmangel: Deutsch-polnisches Kulturfestival „PolenmARkT“ beginnt

Der Monat November ist gewiss kein Zeitraum, in dem sich Greifswald von seiner gastlichen Seite zeigt — die Stadt fühlt sich in dieser Zeit schlicht zu kalt, zu dunkel und zu ungemütlich an. Eine kurze Aufhellung der Tristesse dieses schlimmsten aller Monate wird durch den alljährlich stattfindenden Polenmarkt besorgt, der morgen Abend beginnen wird.

Polenmarkt Greifswald 2014Das deutsch-polnische Kulturfestival findet seit 1997 jedes Jahr in Greifswald statt und hat sich seitdem von einer studentischen Initiative zu einem festen Bestandteil des Greifswalder Kulturlebens etabliert. Der diesjährige Polenmarkt wird morgen Abend um 18 Uhr mit einer Lesung von Jacek Dehnel aus Gdańsk, „dem“ jungen Star der polnischen Literaturszene, offiziell im Krupp-Kolleg eröffnet. Wer sich für das östliche Nachbarland interessiert, sollte sich auf ein zwölf Tage andauerndes und abwechslungsreiches Programm mit Kostproben aus der polnischen Musikszene, literarischen und künstlerischen Ausstellungen, Lesungen für Kinder und Erwachsene, Filmvorführungen, Theaterinszenierungen und wissenschaftlichen Vorträgen einstellen. Doch noch bevor es richtig losgeht, finden bereits schon heute Abend finden zwei Vorveranstaltungen im Theater Vorpommern und in der Kulturbar statt! „Zwei Wochen Schlafmangel: Deutsch-polnisches Kulturfestival „PolenmARkT“ beginnt“ weiterlesen

Europäisches Filmfestival „dokumentART“ in Greifswald zu Gast

Ab Donnerstag werden in der Brasserie Hermann die Nachbeben der 21. dokumentART zu spüren sein. Das Europäische Dokumentarfilmfestival, das Mitte November zuerst in Szczecin und anschließend in Neubrandenburg stattfand, hat für vier Tage ein Nachspiel in Greifswald. In dieser Zeit werden im Koeppenhaus und der Brasserie Hermann insgesamt 54 Filme aus 20 Ländern gezeigt.

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Zur Eröffnung der dokumentART on Tour werden die bereits prämierten Siegerfilme des diesjährigen Wettbewerbs präsentiert. Zu diesen gehören unter anderem Grandmothers (GB, 2011) der auf „künstlerisch sehr eindrückliche Weise“ die Geschichte verschwundener Kindern in Argentinien erzählen soll, und Postman (FR, 2012), dessen Regisseur die Zuschauer bis in die afghanische Hauptstadt Kabul führt, wo er einen Postboten bei seiner Arbeit begleitete.

Nach dem Eröffnungsempfang und der Präsentation der Siegerfilme werden bis Sonntag die übrigen Filme blockweise und mit englischen oder deutschen Untertiteln gezeigt. Die Karten für diese Filmvorführungen kosten 5 und 3 Euro.

Filmfestivals in Neubrandenburg haben eine längere Tradition — bis 1990 fanden in der Vier-Tore-Stadt jährlich die Nationalen Dokumentarfilmwochen statt. Die 1992 ins Leben gerufene DokumentART knüpft mit dem Festival an die Bedeutung des Filmstandorts Neubrandenburg an. Für Greifswalder Verhältnisse stellt der Ausflug des Festivals die größte und wichtigste Veranstaltung dieser Art in der Stadt dar. Ihr Besuch wird Filmfreundinnen hiermit wärmstens ans Herz gelegt!

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