Erste Schritte auf dem Weg zur klimaneutralen Universität

Seit Januar 2011 existiert an der Universität Greifswald mit der Arbeitsgruppe Umweltmanagement ein Bündnis von Professorinnen, Hochschullehrern, Verwaltungsangestellten und Studierenden, die sich gemeinsam um Umweltschutz an der Alma Mater bemühen und von Deutschlands erster CO2-neutraler Universität visionieren.

DIENSTFAHRRÄDER FÜR DIE ANGESTELLTEN

Dieser ambitionierte Plan wird auf den monatlich stattfindenden Treffen vorangetrieben und auf mehreren Ebenen realisiert, zum Beispiel durch das Sparen von Energie und die Vermeidung unnötiger CO2-Emissionen. Vor etwa zwei Wochen wurden aus diesem Grund 20 Fahrräder beschafft, die den Mitarbeiterinnen der Universität zur Verfügung stehen sollen, um kurze Strecken schnell und vor allem sauber bewältigen zu können.

fahrradparkplatz (Foto: Erich Westendarp/pixelio.de)

Der Verleih der Diensträder erfolgt hierbei über ein elektronisches Schließsystem, das über Chipkarten abgewickelt wird, die in der Allgemeinen Verwaltung bei Frau Woidig erhältlich sind. Nun stehen am Hauptgebäude der Uni (Domstraße) und am Beitz-Platz jeweils zehn Diensträder in eigens dafür angefertigten Unterstellmöglichkeiten, die ganz nachhaltig kraft eines Solarmoduls beleuchtet werden.

Ob 20 Fahrräder für mehrere tausend Beschäftigte ausreichen, ist natürlich fraglich. Ein Anfang ist damit allerdings gemacht und auch die Stadtverwaltung plant die Einrichtung einer Fahrradstation am Bahnhof, wo bei Zustandekommen des Projekts nicht nur 200 Abstellplätze entstehen sollen, sondern auch ein Verleih mit 50 Fahrädern. Sollte Greifswald tatsächlich noch Fahrradhauptstadt werden wollen?

WINDKRAFT, SERVERWÄRME UND FORSTWIRTSCHAFT: GRÜNE UNI 2015?

Die Ideen der AG Umweltmanagement klingen verheißungsvoll und sind keineswegs unrealistisch: Mit einer eigenen 3-Megawatt-Windenergieanlage, die sich innerhalb von 7-14 Jahren amortisieren und ab Mitte 2013 auf einer Freifläche der Uni jährlich mehr als 7000 Kilowattstunden Strom erzeugen soll, ist geplant, zukünftig den Strombedarf der Hochschule selbst zu produzieren und einzuspeisen. Im Rechenzentrum soll nach dessen Neubau die Abwärme der Server zum Heizen genutzt werden.

Aus dem Universitätsforst – keine andere deutsche Hochschule besitzt soviel Land – soll der AG zufolge weniger Holz entnommen werden, um mithilfe dieser Wälder auch zukünftig den eigenen CO2-Ausstoß zu kompensieren. Dieser liege aktuell bei etwa 8.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, wovon über die Hälfte durch den Stromverbrauch verursacht seien, ein Fünftel durch Transporte und ein Viertel durch Heizbedarf.

31 TONNEN PAPIER VERBRAUCHTE DIE UNI ALLEIN 2010

umwelt klima logoDer durch die Universität erzeugte Papierverbrauch lag im Vorjahr bei 6.170.000 Blättern beziehungsweise 31 Tonnen und hierbei wurde die medizinische Fakultät noch nicht mit einbezogen. Deswegen konzentriert sich die AG Umweltmanagement nicht allein auf Nachhaltigkeitsaspekte bei Neubauten, den Bau der beschriebenen Windkraftanlage oder den Wärmetausch im Rechenzentrum, sondern wirbt auch für klimaschonendes Verhalten im universitären Alltagsgeschäft.

So wurden zum Beispiel allen Uni-Angestellten mit dem Rundschreiben Nr. 1: Energie sparen durch cleveres Powermanagement am Arbeitsplatz daran erinnert, in ihren Büros den Energie- und Papierverbrauch zu reduzieren (Dem Dokument ist noch manuell der Dateityp pdf hinzuzufügen). Für den November ist eine Umweltwoche geplant.

Die AG Umweltmanagement trifft sich monatlich und lädt alle Interessierten dazu ein. Die jeweiligen Termine werden genauso wie die Sitzungsprotokolle online bereitgestellt. Das nächste Treffen findet am 22. August im Anbau der alten Augenklinik (Seminarraum 3) um 11 Uhr statt.

Intern: Alles neu macht der Frühling

Der Frühling hält langsam Einzug und der schwächelnde Winter zieht sich zurück. Auch auf dem Fleischervorstadt-Blog hat sich vor und hinter den Kulissen einiges getan.

SCHRAUBEREIEN UND JUSTIERUNGEN

Zunächst fand in den letzten zwei Wochen ein Serverwechsel statt, der dank der Behändigkeit des neuen Serveradministratoren fast ruckelfrei ablief. An einigen Stellschrauben wird noch gedreht, andere sind bereits fest angezogen. So wurde zum Beispiel das Vorschaubild der jüngsten Kostprobe des – über ein RSS-Feed integrierten – Flickr-Accounts der Streetart-Dokumentaristen daklebtwat durch eine kleine Slideshow ersetzt. Neue Plugins sollen die Ladezeiten der Seite verkürzen, WordPress-Updates berechtigte Sicherheitsbedenken beruhigen.

17vier serverumzug

Außerdem existiert von nun an eine eigene Fleischervorstadt-Blog-Präsenz beim sozialen Netzwerk Facebook, die den dortigen Nutzerinnen gefallen kann. Dort sind bereits erstes Bildmaterial und einige Videos archiviert, die vorerst in jedem Land verfügbar sind. In Zukunft sollen dort Fundstücke rekontextualisiert und zusammengesampelt werden.

BUNTES GEWIMMEL STATT MONOLITHISMUS

Vor vierzehn Monaten erschien auf 17vier der erste Gastbeitrag, dem bis heute zehn weitere folgen sollten. Um die dem Medium eingeschriebene, quasi-monolithische Einheit von Blog und Autor weiter aufzulösen und Raum für mehr Vielfalt einzurichten, wird es von nun an zwei feste Gastkolumnen geben, die im wöchentlichen Wechseltakt vom Band rollen werden.

kolumne 17vierHeute geht es damit los und pünktlich zum Jahreszeitenwechsel schreiben Mary Celeste und Ferdinand Fantastilius über die – beziehungsweise den – grünende(n) Flur. Gastbeiträge sind natürlich nach wie vor willkommen, mehr dazu auf der Unterstützen-Seite.

EIN DANK FÜR JEDE UNTERSTÜTZUNG

In Bezug auf ebendiesen Link möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich und von ganzem Herzen bei all den Unterstützenden bedanken, die mir in den vergangenen vier Monaten beinahe 50 Euro über Flattr zukommen ließen. Ein großes Dankeschön sei auch an alle adressiert, die vor ihrer Amazon-Einkaufstour auf das in der Sidebar eingebundene Fenster des Online-Einkaufsladens klickten und auf diese Art eine heilsame Provision von 5-10% ihres Einkaufswert generierten.

Schließlich bin ich noch allen aktiven Lesern zu Dank verpflichtet, die hier nicht zuletzt mit ihren Kommentaren für Abwechslung sorgen sowie all den Retweetern, Likern und Mundpropagandistinnen, ohne deren Aktivitäten diese Seite weit weniger Verbreitung fände. In diesem Sinne hoffe ich darauf, dass ihr dem Fleischervorstadt-Blog auch in Zukunft gewogen seid und uns ein wonniger Frühling bevorsteht!

Intern: Umbauarbeiten

Bis gestern lief dieser Blog über eine wahrlich antiquierte WordPress-Version. Meinen dilettantischen Kenntnissen zum Trotz konnte die Software gestern Abend aktualisiert werden. Das wäre natürlich niemals ohne die Hilfe Dritter geschehen und in diesem Sinne möchte ich mich nochmal bei der Betreiberin des Blogs 49suns.de bedanken, ohne die die Aktualisierungen nicht möglich gewesen wären. Mal wieder ein Pluspunkt an das wunderbare Greifswald, das so klein ist, dass sie die halbe lokale Blogosphaere persönlich kennt.

Die restlichen Feinheiten am Layout der Seite werden hoffentlich in den nächsten Tagen fertiggestellt werden.